Kabel schlechter geworden?

  • Aber wie viele machen das in Deutschland?

    Sehr wenige, meist kleinere Anbieter wie Stadt- oder Kreiswerke. Und mittlerweile werden diese Lösungen immer weniger zugunsten von Streaming.
    Die Lösungen stammen meist aus einer recht frühen Zeit des FTTH Ausbaus, als Triple-Play (Internet,Telefon,TV) über ein Medium "the hottest shit" war.

  • meine Erfahrung dazu ist: wenn in Deutschland etwas nicht zwingend benötigt wird, wird es nicht gemacht. bei den Meisten. und das grade in meinem Gf-Gebiet, weil der Betreiber da wirklich keinem zu viel gönnt.

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  • Und legt seine eigenen Preise drüber. Ich finde, die Bandbreite fällt kaum ins Gewicht. Im Zweifel wird durch die streamingdienste in einem Haushalt mehr verbraucht.

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  • Warum? Diese Art von Kopplung ist mMn. wettbewerbshemmend... VoIP Anbieter sind von vergleichbarer Guete wie der Betreiber-ISP und daher kompetitiv, aber DVB-C einspeisen kann realistisch nur der Technikbetreiber... und unregulierte Monopole sind selten wirklich im Interesse der Endkunden, oder? Daher was wuerde eine fixe Vorgabe fuer ein VLAN bringen, wo DVB-C ueber Fiber gar nicht als Ethernetframes ausgespielt wird, sondern als ansloges Overlay, dass getrennt decodiert werden muss.

  • naja, es ist einfacher für den Endkunden zu verwenden..

    grade in Deutschland wo es noch viele alte Setups gibt

    natürlich müsste es dann noch Konverter geben, ja puh wird dann doch etwas komplizierter, aber im Endeffekt auch einfacher weil so vorhandene Infrastruktur noch verwendet werden könnte..

    Einmal editiert, zuletzt von BlackMage2 (9. April 2026 um 07:38)

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  • Na ja, Stand heute sind die Koaxialnetze noch aktiv und altes Geraet kann einfach daran weiterbetrieben werden... es gibt auch noch keine Ankuendigungen zur einer DVB-C Abschaltung (und Vodafone macht bisher wohl keine Anstalten DVB-C als Overlay bei seinen OXG Anschluessen einzuspeisen).

    Aber bei M-Net sieht daz halt so aus, dass der ONT einen zusaetzlichen Koax-Ausgang hat, der einfach mit dem koaxialkabel in der Wohnung verbunden wird undcda DVB-C so einspeist, dass alle DVB- Empfaenger einfach funktionieren.

    Ich sehe das als Brueckentechnologie und erwarte, dass DVB-C langsam ausser Dienst genommen wird, kann aber nicht sagen was der Nachfolger werden wird...

  • Na ja, die alten VDSL und sogar ADSL Netze sind ja heute immer noch in Betrieb.

    Als Technologie-Optimum(allgemein für Telekommunikationsanschlüsse) sehe ich: SMF bis zum Haus und dann MMF intern

    ahh genau, so wie es M-Net das macht ist eine Art DVB-C gut als Brückentechnologie zu verwenden.

    4 Mal editiert, zuletzt von BlackMage2 (9. April 2026 um 08:19)

  • Fuer DSL ist das Ende (die DSL-Daemmerung) bereits am Horizont erkennbar (in geschaetzt 9-14 Jahren), fuer Docsis/Kabel noch nicht.

    Wenn Du mit MMF multi mode fiber meinst, denke ich dass da gerade ein Wechsel stattfindet, mit single mode Faser auch im LAN. Der Hauptvorteil vom MMF ist wohl, dass die ein bisschen weniger verschutzungsempfindlich sind als SmF.

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  • nicht nur das, MMF kann auch mehrere Wellenlängen tragen(bereits OM3/OM4-Fasern sind SWDM bedingt geeignet)
    wobei traditionelle MMF oft nur eine Wellenlänge tragen (meist 850 nm)

    ich dachte multimode ist grade für kurze distanzen gedacht?

    welchen Sinn macht SingleMode auf kurzen Distanzen?

    2 Mal editiert, zuletzt von BlackMage2 (9. April 2026 um 09:20)

  • Als Technologie-Optimum(allgemein für Telekommunikationsanschlüsse) sehe ich: SMF bis zum Haus und dann MMF intern

    Ich würde auch für (private) festverlegte interne Hausverkabelung zusehends SMF als zukunftsicherer ansehen. Alles was technisch absehbar ist kommt mit den aktuell verlegten SMF OS2 Fasern aus und man muss die nächsten Jahre nichts neu verlegen.
    Während dagegen die Reichweite mit MMF und steigenden Geschwindigkeiten immer mehr abzunehmen scheineinen, 100G z.B. über oft noch im Bestand befindliche OM3 Fasern bietet nur noch ~70m Reichweite, OM4 oder OM5 kommt da auch nicht so viel weiter.
    Und als Bonus, auch ein Telekomunikationanschluss lässt sich über inhouse SMF passiv weiter patchen, falls der mal woanders enden soll. ;)

    Wenn Du mit MMF multi mode fiber meinst, denke ich dass da gerade ein Wechsel stattfindet, mit single mode Faser auch im LAN. Der Hauptvorteil vom MMF ist wohl, dass die ein bisschen weniger verschutzungsempfindlich sind als SmF.

    In meinem beruflichen Umfeld sehe ich da auch seit einigen Jahren einen Trend zur Vereinheitlichung nur noch SMF für die Inhouse oder Campus LAN Verkabelung neu zu verlegen. Der Preisvorteil von MMF Fasern ist nicht mehr so groß wie früher, MMF OM5 sind oft schon teuerer als SMF OS2. Über SMF lässt sich auch mal was über mehr als ein Gebäude auf dem Campus passiv durchpatchen, ohne das man Medienwandler brauch weil SMF und MMF gemischt zwischen den einzelnen Gebäuden/Etagen liegen oder die MMF Strecke zu lang für die gewünschte Geschwindigkeit wird.

    Über kurze Strecken von Rack zu Rack oder ähnliches, da kommt immer noch gerne günstge MMF zum Einsatz, da sind SFPs und Patchkabel aber auch schnell getauscht falls sich Anforderungen über die Zeit ädern sollten.
    Auch als Hobbynetzwerker wird man aber auch mit vor Jahren verlegten MMF OM3 Fasern bis ~70m und 100G noch lange glücklich werden können.

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  • Wenn bereits OM3 oder OM4 Kabel verlegt sind würde ich auch nichts daran ändern. Bei Neuverlegung nur noch OS2!

    Von OM5 würde ich komplett Abstand nehmen, da werden zwei Wellenlängen in jeweils eine Richtung übertragen, das macht die optischen Wandler teuer.

  • naja, also ich habe kaum günstige SMF SFP-Module mit hohen Geschwindigkeiten gefunden, MMF Module dagegen sind eher günstiger und ich hatte keine Probleme solche zu finden. Aber stimmt natürlich, mit MMF kann man nur mit OM5 (mit SWDM-Technologie) effektiv mehrere Wellenlängen durch Wellenlängenmultiplexing erzielen. Für mich ist das aber nicht relevant, ich habe genug Platz um für jede Verbindung die ich nutzen will, 2 Fasern(RX/TX) zu verlegen, das ist nicht das Problem und ich habe auch keinen Bedarf meine Fasern mehrfach zu belegen.

    Ich habe auch nur ein paar Meter Entfernung also von daher muss ich eigentlich nicht darauf achten, habe schon OM2 und OM3 Fasern, werde aber als nächstes mit OM3 und OM4 gewechselt, wenn ich Zeit dazu finde. wie gesagt, erstmal ist 10G in meinem Netzwerk völlig ausreichend, das werde ich sowieso kaum ausreizen können.

    Naja mit OM5 können mehrere Wellenlängen übertragen werden, die entsprechende Module kosten natürlich auch entsprechend, aber wie ich bereits schrieb werde ich das erstmal nicht nutzen. oder setzt man da einfach nur Splitting ein?

    Einmal editiert, zuletzt von BlackMage2 (9. April 2026 um 17:51)

  • Was meinst Du in diesem Kontext mit Splitting? Es werden bei OM5 maximal 4 Wellenlängen auf einer MM-Faser übertragen (SWDM). CWDM bietet bis zu 18 Wellenlängen und DWDM bis zu 160 Wellenlängen auf einer SM/OS2-Faser.

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  • Was meinst Du in diesem Kontext mit Splitting? Es werden bei OM5 maximal 4 Wellenlängen auf einer MM-Faser übertragen (SWDM). CWDM bietet bis zu 18 Wellenlängen und DWDM bis zu 160 Wellenlängen auf einer SM/OS2-Faser.

    das: "Es werden bei OM5 maximal 4 Wellenlängen auf einer MM-Faser übertragen (SWDM)"