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FTTB im Mehrfamilienhaus – eigener Internetanschluss über vorhandene Ethernet-Verkabelung möglich?

  • Ahnungsloser
  • 31. August 2026 um 12:34
  • Ahnungsloser
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    • 31. August 2026 um 12:34
    • #1

    Hallo zusammen,

    ich versuche gerade, für eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus einen eigenen Internetanschluss zu bekommen, und bin inzwischen etwas ratlos, weil ich von O₂, wie auch Telekom unterschiedliche Aussagen zur vorhandenen Technik erhalte.

    Folgende Situation:

    Im Haus liegt Glasfaser an. Nach Auskunft des Vermieters handelt es sich um eine FTTB-Lösung. Die Glasfaser wird also nicht bis in die einzelnen Wohnungen geführt, sondern die Daten werden innerhalb des Hauses über eine vorhandene Ethernet-Verkabelung weitergeleitet. In der betreffenden Wohnung befindet sich dementsprechend eine RJ45-/LAN-Dose, aber keine Glasfaserdose (GF-TA), keine TAE-Dose und kein Koaxialanschluss.

    Der Vermieter nutzt diese Infrastruktur selbst und hat laut eigene Aussage darüber einen 1.000-MBit/s-Internetanschluss.

    Da für die Wohnung ein eigener Vertrag benötigt wird, hatte der Vermieter zuvor bei der Telekom, bei denen er unter Vertrag ist und bei O₂, bei denen ich einen Vertrag abschließen möchte, nachgefragt. Dort wurde ihm nach seiner Aussage erklärt, dass er nichts beauftragen müsse, sondern die Mieter selbst einen entsprechenden Tarif bestellen sollen. Eine erneute Zustimmung des Hauseigentümers für die Glasfaserinstallation sei nicht erforderlich, da die notwendige Infrastruktur bereits vorhanden sei.

    Daraufhin habe ich bei O₂ telefonisch einen Glasfasertarif mit 150 MBit/s bestellt und bei der Bestellung ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es sich um FTTB mit Ethernet-Weiterleitung innerhalb des Hauses handelt.

    Nach Abschluss der Bestellung wurde ich zum technischen Service weitergeleitet. Dort erhielt ich dann jedoch die gegenteilige Auskunft: Der O₂-Glasfasertarif könne so nicht geschaltet werden; die Glasfaser müsse bis direkt in die Wohnung gelegt werden.

    Zusätzlich kurios: Bei einer erneuten Nachfrage einige Tage später konnte O₂ überhaupt keinen Auftrag und auch keine meiner bei der Bestellung angegebenen Kontaktdaten im System finden. Möglicherweise ist die telefonische Bestellung aufgrund eines technischen Fehlers gar nicht angelegt worden.

    Mir geht es inzwischen weniger um dieses organisatorische O₂-Problem, sondern vor allem darum, die technische Situation zu verstehen, bevor ich erneut irgendwo einen Vertrag mit 24 Monaten Laufzeit abschließe.

    Daher meine Fragen:

    Kann bei einer solchen FTTB-Installation über die vorhandene Ethernet-Verkabelung grundsätzlich ein eigener, vom Vermieter unabhängiger Internetanschluss für eine Wohnung bereitgestellt werden?

    Und falls ja: Wovon hängt ab, welcher Anbieter einen solchen Anschluss schalten kann? Ist dafür entscheidend, welcher Netzbetreiber bzw. welche aktive Technik im Keller die FTTB-Anlage betreibt?

    Falls man anhand meiner Beschreibung noch gar nicht beurteilen kann, welche Technik dort tatsächlich verwendet wird: Welche Informationen bzw. Fotos vom Hausverteiler/Netzabschluss müsste ich besorgen, damit man das eindeutig feststellen kann?

    Vielen Dank schon einmal für eure Hilfe.

  • frank_m
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    • 31. August 2026 um 13:21
    • #2
    Zitat von Ahnungsloser

    Kann bei einer solchen FTTB-Installation über die vorhandene Ethernet-Verkabelung grundsätzlich ein eigener, vom Vermieter unabhängiger Internetanschluss für eine Wohnung bereitgestellt werden?

    Ja. Wobei FTTB Installationen unterschiedlich realisiert werden. Ich hab auch schon von welchen gelesen, die setzen das Glasfaser-Signal auf G-Fast um und nicht auf Ethernet. Technisch ist Ethernet aber auch kein Problem.

    Wichtig: Es müssen natürlich zwei Fasern im Haus liegen, bzw. ein Splitter, der den Anschluss zwei getrennter ONTs erlaubt. Üblicherweise werden aber in Häuser, vor allem in Mehr-Familienhäuser, mehr als eine Faser gelegt.

    Zitat von Ahnungsloser

    Und falls ja: Wovon hängt ab, welcher Anbieter einen solchen Anschluss schalten kann? Ist dafür entscheidend, welcher Netzbetreiber bzw. welche aktive Technik im Keller die FTTB-Anlage betreibt?

    Ja, das ist sogar sehr entscheidend. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob die Telekom selber überhaupt FTTB schaltet, oder ob das dann nur ein Reseller-Anschluss der Telekom ist und der Netzbetreiber ist jemand anders. Bei NetCologne habe ich von solchen Konstellationen gehört (das sind auch die mit dem G-Fast anstatt Ethernet). Entscheidend ist natürlich, dass O2 dann ein Abkommen mit diesem Netzbetreiber hat.

    Was sagt denn die O2 Verfügbarkeitsprüfung bei euch?

    Zitat von Ahnungsloser

    Welche Informationen bzw. Fotos vom Hausverteiler/Netzabschluss müsste ich besorgen, damit man das eindeutig feststellen kann?

    Alles, was du kriegen kannst. Besonders wichtig ist die Information, wer der Netzbetreiber eigentlich ist, und wie viele unabhängige Fasern/Anschlüsse es bei euch im Keller gibt.

  • Online
    Sowieso
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    • 31. August 2026 um 13:28
    • #3

    Welchen Anbieter nutzt denn der Vermieter? Telekom?


    Das ganze könnte eine FTTB-Lösung der Telekom sein. Da wird vom Keller in die Wohnung tatsächlich nicht Ethernet genutzt, sondern G.fast über die Telefonleitung. Dabei wird allerdings eine RJ45-Dose installiert. In diesen Fällen bieten andere Anbieter (wie o2) anders als bei FTTH bisher keine Tarife an.


    Ist das ein neues Gebäude oder schon älter?

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  • Ahnungsloser
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    • 31. August 2026 um 13:49
    • #4

    Sowieso  frank_m

    Vielen Dank, insbesondere der Hinweis auf G.fast ist interessant.

    Der Vermieter ist tatsächlich Telekom-Kunde und nutzt nach seiner Aussage über die vorhandene FTTB-Infrastruktur 1.000 MBit/s. Er bezeichnete die Weiterleitung innerhalb des Hauses als Kupferkabel. Ob zwischen Keller und Wohnung tatsächlich eine Cat-Leitung liegt oder eine vorhandene Kupfer-Telefonleitung mit G.fast genutzt wird, weiß ich allerdings nicht.

    In der Wohnung befindet sich eine RJ45-Dose, aber keine TAE, keine GF-TA und kein Koax. Eine Glasfaser-/Home-ID ist an der Dose ebenfalls nicht vorhanden. Die Wohnung wurde meines Wissens bislang noch nicht über diesen Anschluss versorgt, es handelt sich um eine Altbau Villa, ein Jahr nach Selbstbezug und in diesem Jahr erstmalige Vermietung nach Umbau/ Modernisierung.

    Die Glasfaser-/FTTB-Installation entsprechend nachgerüstet worden.

    Die O₂-Verfügbarkeitsprüfung weist für die Adresse Glasfaser mit bis zu 1.000 MBit/s aus. Genau deshalb hatte ich dort einen Glasfasertarif bestellt. Nach der Bestellung erklärte mir der technische Service allerdings, der Anschluss sei nicht möglich, weil dafür Glasfaser bis in die Wohnung geführt werden müsse.

    Wenn es sich tatsächlich um Telekom-FTTB mit G.fast handelt: Gibt es eine Möglichkeit, anhand der Dose oder der Technik im Keller eindeutig zu erkennen, ob G.fast oder echtes Ethernet zur Wohnung verwendet wird?

    Parallel habe ich den Vermieter gebeten, Informationen über seinen Elektriker einzuholen, der die Technik wohl installiert hat.

    Ich denke schon, dass die technische Grundlage Hand und Fuß hat, in Ermangelung einer ID und konkreter Aussagen einer wissenden Person ist es nach einer Woche nicht möglich gewesen, konkret etwas umzusetzen.

  • frank_m
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    • 31. August 2026 um 14:16
    • #5
    Zitat von Ahnungsloser

    Der Vermieter ist tatsächlich Telekom-Kunde und nutzt nach seiner Aussage über die vorhandene FTTB-Infrastruktur 1.000 MBit/s.

    Das sagt nichts über den Netzbetreiber aus. Die Telekom vertreibt u.a. auch Anschlüsse von EWE, Glasfaser Nordwest oder NetCologne. Aber es sollte doch möglich sein, herauszufinden, wer bei euch der Netzbetreiber ist.

    Zitat von Ahnungsloser

    Er bezeichnete die Weiterleitung innerhalb des Hauses als Kupferkabel. Ob zwischen Keller und Wohnung tatsächlich eine Cat-Leitung liegt oder eine vorhandene Kupfer-Telefonleitung mit G.fast genutzt wird, weiß ich allerdings nicht.

    Aha. Das liest sich plötzlich ganz anders. Das solltest du noch mal präzise prüfen.

    Zitat von Ahnungsloser

    In der Wohnung befindet sich eine RJ45-Dose, aber keine TAE, keine GF-TA und kein Koax.

    Auch das muss nichts heißen. 100 MBit/s Kabel mit 4 Adern nutzen auch RJ45. Da kann auch Klingeldraht draufliegen.

    Zitat von Ahnungsloser

    Gibt es eine Möglichkeit, anhand der Dose oder der Technik im Keller eindeutig zu erkennen, ob G.fast oder echtes Ethernet zur Wohnung verwendet wird?

    Ob es "eindeutig" geht, wird man sehen, aber man kann sicherlich einiges davon ableiten, wenn man auch die externe Beschaltung sieht.

    Zitat von Ahnungsloser

    Die Wohnung wurde meines Wissens bislang noch nicht über diesen Anschluss versorgt, es handelt sich um eine Altbau Villa, ein Jahr nach Selbstbezug und in diesem Jahr erstmalige Vermietung nach Umbau/ Modernisierung.

    Dann prüfe bitte auch unbedingt, ob es über die Infrastruktur für einen zweiten Anschluss gibt, und ob der am bisherigen Einbauort so realisiert werden kann.

  • HubeBube
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    • 31. August 2026 um 15:47
    • #6

    Ich tippe ganz stark auf G.fast ("Telefonleitung"), welche in der Wohnung auf einen RJ45 Telefonanschluss terminiert. Gibt es beispielsweise von Merten , auch in diversen Designausführungen: https://www.merten.de/produkt/wde002…xact-weiss.html

    Schau dir doch mal die Verkabelung des RJ45 Anschlusses an.

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  • Ahnungsloser
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    • 31. August 2026 um 16:39
    • #7
    Zitat von HubeBube

    Ich tippe ganz stark auf G.fast ("Telefonleitung"), welche in der Wohnung auf einen RJ45 Telefonanschluss terminiert. Gibt es beispielsweise von Merten , auch in diversen Designausführungen: https://www.merten.de/produkt/wde002…xact-weiss.html

    Schau dir doch mal die Verkabelung des RJ45 Anschlusses an.

    Ja, das wäre vermutlich aufschlussreich. Leider ist die Wohnung für mich nicht mal eben erreichbar, sodass ich die Dose momentan nicht öffnen und die Verkabelung prüfen kann.

    Ich versuche deshalb parallel, über den Vermieter bzw. den Elektriker herauszubekommen, was dort tatsächlich aufgelegt wurde. Der Elektriker hat die Installation im Zuge des Umbaus vorgenommen und sollte hoffentlich sagen können, ob zur Wohnung eine Kupferdoppelader für G.fast oder eine Cat-Verkabelung führt und ob für die Wohnung ein eigener Anschluss vorgesehen wurde.

    Ich tippe nach den bisherigen Informationen inzwischen ebenfalls eher auf FTTB/G.fast – sicher wissen wir es aber noch nicht - das ist alles ein insgesamt sehr zäher Prozess.

  • Ahnungsloser
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    • 31. August 2026 um 16:44
    • #8
    Zitat von frank_m

    Das sagt nichts über den Netzbetreiber aus. Die Telekom vertreibt u.a. auch Anschlüsse von EWE, Glasfaser Nordwest oder NetCologne. Aber es sollte doch möglich sein, herauszufinden, wer bei euch der Netzbetreiber ist.

    Aha. Das liest sich plötzlich ganz anders. Das solltest du noch mal präzise prüfen.

    Auch das muss nichts heißen. 100 MBit/s Kabel mit 4 Adern nutzen auch RJ45. Da kann auch Klingeldraht draufliegen.

    Ob es "eindeutig" geht, wird man sehen, aber man kann sicherlich einiges davon ableiten, wenn man auch die externe Beschaltung sieht.

    Dann prüfe bitte auch unbedingt, ob es über die Infrastruktur für einen zweiten Anschluss gibt, und ob der am bisherigen Einbauort so realisiert werden kann.

    Das sind leider alles Fragen, die ich wegen der Entfernung zur Wohnung aktuell nicht prüfen kann, ich hoffe, dass ich über den eingeschalteten Elektriker neuere Infos bekomme. Der Vermieter selbst ist auch überhaupt nicht firm in diesem Thema und ist selbst davon ausgegangen, dass wir einfach einen Glasfasertarif bestellen und dann automatisch ein Techniker vorbeikommt und was freischaltet.

    Es handelt sich um eine Studenten WG mit Erstbezug, meine Tochter ist erste Mieterin, die anderen Parteien kommen in ein paar Wochen dazu. Gas und Strom zu beauftragen war ja einfach, diese Internet-Problematik raubt mir seit über einer Woche die letzten Nerven.

  • Phino
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    • 31. August 2026 um 20:17
    • #9

    Vielleicht bekommst du den Vermieter dazu einige Fotos von der Technik im Keller zu machen. Möglichst mit ein paar Aufkleber/Schilder.

    Einmal die Kiste in der die GF verschwindet und dann das Geräte an dem sein Anschluss hängt. Vielleicht auch die Gegenstelle in der Wohnung. Dann haben wir eine Idee von der Umsetzung.

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  • prosumer
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    • 31. August 2026 um 20:36
    • #10

    Ich habe durchaus auch schon (Gewerbe-)Immobilien gesehen, in denen die Gf-TAs für alle einzelnen Nutzer in einem Technikraum im Keller nebeneinander montiert wurden. Alle Nutzer hatten also ihre Router/Modems dort im Keller und dann über private Kabel innerhalb des Gebäudes bis in die gewünschten Räume geführt und dort ggf. nochmal je nach Geschmack WLAN-Accesspoint, Switch oder Router platziert. Falls es also nicht eine offizielle G.Fast Inhouse-Lösung vom Provider sein sollte, könnte es auch sein dass bei der Renovierung eine private RJ45 Verkabelung im Gebäude installiert wurde und euer Router an die Grenze zwischen dieser RJ45 Verkabelung und der Gf-TA muss. Falls es für eure Wohnung noch keine eigene Gf-TA (inkl. Glasfaser-ID) geben sollte, sondern nur beim Vermieter, lässt sich hier bestimmt auch dafür eine Lösung finden.

    Wenn du nicht selbst Vor-Ort schauen kannst, könntest du versuchen dir vom Vermieter Fotos von seinem Glasfaser-Hausanschluss im Keller und der ganzen daran angeschlossenen Kästchen-Kette bis zu seinem Router schicken zu lassen. Die Provider (Telekom, o2) wissen vielleicht gar nicht so genau, was da privat im Gebäude verlegt wurde, und haben entsprechend Schwierigkeiten ohne eine Glasfaser-ID eine Buchung für euch zu machen.

  • NDiGF
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    97
    • 31. August 2026 um 21:35
    • #11
    Zitat von Ahnungsloser

    Die Glasfaser wird also nicht bis in die einzelnen Wohnungen geführt, sondern die Daten werden innerhalb des Hauses über eine vorhandene Ethernet-Verkabelung weitergeleitet. In der betreffenden Wohnung befindet sich dementsprechend eine RJ45-/LAN-Dose, aber keine Glasfaserdose (GF-TA), keine TAE-Dose und kein Koaxialanschluss.

    Es mag zwar (vielleicht) tatsächlich Ethernetkabel von der G.fast-DPU bis zu den RJ45-Dosen in den Wohnungen verwendet werden aber es kommt dabei kein 10/100/1.000/NBase-T Ethernet zum Einsatz sondern es wird dazu nur eine Doppelader i.V.m. G.fast verwendet. Die Telekom installiert bei FTTB mit G.fast prinzipiell eine RJ45-Datendose und keine TAE-Dose mehr (im Gegensatz zu anderen FTTB-Netzbetreibern wie MNet usw.).

    Und auch wenn tatsächlich Ethernetkabel (CAT5/6(A)/7/8) im Gebäude zum Einsatz kommen sollte, spielt das dabei leider keine Rolle, das Buchungssystem lässt nur die Bestellung eines G.fast-Anschlusses zu. Also selbst wenn rein technisch betrachtet ein FTTH-Anschluss mit eigenem ONT im Anschlussraum des Gebäudes möglich wäre, so kann man einen solchen FTTH-Anschluss dennoch nicht (mehr) erhalten.

    Ethernet (in Form von 10/100/1.000/NBase-T) nutzt die Telekom bei FTTB seit dem GGS nicht mehr! Alte FTTB-Installationen der Telekom mit Ethernet im MFH (also ONT im Anschlussraum, Ethernet-Dose in der Wohnung), die noch zur Zeit von FTTH 1.7 erbaut wurden, wurden (oder werden) mit Einführung des GGS auf G.fast zurückgebaut.

    Zitat von Ahnungsloser

    Nach Abschluss der Bestellung wurde ich zum technischen Service weitergeleitet. Dort erhielt ich dann jedoch die gegenteilige Auskunft: Der O₂-Glasfasertarif könne so nicht geschaltet werden; die Glasfaser müsse bis direkt in die Wohnung gelegt werden.

    Mein letzter Kenntnisstand dazu (falls der nicht mittlerweile überholt ist aber ich habe davon bisher noch nichts mitbekommen):
    Das ist derzeit (leider) noch korrekt, m.W.n. nutzen die Reseller im Telekom FTTH/FTTB-Netz bisher ausschließlich FTTH, über FTTB ist derzeit noch kein Anschluss über Reseller wie 1und1, o2 usw. im Telekom-Netz möglich.

    Zitat von Ahnungsloser

    Ob zwischen Keller und Wohnung tatsächlich eine Cat-Leitung liegt oder eine vorhandene Kupfer-Telefonleitung mit G.fast genutzt wird, weiß ich allerdings nicht.

    Spielt aus o.g. gründen letztlich auch keine Rolle, es gibt dann sowieso nur G.fast.

    Zitat von Ahnungsloser

    Wenn es sich tatsächlich um Telekom-FTTB mit G.fast handelt: Gibt es eine Möglichkeit, anhand der Dose oder der Technik im Keller eindeutig zu erkennen, ob G.fast oder echtes Ethernet zur Wohnung verwendet wird?

    Unnötig, siehe oben. Es gibt in diesem Falle nur G.fast.


    Edit:

    Zitat von prosumer

    Ich habe durchaus auch schon (Gewerbe-)Immobilien gesehen, in denen die Gf-TAs für alle einzelnen Nutzer in einem Technikraum im Keller nebeneinander montiert wurden.

    Das gab es nicht nur bei Gewerbe-Immobilien sondern auch bei MFHs mit Eigentums- und/oder Mietwohnungen. Aber solche Installationen mit der Telekom als FTTH-Netzbetreiber gab es nur zu FTTH 1.7 Zeiten und sind mittlerweile nicht mehr zulässig und wurden (bzw. werden ggf. noch im Falle von älteren Bestandsanschlüssen) mit Einführung des GGS nun auf FTTB mit G.fast (zwangs)umgerüstet, da diese Installation die Telekom so nicht mehr zulässt.

    Also entweder echtes FTTH mit Glasfaser bis in die Wohnung oder FTTB mit DPU im Anschlussraum und G.fast bis in die Wohnung, anders geht es nicht mehr im FTTH/FTTB-Netz der Telekom.


    Edit #2:
    Kenne selbst ein paar Immobilien die von diesem Problem betroffen waren (Installation erfolgte in dieser Art noch unter FTTH 1.7 quasi mit einer Art Ausnahmegenehmigung seitens der Telekom) und nun zu FTTB mit G.fast zwangumgerüstet wurden.

    2 Mal editiert, zuletzt von NDiGF (31. August 2026 um 21:43)

  • prosumer
    Beiträge
    3
    • 31. August 2026 um 22:13
    • #12

    Spannend, da gibt es im Feld vermutlich diverse Varianten, wie die Montage-Trupps das dann tatsächlich verlegt haben. So lange der Nutzer seine Glasfaser-ID herausfinden kann, klappts dann trotzdem gut mit der Bestellung.

    Im aktuellsten mir bekannten Fall wurde das dieses Jahr, auf Wunsch des Kunden, noch neu so gebaut (Gf-TAs für mehrere Nutzer im Technikraum im Keller), allerdings von Glasfaser Nordwest (EWE+Telekom). Ich gehe davon aus, dass die Provider teilweise gar nicht so genau wissen, wo sich die Gf-TAs eigentlich tatsächlich im Gebäude befinden und das in der internen Doku vielleicht durchaus auf die Räumlichkeiten des Kunden dokumentiert sein könnte, obwohl es sich im Technikraum befindet.

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