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Bei BREKO setzt langsam Panik ein

  • belegdol
  • 5. September 2026 um 20:08
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    belegdol
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    • 5. September 2026 um 20:08
    • #1
    Für mehr Glasfaser: Verband schlägt DSL-Verkaufsstopp vor
    Um mehr Tempo in den Glasfaserausbau zu bekommen, fordert der BREKO eine Stop-Sell-Regelung für xDSL.
    www.teltarif.de

    Was kommt als nächstes? Glasfaserabgabe im Stile von GEZ?

  • belegdol 5. September 2026 um 20:09

    Hat den Titel des Themas von „Bei BREKO setzt sich langsam Panik ein“ zu „Bei BREKO setzt langsam Panik ein“ geändert.
  • gponner
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    • 5. September 2026 um 21:08
    • #2

    Planwirtschaft also ...

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    pufferueberlauf
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    • 5. September 2026 um 23:44
    • #3
    Zitat von gponner

    Planwirtschaft

    Sorry, das ist doch neo-liberale Kampfrhetorik...

    Die DSL-Daemmerung kommt, egal ob der gemeine Deutsche Michel das glauben/akzeptieren will oder nicht. Daher bedarf es eines Plans um fuer einen geordneten Uebergang von DSL zu den Folgenetzen zu sorgen, das ist normale Aufgabe von Politik sich um solche Dinge zu kuemmern. Das mag als zufriedener DSL-Kunde etwas unbefriedigend sein, ist aber eine direkte Konsequenz aus unserem Ausbaumodell "primaer privatwirtschaftlich finanziert"*, damit es zu solcher Finanzierung kommt, muss das ganze ausreichend profitabel sein... und hier melden halt ein paar FTTH-Ausbauer ihre Wuensche an, wie die Profitabilitaet erhoeht werden kann. Interessanterweise geht es letztlich um eine milde Beschleunigung des DSL-Endes, daher die Frage warum so viele deutsche Michels bereit zu sein scheinen dafuer auf die Barrikaden zu gehen?


    *) Und das nun schon fuer eine Reihe an unterschiedlichen Regierungen, keine davon hat fuer die Alternative eines staatlichen Baus des Zugangsnetzes entschieden, was dann bestimmt auch als Planwirtschaft kritisiert worden waere.

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    belegdol
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    • 5. September 2026 um 23:49
    • #4

    Ich selbst will nicht zurück zu DSL oder HFC, ich begrüße jedoch deren preisdämpfende Wirkung.

  • Glasfaser
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    • 6. September 2026 um 10:17
    • #5

    Generell bin ich auch pro DSL Abschaltung. Jedoch sollte es, meiner Meinung nach, die gleichen Angebote auf dem Glasfasernetz wie auf dem DSL Netz geben.

    Es gibt Menschen, für die sind knapp 46€ monatlich für 150 Mbits sehr viel Geld. Warum so viel Geld ausgeben, wenn man über DSL einen langsameren, aber günstigeren und von der Geschwindigkeit her ausreichenden Anschluss erhalten kann?

    Es fehlt einfach aktuell an günstigen Einsteiger-Anschlüssen. Bei 50/25 Mbits für knapp 30€ würden sicherlich wesentlich mehr Kunden freiwillig wechseln.

    Auch Anschlüsse ohne Festnetztelefonie dürften gerne um ein paar Euros günstiger sein.

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    Thomas1978
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    • 6. September 2026 um 10:32
    • #6

    Ich bin der Meinung, dass, sobald DSL als günstigste Alternative weggefallen und durch entsprechend gelebtes Open Access über die Glasfaserleitung ersetzt worden ist, die normale Marktwirtschaft mit Angebot und Nachfrage auch hier den Preis größtenteils regeln wird.

    Wenn die bisherigen Reseller ihr Geschäftsmodell beibehalten wollen, werden sie sich bei den Glasfasernetzbetreiber so einkaufen, wie aktuell bei der Telekom für DSL.

    Wenn es nur noch Glasfaser und HFC für Neukunden gibt, dann gibt es besseren Wettbewerb mit höheren Preisdruck im Glasfasernetz.

    Das GF-Netz hier wurde von Westconnect errichtet und laut deren eigener Seite gibt es, Stand heute, folgende Partner mit Open-Access-Zugang:

    Für meine Adresse habe ich mal alle Anbieter tagesaktuell geprüft und so schaut es hier aus:

    OA-Partner WestconnectVerfügbarkeit
    1 & 1Glasfaser verfügbar
    1 & 1 versatelGlasfaser verfügbar
    Bahnhofaktuell nicht verfügbar
    BITelnicht verfügbar
    Deutsche Giganetzaktuell nicht verfügbar
    DOKOM21nicht verfügbar
    easybellandere Zugangsart möglich
    etn.groupandere Zugangsart möglich
    Filiagonicht verfügbar
    GELSEN-NETandere Zugangsart möglich
    GREENFIBERnicht verfügbar
    GVG Glasfasernicht verfügbar
    HelinetGlasfaser verfügbar
    INNO FACTORY.keine Onlineprüfung
    MAINGAUnicht verfügbar
    NetColognenicht verfügbar
    nexiuandere Zugangsart möglich
    NOVANETZnicht verfügbar
    O2andere Zugangsart möglich
    Plusnetandere Zugangsart möglich
    RDT.ONLINEnicht verfügbar
    Stadtwerke Münsternicht verfügbar
    Stadtwerke SoestGlasfaser verfügbar
    Stadtwerke Unnanicht verfügbar
    Telekomandere Zugangsart möglich
    Vodafoneandere Zugangsart möglich

    Die Chance, dass Anbieter, die derzeit nur andere Zugangsarten als Glasfaser hier vor Ort anbieten, dann auch Glasfaser anbieten, stufe ich als hoch ein.

    Schöne Grüße
    Thomas

    Internet/Netzwerk: Fritzbox 5590 Fiber, E.ON Highspeed 1000/500, natives IPv4 und IPv6 Dual Stack, MikroTik CRS309-1G-8S+, MikroTik CRS305-1G-4S+IN, ASUS QG-U1080
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  • Edding
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    • 6. September 2026 um 11:37
    • #7
    Zitat von Thomas1978

    Wenn die bisherigen Reseller ihr Geschäftsmodell beibehalten wollen, werden sie sich bei den Glasfasernetzbetreiber so einkaufen, wie aktuell bei der Telekom für DSL.

    Müssen sie ja, gibt ja kein anderes, die Faser ist keine Option und einkaufen tun sie es jetzt schon so wie DSL was genau das Problem ist.

    Zitat von Thomas1978

    Wenn es nur noch Glasfaser und HFC für Neukunden gibt, dann gibt es besseren Wettbewerb mit höheren Preisdruck im Glasfasernetz.

    Wieso sollte es ? Jetzt gibt es 3 Netze und es gibt keinen Preisdruck wieso sollten weniger mehr ausüben ? Weniger werden eher den Druck verringern.
    Der Druck den das DSL Netz ausübt ist dem Breko Kartell ja gerade der Dorn im Auge.

    Zitat von Thomas1978

    Das GF-Netz hier wurde von Westconnect errichtet und laut deren eigener Seite gibt es, Stand heute, folgende Partner mit Open-Access-Zugang:

    Habe dir das Problem mal Fett und Kursiv markiert.

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    kingpin42
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    • 6. September 2026 um 11:43
    • #8

    Deine Forderung kannst du noch 100x wiederholen, es wird die Situation mittelfristig in Deutschland nicht ändern. Der Netzerbauer muss seinen Investoren einen zeitnahen ROI nachweisen, sonst drehen die ihm den Geldhahn zu. Die Vorleistungseinkäufer können ja, wenn es Ihnen nicht passt, eigene Netze errichten. Die politische Weichenstellung für echten symmetrischen Ausbau nach französischem oder nordeuropäischem Vorbild hätte schon vor Jahrzehnten erfolgen müssen.

    Sollten wir nicht langsam anfangen, Diskussionen auf realistischer Augenhöhe zu starten ?

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    Thomas1978
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    • 6. September 2026 um 11:58
    • #9
    Zitat von Edding

    Wieso sollte es ? Jetzt gibt es 3 Netze und es gibt keinen Preisdruck wieso sollten weniger mehr ausüben ? Weniger werden eher den Druck verringern.
    Der Druck den das DSL Netz ausübt ist dem Breko Kartell ja gerade der Dorn im Auge.

    Ich habe mich wahrscheinlich zu missverständlich ausgedrückt: Wenn die Reseller, die jetzt DSL von der Telekom anmieten und weiterverkaufen, zu den Glasfaseranbietern wechseln, dann sorgt das mehr für den gewünschten Preisrutsch bei Glasfaser als wenn DSL als dritte Alternative noch weiterhin bestehen bleiben würde.

    Ergänzung: Vergleiche es doch mal mit dem Angebot an heimischen Obst: Habe ich mehrere Anbieter, die die gleiche Sorte Äpfel anbieten, dann orientieren die sich mehr untereinander was die Preisgestaltung angeht als wenn ich nur einen Anbieter habe und die anderen stattdessen Birnen und Pflaumen anbieten.

    Zitat von Edding

    Habe dir das Problem mal Fett und Kursiv markiert.

    Ich verstehe das "Problem" nicht, ob Reseller jetzt (Geschäfts-)Partner bei der Telekom sind oder wie bei mir von Westconnect, das macht doch keinen Unterschied. Der einzige Unterschied bei der Telekom mit DSL besteht doch darin, dass deren Preise für Reseller von der BNetzA vorgegeben werden.

    Schöne Grüße
    Thomas

    Internet/Netzwerk: Fritzbox 5590 Fiber, E.ON Highspeed 1000/500, natives IPv4 und IPv6 Dual Stack, MikroTik CRS309-1G-8S+, MikroTik CRS305-1G-4S+IN, ASUS QG-U1080
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    • 6. September 2026 um 12:01
    • #10
    Zitat von Thomas1978

    Wenn die bisherigen Reseller ihr Geschäftsmodell beibehalten wollen, werden sie sich bei den Glasfasernetzbetreiber so einkaufen, wie aktuell bei der Telekom für DSL.

    Wenn es nur noch Glasfaser und HFC für Neukunden gibt, dann gibt es besseren Wettbewerb mit höheren Preisdruck im Glasfasernetz.

    Das wäre sehr wünschenswert. Der Ausbau hier im Ort läuft über Glasfaserplus, d.h. es ist aktuell nur der Zugang über die Telekom möglich. Nexiu wurde mal kurz als verfügbar angezeigt, jetzt leider jedoch nicht mehr.

    Es wird wirklich Zeit, dass sich auch die Reseller im "Open Access" Netz einkaufen.

    Ich könnte mir vorstellen, dass auch dies einer der Gründe ist, warum nicht gewechselt wird.

    Eine Bekannte schrieb mir gestern, dass sie bei der Telekom (50 Mbits und bis zu 250 Mbits über 5G) bleiben möchte und deshalb keinen Glasfaseranschluss bei Westconnect bestellt.

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    pufferueberlauf
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    • 6. September 2026 um 12:19
    • #11
    Zitat von kingpin42

    Sollten wir nicht langsam anfangen, Diskussionen auf realistischer Augenhöhe zu starten ?

    Ja, ich werde versuchen zukuenftig schaerfer zu trennen zwischen dem was aktuell passiert und was mit hoher Wahrscheinlichkeit zukuenftig passieren wird und dem was ich fuer eine bessere Alternative halte. MMn. ist der Zug zu Veraenderungen nicht komplett abgefahren und ich sehe da gute Ansaetzpunkte z.B. in den aktuell diskutierten Aenderungen des TKG, aber mir ist auch klar, dass mein Wunschkonzert (PtP Netzstruktur zu ausreichend grossen Betriebsstellen die mehr als einer Handvoll ISPs erlauben ausreichend viele Kunden gewinnen zu koennen um profitabel zu arbeiten) zumindest in dieser Ausbaurunde nicht realisiert werden wird (und auch fuer die Zukunft bleibt das ziemlich unrealistisch).

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    belegdol
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    • 6. September 2026 um 12:47
    • #12
    Zitat von kingpin42

    Der Netzerbauer muss seinen Investoren einen zeitnahen ROI nachweisen, sonst drehen die ihm den Geldhahn zu.

    Sekunde, ich hole schnell die kleinste Geige der Welt raus 🤣

    Die Netzbauer haben freiwillig den Markt betreten, jetzt zum Vater Staat rennen und rumnöllen dass der bitte die Marktbedingungen zu deren Gunsten verändert ist etwas zu durchsichtig. Gewinne einkassieren aber Verluste verallgemeinern, wie immer. Marktwirtschaft wenn es mir passt aber Planwirtschaft wenn es enger wird.

    DSL mag auf dem Weg raus sein, funktioniert aber wie die PlayStation Blu-Rays als Preisanker.

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    • 6. September 2026 um 13:12
    • #13
    Zitat von belegdol

    Sekunde, ich hole schnell die kleinste Geige der Welt raus 🤣

    Nun ja, da die BRD beim FTTH Ausbau auf privatwirtschaftliche Finanzierung setzt ist das ein Problem das uns alle betrifft, gerade auch weil die DSL-Daemmerung kommen wird, egal ob wir darauf vorbereitet sind oder nicht. Politischen Hunger, die Finanzierung des FTTH-Zugangsnetzbaus auf Steuerfinanzierung umzustellen sehe ich bei keiner Partei.

    Zitat von belegdol

    Die Netzbauer haben freiwillig den Markt betreten, jetzt zum Vater Staat rennen und rumnöllen dass der bitte die Marktbedingungen zu deren Gunsten verändert ist etwas zu durchsichtig. Gewinne einkassieren aber Verluste verallgemeinern, wie immer. Marktwirtschaft wenn es mir passt aber Planwirtschaft wenn es enger wird.

    Hoer doch mit der neo-liberalen Gruetze und dem Schreckgespenst "Planwirtschaft" auf... Das ist hier komplett Fehl am Platz. Alle Unternehmen haben Plaene fuer die Zukunft und versuchen diese Umzusetzen (alle Staaten auch), und gerade Untzernehmen haben oft aehnliche Kommndostrukturen wie die Staaten des Ostblocks die mie dem Kampfbegriff Planwirtschaft gemeint waren.
    Hier geht es schlicht darum wie wir den FTTH-Ausbau vernuenftig organisieren und eben nicht dem zeitlich begrenzten DSL-Restbetrieb erlauben den FTTH-Ausbau zu sabotieren. Wie wir das machen und wer die Hauptnutzniesser sein werden ist eine offene Frage, aber da ist es verstaendlich, dass alle Betroffenen ihre Meinung dazu offenbaren und versuchen den Konsens in ihre Richtung zu ziehen.

    Zitat von belegdol

    DSL mag auf dem Weg raus sein, funktioniert aber wie die PlayStation Blu-Rays als Preisanker.

    Ein Scherz oder? Die DSL-Preise sind in der BRD m wesentlichen regulatorisch festgelegt.... bei DSL handelt es sich nicht um einen echten, geschweige denn freien Markt...

  • Funker
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    • 6. September 2026 um 13:15
    • #14
    Zitat von Glasfaser

    Es gibt Menschen, für die sind knapp 46€ monatlich für 150 Mbits sehr viel Geld. Warum so viel Geld ausgeben, wenn man über DSL einen langsameren, aber günstigeren und von der Geschwindigkeit her ausreichenden Anschluss erhalten kann?

    Es fehlt einfach aktuell an günstigen Einsteiger-Anschlüssen. Bei 50/25 Mbits für knapp 30€ würden sicherlich wesentlich mehr Kunden freiwillig wechseln.

    Ich habe inzwischen Normalos, die sind für 19,99 € bei ALDI TALK und fragen dann bei Glasfaser für 46 € aufwärts: "Warum?" Andere haben Kabelverträge für 18,99 € bei eazy.

    Will die BREKO dann auch Mobilfunk und Breitbandkabelnetz abschalten lassen, oder wie soll das funktionieren? Um nicht zugeben müssen, dass man im offenen Technologiewettbewerb nicht bestehen kann?

  • frank_m
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    • 6. September 2026 um 13:44
    • #15

    Das Thema wird sich über kurz oder lang von ganz alleine erledigen. Wie ja auch sie Situation rund um die OLT/ONT Schnittstelle zeigt: Es interessiert einen toten Hund, was eine BNetzA oder ein TKG von sich gibt oder in welche Richtung sich der deutsche Telekommunikationsmarkt entwickelt. Die Stückzahlen sind einfach viel zu klein. Wenn die großen internationalen Player entscheiden haben, dass DSL oder BK Kabel das Ende ihrer Lebenszeit erreicht haben, dann interessiert es niemanden, ob hier ein paar Technologiekritiker noch ihr Kupferkabel blankpolieren. Dann kann man versuchen, die letzten paar Inseln durch Leichenfledderei anderer Vermittlungsstellen noch am Leben zu halten, aber eine dauerhafte Lösung ist das nicht. Am Ende muss wieder alles mit Gewalt umgestellt werden, weil man die Felle wegschwimmen sieht. Das macht es wieder unnötig teuer, und es werden viele Nutzer für lange Zeit in die Röhre sehen. Was es preislich für diejenigen bedeutet, die in der Phase noch auf einen Glafaseranschluss warten, kann man sich ja ausmalen. Da sind die paar Euro im Monat, die Glasfaser vielleicht mehr kostet, vollkommen "unter ferner liefen".

    Die gute Nachricht: Das haben sie sich selber zuzuschreiben, denn beim momentanen Ausbautempo hatte jeder bis zum kritischen Zeitpunkt zumindest die Chance, einen Glasfaseranschluss zu bekommen. Wer das nicht getan hat: Selbst Schuld. Die Quittung wird kommen.

    Die Entscheidung, wie lange es noch Sinn macht, DSL Netze zu betreiben, wird nicht hier in Deutschland getroffen.

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    pufferueberlauf
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    • 6. September 2026 um 13:45
    • #16
    Zitat von Funker

    Andere haben Kabelverträge für 18,99 € bei eazy.

    Ist halt, wie auch der Kabel1000 Aktionspreis, Kombinationen aus Restauswertung bereits amortisierter Netze und der Versuch den Mitbewerbern den Businesscase zu verhageln. Bei Vodafone fuehrt das zu der feinen Ironie, dass man Kabel1000 als Aktionspreis fuer 50 Euro schiessen kann, waehrend FTTH1000 beim gleichen ISP 70b Euro kosten soll (egal bei welchem Vorleister, also auch OXG). Was wir da sehen ist dass der Markt seine Kinder frisst, bzw. warum pure Gier keine evolutionsstabile Strategie ist.

    Zitat von Funker

    Will die BREKO dann auch Mobilfunk und Breitbandkabelnetz abschalten lassen, oder wie soll das funktionieren? Um nicht zugeben müssen, dass man im offenen Technologiewettbewerb nicht bestehen kann?

    Was die Kabelnetze angeht, ja da werden Abschaltforderungen kommen, gerade weil sowohl Vodafone als auch TeleColumbus da gerade aggressives Verramschen betreiben... ist aus FTTH -Ausbauer Sicht erstmal egal welches Bestandsnetz einen unterbietet, aber aktuell ist DSL/Telekom mit ihren Bestandskunden das einfachere Ziel fuer die Breko.
    Die Mobilfunker werden auch weiterhin aussen vor bleiben, auch weil die zwar fuer einzelne Anschluesse als Ersatznetz geeignet sind, aber nicht als Ersatznetz fuer die ca. 30 Millionen Kunden auf Kupferfestnetzen. (Nebenbemerkung, ist eher so, dass Mobilfunkanbieter eher eigene FTTH Netze kaufen/bauen und nicht auf FWA als ernsthafte Alternative setzen... wird schnell teuer wenn tatsaechlich quantitativ liefern muss ;) )

  • Funker
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    • 6. September 2026 um 13:55
    • #17
    Zitat von frank_m

    Die Entscheidung, wie lange es noch Sinn macht, DSL Netze zu betreiben, wird nicht hier in Deutschland getroffen.

    Das ist klar, aber DSL ist auch nur in Deutschland der Nabel der Welt. Die Glasfaseranbieter behaupten sich allerdings auch nicht erfolgreich gegen die anderen Technologieträger und wenn ich mir hier im Forum so ansehe, was die so vom Stapel brechen, dann überrascht mich das auch gar nicht.

    Was denkt ihr denn, wie viele Störungen, Ausfälle und IPv6-geht-nicht-richtig-Spirenzchen der Kollege mit seinem 5G-Router vom ALDI schon hatte in dem Jahr seit das Ding auf Markt ist? Ja, keinen einzigen Incident. Das merken nämlich sofort Millionen Kunden, wenn da im Backend irgendwas schief hängt. Dann gibt es breite Coverage in den Publikumsmedien.

    Und genauso sieht es für DSL-Kunden bei der Telekom aus. Deswegen wollen die auch nicht als Versuchskaninchen zu den BREKO-Mitgliedern.

  • Funker
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    • 6. September 2026 um 13:56
    • #18
    Zitat von pufferueberlauf

    Was die Kabelnetze angeht, ja da werden Abschaltforderungen kommen

    Und mit welcher Begründung?

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  • Online
    pufferueberlauf
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    • 6. September 2026 um 14:16
    • #19
    Zitat von Funker

    Und mit welcher Begründung?

    Mit genau der selben Begruendung wie bei DSL, der Rest-Betrieb dieser Netze senkt die Profiabilitaet des FTTH AUsbaus und damit dessen Tempo... ist halt so, dass DSL noch ca. 22 Millionen Anschluesse hat und Kabel nur ca. 8-9 Millionen, und Kabel ist, Dank erfolgreicher Lobbyarbeit, sowohl hierzulande als auch in der EU noch von der offiziellen Kupfer-Glas-Migration ausgenommen.... aber fuer die FTTH Ausbauer ist das das selbe Problem, insbesondere da VF und TC gerade aggressiv die Billigschiene bedienen... die wollen halt auch einen Teil des Ex-DSL-Kuchens gewinnen. Das ganze zeigt mMn. eindruecklich auf, warum es eine FDPler Idee ist, Infrastruktur in die Haende des Marktes zu legen. Maerkte koennen erstaunlich allgemeindienlich funktionieren, aber halt nur unter bestimmten Bedingungen, Bedingungen die bei Infrastruktur quasi nie gegeben sind.

  • Online
    belegdol
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    • 6. September 2026 um 14:21
    • #20

    Am Ende wäre vielleicht schlauer gewesen zu warten bis die etablierten Monopolisten aus Mangel der Ersatzteile auf Glasfaser umsteigen und den Glasfaserausbau aus den Gewinnen aus amortisierten Netzen bezahlen. So gibt jetr

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