Deutsche GigaNetz und Routerfreiheit

  • Gerade in der TK gilt: Never Touch a running system.

    Mit PPPoE wurde im europäischen Raum jahrzehntelang Erfahrungen gesammelt. Da liegt es nahe diese Vorgehensweise auf neue Accesstechnologien zu übertragen. Letztlich spielt natürlich auch die bereits vorhandene Infrastruktur eine entscheidende Rolle. Nur weil wenige Prozent der Kunden GPON nutzen, werfe ich meine PPPoE-Infradtruktur für 95+ % der Kunden nicht über Bord. Beispielsweise beharrt die DTAG nach wie vor auf PPPoE. Wenn dann in der GPON-Topologie lediglich die Seriennummer zu Authentifizierung des Endgerätes dient, finde ich das hervorragend.

    Wenn wir uns daran erinnern: Die Telekom war der erste der Major Player, die eine Provisionierung von kundeneigener Endgeräten im GPON ermöglicht hat! Der Dinosaurier hat es den Kleineren vorgemacht, wie es gehen kann!

    Ein Muss ist die Verwendung von PPPoE freilich nicht. Deutsche Glasfaser benutzt, wie viele andere auch, DHCP/IPoE. Vorteil ist hierbei, das am Provider ONT jedes DHCP-taugliche Client-Gerät mit RJ-45 Schnittstelle angeschlossen werden kann. Der Nachteil: bis heute ist nicht exakt offengelegt, wie die Einbuchung in das GPON erfolgt. Teilweise wird die Seriennummer + Equipment-ID verwendet, im nächsten Schritt spielen dann ggf. Managed Entities eine Rolle. Ein einfaches klonen der Seriennummer auf ein anderes Endgerät bedeutet noch lange nicht, das ein funktionierender Internetaccess hergestellt werden kann.

  • Gerade in der TK gilt: Never Touch a running system.

    Mit PPPoE wurde im europäischen Raum jahrzehntelang Erfahrungen gesammelt. Da liegt es nahe diese Vorgehensweise auf neue Accesstechnologien zu übertragen. Letztlich spielt natürlich auch die bereits vorhandene Infrastruktur eine entscheidende Rolle. Nur weil wenige Prozent der Kunden GPON nutzen, werfe ich meine PPPoE-Infradtruktur für 95+ % der Kunden nicht über Bord. Beispielsweise beharrt die DTAG nach wie vor auf PPPoE. Wenn dann in der GPON-Topologie lediglich die Seriennummer zu Authentifizierung des Endgerätes dient, finde ich das hervorragend.

    Das ist z. B. bei DNS:Net auch nicht anders, ich finde es hier besonders witzig.

    VDSL-Vertrag: dsl123456@dnsnet

    GF-Vertrag: dsl654321@dnsnet

    :D

  • Gerade in der TK gilt: Never Touch a running system.

    Mit PPPoE wurde im europäischen Raum jahrzehntelang Erfahrungen gesammelt. Da liegt es nahe diese Vorgehensweise auf neue Accesstechnologien zu übertragen. Letztlich spielt natürlich auch die bereits vorhandene Infrastruktur eine entscheidende Rolle. Nur weil wenige Prozent der Kunden GPON nutzen, werfe ich meine PPPoE-Infradtruktur für 95+ % der Kunden nicht über Bord. Beispielsweise beharrt die DTAG nach wie vor auf PPPoE. Wenn dann in der GPON-Topologie lediglich die Seriennummer zu Authentifizierung des Endgerätes dient, finde ich das hervorragend.

    Wenn wir uns daran erinnern: Die Telekom war der erste der Major Player, die eine Provisionierung von kundeneigener Endgeräten im GPON ermöglicht hat! Der Dinosaurier hat es den Kleineren vorgemacht, wie es gehen kann!

    Ein Muss ist die Verwendung von PPPoE freilich nicht. Deutsche Glasfaser benutzt, wie viele andere auch, DHCP/IPoE. Vorteil ist hierbei, das am Provider ONT jedes DHCP-taugliche Client-Gerät mit RJ-45 Schnittstelle angeschlossen werden kann. Der Nachteil: bis heute ist nicht exakt offengelegt, wie die Einbuchung in das GPON erfolgt. Teilweise wird die Seriennummer + Equipment-ID verwendet, im nächsten Schritt spielen dann ggf. Managed Entities eine Rolle. Ein einfaches klonen der Seriennummer auf ein anderes Endgerät bedeutet noch lange nicht, das ein funktionierender Internetaccess hergestellt werden kann.

    Kann man so oder so betrachten. Die Identifizierung des physichen Anschlußes mit der SN für den Datenstrom des GPON und den eigentlichen Anschlußinhaber (Router) mit der PPPoE Benutzerkennung und PSWD. Auch eine Art 2FA.

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  • Whoa, dann kann ich hier in 65451 wohl frühestens in 2 Jahren mit einem DGN Anschluß rechnen (wenn überhaupt, leider Versteift sich die Stadtverwaltung auf DGN weil kein anderer Anbieter einen Sinn im Ausbau des gesamten Stadtgebietes gesehen hat, aber das Interesse hält sich derzeit in Grenzen).

    Wie ist die Geschwindigkeit den ganzen Tag über so? Und hast du die Zwangstrennung schon erlebt?

    also der Speed ist stabil bei ca. 950MBit/s down und 500MBit/s up, gemessen zu unterschiedlichen Zeiten und Tagen

    Ich habe jetzt, da die DGN ein Problem mit meiner Opnsense Firewall hatte ne 7530AX als 1. Router hängen. Der macht immer so 01:30 +/- seine Zwangstrennung

  • also der Speed ist stabil bei ca. 950MBit/s down und 500MBit/s up, gemessen zu unterschiedlichen Zeiten und Tagen

    Ich habe jetzt, da die DGN ein Problem mit meiner Opnsense Firewall hatte ne 7530AX als 1. Router hängen. Der macht immer so 01:30 +/- seine Zwangstrennung

    Danke fürs testen.

    Kannst du das Problem näher beschreiben? Ich wollte eigentlich alle fritzboxen usw vermeiden.

  • Melde mich nach langer Zeit mal wieder zurück.
    Ich hatte ja im Februar die Anfrage an die Netzagentur geschickt. Bis auf eine zwischenzeitlich erhaltene Standardantwort von wegen "wir sind noch dran" habe ich allerdings von dort nichts mehr gehört.

    Letztlich hatte ich mich die Tage noch mal per Mail an die DGN gewandt, um nachzufragen, ob nun die technischen Vorraussetzungen für die Verwendung eines eigenen Routers geschaffen seien. Antwort von dort war nun ein eindeutiges "ja".

    Also meine 5590 wieder ausgepackt, das GPON Modul gesteckt und der DGN die Modem-ID der Fritzbox geschickt.
    Nach ein paar Stunden kam direkt die Rückmeldung. ONT muss laut DGN vor der Umstellung aktiv/angeschlossen sein.
    Nachdem dann die "PON" Led rot blinkt darf man seine eigene Box anschließen. Also habe ich das Kabel von/zur Fritzbox direk am HÜP und dem GPON Modul angeschlossen.

    Musste letztlich in der Box noch die Punkte "IPv6-Unterstützung aktiv" aktivieren und "IPv4-Anbindung über DS-Lite herstellen" anhaken. Seither läuft die Box auch ohne den ONT.
    ONT muss für die Dauer der Vertragslaufzeit laut DGN beim Kunden verbleiben.

    So weit erst mal so unkompliziert. Bin momentan wieder zufrieden. Hätte man ggf. auch gleich in dieser Form lösen können...

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  • Wie sieht die Modem-ID denn aus? Kannst du bitte ein Beispiel geben?

    Die Modem ID der FRITZ!Box ist auf der Unterseite der FRITZ!Box sowie auf dem Aufkleber auf der beiliegenden Pappkarte aufgedruckt, und beginnt mit AVMG gefolgt von einer 8 stelligen hexadezimalen Zahl.

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  • Ok Frage vielleicht nicht komplett formuliert: Was ist diese Modem-ID in GPON Terminologie?

    Die OMCI Equipment ID oder GPON Seriennummer, oder gar was anderes?

    Wenn ich es richtig verstanden habe, wird mit der OMCI Equipment ID erst einmal der Type/Protokoll festgestellt (GPON GSX-PON etc.).

    -------------

    Die Modem-ID immer 12-stellig (PON-SN) ist ähnlich der MAC einer Netzwerkschnittstelle. Darauf erfolgt die Zuordnung deines Anschlusses in den String von 32/64 Teilnehmer.

    Beim ONT-Fibertwist ist sie als Beispiel: GNXS 250F 0250

    Bei AVM: AVMG 1234 1234

    Bei meinem Zyxel ist die schreibweise zw. Hex und ASCII "verwirrend laut Web-Oberfläche des Zyxel-Moduls.
    Modem-ID 5A 59 57 4E C0 E7 3C 9A (HEX)

    Pon/Modem SN: ZYWNC0E73C9A (ASCII)

    ----

    HEX: 5A 59 57 4E = ASCII: Z Y W N

    C0 E7 3C 9A wird bei ASCII hinten angehangen. Die Übermittlung an DNS:NET hat so funktioniert.

    -------

    Beides funktioniert nicht ohne einander, aber es sind unterschiedliche "Aufgabe" und nur die Modem-ID spielt für den Endkunden eine Rolle bei wechsel des Gerätes.

    Siehe Seite 11Technische Anleitung DNS:NET

    2 Mal editiert, zuletzt von Phino (14. Juni 2023 um 19:30)

  • Eine Übersicht der Serial findet ihr hier:

    HubeBube
    16. Juli 2021 um 06:35

    Manchmal muss das Prefix jedoch auch hexadezimal eingegeben werden.

    Die Equipment-ID ist beschrieben in dem Kapitel ONU2-G (ME #257) der OMCI Spezifikationen. Diese ID ist ein 20 Byte langer String. Mit dem von Phino erwähnten Parametern hat das allerdings nichts zu tun.

    Zitat

    Equipment ID: This attribute may be used to identify the specific type of ONU. In some environments, this attribute may include the equipment CLEI code. (R) (mandatory) (20 bytes)

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  • Ok Frage vielleicht nicht komplett formuliert: Was ist diese Modem-ID in GPON Terminologie?

    Die OMCI Equipment ID oder GPON Seriennummer, oder gar was anderes?

    So habs rausgefunden: Es ist die "Serial Number" im OMCI ME 256, da wird das Format auch so beschrieben wie es in Phino's AVM Beispielbild angegeben ist.

  • Gude,


    auch ich bin nun Kunde der Deutschen Giganetz und habe hier bislang nur still mitgelesen, möchte nun aber meine Erfahrungswerte teilen. Seit gestern betreibe ich erfolgreich eine FRITZ!Box 5590 direkt am HÜP:

    So hat es geklappt:

    1. Per E-Mail dem Support mitgeteilt, dass ich meinen eigenen Router direkt am HÜP betreiben möchte.

    2. Zugangsdaten für Internet und VoIP per Schreiben erhalten.

    3. Zunächst den mitgelieferten ONT an den HÜP angeschlossen (Das ist laut Support unbedingt notwendig).

    4. Bild von FRITZ!Box und GPON-SFP-Modul Typenschildern per E-Mail an Support geschickt (Dabei WLAN-Schlüssel, WLAN-QR-Code und FRITZ!Box Passwort geschwärzt) mit der Bitte die FRITZ!Box für den Anschluss freizuschalten.

    5. Zugangsdaten in FRITZ!Box eingetragen (Wichtig: VLAN-ID nicht vergessen und im Reiter "IPv6" Haken bei "Native IPv6-Anbindung verwenden" und "IPv4-Anbindung über DS-Lite herstellen" setzen) .

    6. FRITZ!Box an HÜP angeschlossen. Sah dann so aus:

    7. Nach ca. einer Woche nochmal beim Support angerufen und nachgefragt. Wurde zur Technik durchgestellt. Dort hat man die FRITZ!Box freigeschaltet während ich noch am Telefon war und die hat sich dann auch direkt verbunden:

    Kurzer Speedcheck ... alles Top:

    Ich hoffe, dass ich mit dem Beitrag dem einen oder anderen helfen konnte.


    Liebe Grüße

    Tobias

    Einmal editiert, zuletzt von Tobias (27. August 2023 um 15:59)

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  • Wurde zur Technik durchgestellt. Dort hat man die FRITZ!Box freigeschaltet während ich noch am Telefon war

    Das heißt, die Modem-ID vom Fritzbox-Zettel wurde benötigt für die Freischaltung? Der Hinweis ist sicher wertvoll für andere Kunden.

  • Das heißt, die Modem-ID vom Fritzbox-Zettel wurde benötigt für die Freischaltung? Der Hinweis ist sicher wertvoll für andere Kunden.

    Ob nur die Modem-ID, oder evtl. noch weitere Informationen vom Typenschild benötigt wurden, kann ich nicht mit Sicherheit sagen. Der Support hatte um ein Photo von den Typenschildern der FRITZ!Box und des GPON-SFP-Moduls gebeten, welche ich per E-Mail vorab zur Verfügung gestellt hatte und welche dem technischen Support dann während des Gespräches auch vorlagen (Ich hatte keine Daten per Telefon durchgegeben). Die - für mich gut nachvollziehbare - Begründung für Photos war: Kunden haben in der Vergangenheit beim Abtippen von Nummern teilweise Dreher und Abtippfehler gemacht und daher wird ein Photo verlangt.

  • Das mit dem Photo kann ich auch gut verstehen. Aber abseits der Modem-ID ist auf diesem Beipackzettel nichts drauf, was für einen Glasfaseranbieter hilfreich wäre. Mit den WLAN Zugangsdaten und dem Passwort zur Weboberfläche können sie nichts anfangen.

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  • Die Serial des SFP Moduls wird nicht benötigt, sondern nur die Modem-ID der FRITZ!Box! Wahrscheinlich hat die Bekanntgabe von ersterem die Verzögerung verursacht. Die Serial des SFP Moduls beginnend mit AB20 wird gar nicht von der FB übermittelt, sondern nur die Modem-ID beginnend mit AVMG.

    Aus diesem Grund ist die FB auch im Training stehen geblieben, da die Authentifizierung aufgrund einer falsch eingetragenen Serial nicht erfolgreich war. Da die Provider kundeneigene Hardware an der Glasfaser nicht wollen, sind da keine guten Prozesse implementiert.

    Einmal editiert, zuletzt von HubeBube (27. August 2023 um 17:08)