Kooperation Deutsche Glasfaser und 1&1

  • Nicht PPPoE an sich ist das Problem, sondern die von 1&1 immer noch praktizierte Zwangstrennung nach 24h (mit Wechsel der IP-Adresse und des IPv6-Prefixes). Es gibt immer noch Router, z.B. von Unifi, bei denen man die Zwangstrennung nicht in ein bestimmtes Zeitfenster legen kann, da muss mann dann entweder initial die Verbindung mitten in der Nacht manuell herstellen oder sich mit irgendwelchen Cron-Job-Krücken behelfen, die zumindest bei Unifi nicht einen Reboot überstehen.

    Laut 1&1 einziger Grund für die Zwangstrennung ist die Möglichkeit zur Abschaltung des Vertrags am Vertragsende - die meisten Vordienstleister (auch die DG) lassen nämlich die Leitung bwz. Faser nach Vertragsende aktiv und es gibt technisch keine Möglichkeit, eine bestehende PPPoE Radius-seitig zu trennen. Der Kunde könnte seinen Vertrag somit bis zu einem Reboot des Routers weiter nutzen. Daher wird die Radius-Session halt auf 24h begrenzt, nur für den einzigen Fall, dass der Vertrag enden könnte.

  • Laut 1&1 einziger Grund für die Zwangstrennung ist die Möglichkeit zur Abschaltung des Vertrags am Vertragsende - die meisten Vordienstleister (auch die DG) lassen nämlich die Leitung bwz. Faser nach Vertragsende aktiv und es gibt technisch keine Möglichkeit, eine bestehende PPPoE Radius-seitig zu trennen. Der Kunde könnte seinen Vertrag somit bis zu einem Reboot des Routers weiter nutzen. Daher wird die Radius-Session halt auf 24h begrenzt, nur für den einzigen Fall, dass der Vertrag enden könnte.

    Interessant, hast Du da eine Referenz zu oder war das aus persoenlichen Diskussionen?

  • sondern die von 1&1 immer noch praktizierte Zwangstrennung nach 24h (mit Wechsel der IP-Adresse und des IPv6-Prefixes).

    Ja, sicherlich auch nicht schön. Aber das ist etwas, was mich tatsächlich relativ wenig stört. Die bisher von mir verwendeten Router (BOSS basiert von bintec, OpenWRT basiert, MikroTik (über den Scheduler) und natürlich auch FRITZ!OS) hatten auch keine Probleme die Trennung in einen definierten Zeitraum zu legen.

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  • Es gibt immer noch Router, z.B. von Unifi, bei denen man die Zwangstrennung nicht in ein bestimmtes Zeitfenster legen kann, da muss mann dann entweder initial die Verbindung mitten in der Nacht manuell herstellen oder sich mit irgendwelchen Cron-Job-Krücken behelfen, die zumindest bei Unifi nicht einen Reboot überstehen.

    Das mit Unifi ist so nicht ganz zutreffend. Ja Unifi hat so etwas nicht in seiner Oberfläche, schließlich ist es ein Router, der weltweit vertrieben wird und nicht auf diese Deutsche Sonderlocke eingeht. Aber Cron-Jobs sind bei Debian (UnifiOS seit Version 3, jetzt 5) kein Gefrickel, sondern Standard.

    Und außerdem haben bisher alle meine Cron-Jobs die verschiedene Firmware Versionen überstanden und wenn ich Backup eingespielt habe, waren sie auch wieder da.

    Ja, sicherlich auch nicht schön. Aber das ist etwas, was mich tatsächlich relativ wenig stört. Die bisher von mir verwendeten Router (BOSS basiert von bintec, OpenWRT basiert, MikroTik (über den Scheduler) und natürlich auch FRITZ!OS) hatten auch keine Probleme die Trennung in einen definierten Zeitraum zu legen.

    Bei öffentliche IPv4 sicher unproblematisch, aber wechselnde Prefix bei IPv6 vom Router sind schon blöd, dann ziehen sich danach auch die ganzen VLAN auch neue Prefix für ihre Netze. Und IPv6 aus VLANs heraus lassen sich mit Boardmittel bei keinem mir bekannten Router dynamisch nach außen aktualisieren.

  • Meiner Erfahrung nach erhält man als Neukunde bei 1und1 i.d.R. DSlite (mag vereinzelt vielleicht auch Ausnahmen geben), wenn der Anschluss über L2BSA realisiert wird (wobei ich aber bei DG als Vorleister jetzt mal prinzipiell davon ausgehen würde)*. Ausnahme sind dagegen lediglich 1und1-Anschlüsse auf Basis Telekom-Wholesale (letztlich nur umgelabelte Telekom-Anschlüsse inkl. deren Peering-Policy, verständlicherweise aber nicht bei Vorleister DG verfügbar).

    Weitere Ausnahme sind 1und1 Bestandskunden, die zuvor bereits DualStack hatten (entweder historisch oder weil sie sich irgendwann einmal umstellen lassen hatten), die behalten das i.d.R, auch wenn man von xDSL auf FTTH wechselt.

    Aber auch als Neukunde soll es ja laut Berichten nach wie vor kein größeres Problem darstellen, sich bei Bedarf wieder DualStack schalten zu lassen. Ich habe das aber schon seit 2 Jahren nicht mehr veranlasst bzw. nachgefragt (bzw. das letzte mal als es noch das 1und1 Kundenforum gab).

    Letztlich (in meinen Augen) ein großer Vorteil von 1und1 bei DG FTTH-Anschlüssen, i.d.R. ordentlich funktionierendes IPv6 und bei IPv4 trotz DSlite von außen erreichbar (dank PCP). Und bei Bedarf kann man sich wohl immer noch relativ problemlos auf DualStack umstellen lassen. Einziger Wermutstropfen ist ggf., das bei 1und1 auch mit DG als Vorleister auf PPPoE gesetzt wird…


    *)
    Oder greift 1und1 bei der DG als Vorleister auf L3-BSA zurück?

    Daraus das die DG DHCP verwendet und 1und1 PPPoE muss es meiner Meinung nach ja Layer-2 BSA sein, sonst müsste die DG als Layer1 und 2 Provider ja einen eigenen PPPoE-Concentrator betreiben.

  • Nicht PPPoE an sich ist das Problem, sondern die von 1&1 immer noch praktizierte Zwangstrennung nach 24h (mit Wechsel der IP-Adresse und des IPv6-Prefixes). Es gibt immer noch Router, z.B. von Unifi, bei denen man die Zwangstrennung nicht in ein bestimmtes Zeitfenster legen kann, da muss mann dann entweder initial die Verbindung mitten in der Nacht manuell herstellen oder sich mit irgendwelchen Cron-Job-Krücken behelfen, die zumindest bei Unifi nicht einen Reboot überstehen.

    Laut 1&1 einziger Grund für die Zwangstrennung ist die Möglichkeit zur Abschaltung des Vertrags am Vertragsende - die meisten Vordienstleister (auch die DG) lassen nämlich die Leitung bwz. Faser nach Vertragsende aktiv und es gibt technisch keine Möglichkeit, eine bestehende PPPoE Radius-seitig zu trennen. Der Kunde könnte seinen Vertrag somit bis zu einem Reboot des Routers weiter nutzen. Daher wird die Radius-Session halt auf 24h begrenzt, nur für den einzigen Fall, dass der Vertrag enden könnte.

    Naja 1und1 betreibt ja Layer-2 BSA und nutzt somit ihre eigenen BNGs, somit wäre ja möglich die Session für den PPPoE Benutzer zu clearen, somit wird ein reconnect erzwungen. Bei Layer-3 BSA wäre es natürlich ein Problem. Das mit der nicht Serverseitigen beendigung der Session ist ja eher bei DHCP ein Problem :).

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  • Das ist auch so ein Ding - was ist denn das Problem mit PPPoE?

    Bei vielen wahrscheinlich den Overhead und MTU von 1492, welche jedoch mit RF 4638 auf 1500 Bytes gesetzt werden kann, dies kann man in der support.loa der FB aktivieren. Wäre interessant ob 1und1 das kann.

  • Daraus das die DG DHCP verwendet und 1und1 PPPoE muss es meiner Meinung nach ja Layer-2 BSA sein, sonst müsste die DG als Layer1 und 2 Provider ja einen eigenen PPPoE-Concentrator betreiben.

    Der BNG der DG dürfte beides können. Somit könnte die 1&1 auch Traffic an zentraleren Standorten als L3 entgegen nehmen.

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  • Der BNG der DG dürfte beides können. Somit könnte die 1&1 auch Traffic an zentraleren Standorten als L3 entgegen nehmen.

    Naja aber wir haben ja bei ein paar Kunden bei 1und1 über DG im Forum gesehen dass der PPPoE-Concentrator laut der Benennung zumindest von 1und1 ist, also gehe ich schon davon aus das es Layer-2 BSA ist.

  • Naja aber wir haben ja bei ein paar Kunden bei 1und1 über DG im Forum gesehen dass der PPPoE-Concentrator laut der Benennung zumindest von 1und1 ist, also gehe ich schon davon aus das es Layer-2 BSA ist.

    Dann ist es wahrscheinlich der 1&1 LAC und L2BSA, technisch wäre es aber möglich, den BNG der DG entsprechend mit einem Branding zu versehen.

  • Einerseits zusätzlicher Overhead (fällt dann vielleicht ein klein wenig bei den 1.000Mb/s Anschlüssen/Tarifen auf wenn der ONT und/oder Router kein NBase-T unterstützt)* und andererseits benötigt dies mehr Rechenleistung beim Kunden-Router.

    Für letzteres vielleicht ein Beispiel, die 7490 schafft ohne PPPoE nahezu 1Gb/s NAT-Durchsatz (also natürlich nicht ganz beim Nettodurchsatz wegen 1GBase-T), also inkl. Packet-Accelerator (ohne PA wäre das natürlich nicht möglich). Beim PPPoE-Durchsatz ist dagegen schon bei ca. 700Mb/s Schluss (trotz PA). Also wer bspw. derzeit einen 1Gb/s-Tarif bei der DG i.V.m. einer 7490 nutzt, sollte nicht zu 1und1 wechseln. ;) Wobei natürlich ein Kunde mit 1Gb/s-Tarif sicherlich sowieso was "besseres" als eine 7490 nutzen dürfte, die ist ja nun wirklich schon in die Jahre gekommen.

    Aber klar, ein richtiger "Beinbruch" ist PPPoE nicht, würde daher dennoch eher 1und1 wählen als DG direkt.


    *)
    Bei der DG war es ja bisher so (es sei denn sie haben das mittlerweile geändert?), dass man beim 1Gb/s Tarif meiner Erinnerung nach im DS nicht überprovisioniert hat sondern auch mit tauglicher NBase-T Hardware vom ONT bis zum Client nicht mehr als ca. 940-950Mb/s erreichte.

    welchen NAT durchsatz hat eigl die 7530? ist das irgendwo gelistet?

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  • welchen NAT durchsatz hat eigl die 7530?

    Mehr als ausreichend, sowohl mit als auch ohne PPPoE. Das Limit bei der 7530 stellen die Ethernet-Ports dar (1GBase-T) und nicht der max. mögliche NAT- oder PPPoE-Durchsatz. Selbst beim Wireguard-Durchsatz schafft sie fast das halbe Gigabit/s.

    Die 7530 (AArch32 QuadCore) hat eben mehr CPU-Leistung als die "größere" 7590 (MIPS32 DualCore + SMT), trotz geringerer Taktfrequenz.

  • Mehr als ausreichend, sowohl mit als auch ohne PPPoE. Das Limit bei der 7530 stellen die Ethernet-Ports dar (1GBase-T) und nicht der max. mögliche NAT- oder PPPoE-Durchsatz. Selbst beim Wireguard-Durchsatz schafft sie fast das halbe Gigabit/s.

    Die 7530 (AArch32 QuadCore) hat eben mehr CPU-Leistung als die "größere" 7590 (MIPS32 DualCore + SMT), trotz geringerer Taktfrequenz.

    hmpf, wirklich interessant und wie ist das mit den NAT durchsatz der 7490 und der 7390?


    oder welchen NAT-Durchsatz hat die 7580? in der AVM Hilfe steht

    maximal mögliche Übertragungsrate am "WAN"-Anschluss erwartungsgemäß auf ca. 900 Mbit/s bis 940 Mbit/s


    bei allen 75xx Boxen die ich geschaut habe


    während bei der 7390 bspw.

    Diese Betriebsarten erfordern zum Teil spezielle Protokollstapel und Paketencapsulierungen sowie zusätzliche Sicherheitsmechanismen, wie NAT, PPP, PPPoE, VLAN, "Stateful Packet Inspection"-Firewall, Portweiterleitung, Traffic Shaping usw.. Dadurch kann sich die maximal mögliche Übertragungsrate am "LAN 1"-Anschluss erwartungsgemäß von bis zu 1000 Mbit/s auf etwas weniger als 200 Mbit/s reduzieren.

    steht.


    und bei der 7490 ist

    Diese Betriebsarten erfordern zum Teil spezielle Protokollstapel und Paketencapsulierungen sowie zusätzliche Sicherheitsmechanismen (NAT, PPP, PPPoE, VLAN, "Stateful Packet Inspection"-Firewall, Portweiterleitung, Traffic Shaping usw.), durch die sich die maximal mögliche Übertragungsrate am "LAN 1"-Anschluss erwartungsgemäß auf ca. 940 Mbit/s bis 650 Mbit/s reduziert.


    also faktisch: 75xx Boxen können 900 Mbit/s bis 940 Mbit/s, 7390 kann < 200Mbits(laut Hilfe, wobei ich schon in Berichten im www 370Mbit/s NAT-Durchsatz gelesen habe), warum bei der 7490 allerdings eine Spannweite von 650-940 Mbit/s angegeben ist fraglich, hmpf

    7 Mal editiert, zuletzt von BlackMage2 (6. Dezember 2025 um 08:29)

  • und wie ist das mit den NAT durchsatz der 7490 und der 7390?

    7490 hatte ich ja schon geschrieben und 7390 ist blamabel, mit PPPoE bei nur knapp 200Mb/s (mit dann sehr ordentlich Bufferbloat).

    Tipp/Hinweis: Die 7272, 7362 SL oder 7360 (SL) liegen alle auf dem Niveau der 7490, also deutlich schneller als die 7390…

    oder welchen NAT-Durchsatz hat die 7580?

    Das gleiche wie bei der 7590, 7590 AX oder 7583. Haben alle den gleichen SoC (Lantiq/Intel/MaxLinear GRX550). Also auch mit PPPoE kann der 1GBase-T Port ausgelastet werden. Aber bzgl. TrafficShaping bzw. Bufferbloat eben leider nicht ganz so gut wie eine 7520 oder 7530 (selbst bei geringeren Bandbreiten)…


    Edit:

    bei allen 75xx Boxen die ich geschaut habe

    75xx ist nicht gleich 75xx, da gibt es größere Unterschiede. Da gibt es Modelle mit GRX350 (7560), GRX550 (siehe oben), Qualcomm IPQ4019 (7520/7530), Broadcom BCM63138 (7581, 7582), BCM63178 (7530 AX) und eben auch mit Qualcomm IPQ5018 (7510).

    2 Mal editiert, zuletzt von NDiGF (6. Dezember 2025 um 08:38)

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  • Die 7530 (AArch32 QuadCore) hat eben mehr CPU-Leistung

    Jetzt mag der eine oder andere die Nase ruempfen, und "nur 32bit?" denken, aber die out-of-order Arm Cortex A9 Kerne aus der Performance-Linie von Arm waren eines von Arms besseren Designs... die in-order 64bit Arm A53 Kerne die oft in Nachfolgeroutern verwendet werden verbrauchen zwar etwas weniger Strom erreichen aber die Leitung der A9 Kerne nur unter optimalen Bedingungen... (d.h. in der Praxis sind die robusteren A9 Kerne oft zuverlaessiger und schneller als A53).

    Das ist letztlich OK, A53 kommen aus der Stromsparlinie, sind aber blöoederweise vermarktet worden als waeren sie gleichwertig mit A9 Kernen...


    EDIT: 7530/20 haben KEINE A9 Kerne, sondern A7... mein Fehler und das ist auch keine out-of-order CPU sondern letztlich ein Vorgaenger des A53.... d.h. was oben steht ist nicht ganz falsch, aber da 7520/30 keine A9 Kerne haben ist es in diesem Thread komplett unpassend...

    Einmal editiert, zuletzt von pufferueberlauf (9. Dezember 2025 um 11:18)

  • Der IPQ4019 in der Fritzbox 7520/7530 hat nur Cortex-A7-Kerne (neuer als Cortex A9, aber in-order). Ändert aber natürlich trotzdem nichts an dem immensen Leistungsgewinn gegenüber Fritzboxen mit MIPS-CPU.

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