Hallo zusammen,
ich versuche gerade, für eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus einen eigenen Internetanschluss zu bekommen, und bin inzwischen etwas ratlos, weil ich von O₂, wie auch Telekom unterschiedliche Aussagen zur vorhandenen Technik erhalte.
Folgende Situation:
Im Haus liegt Glasfaser an. Nach Auskunft des Vermieters handelt es sich um eine FTTB-Lösung. Die Glasfaser wird also nicht bis in die einzelnen Wohnungen geführt, sondern die Daten werden innerhalb des Hauses über eine vorhandene Ethernet-Verkabelung weitergeleitet. In der betreffenden Wohnung befindet sich dementsprechend eine RJ45-/LAN-Dose, aber keine Glasfaserdose (GF-TA), keine TAE-Dose und kein Koaxialanschluss.
Der Vermieter nutzt diese Infrastruktur selbst und hat laut eigene Aussage darüber einen 1.000-MBit/s-Internetanschluss.
Da für die Wohnung ein eigener Vertrag benötigt wird, hatte der Vermieter zuvor bei der Telekom, bei denen er unter Vertrag ist und bei O₂, bei denen ich einen Vertrag abschließen möchte, nachgefragt. Dort wurde ihm nach seiner Aussage erklärt, dass er nichts beauftragen müsse, sondern die Mieter selbst einen entsprechenden Tarif bestellen sollen. Eine erneute Zustimmung des Hauseigentümers für die Glasfaserinstallation sei nicht erforderlich, da die notwendige Infrastruktur bereits vorhanden sei.
Daraufhin habe ich bei O₂ telefonisch einen Glasfasertarif mit 150 MBit/s bestellt und bei der Bestellung ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es sich um FTTB mit Ethernet-Weiterleitung innerhalb des Hauses handelt.
Nach Abschluss der Bestellung wurde ich zum technischen Service weitergeleitet. Dort erhielt ich dann jedoch die gegenteilige Auskunft: Der O₂-Glasfasertarif könne so nicht geschaltet werden; die Glasfaser müsse bis direkt in die Wohnung gelegt werden.
Zusätzlich kurios: Bei einer erneuten Nachfrage einige Tage später konnte O₂ überhaupt keinen Auftrag und auch keine meiner bei der Bestellung angegebenen Kontaktdaten im System finden. Möglicherweise ist die telefonische Bestellung aufgrund eines technischen Fehlers gar nicht angelegt worden.
Mir geht es inzwischen weniger um dieses organisatorische O₂-Problem, sondern vor allem darum, die technische Situation zu verstehen, bevor ich erneut irgendwo einen Vertrag mit 24 Monaten Laufzeit abschließe.
Daher meine Fragen:
Kann bei einer solchen FTTB-Installation über die vorhandene Ethernet-Verkabelung grundsätzlich ein eigener, vom Vermieter unabhängiger Internetanschluss für eine Wohnung bereitgestellt werden?
Und falls ja: Wovon hängt ab, welcher Anbieter einen solchen Anschluss schalten kann? Ist dafür entscheidend, welcher Netzbetreiber bzw. welche aktive Technik im Keller die FTTB-Anlage betreibt?
Falls man anhand meiner Beschreibung noch gar nicht beurteilen kann, welche Technik dort tatsächlich verwendet wird: Welche Informationen bzw. Fotos vom Hausverteiler/Netzabschluss müsste ich besorgen, damit man das eindeutig feststellen kann?
Vielen Dank schon einmal für eure Hilfe.