DG: Frage zur Topologie (AON oder GPON)?

  • Hallo zusammen,

    bei uns im Ort wird seit vielen Monaten Glasfaser verbuddelt und auch wir (ein 3-Parteien-Wohnhaus) bekommen einen Anschluss. Draußen liegt schon die orangene "Rolle" neben der Hauswand, wurde jedoch noch nicht in den Anschlussraum geführt.

    Die hausinterne Installation wurde durch einen Subunternehmer bereits vor einiger Zeit durchgeführt und sieht wir folgt aus:

    1. Im Anschlussraum (Keller) hängt ein solcher HÜP:


    Rechts im Bild zu sehen, gehen drei GF-Kabel in die drei Wohneinheiten. Der Eingang (links) ist noch nicht belegt, da die GF noch außen vor der Wand "wartet".

    2. In der Wohnung befindet sich dieses Kästchen:

    ... mit diesem Deckel:

    Das Gerät hat keinen Stromanschluss und scheint nur ein optisches Anschlusskabel für den Router aufnehmen zu können.

    In meiner Installationsbestätigung vom April steht folgender Satz:

    kundeneigener Router - Anschlussmodell FibreTwist (NT) 0,00 € noch nicht berechnet

    Laut dem, was ich bisher gelesen habe, würde das auf einen AON-Anschluss hundeuten, welche ja anscheinend "einfacher" in Betrieb zu nehmen sind. Liege ich damit richtig? Oder kann man das so nicht sagen?

    Ich möchte mir gerne die FritzBox 5590 zulegen. Wird diese an dem Anschluss problemlos funktionieren?

    Falls es wirklich ein AON-Anschluss ist: Warum wird das bei uns so realisiert? Ich habe hier im Forum mehrfach gelesen, dass Neuausbauten bei DG nur noch als GPON-Topologie durchgeführt werden. Oder handelt es sich hier um eine Mischform?

    Danke im Voraus für euere Antorten.

    alpha

    2 Mal editiert, zuletzt von alpha_zulu (1. November 2022 um 19:04)

  • Willkommen im Forum,

    Der Abbschlussdeckel F2115 besitzt eine LC/APC Buchse für den Anschluss von weiterer Hardware direkt an die Glasfaser. Damit erhält dieses Bauteil von Genexis die Funktion des passiven Netzabschlusspunktes, bei der Telekom wird das Gf-TA (Glasfaser Teilnehmer-Anschlussdose) genannt.

    Hier ein Link zu dem Wording und der Hardware:

    HubeBube
    24. Februar 2021 um 11:34

    AVM hat ebenfalls eine gute Website in der die Stecker- und Buchsen-Typen neben vielem anderen gut beschrieben werden:

    WIKI - Informationen zu Glasfaser | AVM Deutschland

    Der Text kundeneigener Router - Anschlussmodell FibreTwist (NT) beschreibt lediglich das Du einen kundeneigenen Router betreiben möchtest und keinen Mietrouter geordert hast. Über die Topologie (AON oder GPON) sagt das nichts aus. Das einzig verlässliche Indiz ist die Bezeichnung des gelieferten NTs, daran kann man erkennen, ob GPON oder AON zum Einsatz kommt.

    Da ein NT immer montiert wird, ist mein gut gemeinter Rat zuerst den NT an die Glasfaser anzuschließen, daran dann den Router (geht auch mit einem blauen WAN-Port der 5590) mit dessen RJ-45 Schnittstelle zu verbinden und in aller Ruhe die Funktionalität zu testen. Läuft dies dann zufriedenstellend, kannst Du deine 5590 immer noch direkt an die Faser anschließen und den NT ausser Betrieb nehmen, so wie hier beschrieben:

    HubeBube
    16. April 2022 um 16:50
  • Die meisten deiner Screenshots sind leider nicht zu sehen. Es könnte AON sein, aber das ist im Moment noch ein Stückweit Spekulation.

    Es ist ein neues Ausbaugebiet? Da baut DG üblicherweise GPON aus, es sei denn, in der Region gibt es schon AON Anschlussbereiche. Ist das bei euch der Fall?

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  • Da ein NT immer montiert wird, ist mein gut gemeinter Rat zuerst den NT an die Glasfaser anzuschließen, daran dann den Router (geht auch mit einem blauen WAN-Port der 5590) mit dessen RJ-45 Schnittstelle zu verbinden und in aller Ruhe die Funktionalität zu testen. Läuft dies dann zufriedenstellend, kannst Du deine 5590 immer noch direkt an die Faser anschließen und den NT ausser Betrieb nehmen, so wie hier beschrieben:

    Bringt es denn überhaupt einen nennenswerten Vorteil, sich mit dem Router direkt an die GF zu hängen? Wenn nein, dann würde ich ggf. erst mal bei meinem vorhandene 7590 bleiben.

    Kommt der NT noch zusätzlich zur vorhandenen Dose an die Wand? Warum haben die Techniker das dann nicht gleich mit installiert? Oder ist das "andere Baustelle"?

  • Die meisten deiner Screenshots sind leider nicht zu sehen. Es könnte AON sein, aber das ist im Moment noch ein Stückweit Spekulation.

    Es ist ein neues Ausbaugebiet? Da baut DG üblicherweise GPON aus, es sei denn, in der Region gibt es schon AON Anschlussbereiche. Ist das bei euch der Fall?

    Hallo Frank,

    komisch, ich kann alle Bilder problemlos sehen. HubeBube : Wie schaut das bei dir aus?

    Es ist ein neues Ausbaugebiet, wie ich oben schon geschrieben habe. Der Tiefbau ist ziemlich weit fortgeschritten, dürfte wohl bald fertig sein. Aber ich sehe überall im Ort noch diese orangenen Kabelrollen an den Häusern. Ist es normal, dass der Anschluss der Häuser erst im Nachgang erfolgt? Wenn das genau so lange dauert wie die Erdbauarbeiten, dann gute Nacht!

  • Bei mir sieht der Beitrag so aus:


    Aber ich sehe überall im Ort noch diese orangenen Kabelrollen an den Häusern. Ist es normal, dass der Anschluss der Häuser erst im Nachgang erfolgt?

    Ja, das war bei uns auch so.

    Wenn das genau so lange dauert wie die Erdbauarbeiten, dann gute Nacht!

    Das wird deutlich länger dauern. Die müssen ja Haus für Haus durch die Gärten buddeln, die Wanddurchbrüche machen und die ganze Technologie installieren.

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  • Die haben die Rollen schon überall direkt zu den Häusern verlegt. Es sind etliche Straßen bereits seit mindestens 9 Monaten komplett fertig, ich habe jedoch auch dort noch keinen einzigen "Hausanschlusstrupp" gesehen. Warum macht man das nicht gleich nach Fertigstellung der Tiefbauarbeiten? Das Ganze muss doch auch mal fertig werden. Und vorher kriegt DG keine Geld, sollte auch in deren Interesse liegen, möglichst schnell möglichst viele TN ans Netz zu bringen.

  • Wenn z.B. noch der PoP fehlt oder die Anbindung des PoPs an das Netz der DG noch Lücken hat, dann nützt ein fertiger Hausanschluss nichts. Die Ungewissheit nervt, aber aus Erfahrung kann man nur gelassenes Abwarten empfehlen.

  • Bringt es denn überhaupt einen nennenswerten Vorteil, sich mit dem Router direkt an die GF zu hängen? Wenn nein, dann würde ich ggf. erst mal bei meinem vorhandene 7590 bleiben.

    Technologisch bringt es zur Zeit im Netz von DG keinen Vorteil. Politisch jedoch: Der Gesetzgeber hat dem Endkunden die freie Wahl des Endgerätes zugestanden, das bedeutet eben nicht nur die freie Routerwahl, sondern deutlich mehr. Viele Provider missachten dies und zwingen dir ein aktives Gerät auf (NT/ONT/ONU), das sie aber nach TKG gar nicht dürfen. Sie dürfen dir eines überlassen, jedoch nicht die Verwendung erzwingen. Argumentation: "Sie dürfen ja ihren Router hinter dem ONT frei wählen" und kokettieren so mit dem Begriff "Routerfreiheit", den es im TKG gar nicht! Daher ist es zur Durchsetzung und Wahrung der Kundenrechte wichtig, das viele ihr eigenes Endgerä (Router oder auch ein eigener NT) an die Glasfaser bringen.

    Die 7590 ist noch sehr gut geeignet, falls diese schon altersschwach ist, kann auch eine 4060 eine (bessere) Alternativve sein.

    Kommt der NT noch zusätzlich zur vorhandenen Dose an die Wand? Warum haben die Techniker das dann nicht gleich mit installiert? Oder ist das "andere Baustelle"?

    Der NT wird erst unmittelbar vor der Anschlussaktivierung von dem Technikerteam montiert, das diese Aktiverung auch durchführt. Da dieser ein aktives, stromverbrauchendes Gerät ist, muss ein Stromanschluss in der Nähe sein.

    Einmal editiert, zuletzt von HubeBube (1. November 2022 um 12:14)

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  • Die haben die Rollen schon überall direkt zu den Häusern verlegt. Es sind etliche Straßen bereits seit mindestens 9 Monaten komplett fertig, ich habe jedoch auch dort noch keinen einzigen "Hausanschlusstrupp" gesehen.

    Manchmal geht es schneller, manchmal langsamer. Bei uns hat es vom ersten Spatenstich bis zur Beendigung der Anschlussarbeiten der Gebäude, deren Eigentümer bis zum Baubeginn/Bauphase gebucht hatten, ca. 18 Monate gedauert. Seit rund 24 Monaten warten diejenigen, die zu lange gewartet haben, auf ihre sogenannten "Nachanschlüsse".

  • Ich finde schon, dass es seeehr zögerlich voran geht. Meine Auftragseingangsbestätigung ist von November 2020, die Auftragsbestätigung von April 2021. Gleichzeitig begannen die Bauarbeiten im Ort; bis heute noch nicht alle Tiefbauarbeiten abgeschlossen (von Gefühl her fehlt aber nicht mehr viel).

    Deshalb wundere ich mich, dass nicht schon längst mit den Hausanschlüssen begonnen wurde, dort wo die Leitungen schon ewig liegen. Aktuell sieht man manchmal ein paar Techniker einer Firma "elnet", die sich an diversen Verteilerkästen zu schaffen machen und spleißen. Trotzdem hat man nie das Gefühl, die wollen irgendwann mal fertig werden. Das kann sich doch alles gar nicht rechnen, so langsam wie die erschließen.

    Fragen kann man von denen niemanden, die wissen nichts und verstehen auch nichts. Offizielle Fortschrittsmeldungen seitens DG gibt es leider auch nicht. Kundenorientierung: mangelhaft.

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  • Fragen kann man von denen niemanden, die wissen nichts und verstehen auch nichts. Offizielle Fortschrittsmeldungen seitens DG gibt es leider auch nicht. Kundenorientierung: mangelhaft.

    Man kann schon versuchen mit "denen" zu kommunizieren, sind auch nur Menschen. Bei mir hat das zu einem schnellen Anschluss geführt, siehe:

    Bracew
    22. April 2022 um 16:22
  • Ich finde, dass DG einfach viel zu wenig proaktiv kommuniziert. Die wissen doch am besten, wann was wo geplant ist. Warum schreibt man die Kunden nicht entsprechend ab und zu per Mail an und informiert über die "next steps"?

  • Weil eine zuverlässige Planung im Moment praktisch unmöglich ist. Was heute noch aktuell erscheint, kann morgen schon kompletter Unsinn sein. Und welchen Eindruck würde es machen, wenn du heute eine Mail bekommst, dass es nächste Woche losgeht. Nächste Woche heißt es dann, in 3 Monaten, und übernächste Woche dann doch wieder in 3 Wochen? Genau. Dann lieber nichts sagen. Wenn es losgeht, dann sehen es die Leute schon.

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  • Meine Auftragseingangsbestätigung ist von November 2020, die Auftragsbestätigung von April 2021.

    Aufpassen! Ab dem Monat 20 nach der Auftragsbestätigung besteht von Seiten beider Vertragspartner ein Sonderkündigungsrecht, sofern der Anschluss noch nicht aktiviert ist. In einem anderen Thread wurde berichtet, das DG diese Karte gezogen hat.

  • Davon gehe ich nicht aus, wir haben schon im ganzen Ort die Leitungen liegen. AB dürften alle ziemlich gleichzeitig erhalten haben, da es auf Basis eine Nachfragebündelung zum Ausbau kam.

    Aber kann ich das 20-Monate-Thema irgendwie zu meinen Gunsten nutzen? Also eine Fertigstellung verlangen beispielsweise?

  • Ich glaube dann geht der Schuss nach hinten los...

    Evtl. bringt ein Bericht in der lokalen Presse Bewegung in die Sache, wenn darin die Befürchtungen geäußert wird, das der Glasfaserausbau mit Erreichung der 20 Monatsfrist von Seiten DG eingestellt wird. Ist das eigenwirtschaftlicher oder geförderter Ausbau? Evtl. sollte der Bürgermeister involviert werden.

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  • Ich empfehle immer noch gelassenes Abwarten... Wenn man neugierig ist, könnte man herauszufinden versuchen, wer die Schnittstelle zur DG ist (Breitbandbeauftragter, Bürgermeister, Wirtschaftsförderung), und darüber erfragen, wo es stockt. Es muss nicht immer gleich die Presse sein und "Druck" aufgebaut werden. Das bringt den Anschluss in den seltensten Fällen voran. Der Hausanschluss an sich nützt dir ja z.B. gar nichts, wenn die Netzinfrastruktur noch nicht so weit ist, dass der Anschluss aktiviert werden kann.

  • Ich finde, dass DG einfach viel zu wenig proaktiv kommuniziert. Die wissen doch am besten, wann was wo geplant ist. Warum schreibt man die Kunden nicht entsprechend ab und zu per Mail an und informiert über die "next steps"?

    Nein, dass wissen sie selbst nicht. Dass Weiß in diesem Fall nur der GU ganz genau.