Wohin Router oder Kabel?

  • Hallo, wir haben einen Vorvertrag mit der Telekom abgeschlossen, der Anschluss kann aber noch einige Monate dauern. Da wir jetzt den Flur/Treppenhaus renovieren würden wir uns gern etwas vorbereiten. Wir haben aktuell den Router im Obergeschoss, dort ist PC, TV etc per Netztwerkkabel angeschlossen. Andere TVs im EG funktionieren per wlan. Der Glasfaseranschluss wird künftig im Keller sein. Wo sollte denn künftig der Router sein? Bleibt der idealerweise im Keller und wir verlegen Netzwerkkabel im Haus? Oder sollten wir versuchen den Router ins EG zu bekommen, wäre das besser? Wir haben aber einen Altbau also Rohre zu verlegen wird schon umständlich, es müsste viel aufgerissen werden. Wie könnten wir uns vorbereiten, da wir jetzt renovieren wollen... würdet ihr einfach pauschal mehrere Netzwerkkabel in den Keller legen, falls dort der Router hinkommt?

  • Willkommen im Forum!

    Ausreichend Leerrohre bzw. einen Steigschacht vom Keller bis ins Dachgeschoss sind/ist der Königsweg. Da stellt sich die Frage nach Kupfer- oder Glasfaserkabeln nicht, da diese nach Belieben austauschbar sind.

    Cat 7 LAN-Verkabelung ist für haushaltsübliche Längen auch für die Zukunft ausreichend. Grundsätzlich schadet es nie mehr Kabel zu verlegen, als aktuell absehbar ist. Eine sternförmige Verkabelung mit einem zentralen Punkt im Keller ist in vielen Fällen eine gute Lösung, sofern der Keller trocken und nicht feucht ist.

    Ein guter Ansatz wäre HÜP, Gf-TA, ONT/Glasfaser-Router in räumlicher Nähe im Keller unterzubringen und das WLAN über Access Points in den Etagen aufzuspannen.

    Ein anderer Punkt: was ist mit Festnetz-Telefonie? Wenn diese benötigt wird, sollte dort wo der Router steht auch Zugang zu der Inhouse-Telefonleitung möglich/vorhanden sein.

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  • Vielen Dank für die schnelle Antwort. Pk also Leerrohre ... Mit welchem Durchmesser?

    Der Keller ist jedoch teilweise feucht also nicht komplett trocken.

    Wie weit entfernt vom Anschluss ist denn der Router noch ideal? Dann wäre eventuell das EG noch machbar?! Denn das OG ist sich zu weit entfernt für den Router?

    Festnetz ist momentan nicht so wichtig, da aktuel nur Handy genutzt wird. Aber sollte vielleicht trotzdem bedacht werden.

  • Ich bin ein Freund des 25 mm Durchmessers. Bitte keine Baumarktprodukte verwenden, sondern irgendetwas von Fränkische mit "hochgleitfähiger" Innenbeschichtung. Falls Kabelkanäle Aufputz eingesetzt werden sollen/müssen: ich bin sehr zufrieden mit den 15x30mm Kabelkanälen von OBO. Da gibt es Außen und Inneneckstücke, sowie Verschlusskappen und Winkelstücke. Da ist auch für etwaige Erweiterungen noch ausreichend Platz.

  • Wie weit entfernt vom Anschluss ist denn der Router noch ideal? Dann wäre eventuell das EG noch machbar?! Denn das OG ist sich zu weit entfernt für den Router?

    Das ist im EFH verhältnismäßig egal. Die technische Entfernung zw. ONT und Router sind ca. 100 m bei Ethernet-Kupferkabel. Solltest du Glasfaser bis zum Router legen wird die Entfernung vom PoP/Gegenstelle gerechnet, dies sind 20 km, also hier erst recht egal im EFH.

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  • Die LC/APC bzw. SC/APC Stecker der üblichen Glasfaserkabel haben eine maximale Kantenlänge inkl. Rastnase von 15 mm. Da wird es schwer bei 16 mm Außendurchmesser. Im Keller sollte Elektrostangenrohr aus dem Baumarkt ausreichend sein. Hier dürfen es dann auch nur 20 mm Außendurchmesser sein, wenn es lediglich um das konfektionierte Gf-Kabel geht.

    Zu den Empfehlungen "ohne Riffelung" der Anbieter: die hochgleitfähige Innenbeschichtung macht den Unterschied. Das kann durchaus dann auch ein Wellrohr sein. Mir ist kein Fall bekannt, wo ein UP verlegtes Wellrohr abgelehnt wurde.

  • Ich bin ebenfalls ein Fan davon, Leerrohre zu verlegen - und zwar möglichst in alle Zimmer. WLAN ist zwar prima, aber eine Netzwerkdose im Zimmer Gold wert. Wenn ihr den Flur renoviert, überlegt auch, ob ihr den Weg in die Zimmer vorbereiten wollt. Auch wenn das jetzt ein bisschen Aufwand und Dreck bedeutet, das ist immernoch leichter als nach der Renovierung.

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  • Ich bin ebenfalls ein Fan davon, Leerrohre zu verlegen - und zwar möglichst in alle Zimmer. WLAN ist zwar prima, aber eine Netzwerkdose im Zimmer Gold wert. Wenn ihr den Flur renoviert, überlegt auch, ob ihr den Weg in die Zimmer vorbereiten wollt. Auch wenn das jetzt ein bisschen Aufwand und Dreck bedeutet, das ist immernoch leichter als nach der Renovierung.

    Also Netzwerkdosen im OG und EG machen, Kabel über Leerrohre bereits verlegen. Also alles so bis zum Keller vorbereiten, mit dem Plan, dass der Router im Keller bleibt?! So dass wir dort nur noch den Router anschließen müssen, wenn es soweit ist...?

  • Also Netzwerkdosen im OG und EG machen, Kabel über Leerrohre bereits verlegen. Also alles so bis zum Keller vorbereiten, mit dem Plan, dass der Router im Keller bleibt?! So dass wir dort nur noch den Router anschließen müssen, wenn es soweit ist...?

    Wenn du schon Kabel legst dann den Tip den Router in der Mitte des Hauses. Das erspart dir später evtl. einen Repeater für die obere Etage. (Gerade bei einen Freund so umgesetzt.... jetzt ist er zufrieden auch mit dem wLan im ganzen Haus)

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  • Und dann einen Switch unter den Router stellen, wenn die Anzahl an abgehenden LAN-Kabeln die Portanzahl des Routers übersteigt? Schön ist das nicht.

    Wenn man Renovierungsmaßnahmen vornimmt, sollten in jedem Stock Access Points (kabelgebunden) und keine Repeater installiert werden. Auch wenn es bei FRITZ! Repeater genannt wird, kann man diese als APs betreiben und mit Adaptern bekommt man das auch als PoE hin, so erspart man sich die andernfalls notwendige Steckdose in der Nähe des Installationswortes.

  • Am besten sind AP immer noch an der Decke aufgehoben. Man sollte bedenken, dass Kühlschränke, Fernseher, Aquarium etc., aber auch Personen auf dem Sofa ein nicht unerheblicher Dämpfungsfaktor sind. Auch Geschossdecken aus Beton plus Fußbodenheizung (Wasser) sind ein erhebliches Hindernis. ;)

  • Keller ist IMHO ein guter Platz fuer das Glasfasermodem und/oder einen reinen (Glasfaser-)Router ohne WLAN (es sei denn Du brauchst im Keller regelmaessig WLAN). Oder auch fuer ein Netzwerkswitch zur Versorgung aller Etagen/Zimmer, aber halt nur wenn der Keller auch geeignet ist fuer Elektronik, ansonsten sollte da IMHO gar nichts hin, nur eine Glasfaserverlaengerung zu einem geeigneten trockenen Standort...

    Was APs angeht, ich stelle die gerne in Regale oder haenge die an die Wand so, dass ich ohne Leiter dran komme ;)

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  • Tja, was soll man hier eigentlich noch groß schreiben, haben ja fast alle die gleichen Ideen bzw. Vorschläge, wie ich sie auch habe.

    Also bei einer Renovierung des Treppenhauses als allererstes Lehrrohre/Kabelkanäle vorsehen (geeignete versteht sich), das ist das wichtigste. Und dabei eben auch gleich (wenn ggf. auch nicht sofort sondern erst in Zukunft) die Möglichkeiten einer strukturierten Verkabelung (sternförmig) auf Basis von >=CAT6A einplanen. Also um u.a. entspr. WLAN-APs in den verschiedenen Stockwerken/Räumen installieren zu können und ggf. auch noch weitere Datendosen.

    Wenn das KG (wegen Feuchtigkeit o.ä.) grundsätzlich nicht als Technik- oder Anschlussraum in Frage kommt, würde ich dort auch keinen Gf-TA installieren lassen (höchstens den HÜP, wobei jedoch bei EFHs mittlerweile HÜP und Gf-TA auch in einem kombiniert werden können, je nach ausbauendem FTTH-Netzbetreiber).
    Der Gf-TA sollte m.E. sowieso dort installiert werden (falls dies ohne weiteres möglich ist), wo man (ggf. auch erst später) Patchpanel, Ethernetswitch, Router usw. vorsehen kann/möchte (wo also 1. der Platz dafür da ist und 2. das optisch auch nicht stört).
    Jedenfalls würde ich (zumindest wenn ohne weiteres möglich) darauf achten, dass man keine größere Entfernung zwischen Gf-TA und vorgesehenem Router-Standort hat. Nicht aus technischen Gründen (das spielt bzgl. der Kabellängen zwischen Gf-TA und ONT bzw. zwischen ONT und Router eigentlich keine Rolle), sondern aufgrund max. Flexibilität (also so das zwischen separaten ONT und Router mit integriertem ONT verwenden jederzeit ohne weiteres gewechselt werden könnte).

    Dieser Installationsort für den Gf-TA, ONT und Router wäre dann auch der Ausgangspunkt für die sternförmige bzw. strukturierte Verkabelung. Ideal wäre, wenn dieser Ort funktechnisch möglichst zentral/mittig im Haus liegen würde (und nicht von Metall/Stahlbeton "abgeschirmt" wird), denn das spart ggf. einen WLAN-AP und/oder ggf. eine entspr. (separate) DECT-Basis ein (falls das Thema bzgl. Festnetztelefonie überhaupt interessant sein sollte).
    Wenn dieser Ort jedoch funktechnisch ungünstig liegt, auch nicht so schlimm .Dann eben mit mehreren WLAN-APs und ggf. separater DECT-Basis arbeiten (über die dann vorh. strukturierte Verkabelung).

  • Also bei einer Renovierung des Treppenhauses als allererstes Lehrrohre/Kabelkanäle vorsehen (geeignete versteht sich), das ist das wichtigste. Und dabei eben auch gleich (wenn ggf. auch nicht sofort sondern erst in Zukunft) die Möglichkeiten einer strukturierten Verkabelung (sternförmig) auf Basis von >=CAT6A einplanen. Also um u.a. entspr. WLAN-APs in den verschiedenen Stockwerken/Räumen installieren zu können und ggf. auch noch weitere Datendosen.

    Das ist zielführend, man geht ja erfahrungsgemäß die nächste 10 - 20 Jahre da nicht mehr ran.
    Allerdings solltest du Cat7 (bessere Schirmung) nehmen und die mit der Kabelstärke AWG 23. Um so kleiner dieser Wert, um so dicker die Kupfer-Adern. Die ist interessant bei PoE für entfernte Geräte. Man kann dann aus dem Keller heraus PoE zum Switch machen und dahinter auch noch einen AP oder Cam versorgen. Hilft ja dann für Stellen, an dem keine Stromversorgung ist.

    Wenn du nur einen Gf-TA bekommst und die den in den "feuchten" Keller packen ist es auch kein Problem, dann musst du die Glasfaser per Patchleitung zum trockenen ONT bringen. ;)

  • In der Praxis läuft es häufig sowieso auf CAT7 Installationskabel hinaus, da dies i.d.R. einfach das beste Preis-/Leistungsverhältnis bietet. Und ggf. auch gleich darauf achten (zusätzlich zur Aderndicke), dass es CU pur und nicht CCA ist (insb. i.V.m. POE).

    Aber rein von den technischen Daten her wäre CAT6A (nicht zu verwechseln mit CAT6a oder CAT6e, was aber wie CAT5 i.d.R. auch ausreichen würde falls es sich um bereits vorh. Kabel handelt) als S/FTP weiterhin mehr als ausreichend (auch bzgl. Schirmung), mehr braucht es auf absehbare Zeit eigentlich nicht (selbst CAT5 aka CAT5e dürfte in den meisten Fällen noch genügen, selbst für NBase-T bei <50m, nur würde man das bei einer Neuverlegung natürlich einfach nicht mehr verwenden).
    Und wäre CAT7 i.d.R. nicht kostengünstiger als CAT6A zu erhalten, würde ich auch eher zu CAT6A raten. Allgemein gilt hat der Ratschlag >=CAT6A, was dann genau hängt u.a. von Verfügbarkeit/Preis ab aber es muss keineswegs zwingend CAT7, CAT7A oder gar CAT8.x Kabel sein (insb. dann nicht, wenn sowieso Kabelkanäle verwendet werden).

    Viel wichtiger als die Frage ob CAT6A, CAT7, CAT7A, CAT8.1 oder gar CAT8.2 ist sowieso viel mehr die fachgerechte/saubere Verlegung (auch da gibt es u.a. Biegeradien zu beachten) und das fachgerechte/saubere anschließen bzw. auflegen an den Dosen bzw. Patchpanels. Fehler bei der Installation sorgen deutlich häufiger für Probleme (insb. dann i.V.m. NBase-T) als die Verwendung von CAT6A anstatt z.B. CAT7(A).


    Wenn du nur einen Gf-TA bekommst und die den in den "feuchten" Keller packen ist es auch kein Problem, dann musst du die Glasfaser per Patchleitung zum trockenen ONT bringen.

    Das ist natürlich kein Problem (bzw. sollte es nicht sein). Aber wenn man zuvor schon den entsprechenden Kabelkanal/Lehrrohr für die Strecke Hausdurchbruch bzw. HÜP zum Gf-TA vorbereitet/installiert, sollte es eigentlich auch kein Problem darstellen, wenn dann auch gleich der Gf-TA an passender Stelle installiert wird. Erst wenn sich da der ausführende Betrieb, der den Anschluss installiert, wirklich konsequent quer stellt, würde ich das dann so machen (und dann einfach selbst ein entsprechendes Glasfaserkabel vom Gf-TA zum ONT/Router verlegen).

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  • Ich würde auf jeden Fall Leerrohr verlegen, und Netzwerkkabel / Netrzwerkdosen überall dahin v erlegen, wo Du in Zukunft glaubst, Internetfähige Geräte betreiben zu wollen.

    Das Beste W-LAN ist immernoch ein Kabel. - Wo immer irgendwie möglich eine Kabel-Verbindung einem WLAN Signal vorziehen.

    Ich würde den Router dahin packen, wo auch Deine Netzwerk-Switch sich befindet. - In der Regel macht sowas im Keller weniger Sinn als im EG, oder je nachdem im OG.

    Ich selbst bekomme die Glasfaser im Keller, und habe vom Hausübergabepunkt im Keller ein LWL-Kabel zu uns in die Wohnung im EG verlkegt. Das Glasfaserkabel (LWL) geht bei mir direkt in die Fritzbox 5690 Pro. - Ich nutze den ONT des Anbieters nicht.

    Von der Fritzbox geht das Netzwerkkabel in einen 24 Port 2,5 Gigabit Switch, in meinem 19 Zoll Schrank. - In dem Schrank habe ich auch mein NAS stehhen, sowie in Patchfeld montiert, um die ganzen Netzwerkkabel dort aufzulegen.

    Vom Switch gehen die CAT7 Kabel dann in alle weiteren Zimmer der Wohnung. (Unterputz versteht sich, also unsichtbar, bis auf die Dose in der Wand.

    Aber jede Wohnung ist anders, und Jeder von uns hat ein bischen andere Vorstellungen, was jemandem wichtig ist. - Bei mir in der Umgebung gibt es einfach sehr viele W-LAN Netze. - Also versuche ich halt, alles, was irgendwie geht , über eine LAN-Kabelverbindung ins Netz zu bringen. - Klar, bei den Handys und Notebook ist das hinderlich, aber beim Rest der Hardware problemlos mögilch.