Umstieg von 300/150 auf 600/300

  • Moinsen auch, mein Glasfaseranschluss ist fertiggestellt und läuft prima.

    Glasfaser direkt an meine 5690 ohne Probleme, alle Verbindungen mit Portfreigaben funktionieren.

    Ich frage mich jetzt ob ein Umstieg auf den 600/300 Tarif lohnen könnte, kostet 10.- mehr im Monat.

    Die Überlegung kommt eher aus der "besser haben als brauchen" Ecke.

    Meine Frage an die Gemeinde ist, merke ich da etwas von in der "Schwuppdigkeit" sprich Seitenaufbau Internet und co.

    Weil sooo oft Downloade ich nichts, aber wenn wäre halt schön zu haben.

    Schade das man es nicht mal für'n Monat testen kann, und dann entscheiden ob das was ist für einen.

    Vielleicht hat ja einer Erfahrung mit genau diesem Upgrade und kann berichten.

    Grußßßßß

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  • Portfreigaben

    Du solltest Dir mMn erstmal über andere Themen Gedanken machen. Portfreigaben im Jahr 2025 (mit Überwiegend IPv6)!? Da klingeln bei mir alle Alarmglocken.

    • ex DGN (Purtel) 600/300 - T-SVDSL 250/40
    • ex ONT Nokia G-010G-R - Zyxel VMG3006-D70A
    • Router: PC Engines APU.4B4 - OPNsense
    • WiFi/DECT: Fritz!Box 7530 AX / Fritz!Box 7490 / Fritz!Repeater 1200 AX
  • Schon, jedoch ist die IP(v6)-Freigabe für das Gerät im Heimnetz in der Firewall des Routers erst einmal essentiell. Ein Sicherheitsgewinn ist dann die zusätzliche Beschränkung auf Ports.

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    NAT ist in den Gehirnen eingebrannt. Es wird noch was dauern bis bei jedem angekommen ist, das Port freigaben auf einer Fritz!Box für IPv4 Netzen was anderes sind als Port freigaben für IPv6 Geräte.
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    NAT ist in den Gehirnen eingebrannt. Es wird noch was dauern bis bei jedem angekommen ist, das Port freigaben auf einer Fritz!Box für IPv4 Netzen was anderes sind als Port freigaben für IPv6 Geräte.
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    Das ist für den Nutzer ziemlich irrelevant. Die Fritzbox führt den Nutzer durch diese Frage.

    In OpenWRT oder anderen Router-OS mag das näher an der technischen Realität sein, aber die Nutzer fragen in der Regel nach Unterstützung auf der Fritzbox.

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  • Heißt also im Tagesbetrieb kein Gewinn.

    Ja, guck mal die Abbildungen 2 und 2a an (Daten von 2021), und Abbildung 3 fuer Daten von 2013:

    Understanding the Metrics of Internet Broadband Access: How Much Is Enough?

    Die Page Load Time ist ein Mass dafuer wie lange es dauert bis eine Webseite komplett angezeigt wird. Der Grund fuer dieses Verhalten ist, dass bei Webseiten i.d.R. verschiedene Assets seriel geladen werden muessen, erst wird ide Information gelesen was (z.B. von externen Adressen) geladen werden muss und erst dann kann das geladen werden, und externe Assets bringen oft auch wieder eigene verlinkte Assets mit... Und daher wird das ganze schnell zu einem seriellen Problem das von der Latenz zu den Servern dominiert wird und nicht von der Bandbreite, solange eben "genug" Bandbreite anliegt.

    Die meisten interaktiven Anwendungen zeigen ein aehnliches Verhalten, nicht alle bei 20 Mbps, aber ich kenne keine uebliche interaktive Anwendung bei der man den Unterschied zwischen 300 und 600 Mbps spueren wuerde.

    Nur im reinem Download/Upload, kommt bei mir nicht so oft vor.

    Genau zeitkritische Down- und Uploads profitieren von so viel Kapazitsaet wie man sich leisten kann, die ueblichen Nutzungen eher nicht. Wie oft man zeitkritisch Datenmengen transportieren muss und wie wichtig einem dann ein schneller Transport muss jeder/jede fuer sich entscheiden, da gibt es IMHO kein richtig oder falsch; aber bei interaktiven Anwendungen ist das anders.

  • Naja, die Probleme sind bei IPv6 halt andere als bei IPv4. NAT66 ist selten, klar, daher ist das weniger ueblich, aber das Problem faengt damit an, intern stabile IPv6 Adressen (Interface-Identifier* IID) zu generieren die man freigeben kann. Und dann wie man die Frage beantwortet wie man mit dem veraenderlichen IPv6 Praefix umgehen will.


    *) Viele Endgeraete aktiven standardmaessig die IPv6 privacy extensions, und wechseln daher die eigenen IPv6 IIDs relativ haeufig, haben aber immer eine kleine Menge von gleichzeitig aktiven Adressen,

  • Auch wenn Nutzer gezielt Unterstützung zur Fritz!Box suchen, ist es wichtig zu verstehen, dass die Arbeitsweise bei IPv6 sich grundsätzlich von der bei IPv4 unterscheidet.

    Während bei IPv4 eine klassische Portweiterleitung erfolgt, setzt die Fritz!Box bei IPv6 auf eine sogenannte Portfreigabe. Das bedeutet: Der konfigurierte Port wird direkt für die öffentliche IPv6-Adresse des betreffenden Geräts (z. B. eines Servers) freigegeben – nicht wie bei IPv4 für die eigene öffentliche Adresse der Fritz!Box.

    In der Regel haben die Geräte hinter der Fritz!Box link-lokalen Adresse und einer global eindeutigen Adresse. Entscheidend ist, dass die Freigabe sich auf eine IPv6-Adresse mit konstanter Interface-ID bezieht. Einige Betriebssysteme müssen dafür erst so konfiguriert werden, dass sie eine solche Adresse dauerhaft verwenden.

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  • *) Viele Endgeraete aktiven standardmaessig die IPv6 privacy extensions, und wechseln daher die eigenen IPv6 IIDs relativ haeufig, haben aber immer eine kleine Menge von gleichzeitig aktiven Adressen,

    Hinzu kommt, das einzelne Anwendungen eigene IPv6 Adressen generieren können wenn der range vorhanden ist. Gerade Google Apps mach dies. Hatte schon auf Tablet 6 und mehr IPv6 Adressen ohne, dass ich Dienste angeboten habe.

  • In der Regel haben die Geräte hinter der Fritz!Box link-lokalen Adresse und einer global eindeutigen Adresse. Entscheidend ist, dass die Freigabe sich auf eine IPv6-Adresse mit konstanter Interface-ID bezieht. Einige Betriebssysteme müssen dafür erst so konfiguriert werden, dass sie eine solche Adresse dauerhaft verwenden.

    Wenn man einen funktionierenden DHCPv6 hat und fixe MAC kann es funktionieren. Bei FB klappt es ganz gut. UNIFI bekommt es einfach nicht hin bei wechselnden Präfix. IPv6 setzen sie nicht gut um (auch kein europäischen DS-Lite).

  • Das klappt auch mit SLAAC oder anderen Systemen. Es ist aber abhängig vom Gerät hinter der Fritz!Box, dass das Gerät eine IPv6-Adresse mit konstanter Interface-ID hat und auf der FB benutzt werden kann.

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  • Ich frage mich jetzt ob ein Umstieg auf den 600/300 Tarif lohnen könnte, kostet 10.- mehr im Monat.

    Die Überlegung kommt eher aus der "besser haben als brauchen" Ecke.

    Meine Frage an die Gemeinde ist, merke ich da etwas von in der "Schwuppdigkeit" sprich Seitenaufbau Internet und co.

    Ich habe einen 150/75-Glasfasertarif und merke im Alltagsgebrauch keinen Unterschied zum LTE-Mobilfunk. Und das nicht, weil der Glasfasertarif derart schlecht ist, sondern weil LTE 150/50 schon "gut genug" ist.

    Schade das man es nicht mal für'n Monat testen kann, und dann entscheiden ob das was ist für einen.

    Das ist schon so gewollt, sonst könnte man das Upselling "10 € extra" ja schnell wieder loswerden.

  • Wenns um reine surfen im Web geht, brauchst Du kaum 20 Mbit. - Wenn Du jetzt also 300 Mbit hast, wirst Du davon nichts merken. - Was bei Dir entscheidend ist, ist der "Ping", sprich die Zeit, die vergeht zwiuschen Anfrage an den Service und Ausgabe der Daten.

    Was hast Du denn für einen ping auf http://www.heise.de ?

    Ich habe da z.B. 17 ms.

    Einmal editiert, zuletzt von alex_k (21. Mai 2025 um 19:00)

  • Was aber auch extrem einschränkt, sind Webseite selber, wenn sie mit Werbung zu gemüllt sind. Die Werbeeinblendungen kommen von irgendwo her und die Seiten sind so programmiert, dass du häufig den Contens erst siehst wenn alles da ist und der werbe blocker aus. :D:D:D

    Da reicht dann auch Zuhause 2 MB/s Bandbreite ;)

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  • Du kannst von Heise aus auch die Netzwerktools benutzen. Du kannst dich selber auf deine IPv6 Adresse pingen, dann hast du auch ein Ping Wert der von Extern kommt. Nachfolgend die Werte von meinem Glasfaseranschluss, bei einem vergleichbaren Anschluss.

    Surfen oder der Ping wird durch mehr Mbit/s auf der Leitung auch nicht schneller. Wenn du große Datenmengen bewegst und du nicht waren kannst, dann würden mehr Mbit/s Sinn machen. In der Regel wirst du an deiner Internetgeschwindigkeit nichts merken. Was du merkst ist das 10 € im Monat, 120 € im Jahr aus dem Fenster wirfst.

    https://www.heise.de/netze/tools/ping/ sieht dann so aus:

    min [ms]avg [ms]max [ms]mdev [ms]
    5,9247,0797,9890,740

    Ping von der CMD.
    C:\>ping http://www.heise.de

    Ping wird ausgeführt für http://www.heise.de [2a02:2e0:3fe:1001:7777:772e:2:85] mit 32 Bytes Daten:
    Antwort von 2a02:2e0:3fe:1001:7777:772e:2:85: Zeit=7ms
    Antwort von 2a02:2e0:3fe:1001:7777:772e:2:85: Zeit=7ms
    Antwort von 2a02:2e0:3fe:1001:7777:772e:2:85: Zeit=6ms
    Antwort von 2a02:2e0:3fe:1001:7777:772e:2:85: Zeit=9ms

    Ping-Statistik für 2a02:2e0:3fe:1001:7777:772e:2:85:
    Pakete: Gesendet = 4, Empfangen = 4, Verloren = 0
    (0% Verlust),
    Ca. Zeitangaben in Millisek.:
    Minimum = 6ms, Maximum = 9ms, Mittelwert = 7ms