Telekom Speedbox 3 als Mesh-master für Fritzbox 4040

  • Hallo liebes Forum,
    ich bin seit kurzem glücklicher Glasfasernutzer. Funktioniert auch alles wunderbar. Im Keller ist der HUP, dort steht der Router (Telekom Speedport 3) und speist das Internet ins Haus-LAN ein und erzeugt auch WLAN.

    Jetzt würde ich das WLAN gerne auch noch von anderen Punkten im Haus erzeugen, am besten natürlich als Mesh. Ich habe bereits zwei FritzBox 4040, diese würde ich gerne als Mesh-Repeater (LAN) nutzen.


    Fragen:
    - geht diese Kombination überhaupt? Ich finde am Speedport zwar die Mesh master option, und an der Fritzbox die Slave Option, ich bekomme sie aber nicht verbunden

    - Falls nein, kann ich den Telekom Speedport aus dem System nehmen und die Fritzbox als Modem und Meshmaster verwenden? DAnn bräuchte ich halt noch eine zusätzliche Box

    - Oder kann ich den Speedport nur als Modem verwenden, das WLAN aber aus machen, und dann die Fritzboxen als Mesh Sytsem einrichten? Wie wäre dann die Verkabelung? Der Mesh master müsste ja an den WAN Anschluss (aus dem Heimnetz) angeschlossen werden, dann aber das Internet über den LAN Anschluss wieder ins selbe Netz zurückspeisen?!?


    Vielen Dank!

  • - Speedport als Mesh Master und Fritzbox Mesh Repeater geht nicht.

    - Fritzbox als Router am Telekom Glasfasermodem sollte problemlos funktionieren

    Die letzte Option wird kompliziert. Ich glaube nicht, dass du den Speedport als reines Modem mit PPPOE Passthrough betreiben kann. Warum auch? Er macht dann ja praktisch nichts mehr, da kannst du auch die Fritzbox direkt ans Glasfasermodem hängen

    Du könntest aber den Speedport 3 als Router ohne WLAN betreiben. Das Problem: Die Fritzboxen können meines Wissens im IP Client Modus kein Meshmaster werden. Also müsste eine Fritzbox als Router laufen, und das macht es komplex: Zwei Netze, Doppel-NAT und alles was dazu gehört.

    Ich würde dafür plädieren, das Mesh Netz aus homogenen Komponenten aufzubauen. Also entweder den Speedport durch eine Fritzbox ersetzen, oder fürs Mesh die Telekom Repeater anschaffen.

  • Danke für die Info.
    Für Telekom kompatible Mesh Repeater finde ich nur welche die als WLAN repeater fungieren. Da ich aber ein Hausnetz (LAN) habe, würde ich die natürlich gerne über LAN nutzen. Welche Geräte eignen sich denn da?

    Edit:
    Und, falls ich mich für komplett Fritzbox entscheide: Brauche ich dann nicht ein Fritz Modem, also eine höherwertigere Box als 4040? Denn irhendwo muss ich ja logischerweise meine Zugangsdaten etc. eingeben?

    Einmal editiert, zuletzt von ruckele (20. Juli 2021 um 13:36)

  • Tipp: Jetzt kostenlos registrieren, mitmachen und das Forum ohne Werbebanner nutzen.
  • Yep, wenn der Speedport die Kombination ONT/Router darstellt, dann benötigst Du etwas vergleichbares. Da fällt mir in deinen Falle spontan die 5530 Fiber ein. Da empfiehlt sich natürlich auch das (AVM) Mesh aufzuspannen.

    • Offizieller Beitrag

    Der typischer Aufbau eines Telekom-FTTH-Anschlusses beinhaltet nach wie vor einen vom Router getrennten ONT. Der Speedport 3 Smart hat kein eingebautes "Glasfaser-Modem". Ein Wechsel auf einen Router mit Glasfaserschnittstelle ist nicht nötig und ohne ein gewisses Maß an Vorkenntnissen auch nicht ratsam.

    Ein Router mit eingebautem Modem wird nicht benötigt. Eine Fritzbox 4040 kann direkt am ONT eines Telekom-FTTH-Anschlusses betrieben werden.

  • Klasse, vielen Dank für die Antworten.
    Ich versuche das am Wochenende dann mal, komplett auf Fritz umzustellen und den Speedport aus dem Programm zu nehmen

  • Tipp: Jetzt kostenlos registrieren, mitmachen und das Forum ohne Werbebanner nutzen.
  • Hans mal versucht, bislang ohne Erfolg:
    Die Fritzbox verlangt Zugangsdaten, die ich aber nicht habe. Wenn ich im Speedport nachschaue, dann gibts da die Option "Zugangsdaten automatisch", es musste also kein Kennwort etc eingegeben werden. Diese Option hat meine Fritzbox aber nicht, ein Kennwort ist zwingend erforderlich :(

    • Offizieller Beitrag

    Neuere Anschlüsse können automatisch konfiguriert werden. Die Telekom-Technik hält die Anschlüsse auseinander und kann dem Router die nötigen Anmeldedaten übermitteln. Das nennt sich "EasySupport". Die 7590 kann das, aber die 4040 anscheinend noch nicht. In dem Fall muss man sich von der Telekom die Zugangsdaten für eine manuelle Konfiguration besorgen.

  • Tipp: Jetzt kostenlos registrieren, mitmachen und das Forum ohne Werbebanner nutzen.
  • Hallo zusammen,
    die Fragen gehen weiter :)

    Ich habe jetzt beschlossen, komplett auf Fritzbox umzustellen. Da ich mit meinem Telekom Glasfaseranschluss auch einen Telefonanaschluss bekommen habe, würde ich gerne einen "Hauptrouter", sprich Meshmaster mit Telefonanlage nutzen. Alles deutet inzwischen auf die Fritzbox 7590 hin, denn die kann alles was ich brauche.

    Diese würde ich dann wie gesagt als Internet Zugangspunkt sowie als Telefonanlage konfigurieren. Jetzt reicht die Reichweite nicht ins ganze Haus, sprich ich brauche mindestens noch einen Mesh-Slave-Router an an derer Stelle, da ich bereits eine Fritzbox 4040 habe würde ich die gerne nehmen.

    Fürs Internet geht das ja, aber wie schaut es aus mit Telefon? Wenn ich ein DECT Telefon nehme, z.B. FritzFon, muss ich ja das Telefonsignal auch irgendwo verstärken um überall Empfang zu haben. Kann das auch die 4040? Mir ist ehrlich gesagt nicht klar wie das mit dem DECT funktioniert. Ich brauche quasi einen DECT-Mesh-slave. Welche Geräte gehen denn da?

    Danke


    Edit: Oder kann es sein, dass das Telefonsignal weiter reicht als das WLAN und ich demnach gar keinen Repeater brauche?

    Einmal editiert, zuletzt von ruckele (5. August 2021 um 07:57)

  • Die 4040 hat keine Dect Basisstation, du bräuchtest eine Box mit Dect Basis. Was dir aber klar sein muss, wenn es über eine Box laufen lässt funktioniert das Mobilteil nur an der jeweils zugeordneten Basis. Alternativ kann man den Dect 100 Repeater verwenden dort kann das Mobilteil nahtlos zwischen Basis und Repeater wechseln. Dect 100 muss aber in Reichweite zur Basis stehen.

  • Tipp: Jetzt kostenlos registrieren, mitmachen und das Forum ohne Werbebanner nutzen.
  • Die Gigaset Go Box 100 hat eine bessere DECT - Reichweite als die DECT - Module in den FB - Modellen. Und wenn man die Gigaset HX - Mobilteile nimmt, sind diese sowohl zur GO Box 100 als auch zu den im Router eingebauten DECT kompatibel.

  • So liebes Forum, nun bin ich etwas weiter.

    Ich habe jetzt die FritzBox 7590 AX als Hauptrouter installiert (im Keller neben dem HUP) und zwei Fritzboxen 4040 (die ich beide eh schon hatte) als Mesh LAN Repeater im Haus.
    Leider reicht das noch nicht überall sauber hin, da die Box im keller kaum ins Haus reicht, und die beiden 4040er im Haus nicht alles sauber abdecken. Ich bräuchte also theoretisch noch eine Dritte Box, um in der aktuellen Config alles abzudecken. Das finde ich irgendwie übertrieben und auch übertrieben teuer.

    Daher bin ich am überlegen ob und wie ich das Ganze jetzt nochmal umbaue:

    1. Den Hauptrouter nicht in den Keller an den HUP, sondern zentral ins Haus, so dass er schonmal einiges abdeckt. Technisch wäre das machbar, denn ich habe an jeder LAN Steckdose im Haus zwei Leitungen, die Unabhängig in den Keller führen. Ich müsste also nur den Anschluss vom Modem in eines der beiden Kabel führen, oben im Haus mit Fritzbox WLAN und LAN erzeugen und das LAN wieder runter führen, wo es an den Hausswitch mit allen anderen Leitungen kommt.
    Frage: Kabel hab ich genug, allerdings würde das Kabel zwischen Modem und Fritzbox 7590 AX (Hauptrouter, Mesh Master) dann recht lang, ich schätze 15m. Hat das negative Effekte auf die Geschwindigkeit oder ist die Kabellänge generell egal?

    2. Weg von Fritz, zurück zu Telekom. Die Fritzbox 7590 AX und eine der 4040er kann ich noch zurückgeben. Den Speedport hab ich sowieso (ist beim Anschluss dabei), sprich ich bräuchte nur 2 weitere LAN repeater.
    Frage: Ist Telekom besser / schlechter als Fritz?

    3. Womit wir dann zum Telefon kämen:
    Meine Router (sowohl Telekom als auch Fritzbox 7590 sind beide DECT fähig, ausserdem haben beide noch einen "Telefonausgang". Brauche ich den Telefonausgang überhaupt? Was für Vor oder Nachteile hat das gegenüber DECT? Was ist hier die Empfehlung, welchen Standard ich verfolgen soll (hier habe ich noch keine Geräte). Und, ist DECT - im Gegensatz zu Mesh - unter den Herstellern kompatibel?

    Danke

  • Tipp: Jetzt kostenlos registrieren, mitmachen und das Forum ohne Werbebanner nutzen.
    • Offizieller Beitrag

    Die Verbindung zwischen NT und Router ist Gigabit-Ethernet und darf vom Standard her bis zu 100m lang sein. Je länger die Leitung ist, desto mehr muss man auf die Qualität des Kabels achten, aber 15m sind keine Herausforderung. Die Länge des Kabels hat keinen Einfluss auf die Geschwindigkeit, wenn die Verbindung korrekt funktioniert.

    Ich schätze die WLAN-Reichweite des Speedports nicht besser oder schlechter ein als die der Fritzbox. Bei WLAN kommt es immer auf eine günstige Positionierung an. Den besten Router möglichst zentral aufzustellen und die Mesh-Geräte per LAN-Kabel anzuschließen, ist empfehlenswert.

    Wenn du geeignete Telefone hast, hat es viele Vorteile, die direkt am Router anzumelden. Man vermeidet damit unnötige Latenz, Störungen durch die Analogübertragung und Echos. Die DECT-Reichweite einiger dedizierter Basisstationen ist besser als die der Fritzbox, aber in den meisten Häusern sollte die Fritzbox-Reichweite hinkommen, besonders bei zentraler Aufstellung. DECT-GAP Unterstützung ist die Mindestanforderung. Besser ist CAT-iq 2.0. Das ist wie DECT-GAP ein herstellerübergreifender Standard. Damit kann das Handgerät z.B. auch das Telefonbuch der Fritzbox nutzen. Den besten Funktionsumfang erreicht man aber mit den Handgeräten von AVM. Wenn du noch keine Handgeräte hast, würde ich zur Fritzbox letztere empfehlen.

  • Meine Router (sowohl Telekom als auch Fritzbox 7590 sind beide DECT fähig,

    @alfalfa hat das Wesentlichste zu der Telefontechnik bereits geschrieben. Ich gebe zu bedenken, das der Export des Telefonbuches von dem Speedport zu der FRITZ!Box gewünscht ist. Da ich die Telefonie via Speedport nicht kenne, muss ich da die Annahme treffen, das der Speedport das Telefonbuch vorhält und nicht das Handgerät.

    Wenn die DECT Basisstation (oder FRITZ!Box oder Speedport?) das Telefonbuch vorhält, dann benötigst Du ein Mobilteil, das auf der einen Seite alle Einträge vorhalten kann und auf der anderen Seite die Funktionalität besitzt, die Einträge von der Basisstation auf das Mobilteil kopieren zu können. Das können nicht alle Handgeräte, die HX Serie der Gigaset Handgeräte sollen das beherrschen. Ein solches Mobilteil wäre z.B. das Gigaset CL660HX. Ob das die AVM Telefone beherrschen, kann ich nicht sagen.

    Sobald das Telefonbuch auf das Handgerät kopiert wurde, wird dieses von der alten Basisstation abgemeldet und an die DECT Basisstation der FB angemeldet. Nun kann das Telefonbuch vom Handgerät auf die Fritzbox kopiert werden.

    Alle erwähnten Funktionen finden sich im Menü des Mobilteiles wieder!

  • Tipp: Jetzt kostenlos registrieren, mitmachen und das Forum ohne Werbebanner nutzen.