Servus und Hallo!
3 Jahre nach meinem Abschluss des Vertrages mit der Deutschen Glasfaser sind die Baumaßnahmen endlich abgeschlossen. Hier und da werden vereinzelt noch Nachzügler angeschlossen, aber sonst ist laut Baupartner für alle Kunden das Netz fertig verlegt bis ins Wohnzimmer seit ungefähr 3 Monaten. Nach nachfrage meinerseits hieß es immer, der Hauptverteiler; Pop wäre noch nicht fertiggestellt. Der letzte Kontakt mit der DG vor einigen Tagen sagte mir aber jetzt, dass sich der Pop wohl in der Testphase befindet, und man schleunigst alle Kunden Freischalten wolle, schließlich ginge es hier ja auch um Geld.
Natürlich sind die Gegebenheiten in jeder Stadt/Dorf anders, und man weiß nie, ob bei der Testphase alles glattläuft, aber; hat jemand Erfahrungen damit, wie Lange so eine Testphase dauert?
Noch eine Frage, die mich Interessiert, und ich keine klare Antwort darauf bekommen habe... Laut der DG hängen am Hauptverteiler 384 Haushalte/ONT´s. Ich zähle hier aber deutlich mehr als 12 Straßenkabinen/Verteiler, eher in Richtung 20-24 Stück. Kann man dann von einem 16er Split des GPON ausgehen?
Region 69.... Pop Testphase - Deutsche Glasfaser
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Die Straßenverteiler werden in der Regel so dimensioniert dass alle Haushalte darin Platz hätten, die 384 ONTs am HVT beziehen sich ja auf die aktiven Anschlüsse. In dieser Zahl fehlen ja noch alle theoretisch möglichen (nicht angeschlossenen) Gebäude / Wohnungen.
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eine Frage, die mich Interessiert, und ich keine klare Antwort darauf bekommen habe... Laut der DG hängen am Hauptverteiler 384 Haushalte/ONT´s. Ich zähle hier aber deutlich mehr als 12 Straßenkabinen/Verteiler, eher in Richtung 20-24 Stück. Kann man dann von einem 16er Split des GPON ausgehen?
DG arbeitet mit einem 1:64 Split.
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Der Splitter ist bei DG im PoP verortet und NICHT in den Street Cabinets/Distribution Points wie bei anderen ausbauenden Providern (z.B. Deutsche Telekom)! Bis zum PoP hat jeder Teilnehmer eine eigene Faser, es ist also quasi eine AON-Topologie über die GPON realisiert wird.
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Bis zum PoP hat jeder Teilnehmer eine eigene Faser, es ist also quasi eine AON-Topologie über die GPON realisiert wird.
Die präzisiere Nomenklatur wäre: es wird eine PtP Infrastruktur gebaut, die im PoP per PON beschaltet/betrieben wird.
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Die präzisiere Nomenklatur wäre: es wird eine PtP Infrastruktur gebaut, die im PoP per PON beschaltet/betrieben wird.
Gut zu wissen - danke. Und ist diese Bauweise „besser“ als das klassische Telekom Gpon Verfahren? Habe heute auch eine Email der DG zur Aktivierung erhalten. Der Bauparnter melde sich bei mir. Es scheint endlich greifbar Nah zu sein!
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Die PtP Netzstruktur ist flexibler als Point-to-Multipoint mit Splittern draussen im Feld, aber auch etwas teurer und hat etwas mehr Platzbedarf. Fuer die Telekom mit ihren existierenden Vermittlungsstellen fuer Kupfer und analoge Waehltechnik sollte der Platz da sein, andere ISP ohne existierende grosszuegige Vermittlungsstellen haben da groessere Probleme. Was ein PtP Netz ermoeglicht, ist dass konkurrierende ISP unbeleuchtete Fasern mieten koennen und mit eigener Technik betreiben. Das ist aber gar nicht so sehr im Interesse ausbauender ISPs, die Verkaufen meist lieber Bitstromzugang zu hoeherem Preis. Aber es ist unklar wieviele ISP so etwas in der BRD wuerden mieten wollen. In der Schweiz ist das FTTH Netz groesstenteils in PtP Struktur und da gibt es bereits einige Beteiber eigener Technik auf SwissCom-verlegten Fasern, wie salt.ch (eigenes XGSPON) oder Init7 (eigenes AON , mit 1, 10 oder 25 Gbps).
Und PtP hat niedrigere Daempfung als PtMP, was sich aber sofort relativiert wenn in der Betriebsstelle ein Splitter fuer PON verbaut wird, Splitter haben mit die hoechste Daempfung in ueblichen PONs. Aber ein kompetent geplantes und gebautes PtMP Netz duerfte ausreichend Reserven haben so, dass das kein Nachteil fuer die Endkunden sein muss.
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Fuer die Telekom mit ihren existierenden Vermittlungsstellen fuer Kupfer und analoge Waehltechnik sollte der Platz da sein, andere ISP ohne existierende grosszuegige Vermittlungsstellen haben da groessere Probleme.
Bei der Telekom zählt seit vielen Jahren nur so Effizient und Kostensparend zu bauen wie irgend möglich und ein reines PtP Netz wäre nunmal beides nicht.
Ausserdem muss man bedenken das in Ländlichen Gebieten die Vermittlungsstellen viele Kilometer auseinander sind. Das würde die Kosten nochmal vervielfachen. -
Bei der Telekom zählt seit vielen Jahren nur so Effizient und Kostensparend zu bauen wie irgend möglich und ein reines PtP Netz wäre nunmal beides nicht.
Geschaetzt kostet ein PtP Netz 10-20% mehr (1), das ist nicht nichts, aber auch kein unueberwindbares Hindernis. IMHO ist der wichtigere Punkt, dass man bei der Netzbauweise der Telekom deutlich mehr Kontrolle ueber das Netz behaelt, Fasern die man gar nicht verlegt hat kann man, selbst unter Zwang, nicht an Mitbewerber vermieten. (2)
Ausserdem muss man bedenken das in Ländlichen Gebieten die Vermittlungsstellen viele Kilometer auseinander sind. Das würde die Kosten nochmal vervielfachen.
Jain, auch da duerfte der eigentliche Tiefbau den Loewenanteil der Kosten ausmachen, und nicht die Zahl der Fasern... es gibt Kabel mit 12mm Durchmesser mit mehr als 800 Einzelfasern...
D.h. ja PtP ist teurer als PtMP, nein "vervielfach" IMHO nur dann wenn wir auch einen Faktor von 1.2 als Vervielfachung gelten lassen (mathematisch korrekt, aber bin nicht sicher ob Du das gemeint hast.)
(1) Basierend auf den Schaetzungen zur Schweizer Hochbreitbandstrategie, bei der es darum geht die bisher eigenwirtschaftlich nicht rentabel auszubauenden Anschluesse zu verglasen, also aehnlich zu Deinem Szenario.
(2) Es ist ziemlich klar, dass mit der heutigen Einstellung so etwas wie das alte PtP Kupferdoppeladernetz nicht mehr gebaut werden wuerde, aus IMHO kurzfristig gedachtem Profitstreben.
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Die PtP Netzstruktur ist flexibler als Point-to-Multipoint mit Splittern draussen im Feld, aber auch etwas teurer und hat etwas mehr Platzbedarf. Fuer die Telekom mit ihren existierenden Vermittlungsstellen fuer Kupfer und analoge Waehltechnik sollte der Platz da sein, andere ISP ohne existierende grosszuegige Vermittlungsstellen haben da groessere Probleme.
Auch für die Telekom ist das ein Thema, denn das Grundstück der bisherigen Vermittlungsstelle hier will sie für Wohnungsbau verkaufen, ob sie es verkauft hat weiß ich nicht, das Angebot ist nicht mehr online. In der Ausschreibung stand noch drin, dass in den zu errichtenden Gebäuden Platz für einen Technikcontainer der Telekom vorgesehen werden muss.
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Ja, das zeigt letzlich sehr schoen, dass die alten Vermittlungsstellen fuer den bedarf eines einzelnen ISPs mit PtMP Netz massiv ueberdimensioniert sind, was andeutet, dass meine theoretische Idee funktionieren wuerde... wenn denn eine Pflicht zur PtP Netzstruktur existierten wuerde. Das ist allerdings bei uns, zumindest bei der aktuellen Ausbauaktion, komplett utopisch...
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Wenn die Strecke bis zum HVT wirklich lange ist, könnte man alternative ja Pops aufstellen zwecks ODF.
Das muss je nach Ortsgröße nicht mal ein gemauerter sein sondern 1-2 MFG reichen da auch.
Man müsste rechtlich halt vorgeben das pro PoP eine Mindestanzahl an Teilnehmer abnehmbar sein muss. -
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Wird die Faser eigentlich erst beleuchtet/freigegeben, sobald der Techniker kommt, oder ist sie normalerweise schon vorher aktiviert? Bei mir fehlt noch die Uplink LED. Laut DG sollte sich jemand von der Baufirma in "bis zu 4 Tagen" melden, zum Aktivieren. Der 4. Tag wäre heute gewesen, und ich dachte, es wäre möglich den Anschluss schon vorher zu Nutzen. Mir wurde erst der Fibertwist für Glas zur Fritzbox installiert, nach mehreren Wochen dann doch der ONT mit Lan zu WAN. Ich sollte erstmal so aktivieren, und danach könne ich Wechseln. Das Glas zur Fritzbox ONT haben sie da gelassen. Ist es möglich, dass nur der ONT mit Glasfaser zur Fritzbox mittels S/N "freigeschaltet" ist, und ich über diesen einen Uplink bekomme?
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Üblicherweise wird der ONT durch den Techniker bei dir vor Ort provisioniert. In einer GPON-Topologie muss das Endgerät zwingend dem Provider bekannt sein, bevor der Teilnehmer Internetaccess erhält. Sprich: ohne Aktivierung passiert nichts!
Welche LED leuchtet oder blinkt in welcher Farbe, wenn Du den ONT mit dem Gf-TA verbindest und den ONT mit Strom versorgt?
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Wenn die Strecke bis zum HVT wirklich lange ist, könnte man alternative ja Pops aufstellen zwecks ODF.
Das muss je nach Ortsgröße nicht mal ein gemauerter sein sondern 1-2 MFG reichen da auch.
Man müsste rechtlich halt vorgeben das pro PoP eine Mindestanzahl an Teilnehmer abnehmbar sein muss.Mit GPON/XGS-PON G.984.7 Long Reach kann die max. Entfernung ONT <-> PoP von 20 km auf 60 km (mit Differenz von max. 40 km bei Mischbetrieb mit kürzeren Strecken) erhöht werden. Unterstützung von Long Reach wird auch in DE von vielen ISPs vorausgesetzt, also damit lässt wohl schon ein recht weitläufiges Netz aufbauen. Selbst in den ländlicheren Gegenden, zumal die max. Entfernung von einem Haus zum nächsten in der BRD höchstens 6,3 km beträgt. Und in 99 % der Fälle auch nur 1,5 km (https://www.faz.net/aktuell/wirtsc…t-16353624.html).
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Mir gings bei meiner Aussage um den Bau eines PtP Netzes und nicht um den Betreib mit einer bestimmten Technologie.
Falls man es scheut bei einer großen Strecke viele PtP Fasern zu legen. -
Mir gings bei meiner Aussage um den Bau eines PtP Netzes und nicht um den Betreib mit einer bestimmten Technologie.
Falls man es scheut bei einer großen Strecke viele PtP Fasern zu legen.Ach so, verstehe, damit die Aktivtechnik näher an den PtP-Fasern liegt ... ja stimmt.
Doch wenn man ab dem PoP die PtP-Fasern für GPON nutzt - kann bestimmt auch günstiger sein als ein Haufen Aktivtechnik im Feld. -
Üblicherweise wird der ONT durch den Techniker bei dir vor Ort provisioniert. In einer GPON-Topologie muss das Endgerät zwingend dem Provider bekannt sein, bevor der Teilnehmer Internetaccess erhält. Sprich: ohne Aktivierung passiert nichts!
Welche LED leuchtet oder blinkt in welcher Farbe, wenn Du den ONT mit dem Gf-TA verbindest und den ONT mit Strom versorgt?
Hallo, dieser Fibertwist wurde mir am Tag des Hausanschlusses installiert. Ich erinnere mich Wage, am Telefon zumindest meine S/N oder MAC der Frirtzbox durchgegeben zu haben. Vielleicht auch die des Fibertwists.
Nach 4-5 Wochen kam ein weiterer Techniker und ersetzte den Fibertwist durch diesen ONT, bei der Leider nur die Power LED Grün leuchtet.
Laut dem Techniker (so viel wie ich verstanden habe..) und der DG Hotline soll ich diesen zum Aktivieren nutzen, und kann danach wieder zum Fibertwist mit Glas zur Fritze wechseln, was ich auch tun möchte.
Bei jedem Anruf der Baufirma sagte man mir, dass mein Anschluss aktiviert wird. Da könnte die Kommunikation besser sein, man freut sich jedes mal wie Bolle und am Ende wird nur wieder der ONT gewechselt oder so..

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Da wird es wohl bei dir noch dauern bis Du den Anschluss nutzen kannst. Da ist irgendwo auf der Strecke zwischen ONT und OLT das Glasfaserkabel nicht konnektiert oder gebrochen.
Siehe die Beschreibung der LED Stati hier: https://www.manualslib.de/manual/453829/…?page=25#manual
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Hat die Deutsche Glasfaser eigentlich ihr eigenes Backbone? Ich erinnere mich, dass die DG hier bei uns eine eigene Trasse gegraben hat, diese ging über 2-3 Ortschaften. Ich frage deshalb, weil ich mit Vodafone ganz miese Erfahrungen gemacht habe, sei es das Lokale Segment, oder die Knotenpunkte, die Abends überlastet sind/waren. Ein roter Techniker teilte mir mit, dass die DG kein eigenes Backbone hätte und oft mit Vodafone zusammenarbeite... was ich für Schwachsinn halte, da auf PeeringDB mit AS60294/AS8899/AS42652 (inexio) ein Backbone zu bestehen scheint.
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