Telekom verdient nicht genug Geld mit Glasfaser-Internet

  • Interessant ist aber zu lesen, das die Take Up Rate bei Glasfaseranschlüssen der Telekom um 2 Prozentpunkte angestiegen ist: von 14 auf 16%...

    Die Mitbewerber liegen bei dem Doppelten des höheren Wertes.

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  • Auf der anderen Seite zwingt die Telekom ja niemand zum Gf-Ausbau, sondern sie macht das aus eigenen Stücken, um auch etwas vom Kuchen abzubekommen. Die (teils rhetorische) Frage muss man sich stellen: warum agiert hier die Telekom anders als alle Mitbewerber?

  • Weil nur die Telekom sich das leisten kann, und auch bei der Telekom ist der Wunsch natuerlich Anschluesse zu aktivieren... (d.h. ich vermute auch die Telekom verliert die Bereitschaft etwas sich das zu leisten)... aber homes passed kostet etwa 50% von home activated, daher belaesst es die Telekom halt auch oft bei home passed um nicht noch weiter in Vorlage zu gehen ohne Aussicht auf Umsatz.

    Das ist natuerlich alles nur Spekulation...

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  • aber homes passed kostet etwa 50% von home activated, daher belaesst es die Telekom halt auch oft bei home passed um nicht noch weiter in Vorlage zu gehen ohne Aussicht auf Umsatz.

    Das ist der Vorwurf von VATM&Co, dass die Telekom bevorzugt nur Homes Passed ausbaut.

    Wobei das reale Verhalten der Telekom nicht wirklich dazu passt. 2022/2023 gab es bei der Telekom z.B. Anschlüsse während der Vorvermarktung auch dann kostenlos wenn man keinen Tarif buchte. Auch in EFH, auch bei eigenwirtschaftlichem Ausbau. Warum sollte die Telekom das machen wenn sie eigentlich nur Homes Passed ausbauen will?

    Seit Anfang 2024 gibt es bei der Telekom Anschlüsse mit Tarifbuchung kostenlos - auch wenn Vorvermarktung und Ausbau seit Jahren abgeschlossen sind. Warum sollte die Telekom das machen wenn sie angeblich auch damit zufrieden ist wenn sie mit Homes Passed das Handtuch geworfen hat?

    Wie du schon sagtest: die Telekom hat zwar weniger Druck dass die Kunden direkt wechseln, weil sie ja auch Geld verdient wenn die Kunden noch DSL nutzen. Aber letztlich will sie ihren Investoren ja auch zeigen dass die neuen Netze genutzt werden. Und es wird für die Telekom vermutlich auch günstiger und profitabler je mehr Kunden wechseln.

    Spannend finde ich dass 2024 die Telekom erstmals(?) die Wettbewerber beim Verhältnis "reale neue Anschlüsse" zu "Ausbau Homes Passed" deutlich übertroffen hat - zumindest nach den Zahlen des VATM selbst.

    Wenn ich in der Marktstudie auf Seite 22 den Zuwachs von Homes Passed mit dem Zuwachs an tatsächlich realisierten Anschlüssen (Homes Connected+Homes Activated) vergleiche, von Ende 2023 zu Ende 2024, dann hat die Telekom pro 100 neuen Homes Passed 38 reale neue Anschlüsse gebaut, die Wettbewerber 20.

    Das heißt in beiden Fällen natürlich nicht dass die realisierten neuen Anschlüsse nur in den neuen Homes Passed-Gebieten gebaut wurden. Aber für das Verhältnis des Aufwandes, den man in neue "Homes Passed"-Gebiete steckt zum Aufwand den man in reale Anschlüsse steckt ist das nicht relevant.

    Für die erwarteten Werte für 2025 nimmt man beim VATM an, dass man wieder etwas besser da stehen wird (33% vs 28% bei der Telekom), das liegt aber hauptsächlich daran dass sie prognostizieren dass der Homes Passed-Ausbau der Wettbewerber um 40% zurück geht. Mal sehen was am Ende heraus kommt.

  • Das ist der Vorwurf von VATM&Co, dass die Telekom bevorzugt nur Homes Passed ausbaut.

    Was Gruetze ist, die Telekom will nicht bei homes passed stehen bleiben und hofft auf hoehere TakeUp Raten... macht die aber halt nicht immer zur Vorbedingung fuer den Ausbau (sicher auch um bestimmte Gebiete nicht an Mitbewerber zu verlieren). Das sehen wir aehnlich, oder?

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  • Was Gruetze ist, die Telekom will nicht bei homes passed stehen bleiben und hofft auf hoehere TakeUp Raten... macht die aber halt nicht immer zur Vorbedingung fuer den Ausbau (sicher auch um bestimmte Gebiete nicht an Mitbewerber zu verlieren). Das sehen wir aehnlich, oder?

    Ja, genau. :)

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  • Ich kann den Frust der Telekom verstehen, die meisten Bürger haben kein Interesse an Glasfaser.

    Bei uns wurde von EON ausgebaut und die Quote wurde nur mit Mühe und Not erreicht. Die Mehrheit hat sich nicht anschließen lassen, trotz der Vorteile die Glasfaser bietet, selbst junge Leute haben verzichtet.

    Hauptargumente waren, brauche ich nicht mein VDSL100 Anschluss ist schnell genug. Gefolgt von, ich möchte nicht das auf meinem Grundstück gegraben wird, ich im Haus neue Kabel verlegen und den Router evtl. austauschen muss. Es wir oftmals einfach der Aufwand gescheut.

    Diskussionen waren in den meisten Fällen völlig sinnlos, die Leute waren nicht zu überzeugen, leider. Das Ausbauziel der Politik ist nicht erreichbar, auch weil die Bürger nicht wollen.

    Und nein, an den Preisen liegt es nicht. Bei der Telekom selbst sind GF Anschlüsse mittlerweile günstiger als DSL Anschlüsse.

    Mfg Sandalenmacher

  • Ich habe 150 Mbit über Telekom-Glasfaser, weil es letztlich dasselbe kostet wie 100 Mbit VDSL. Wenn es mal richtig schnell gehen soll, spielt das 5G-Handy Hotspot und der PC lädt darüber mit 300-500 Mbit.

    Fazit: Geschwindigkeit ist kein Argument für eine deutsche Glasfaser.

    Wenn die Pensionsfonds zu gierig werden sollten, steht hier eben irgendwann ein 5G-Router. Da scheue ich bisher nur die Anschaffungskosten.

  • VDSL 100 kostet etwas über 20 Euro monatlich je nach Angebot..

    5G bei Provider 1 schafft hier gerade 32 Mbit/s, bei Provider 2 ist die Antenne kaputt, also Einwahl über weiter entfernten Standort mit einem Balken 4G, 2 Mbit/s down und 140 kbit/s Up ;(

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  • Fazit: Geschwindigkeit ist kein Argument für eine deutsche Glasfaser.

    Das geht solange Du in Deiner Funkzelle der einzige bist der auf diese Idee kommt...

    Ansonsten sehe ich das Problem, dass die Mobilfunknetze fuer die Last ausgelegt sind welche Mobil transferiert wird (2024 ca. 9.6 EB) und eher nicht in der Lage sind zusaetzlich die Last des Festnetzes (2024 149 EB) mit zu schultern.

  • Tja, 5G ist ja letztlich auch eine auf Glasfaser beruhende Technologie und damit verhält es sich wie mit (Telekom-)Glasfaseranschlüssen: Die meisten Haushalte haben (noch) keinen. Bevor der Tiefbau durch war, war hier auch mit 5G nicht viel los.

    VDSL 100 kostet etwas über 20 Euro monatlich je nach Angebot..

    Ich habe keinen VDSL-Modemrouter - die sind mir auch zu teuer.

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  • Ich glaube das jeder, der einmal in die missliche Lage gekommen ist dort zu wohnen, wo plötzlich nur noch Mobilfunk verfügbar ist, weiss wovon pufferueberlauf spricht.

    Alle Mobiledevices mit LTE/5G Möglichkeit benutzen diese dann auch und eben nicht das heimische WLAN. Da gerade im ländlichen Bereich die Funkzellen größer zugeschnitten sind als in der Stadt, sind diese in windeseile überbucht und faktisch ist der Mobilfunk nicht mehr nutzbar. Da nutzt auch der Gf-Anschluss des Mobilfunkmastes nichts mehr, wenn es Stau in der Luftschnittstelle gibt.