Erfahrungen Hausbesitzer kostenloser Gebäudeanschluss mit oxg.de

  • Hallo,

    in unserer Region werben Vertreter von oxg.de mit gelegentlich unangemessener Penteranz Gebäude kostenlos an ihr Glasfasernetz anzubinden. Da ich Laie bin, wollte ich fragen, was genau oxg für ein Unternehmen ist und wie professionell deren Handwerker vorgehen und warum das kostenlos ist? Hat bereits jemand Erfahrung mit denen gemacht? Vor ca. 20 Jahren hatte unity media unser Gebäude an das Kabelnetz ebenfalls kostenlos angeschlossen und wenn neue Mieter ihren Kabelzugang beantragt hatten, kamen immer Techniker der Provider vorbei und haben sich beschwert, dass unity media ihn nicht sehr ordentlich verlegt habe. Gibt es vielleicht unabhängige Beratungsstellen, bei denen sich Immobilienbesitzer diesbezüglich beraten lassen können?

  • OXG ist ein Joint-Venture von Vodafone mit Altice. IMHO ist deren Hauptziel die Kabel/Koaxialnetze von Vodafone mit Glasfaser zu ueberbauen damit Vodafone seine Bestandskunden behalten (und zukunftssicherer versorgen) kann.

    Wie professionell die vorgehen kann ich nicht bewerten, aber auch die werden versuchen den Ausbau so guenstig wie moeglich zu realisieren.

    Das mit dem kostenlosen Anschluss ist IMHO dem Wegfall des Nebenkostenprovilegs geschuldet. Seitdem darf zwar ein Vermieter die Kosten fuer eine inhaus Glasfserverkabelung auf die Mieter umlegen, aber nur wenn diese Verkabelung anbieterneutral verwendet werden kann. Da ist es fuer ISPs moeglicherweise attraktiver die Kosten der Inhaus-Verkabelung selber zu schultern und dafuer diese nicht den Mitbewerbern ueberlassen zu muessen. (Was nicht heisst, dass nicht vielleicht Mitbewerber ueber Bitstromzugang mit ins Boot geholt werden).

  • Und der Vermieter darf das Glasfaserbereitstellungsentgelt nur dann umlegen, wenn ihm seinerseits Kosten durch den Gf-Provider in Rechnung gestellt werden! Diese Kosten muss der Vermieter gegenüber dem Mieter auch nachweisen.

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  • Frage: Gilt das auch wenn der Vermieter die Hausverkabelung selber, d.h. ohne ISP, ausfuehrt? Ich wuerde erwarten das waere zulaessig, habe da aber noch nie in die Vorschriften geblickt, vermute aber Du weisst da mehr ueber die Details ;)

  • Das erklaert IMHO ganz gut warum die OXG bereit ist die Kosten selber zu uebernehmen... zusammen mit dem Umstand, dass beim aktuellen Ausbau die Kunden ja wenig motiviert sind zu wechseln, so dass alles was den Wechsel erleichtert (wie keine Anschlusskosten) hilfreich ist, wenn der Ueberbau zeitnah erfolgen sollte.

    Was mich interssieren wuerde ist, wie OXG denn tatsaechlich ausbaut, 1 oder 2 Fasern, und ob/wie DVB-C in die neue FTTH-Welt integriert wird. Vermute mal, dass da zukuenftig mehr Informationen von Endkunden kommen werden, wenn die OXG erstmal richtig angefangen hat auszubauen...

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  • Nein, das ist nicht umlegbar. Die Regelung findest Du hier: https://dejure.org/gesetze/TKG/72.html

    Doch, ist dann als Modernisierungsmaßnahme über eine Erhöhung der Kaltmiete umlegbar.

    Siehe https://bmdv.bund.de/SharedDocs/DE/…ngsentgelt.html die Antwort auf die Frage "Können Gebäudeeigentümer bzw. Vermieter abgesehen vom Glasfaserbereitstellungsentgelt eine andere Art der Refinanzierung für Investitionen in die gebäudeinterne Infrastruktur wählen?"

  • Modernisierungen konnten schon immer umgelegt werden!

    Wird sich auf das Glasfaserbereitstellungsentgelt berufen, dann muss die gebäudeinterne Infrastruktur jedoch vom TK-Unternehmen errichtet und dem Eigentümer/Vermieter in Rechnung gestellt werden. Erst dann ist es auf den Mieter umlegbar.

  • Modernisierungen konnten schon immer umgelegt werden!

    Wird sich auf das Glasfaserbereitstellungsentgelt berufen, dann muss die gebäudeinterne Infrastruktur jedoch vom TK-Unternehmen errichtet und dem Eigentümer/Vermieter in Rechnung gestellt werden. Erst dann ist es auf den Mieter umlegbar.

    Das ist korrekt.

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  • Modernisierungen konnten schon immer umgelegt werden!

    Wird sich auf das Glasfaserbereitstellungsentgelt berufen, dann muss die gebäudeinterne Infrastruktur jedoch vom TK-Unternehmen errichtet und dem Eigentümer/Vermieter in Rechnung gestellt werden. Erst dann ist es auf den Mieter umlegbar.

    Und auch nur wenn nicht schon eine vergleichbare Infrastruktur vorhanden ist.

    Wenn Koaxialkabel mit Internet Vodafone vorhanden ist wird es keine Modernisierungzuschlag geben können für Glasfasernetz.

    Das ist der Grund bei meinem Sohn warum die deutsche Wohnen nicht bereit ist GF ins Gebäude zu lassen. Dabei stammt die Koaxialkabel noch aus den 60er :evil:

  • Modernisierungen konnten schon immer umgelegt werden!

    Wird sich auf das Glasfaserbereitstellungsentgelt berufen, dann muss die gebäudeinterne Infrastruktur jedoch vom TK-Unternehmen errichtet und dem Eigentümer/Vermieter in Rechnung gestellt werden. Erst dann ist es auf den Mieter umlegbar.

    Aber selbst dies wird schwierig, wenn schon Koaxial von Vodafone mit 1 GB anliegt.
    Jedenfalls eine interne Aussage von Deutsche Wohnen bei meinem Sohn und die würden sich kaum einen Modernisierungszuschlag entgehen lassen, wenn es sich rechnet. ;)

  • Grundsätzlich wird es in einem Abhängigkeitsverhältnis (Mieter) schwierig einen Gf-Anschluss zu erhalten, wenn bereits ein Internetzugang via HFC möglich ist. Bewegt sich der Vermieter nicht in Richtung Gf, dann wird das auch nichts.

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  • Wuerde mich nicht wundern, wenn Vermieter die bisher mit VF (mit Nebenkostenprivileg) zufrieden sind erstmal abwarten ob VF/OXG nicht einen FTTH Ausbau auf eigene Kosten anbieten werden... statt sich einen anderen ISP zu suchen, der an einer Glasfaserbereitstellungsentgelt Loesung interessiert ist.

  • Wuerde mich nicht wundern, wenn Vermieter die bisher mit VF (mit Nebenkostenprivileg) zufrieden sind erstmal abwarten ob VF/OXG nicht einen FTTH Ausbau auf eigene Kosten anbieten werden... statt sich einen anderen ISP zu suchen, der an einer Glasfaserbereitstellungsentgelt Loesung interessiert ist.

    Sohn ist jetzt bei Telekom mit DSL 100/50 zusätzlich. Die Performens des Kabelnetzes auf Koaxial-Kabel aus den 60er ist extrem grottig, abends wenn viele schauen noch schlimmer. Gezockt wird über DSL, die Gigabyte-Großen Spiele-Downloads über Vodafone.

  • Eine Telekom-Leitung ist aber zum Zocken jetzt auch nicht so clever gewählt. Da musst du deine Spiele ja danach auswählen, ob die Telekom vernünftiges Peering ins entsprechende Netz hat, oder nicht. Da gibt es schon mal unangenehme Überraschungen, die man sich mit einem anderen Provider komplett sparen könnte.

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  • Eine Telekom-Leitung ist aber zum Zocken jetzt auch nicht so clever gewählt. Da musst du deine Spiele ja danach auswählen, ob die Telekom vernünftiges Peering ins entsprechende Netz hat, oder nicht. Da gibt es schon mal unangenehme Überraschungen, die man sich mit einem anderen Provider komplett sparen könnte.

    Ist halt besser als Vodafone-Kabel UND ist vom Arbeitgeber bezahlt für Homeoffice. Und die FA. macht alles über Telekom :S

  • OXG - Open (X)Access Glasfaser - ist ein Jointventure aus der Vodafone Deutschland und der Altice (Frankreich).

    Es handelt sich hierbei um einen reinen Glasfasernetzbetreiber, also kein Anschlussanbieter (Provider).

    Das gesamte Projekt ist privat finanziert, es werden keinerlei Fördermittel abgerufen, ein Ausbau in den geplanten Gebieten erfolgt (auch wenn in einer Straße kein einziger Hauseigentümer seine Immobilie anschliessen lässt).

    Aktuell sind auf diesem OpenAccessGlasfasernetz verfügbar: Vodafone (wen wunderts?), 1&1, Bahnhof Nätverk (Provider aus Schweden, aktuell in Skandinavien und Nierlanden aktiv, ab 2026 auch in Deutschland, überall dort wo OXG seine Glasfaserdosen betrieben wird).

    Solange ein Ausbaugebiet noch nicht abgeschlossen ist (aktuell sind alle Ausbaugebiete noch nicht abgeschlossen!) ist dies für den Immobilieneigentümer absolut kostenfrei. Danach behält sich die OXG 1.200€ je Glasfaseranschluss vor (betrifft Leute die entweder nie erreichbar waren oder "das nicht brauchen" oder "ich entscheide über den Glasfaseranschluss wenn es soweit ist" oder ähnlichen sinnfreien Einwänden).

    Welche Risiken geht der Immobilieneigentümer beim Unterschreiben eines Gestattungsvertrages ein?

    Keine!

    Warum ist das so?

    1. Direkt im Einleitungssatz steht das Ausbau und Betrieb kostenlos sind.

    2. In diesem Vertragswerk sind keinerlei Sanktionierungmaßnahmen definiert, demzufolge kann keine der beiden Parteien die jeweils andere Partei im Falle einer Nichtumsetzung verklagen.

    Wenn also ein Medienberater der Vodafone welcher im Auftrag der OXG handelt bei Ihnen klingelt, lassen Sie sich seinen Ausweis zeigen (auf der Webseite der Vodafone können Sie sich sogar davon überzeugen ob dier Ausweis echt ist, also kein Spitzbube Sie belästigt), dort können Sie lesen das er/sie den Haustürkodex zu befolgen hat (bedeutet man darf Sie nicht unter Druck setzen!), und bitten ihn/sie höflich zu Beratungsgespräche herein. Verkaufen kann er/sie Ihnen nix, es geht NUR um den Gestattungsvertrag.

    Wichtiger TIPP: Schliessen Sie den Gestattungsvertrag unbedingt bei einem Medienberater ab! Natürlich könnten Sie das auch online erledigen, aber dann haben Sie im Problemfall keinen persönlichen Ansprechpartner (was bereits mehrfach dazu führte das des Nachbars Haus angeschlossen wurde, das eigene trotz Online-Gestattungsvertrag jedoch nicht - schon bitter wenn es hätte kostenlos sein können).

    Sollte sich Ihr Objekt in einem der mittlerweile zahlreichen Ausbaugebiete der OXG befinden, warten Sie einfach bis ein Berater bei Ihnen klingelt. Sollten Sie nicht zuhause sein und keinen Hinweis "Werbung verboten!" auf Ihrem Briefkasten haben, wird der Berater eine Terminkarte bei Ihnen einwerfen.

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    thomas.webstudio11 was willst Du uns mit dem von künstlicher Intelligenz generierten Text mitteilen?

    Inhaltlich sind die üblichen Werbeversprechen (und auch Drohungen) der Vertriebler bei jedem glasfaserausbauenden Unternehmen enthalten.

    Btw. Haustürgeschäfte mit "Medienberaten", andere sagen Drücker zu diesen Personen, sollte man grundsätzlich nicht abschließen.