Ältere Glasfasermodems möglich

  • Zusaetzlich braucht der ISP bei AON einen Laser pro Anschluss, was den Stromverbrauch etwas erhoeht, also die Betriebskosten, unklar wie hoch der Unterschied da tatsaechlich ist

    Unabhängig von den Stromkosten sind aber die Hardwarekosten höher, da man eben einen "Laser" pro Anschluss benötigt und nicht einen für 32 oder 64 Anschlüsse.

    Zusätzlich halten die auch nicht ewig, d.h. die brennen irgendwann aus und müssen getauscht werden. Wenn man mehr davon verbaut hat, müssen auch viel mehr nach und nach ausgetauscht werden.

  • Immer ist schwer sicherzustellen, aber die Ausruester wissen was AON-Loesungen kosten und positionieren ihren PON-Kram halt so, dass der preislich attraktiv bleibt... ABER fuer AON braucht es zwingend ein PtP-Netz und das versuchen ISPs zu vermeiden, weil wer das baut riskiert den Mitbewerbern physisch entbuendelte Fasern anbieten zu muessen, Fasern die man gar nicht hat kann man auch nicht vermieten, bleibt nur lukrativerer Bitstromzugang, bei dem man zusaetzlich noch Kontrolle ueber die Technik behaelt, d.h. die Reseller koennen sich technisch nur bedingt von einander absetzen. Eine PtP Netzstrukltur ist etwas teurer als eine PtMP Netzstruktur (man braucht mehr Fasern und vermutlich mehr oder groessere PoPs), fuer den gefeoerderten Ausbau der nicht eigenwirtschaftlich ausgebauten Anschluesse in der Schweiz ist die Schaetzung ca. 10% hoehere Baukosten fuer 1-Faser PtP statt 4 Faser PtMP (die 4 Fasern gehen vom Anschluss zum Splitterstandort).

    Zusaetzlich braucht der ISP bei AON einen Laser pro Anschluss, was den Stromverbrauch etwas erhoeht, also die Betriebskosten, unklar wie hoch der Unterschied da tatsaechlich ist, aber z.B. die DG hat erst AON verwendet und ist dann dazu uebergegangen ihr PtP-Netz mit Splittern in der Betriebsstelle als PON zu betreiben, d.h. erschien denen wohl guenstiger als weiterhin AON anzubieten.

    Ich finde, was als Kostenfaktor nicht zu vernachlässigen ist:
    Die deutlich aufwändigere Verwaltungssoftware für Modem-ID und Co. bei PON. Die muss bezahlt und betrieben werden, entweder mit einer weiteren Portalsoftware oder einer Support-Hotline. Das lassen sich die Hardwareanbieter garantiert bezahlen. Hinzu kommt der Supportaufwand, wenn die Kunden die Hardware wechseln. Dies wird verstärkt in 2–4 Jahren passieren.
    Und wir sehen hier, dass gerade bei PON neue Geräte auf User-Seite immer wieder Probleme haben und nachgebessert werden müssen. Davon habe ich hier nie etwas gelesen zu AON. Man kauft das passende Modul für die Wellenlänge und das war es.

    Abgesehen davon entstehen die meisten Probleme erst hinter dem ONT oder AON-Medienkonverter. Erst der Mischmasch von Protokollen macht doch das Hauptproblem in Deutschland aus.

  • PON sehe ich mehr als Zwischenlösung. bei AON braucht man halt viel mehr Fasern und Zwischenpunkte, die aber wesentlicher günstiger sind wegen wesentlich einfacherem Verwaltungsstack(der so gut wie gar nicht vorhanden ist).

    Dafür baut dann aber zum Beispiel die Telekom mit ihrem Distributed Split zu ziemlich ungünstigen Bedingungen. Zwar hätten sie genug Platz in den Vermittlungsstellen, ich glaube aber nicht dass ohne bauliche Maßnahmen genug Platz in den Trassen (im DTAG-Sprech "SNRVe") übrig ist, um alle Netzverteiler 1:1 PtP an die aktive Technik anzubinden. Da wird dann trotz günstigem Material wieder teurer Tiefbau notwendig.

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  • Zwar hätten sie genug Platz in den Vermittlungsstellen

    Es ist aber auch ganz klar das Ziel der Telekom, die Anzahl der Vermittlungsstellen soweit wie irgend möglich zu reduzieren. D.h. die werden einen Teufel tun und neue Technik in die VSt´n stellen, die da nicht unbedingt rein muss. Und AON muss halt mal nicht sein, PON is the way.

  • Für Privatkunden. Also das Konsumvieh.

    Das finde ich jetzt ein wenig abwertend, aber wir wissen doch mittlerweile das der Deutsche Internetkunde sehr "preissensitiv" ist. Wenn ich mich recht entsinne war das doch auch unter anderem ein Grund für den Post des TO: "Glasfaser ja ok, aber so billisch wie irgend möglich und auch nur für 2 Jahre"

    Soweit ich die Netzstruktur der Telekom kenne ist es aber auch möglich auf einem GF Netz das für GPON gebaut wurde, einen AON Anschluss zu realisieren. Das ist zwar ein wenig Aufwand, sollte aber möglich sein.

    BTW: Wie werden denn aktuell Symmetrische GF Anschlüsse für Firmenkunden realisiert? Das geht doch eigentlich nur über AON, oder?

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  • Soweit ich die Netzstruktur der Telekom kenne ist es aber auch möglich auf einem GF Netz das für GPON gebaut wurde, einen AON Anschluss zu realisieren. Das ist zwar ein wenig Aufwand, sollte aber möglich sein.

    Bist du da sicher dass die Telekom von PoP zum Netzverteiler immer genug Reserve vorhält, um theoretisch jeden Anschluss Point-to-Point anzubinden?

    Edit: In diesem Beitrag schildert die Telekom ihr Vorgehen:

    Zitat

    Das Lichtsignal kommt in einem Glasfaser-Minikabel, das unter der Straße und unter dem Gehweg verlegt ist, am Netzverteiler an. Im grauen Kasten splittet es ein Koppler in die einzelnen Leitungen für die Häuser in der Umgebung auf.
    [...] Experte Jakob März schildert die Rolle des Kopplers: „Das sind im Prinzip Splitter, die das Signal komplett aufteilen. Das heißt, wir kriegen zum Beispiel ein Signal von 2,5 Gigabit, das gleichmäßig auf maximal 32 Kunden aufgeteilt wird. Das nennt man dann auch Punkt-zu-Mehrpunkt-Verbindung.“ Es gibt 1:8-Koppler oder 1:32-Koppler – je nachdem, wie viele Kunden und Kundinnen sich in der Umgebung befinden.

    Es genügen also grundsätzlich n Fasern als Zuleitung zum passiven NVt im Feld, um bis zu n x 32 Anschlüsse zu realisieren. Sicherlich gibt es im Kabel mehr als nötig, aber ob tatsächlich pro Splitter (bzw. "Koppler" im Telekom-Wortlaut) 31 Fasern ungenutzt bleiben, konnte mir bisher keiner bestätigen. Mit zum Beispiel 96F-Kabel oder größer wäre das alles denkbar, aber wenn man den Unkenrufen glaubt, will die Telekom das gar nicht möglich machen um "Zwangsentbündelung" vorzubeugen.

    3 Mal editiert, zuletzt von xrandr (9. Februar 2026 um 15:26)

  • Das geht doch eigentlich nur über AON, oder?

    Nach meiner Kenntnis vielfach als Dark Fiber ja und auch nicht als BiDi. Da gibt es auch selten bis gar nicht Verteiler in der Gegend sondern das Verteilermanagement findet mit erdverlegten Muffen, die die Spleißkasetten enthalten, statt. Da siehst Du niemals etwas davon, wenn nicht gerade eine Verteilermuffe ausgegraben wurde.

  • Bist du da sicher dass die Telekom von PoP zum Netzverteiler immer genug Reserve vorhält, um theoretisch jeden Anschluss Point-to-Point anzubinden?

    Nee, alle bestimmt nicht. Ich hab doch geschrieben "einen Anschluss" bzw. einige wenige.

    Nach meiner Kenntnis vielfach als Dark Fiber

    Jetzt mal theoretisch: Die Telekom baut einen Ort mit FTTH aus, zu dem Ort gehört ein Gewerbegebiet das gleich mit ausgebaut wird, alles in GPON.
    Jetzt werden auch in dem Gewerbegebiet geschätzt 90% mit Internet per FTTH GPON absolut zufrieden sein. Meinst du die Telekom baut für die restlichen 10% der Firmen die einen symmetrischen Anschluss wollen ein 2tes GF Netz? Kann ich mir nicht vorstellen. Das wird über das gleiche Netz realisiert, aber in den NVt´s (oder MFG´s) anders gepatcht / gespleist.

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  • Nahezu alle "Mainstream" Business-Anschlüsse werden via GPON realisiert. Wenn man bereit ist >700 Euro pro Monat für einen "richtigen" symmetrischen 1Gig zu zahlen, dann patcht einem jeder Anbieter, so denn eine freie Faser vorhanden ist, den Anschluss bis zum POP durch!

  • Jetzt mal theoretisch: Die Telekom baut einen Ort mit FTTH aus, zu dem Ort gehört ein Gewerbegebiet das gleich mit ausgebaut wird, alles in GPON.
    Jetzt werden auch in dem Gewerbegebiet geschätzt 90% mit Internet per FTTH GPON absolut zufrieden sein. Meinst du die Telekom baut für die restlichen 10% der Firmen die einen symmetrischen Anschluss wollen ein 2tes GF Netz? Kann ich mir nicht vorstellen. Das wird über das gleiche Netz realisiert, aber in den NVt´s (oder MFG´s) anders gepatcht / gespleist.

    Und ich kenne es z.B. vom Gewerbegebiet, in dem mein AG ansässig ist, eben genau anders herum. Die Gewerbegebiete sind auch mit MFG ausgestattet, haben aber zusätzliche Stränge Unterflur liegen, bei denen die Fasern auch mit den genannten erdverlegten Spleißmuffen verteilt werden. Habe ich übrigens mit eigenen Augen gesehen und vom Telekom-Techniker bestätigt bekommen.

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  • Und ich kenne es z.B. vom Gewerbegebiet, in dem mein AG ansässig ist, eben genau anders herum. Die Gewerbegebiete sind auch mit MFG ausgestattet, haben aber zusätzliche Stränge Unterflur liegen

    Sind alle Firmen im Gewerbegebiet an diese GF Stränge angeschlossen oder nur die, die einen entsprechenden Anschluss gebucht haben und der Rest muss VDSL nutzen?

    Das es in vielen Gewerbe oder Industriegebieten ein Glasfasernetz der Telekom gibt, an das aber nur Firmen ansgeschlossen werden die entsprechende Tarife Buchen und noch einen Baukostenzuschuss abdrücken, ist mir durchaus bekannt.
    Aber wenn das Gebiet komplett mit einem GPON Netz ausgebaut ist, wäre es doch wirtschaftlich total verrückt, ein 2tes Netz nur für symmetrische Firmenanschlüsse zu betreiben.

  • Wenn ein Mischgebiet ausgebaut wird, kalkuliert man direkte PtP Verkabelungen für die Industrie direkt mit ein. Die Kabel verlaufen dann im selben Strang wie die GPON-Privatkunden, kommen vielleicht auch am selben PoP an, nehmen aber sonst einen komplett anderen Weg ins Netz bzw. bypassen dann manche Netz-Komponenten vollständig.

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  • Gibt da keine Grenze nach oben. Wenn die Firma 100 Gigabits Symmetrisch haben wollen würde, würde sie das darüber auch bekommen.

    puh, aber wenn der PK unbedingt 10g(nichtmal symmetrisch) haben will ist er schon aufgeschmißen(je nach Anschlußgebiet)


    gibt es eigl. schon NG-PON2(Standard von 2015) groß oder wird immernoch auf GPON bzw. XGS-PON gesetzt? die nächste Stufe wäre ja dann schon 50G-PON(relativ neuer Standard von 2023)

    3 Mal editiert, zuletzt von BlackMage2 (10. Februar 2026 um 16:11)

  • Wenn du das als PK haben willst kriegst du das auch, wird dich nur entsprechend kosten.

    NG-PON2 hat einen völlig anderen Usecase als die Versorgung von privaten Haushalten oder die Versorgung von Smallbusiness.

    Das ist eher eine Backhaul Technologie, um weitere MDUs oder Mobilfunkbasisstationen anzubinden.

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  • Wenn du das als PK haben willst kriegst du das auch, wird dich nur entsprechend kosten.

    NG-PON2 hat einen völlig anderen Usecase als die Versorgung von privaten Haushalten oder die Versorgung von Smallbusiness.

    Das ist eher eine Backhaul Technologie, um weitere MDUs oder Mobilfunkbasisstationen anzubinden.

    was wäre dann der alternative Nachfolger für einfachere PON Netzwerke? man bräuchte so eine Technik die Vorteile von AON und PON in eins zusammenbringt..

  • Wenn du das als PK haben willst kriegst du das auch, wird dich nur entsprechend kosten.

    wo kann man da fragen?


    ahh nevermind, jetzt funktioniert der Telekom-Adresscheck an meiner Adresse problemlos(vorher gab es Probleme bei dem Adresscheck, da hatte der Vermieter iwas nicht richtig freigegeben oder es mussten erst alle Adressen abgearbeitet werden, kA war wohl großer bulk Auftrag, mit Unternehmen die wohl keinen Augenmerk auf Dokumentation gelegt haben)

    Einmal editiert, zuletzt von BlackMage2 (10. Februar 2026 um 19:46)