Fritz 5590 oder TP-Link VX800v?

  • Hallo miteinander,

    bin neu hier und erhoffe mir "Erhellung" ... Kurz zu mir: Ich bin Mitte 50, aus dem Raum Augsburg. Mit eher einfachen IT-Sachen kenn' ich mich durchaus aus (PC/Laptop-Hardware und -Komponenten sind mir nicht unbekannt). Bisher war ich immer in der Lage einen DSL-Router (meistens Fritz) selbst zu installieren und einfache Grundwerte im Browser-GUI selber einzustellen, aber ... jetzt bekommen wir demnächst einen GF-Anschluss und da wird's hardware-technisch ein bisschen unklar für mich, da ich über GF-Technik nur das Rudimentäre weiß.

    Vielleicht sind folgende Grundinfos hilfreich:
    • GF (GPON) ist bei uns im Ort verlegt, die Hausanschlüsse installiert, nächste Woche wird bei uns die GF-TA installiert (ohne ONT)
    • aus Kostengründen haben wir uns zunächst für einen 300 MBit-Tarif von o2 entschieden, wo wir bisher auch DSL hatten
    • wir benötigen also noch die nötige Hardware
    • "Maximalherausforderung": sehr selten müssen wenige Clients (Handys - unter 10) per WLAN gleichzeitig bedient werden
    (ja schon klar: bei einer 300 MBit-Leitung kann das mal eng werden - aber wie gesagt, kommt nicht oft vor)
    • kein Streaming, kein Gaming
    • da das Haus relativ groß ist, müssen wir mit Repeatern verstärken
    • ein PC wird über LAN angeschlossen
    • vorläufige Annahme: die für uns vermutlich einfachste Lösung wäre die Fritz 5590

    Nun jedoch zu meiner Frage:
    Ich bin auch noch auf den TP-Link VX800v gestoßen, der aktuell recht günstig für rund 130 € zu haben ist. Der Fritze kostet ca. 200 €, hat aber schon alles dabei (ONT), wäre daher für mich als Nicht-Techniker (vermutlich) relativ unkompliziert auch zu installieren. Bei dem Router von TP-Link dagegen ist das entsprechende SFP-GPON-Modul nicht im Lieferumfang und muss noch separat erworben werden. Aus der Diskussion hier "Welches G-PON Modul für TP Link VX800v" hab ich verstanden, dass es offenbar nicht so leicht ist, ein passendes Modul zu finden. Jedoch überfordert mich das meiste der dort geführten technischen Diskussion, in die dieser Thread ausgeartet ist. Der Thread-Opener und Fragesteller hatte sich ja dann auch nicht mehr gemeldet ... ;)

    Was für mich aus dieser zuvor verlinkten Diskussion hängen blieb, ist jedoch
    a) dass es für mich als relativ technischer Laie ziemlich schwierig ist, ein passendes SFP-Modul zu finden und
    b) dass die in dem Thread genannten Module alle auch so ab 50 € aufwärts kosten,
    c) dass ich somit mit dem TP-Router zusammen ja auch schon auf rund 180 € Anschaffung komme und folglich
    d) ich am Ende der Einfachheit halber dann doch lieber die Fritz nehme.

    Sehe ich das so richtig? Oder hab' ich einfach einiges nicht richtig kapiert? Ist der TP-Link vielleicht doch insgesamt die bessere Wahl?

    Ich hoffe, ihr habt Rat und Erleuchtung für einen Ratlosen wie mich :/.

    Seid gegrüßt
    Tom

  • Moin,

    vielleicht noch einfacher, du weißt, dass du keinen speziellen Glasfaser-Router benötigst? Welcher Router ist denn noch vorhanden?

    Aus Preisgründen o2 zu wählen klingt so herabwertend. Je nach Netz ist es schlichtweg der beste Anbieter, den man wählen kann.

    .

  • Ja, das einfachste wäre die Fritzbox 5590 Fiber, Fritzbox 5690 oder die Fritzbox 5690 Pro zu nehmen. Die Fritzbox 5690 hat den Vorteil daß diese ein 2,5 Gbit/s WAN/LAN Port und einen 2,5 Gbit/s LAN Port hat. Die anderen beiden haben nur einen 2,5 Gbit/s WAN/LAN Port. Die Fritzbox 5690 Pro hat allerdings das schnellste WLAN dank des zusätzlichen 6 GHz WLAN-Band.

    Bei TP-Link Routern habe ich noch nichts gelesen das es jemand schon erfolgreich mit einem SFP Glasfasermodem in Betrieb hat. Vielleicht hat es auch noch keiner mit den getestet.

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  • Hmm, das sollte bei den angepeilten 300 Mbit/s doch egal sein. Das schafft auch eine gebrauchte DSL-Fritz!Box für ein paar Euro. Dann ist man samt Glasfasermodem bei knapp 50 Euro.

  • Das Telekom Glasfasermodem 2 (ONT) gibt es neu für 39€ und schließt dort einfach deinen vorhandenen DSL-Router über LAN-Kabel an.

    Nutzt du die VPN-Funktionen der Fritzbox, @Tom ? Falls ja, dann lohnt sich auf jeden Fall eine neue Fritzbox weil die einfach leistungsstärker sind. Auch lohnt sich die Anschaffung einer neuen Fritzbox wenn dein jetziger Router keine Updates mehr bekommt.

    Einmal editiert, zuletzt von Marvin911 (6. Dezember 2025 um 19:34)

  • So weit ich mich an mindestens ein Posting hier im Forum erinnern kann, ist es bisher, trotz direktem Einschalten von TP-Link, nicht gelungen ein SFP-Modul (mit und/oder ohne Plus), bei einem Provider in D zum Funktionieren zu bringen.

    Ehrlicherweise gesagt, weiss ich auch nicht, ob der Router die GPON-Logik selbst bewerkstelligen möchte, das Modul also nur Licht in Strom/Spannung wandeln soll oder die GPON-Logik in Gänze im Modul erwartet wird.

    Stressfreier aber auch langweiliger ist die Verwendung der FRITZ!Box 5590, die alle drei (AON, GPON und XGS-PON) Technologien bedienen kann.

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  • Uiiiiiiihhhh, danke erst mal für euere ganzen Rückmeldungen, super 👏

    DLMttH
    Vorhanden ist noch eine 4040 an einer o2-Box.

    Aus Preisgründen o2 zu wählen klingt so herabwertend

    So hatte ich das nicht gemeint. Ich bin mit o2 hier voll zufrieden (immerhin auf dem Land). Außerdem bin ich seit fast 30 Jahren bei Viag Interkom - falls das jemand noch kennt ... ;) Aus "Kostengründen" heißt einfach "nur" den 300er-Tarif zu wählen und nicht für mehr Speed zu bezahlen.

    Marvin911 Nein, VPN wird Software-seitig gelöst. Wie gerade erwähnt, haben wir noch die 4040. Die ist ja nun doch auch schon in die Jahre gekommen. Der Gedanke war daher, mal wieder eine aktuelle FB zu installieren (oder eben eine sinnvolle Alternative), als All-in-one-Lösung. Die 5690 Pro ist für unseren Bedarf wahrscheinlich eine Nummer überdimensioniert und auch zu teuer. Muss nicht der Ferrari sein, der Audi tut's dann wohl auch.

    Oder sollte die 4040 etwa doch noch reichen? Dann wäre das Telekom GF-Modem 2 ja wirklich die kostengünstigste Lösung. Wir kriegen noch einen weiteren GF-Anschluss in einer anderen Wohneinheit. Da betreibe ich momentan die FB 7590. Da werde ich das so machen und lediglich das Telekom-Modem davor schalten.

    HubeBube and all:
    Das klingt ja schon ein wenig mysteriös bei dem TP-Link. Was soll denn das für eine tolle GF-Option sein, wenn man am Ende kein ONT-Modul dafür bekommt? Oder zumindest nicht erfährt, welche kompatibel sind. Macht man den Leuten den Mund wässrig und lässt sie dann mehr oder weniger im Regen stehen. So ein Blödsinn. Bitte nicht missverstehen: der Unmut ist nicht an dich bzw. euch anderen gerichtet.

    @all: Nochmal ganz herzlichen Dank für euere Infos und Hilfe, damit kann ich auf jeden Fall was anfangen. Und falls die 4040er nicht mehr ganz up-to-date ist, dann denke ich, wird's doch die 5590.

  • Sagen wir so, die technische Basis der 4040 ist sogar moderner als die der 7590, die zu behalten für dich selbstverständlich ist. Auch innerhalb des Modellkonzeptes ist sie nicht mehr in die Jahre gekommen als die 7590. Im Grunde haben beide zwei Mal einen Nachfolger bekommen.

    Beide Modelle werden auf dem aktuellen Stand gehalten und es ist nicht absehbar, wann das aufhört. Die 4040 rechnet schneller (modernere CPU), die 7590 hat besseres WLAN.

  • • "Maximalherausforderung": sehr selten müssen wenige Clients (Handys - unter 10) per WLAN gleichzeitig bedient werden
    (ja schon klar: bei einer 300 MBit-Leitung kann das mal eng werden - aber wie gesagt, kommt nicht oft vor)

    • kein Streaming, kein Gaming

    das wird doch mit 300 MBit/s überhaupt nicht eng, wie kommst du darauf?

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  • So hatte ich das nicht gemeint. Ich bin mit o2 hier voll zufrieden (immerhin auf dem Land). Außerdem bin ich seit fast 30 Jahren bei Viag Interkom - falls das jemand noch kennt ... ;)

    Oh ja, kenne ich gut und auch noch die Else in München.

    Das klingt ja schon ein wenig mysteriös bei dem TP-Link. Was soll denn das für eine tolle GF-Option sein, wenn man am Ende kein ONT-Modul dafür bekommt? Oder zumindest nicht erfährt, welche kompatibel sind. Macht man den Leuten den Mund wässrig und lässt sie dann mehr oder weniger im Regen stehen.

    Was sich TP-Link hierbei gedacht hat, entzieht sich meiner Kenntnis. Evtl. ja nur schlecht dokumentiert und/oder den Schwerpunkt auf AON gelegt. Da letzteres lediglich Ethernet over Fiber ist, benötigt man nicht die umfangreiche Logik wie bei xPON.

    Es ist schon verwunderlich, dass etliche Provider hier beschrieben sind: https://www.tp-link.com/de/support/faq/3868/ Schaut man jedoch in die Anleitungen von m-net oder Deutsche Giganetz, so findet man ausschließlich den Betrieb hinter dem Provider-ONT/an der RJ-45 Schnittstelle.

    Nachtrag:

    Für AON sollte dieses Modul geeignet sein: https://www.tp-link.com/de/service-pro…m321b/#overview

    Ein GPON-Modul ist ebenfalls erhältlich: https://www.tp-link.com/us/service-pro…xm60a/#overview

    Einmal editiert, zuletzt von HubeBube (7. Dezember 2025 um 09:07)

  • Also mit deinen WLAN-Anforderungen würde ich klar eine 5690 Pro nehmen. Die hat noch ein drittes 6 Ghz Band, während die meisten anderen Fritzboxen, also auch 5590, 5690 nur zwei haben.

    Habe selbst einige Stück von den 5690 Pro und bin zufrieden. Würde nichts anderes nehmen für Gf. Die ordentlichen Prozessoren drin können später auch problemlos 1G/1G leiten, die DSL-Fritzboxen bekommen ab ~500 Mbit so ihre Probleme mit den MIPS32-Prozessoren.

    1000/500 Mbit, Deutsche Glasfaser, GPON-SFP-Modul, Fritzbox 5690 Pro

  • Falsch, sowohl 7590 und neuer und die neueren 4030, 7530 etc. routen mühelos Gigabit.

    5690 Pro mit 300er Tarif ist wie Bugatti im verkehrsberuhigten Bereich, in vielerlei Hinsicht.

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  • Nein deine Aussagen sind falsch. ^^

    Die 7590 und 7530 bekommen Probleme beim Gigabit. 4030 kenne ich mich nicht aus, ist ein Router ohne jegliches Modem, wie die 4060.

    Er könnte später ja auf 500 und mehr wechseln. Dann braucht er sich keine neue kaufe. Erst ab XGS-GPON bräuchte er eventuell was neues.

    1000/500 Mbit, Deutsche Glasfaser, GPON-SFP-Modul, Fritzbox 5690 Pro

  • Die 7590 und 7530 bekommen Probleme beim Gigabit.

    Quelle?

    Die Modelle, die bei 650 Mbit/s ins schwitzen kommen, sind 7490 und Vergleichbare. Also 7560, 7362 SL und so. Noch älter gibt's ein Limit um 200-300 Mbit/s, das gilt zum Beispiel für die 7390, also heute komplett irrelevant.

  • Also mit deinen WLAN-Anforderungen würde ich klar eine 5690 Pro nehmen.

    Und ich würde klar von der 5690 Pro abraten und die 5590 empfehlen, aus bekannten Gründen…

    Und das WLAN der 5590 ist hervorragend (wobei das des TP-Link VX800v angeblich auch). Das 6GHz-Band wird m.E. eh überbewertet…

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  • Die 5590 ist doch auch nicht sonderlich gut. Weil sie 200 EUR statt 290 EUR kostet, kann sie aber dennoch ein guter Kauf und P/L-Sieger sein.

    Nehmen wir an man kauft die, kauft dann das XGS-GPON-Modul und hat tatsächlich dann die 10G. Dann bekommst du die aber von dem SFP-Modul nicht ins LAN gebracht. Man braucht Fritzboxen, die XGS-GPON 10G/10G können und dann auch den entsprechenden LAN-Switch zu 10G können, am besten ebenfalls per Gf.

    Das kann keine der bisherigen Fritzboxen. Daher die 5690 Pro, von den bisherigen Anschlüssen kann die alles am besten und für mehr braucht es zukünftige Router und Fritzboxen.

    1000/500 Mbit, Deutsche Glasfaser, GPON-SFP-Modul, Fritzbox 5690 Pro

  • Haengt vom ISP ab und vom gebuchten Tarif, bei der DG ist auch bei XGSPON bei 1000/500 Schluss, und bei der Telekom bei 2000/1000 da braucht es auch im Heimnetz auch keine 10 Gbps Technik, 2G5BASE-T reicht aus....

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  • Haengt vom ISP ab und vom gebuchten Tarif, bei der DG ist auch bei XGSPON bei 1000/500 Schluss, und bei der Telekom bei 2000/1000 da braucht es auch im Heimnetz auch keine 10 Gbps Technik, 2G5BASE-T reicht aus....

    Also ich habe erst vor kurzem den zweiten Anschluss abgeschlossen bei der DG und da ist nichts mit XGS-GPON. Wo könnte man sowas buchen oder sich dazu informieren? Gehe davon aus, dass mit XGS-GPON 8G effektiv möglich sind, deutlich unter den 10G.

    1000/500 Mbit, Deutsche Glasfaser, GPON-SFP-Modul, Fritzbox 5690 Pro