Glasfaserverkabelung im Haus

  • Hallo!

    Ich bin aktuell einfach überfordert mit der nahenden Umstellung auf Glasfaser, so wirklich komme ich trotz Google nicht weiter. Deshalb wollte ich mich mal an die Experten hier wenden.

    Aktuell: Einliegender Glasfaser-Anschluss im Keller (gewölbtes Plastikstück, Kabel zieht durch und landet nach kurzer Überbrückung in einer Dose). Ob dieses jetzt erst der HÜP oder bereits die Glasfaser-Dose kann ich nicht unterscheiden. Angelegt von Telekom.

    1. Frage: Wie unterscheide ich die beiden rein visuell oder ist das nicht möglich? Oder mache ich mir da jetzt einen Quirl im Kopf, weil HÜP einfach der Eintrittsort des Glasfaserkabels ins Haus und nicht eine spezielle Dose ist?

    2. Frage: Darüber hinaus weiß ich noch nicht ganz wie es weiter gehen soll. Bisher liegt das Kupferkabel/DSL bis ins Dachgeschoß, dort hängt eine 7490, an dieser hängt ein funktionierendes Netzwerk mit guten CAT 7-Kabeln bis fast in alle Zimmer, die auch mit einem Repeater ein Wlan-MESH bilden, das auch gut funktioniert.

    Situation aktuell: vom Keller mit dem Glasfaserkabel ins Dachgeschoß zu kommen auf dem bisherigen Kupferweg ist unmöglich. Neue Wege sind schwer zu erschließen.

    Gedanke 1: Einfachste Lösung. Ich könnte recht einfach eine Verbindung (2m durch Wand) vom aktuellen HÜP/GF-Dose im Keller bis in 1 Zimmer (ich nenne es mal "Zimmer1") hinbekommen. Theoretisch könnte ich dort mein ONT (oder neue Glasfaser-Fritzbox) installieren und dann die vorhandene CAT7-Verbindung bis ins Dachgeschoß "bidirektional" nutzen, um dann im Dachgeschoß die bisherige 7490 (bisher Mesh-Master, dann Mesh-Client) als Verteiler anzusteuern. Problem ist natürlich, dass Glasfaser nicht bis ins Dachgeschoß liegt, sondern dann das CAT 7-Kabel zwischen Dachgeschoß und "Zimmer 1" als zentrale Datenader für jeden Datenstrom, der ins Internet geht, fungiert. Ist dies ein riesen Nachteil aktuell?

    Gedanke 2: Das CAT-7-Kabel zwischen Zimmer 1 und Dachgeschoss liegt aktuell in einer Kabelkanalverbindung im Schattenfungenbereich sowie durch mehrere Wände/1 Decke hindurch mit einem zweiten CAT-7-Kabel in einem innen geriffelten Leerrohr mit Innendurchmesser von ca. 18cm. Die Distanz zwischen den Zimmern sind gesamt knapp 20m. Wenn ich nun zusätzlich zu den 2 einliegenden CAT7-Kabeln das dicke Glasfaser-Leerohr (Orange) versuche hineinzustecken, geht es gerade so mit leichtem Widerstand (das dickere Ende mit dem Anschluss geht natürlich nicht durch). Wäre es alternativ auch möglich, das für mich auf den ersten Blick deutlich dünnere "Glasfaser-Verbindungskabel/Patch-Kabel" zwischen Dose und Modem auf ca. 20m zu verlängern? Wie dick wäre dieses dann, wenn es so lang sein dürfte? Biegeradien müsste ich ja hinbekommen, die CAT7-Kabel sind ja auch recht steif.

    Alles sehr schwierig ich weiß... falls es sich jemand antut zu antworten oder sich Gedanken zu machen.. vielen Dank auf jedenfalls!

    Gruß

  • Aktuell: Einliegender Glasfaser-Anschluss im Keller (gewölbtes Plastikstück, Kabel zieht durch und landet nach kurzer Überbrückung in einer Dose). Ob dieses jetzt erst der HÜP oder bereits die Glasfaser-Dose kann ich nicht unterscheiden. Angelegt von Telekom.

    1. Frage: Wie unterscheide ich die beiden rein visuell oder ist das nicht möglich? Oder mache ich mir da jetzt einen Quirl im Kopf, weil HÜP einfach der Eintrittsort des Glasfaserkabels ins Haus und nicht eine spezielle Dose ist?

    Wenn Du Fotos der beiden Geräte mit uns teilst, dann können wir sicher weiter helfen.

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  • Aua. So sollte die Gf-TA nicht unbedingt montiert werden. Der Staub fällt direkt in die Anschlüsse. Da hat sich der Installierende es reichlich einfach gemacht.

    Was du siehst, ist die Hauseinführung der Speedpipe, durch die das GF-Kabel in die gesetzlich vorgeschriebene passive Anschlußdose geführt wird.

    An den, leider oben liegenden, grünen Anschlüssen der Gf-TA wird das GF-Kabel zum Router installiert und das andere Ende des Kabels dann entweder in den Medienwandler/ONT/Modem oder in den Gf-Anschluß des Routers verbunden.

    Also dort benötigst Du Strom und das Modem um dessen LAN-Anschluß dann mit einem LAN-Kabel zum WAN des Routers zu führen oder du verlegst ein passendes Gf-Kabel zum Aufstellpunkt, an dem Du Deinen Router mit Gf-Anschluß installieren willst.

    Nötige Infos zum Thema Gf-Kabel und Steckverbindungen kannst Du hier entnehmen.

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  • OK danke... wir hatten leider im Vorfeld eigentlich einen HÜP vereinbart da noch eine Einliegerwohnung existiert, die ggfs irgendwann einen separaten Anschluss bräuchte.


    Das bisherige Kupferkabel ist ein 60 Jahre altes Kabel, nicht austauschbar.

    Wie lange darf das Kabel, das vom grünen Anschluss zum ONT bzw. Zur geplanten Glasfaserfritzbox zieht denn sein und welchen Durchmesser hat es? Lohnt sich das überhaupt oder erreiche ich mit CAT 7 gleiche Übertragungsraten?

  • Schaetzman Sehr lang, das macht ja auch in Hochhäusern keine Probleme. Mit CAT7 wirst du dennoch keine Probleme haben.

    Du bräuchtest ein LC-APC auf LC-APC Kabel und ich empfehle da sogar eher das zu kaufen und zu legen da der Stecker deutlich kleiner ist als bei einem RJ45 (außer man krimpt die stecker bei RJ45 selbst)

    Deine GF-TA / Onebox XS hat 2 Anschlüsse vielleicht hat man so die Einliegerwohnung berücksichtigt. Im Regelfall ist da auch in EFHs nur ein Stecker dran (Kenne da mehrere bei deinen das so ist) Was die Telekom baut ist aber auch abhängig davon was ihr beantragt habt, ihr musstet für die Ausbaufreihabe ja die Anzahl der WE angeben.

  • Das bisherige Kupferkabel ist ein 60 Jahre altes Kabel, nicht austauschbar.

    Wie lange darf das Kabel, das vom grünen Anschluss zum ONT bzw. Zur geplanten Glasfaserfritzbox zieht denn sein und welchen Durchmesser hat es? Lohnt sich das überhaupt oder erreiche ich mit CAT 7 gleiche Übertragungsraten?

    Welchen Bandbreite möchtest du denn bestellen / muss ins Dachgeschoss?

    Entscheidend bei dem alten Kabel wäre, wie viele Adern es hat und ob es eine Schirmung hat. ;)
    Bis 100 MBit/s geht bei 4 Adern. Für bis zu 1 GBit müssten es 8 Adern sein, aber auch mit Abschirmung.
    Die Länge des Glasfaserkabels vom Gf-TA zum ONT ist fast egal. Zwischen ONT und der Gegenstelle (OLT) können 20 km liegen. ;)
    Das eigentliche Kabel ist nur so 2–3 mm, das Problem sind eher die Stecker, sie sind recht sperrig und empfindlich bei Zug und Knicken.

    Dies hier wäre solch ein übliches Glasfaser-Patchkabel [Anzeige]. Es gibt da 2 Steckertypen. Das Grüne passt in die Gf-TA, andere Seite ist abhängig von deinem Glasfaserrouter, kann auch Blau sein.

    Cat 7 reicht vollkommen aus, da gehen bis 35 m 10 GBit/s drüber.

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  • Phino Er meinte er hat bereits Cat in einem Nachbarraum vom HÜP im Keller und könnte den Router in diesen Nachbarraum stellen und von dort nach oben über das vorhandene Cat Kabel.

    So habe ich es zumindest verstanden aus den Vor-Posts.

  • Gedanke 1: Einfachste Lösung. Ich könnte recht einfach eine Verbindung (2m durch Wand) vom aktuellen HÜP/GF-Dose im Keller bis in 1 Zimmer (ich nenne es mal "Zimmer1") hinbekommen.

    Dann solltest du das so umsetzen. Vom HÜP bzw. der Glasfaser Dose ein GF-Patchkabel zum Zimmer 1 verlegen, dort eine GF Fritzbox und von dort das LAN via Netzwerkkabel zum Dachgeschoss.
    Das wird auf jeden Fall funktionieren und Einschränkungen in der Bandbreite über das Netzwerkkabel in DG wird es keine geben (1Gbit Verbindung vorrausgesetzt)

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  • Hmm und die Glasfaser selbst durchziehen und jemanden für die LC APC-Stecker- Montage holen geht nicht?

    Das ginge natürlich auch, aber dann musst du erstmal jemanden finden der dir das macht, also Pigtails (Stecker) an die verlegte Glasfaser anspleissen. Und das kostet dann natürlich wieder.

    Das verlegen von den vor konfektionierten GF Kabeln ist aber eigentlich kein Problem. Wenn der Kabelweg gut vorbereitet ist, ist das nicht aufwändiger als ein Kupferkabel zu verlegen.

    Das GF Kabel verlegt man üblicherweise in einem Schutzrohr oder Kabelkanal. Der Kabelkanal kann recht klein sein, ein Leerrohr sollte mindestens 20mm Durchmesser haben, weil er LC Stecker durchpassen muss.
    Die Kabel sind auch recht robust und nicht so super empfindlich wie immer getan wird. Es gibt sie auch als gepanzerte Variante mit extrem Robustem Mantel, die halten dann schon gut was aus.

  • Hmm und die Glasfaser selbst durchziehen und jemanden für die LC APC-Stecker- Montage holen geht nicht?

    Die Frage ist eher diejenige: Bekommst jemand der diese Spleißarbeiten für dich durchführt?

    Das zuverlässigste ist das Fusionsspleißen: https://www.heise.de/news/38C3-Hack…n-10221994.html

    Die sogenannten Field-Stecker werden nicht angeschmolzen, sind dafür auch nicht so hochwertig wie fusionsgespleißte Verbindungen:

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    [Für unter 100 Euro: So einfach verlegt ihr Glasfaser selbst!] Noch dazu findet keine Prüfung des Spleißes statt wie beim Fusionsspleißen.

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  • OK danke... wir hatten leider im Vorfeld eigentlich einen HÜP vereinbart da noch eine Einliegerwohnung existiert, die ggfs irgendwann einen separaten Anschluss bräuchte.

    Schaetzman
    Die Gf-TA hat zwei Anschlüsse. Also können dort auch zwei separate WE versorgt werden. Damit kann Deine Anforderung erfüllt werden.
    Von der Fa. Kaiser gibt es z.B. Anschlußsets für das Elektrohandwerk.

    Oder dieses hier über die Telekom.

    Einmal editiert, zuletzt von Schnurz (17. März 2026 um 10:03)

  • Hmm und die Glasfaser selbst durchziehen und jemanden für die LC APC-Stecker- Montage holen geht nicht?

    Das geht mittlerweile sehr einfach. Huawei hat mittlerweile FTTR im Portfolio. Das ist fast "unsichtbar" und man kann es fast wie Tesafilm verarbeiten.

    Vorteil, es ist so dünn du kannst es sogar unter die Tür kleben und man muss keine Löcher bohren :)

    Ich werde mein Haus auch wohl damit ausrüsten.

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  • Achtung, FTTR ist nMn der Name fuer das ganze Paket aus einfach zu verlegenden Fasern und aktiver, auf GPON aufbauender, Glasfasertechnik (also Router mit zusaetzlichem GPON_basiertem LAN zum Anschluss von Splittern und von speziellen Huawei APs). Die Fasern sind wohl Standard-Single-Mode-Fasern und auch die Stecker sind entweder SC oder LC, d.h. die Fasern kann man im Zweifel mit einfachem Adapter auch mit anderer aktiven Technik verwenden, z.B. zwischen Gf-TA im Keller und ONT Standort im Arbeitszimmer...