Mehrfamilienhaus NE4 Ausbau Telekom Treppenhaus

  • Hallo zusammen,

    ich erhoffe mir weitere Infos zum NE4 Ausbau in einem Mehrfamilienhaus.
    Unser Objekt (4 Häuser je 6 WE = 24 WE, Baujahr 1973 NRW nähe Düsseldorf) soll nun ans Glasfasernetz der DT angeschlossen werden.
    Grundsätzlich soll dies ja bei aktiven Verträgen kostenlos erfolgen.
    Nun haben sich innerhalb der Eigentümergemeinschaft bereits mehrere offene Fragen gesammelt.

    Kann ein NE 4 Ausbau auch eigenständig fremdbeauftragt / ausgeführt werden?
    Könnten die vorhandenen Leerrohre (Telefon/DSL Kupfer) dazu genutzt werden?
    Kupfer raus, speedpipe rein?

    Brandschutz der bestehenden Leerrohre aufrüsten möglich oder notwendig?


    Wer macht so etwas und was kostet dies grob ca je Meter?

    Hintergrund ist das wir möglichst keine Verlegung durch das Treppenhaus mit Brandschutzkanälen wünschen.
    Natürlich möchte keiner seinen Anschluß zukünftig im Bereich der Wohnungstür vorfinden oder irgendwelche Kabelkanäle durch den Wohnungsflur verlegen.

    Die vorhandene Leerrohre sind quasi vollständig mit Kupfer belegt, müssten also irgendwie raus.

    Könnte mir jemand Beispielfotos der Standardverlegung innerhalb des Treppenhaus zur Verfügung stellen?

    Nutzbare Kamine, Versorgungsschächte usw. haben wir nicht zur Verfügung.

    Würde /muss die DT die ggfs fremdverlegten Leitungen nutzen?

    Vorab besten Dank für Rückmeldungen, alternative Lösungen und entsprechende Fotos.

  • spueli99 19. März 2025 um 15:32

    Hat den Titel des Themas von „Mehrfamilienhaus NE4 Ausbau Telekom Treppenhz“ zu „Mehrfamilienhaus NE4 Ausbau Telekom Treppenhaus“ geändert.
  • Bei diesen Anforderungen bin ich geneigt zu sagen: bleibt eine Kupfer-Insel im Glasfaser-Meer!

    Wartet noch ein paar Jahre ab, bis der Leidensdruck so hoch ist, dass die Anforderungen realistischer werden und ihr evtl. in eine Nachanschlussphase fallt.

  • Nun verhindern will und kann es ja eh keiner.

    Darum geht es ja auch überhaupt nicht.

    Die Frage ist ob ein eigener Ausbau über die vorhandenen Leerrohre bei Wegfall von Kupfer möglich wäre (vorausgesetzt alle sind bereit auf gf zu wechseln) und welche Summe wir ggfs dazu aufbringen müssen.

    Einmal editiert, zuletzt von spueli99 (19. März 2025 um 16:53)

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  • Hier mal ein paar Bilder vom Verlegen durchs Treppenhaus. Die Verlegung war sehr sauber, Kanäle hätten noch eine Nummer kleiner sein können. Die Kanäle sind aus Metall, lassen sich also überstreichen. Spätestens nach einem Monat nimmt die keiner mehr wahr. ;)
    Der Weg in die Wohnung ging dann über Leerrohr zusätzlich zum Telefonkabel.

    Diese wurde bei der Begehung durch Telekom so festgehalten.
    Die Techniker vor Ort stellen fest, dass es doch kein Problem ist auch die Leerrohe/Steigeleitung der Telefonkabel zu nutzen. In den nächsten 2 Aufgänge wurde es dann so durch die Techniker umgesetzt. Haben dafür länger benötigt, mussten aber nichts Bohren und stemmen. Ist ja auch für sie ein Risiko.
    PS: Die waren tatsächlich und richtig von der Telekom. :)

    Brandschutz in Leerrohre im Mauerwerk ist gar kein Problem.
    Du siehst, wie dünn die einzelnen GF-Leitungen sind, etwa Hälfte Telefonkabel. Es wurden für drei Etagen drei Leitungen eingezogen. Pro Etage ein kleiner Spleiß-Kasten und von da direkt bis zum Gf-TA in die 3 Wohnungen der Etage.

    Einmal editiert, zuletzt von Phino (19. März 2025 um 17:00)

  • Am saubersten wird es, wenn die WEG die Stahlblechkanäle (z.B. von Niedax) in Eigenleistung verlegt.

    Die Bautrupps der Provider arbeiten mit stark unterschiedlicher Qualität! Als Hausnummer für den Preis bei Fremdvergabe kommen knapp 2000€ pro Stockwerk zusammen. Hinzu kommt der Ausbau in der Wohnung.

  • HubeBube

    Danke für die Rückmeldung.

    Die "schönste" Lösung wäre doch die bestehenden Leerrohre der Kupferltg zu verwenden.

    Keine Änderung innerhalb der Wohnungen notwendig und keine Kanäle und Durchbrüche m Treppenhaus.


    Die Frage ist ob dies möglich ist - vorausgesetzt wir würden alle auf Glasfaser wechseln und das Kupfer könnte den Weg freimachen um dort zu verlegen.

    Den Weg im Keller (HüP - - > Steigleitungen/Leerrohre) könnten bzw würden wir ja entsprechend vorbereiten.

    Dies würde durch jeweils 2 private Keller verlaufen, wie auch zur Zeit das Kupferkabel.

    Die Rohre sind halt nicht für beides parallel geeignet.

    Je Steigleitung/Leerrohr 3 übereinanderliegende Wohnungen.

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  • tobix

    Danke für den Hinweis.

    Ggfs könnten wir ja eine vorübergehende Versorgung per Accesspoints im Treppenhaus herstellen.

    Alternativ dickes altes Kabel raus, speedpipes rein und bis Aktivierung jy sty 4*2 rein.

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  • Mano, nicht immer Bedenkenträger sein.

    Das Vorgehen der Netzbetreiber ist ja grundsätzlich, erst einmal von der Straße in den Keller den HÜP zu setzen.

    Als Erstes, sollte ein Eigentümer einfach mal ausprobieren, ob man im vorhandene Leerrohr noch ein Zugdraht durchgeht, mit dem verlegten Telefonkabel. Wenn es klappt, geht auch noch ein GF rein. Dann könnte man sukzessive tauschen, je nach Anschlüssen/Verträge. Einer bekommt Gf. Wenn es läuft, kommt sein Kupfer raus und damit das nächste Gf rein.

    DAs ganze immer dann wenn der nächste angeschlossen wird. Vielleicht will ja auch ein Mieter nicht.

    Andere Variante wäre erst eine Seite mit GF zu verlegen, später die 2 Seite/Leerrohr noch Kupfer hat und in der Übergangszeit die anderen mitversorgt. Später andersherum.
    Einfach lösungsorientiert arbeiten, sollte bei solch kleiner Wohneinheit funktionieren
    Es muss nur einer dran bleiben und bei der Begehung und dem Einbau immer dabei sein und vorher alles gut absprechen mit den Nutzern.

  • Ich gebe hier zu bedenken, das unbedingt der Gf-Provider ins Boot geholt werden muss. In MFH verbaut die Telekom optische Splitter in jeder Etage, da wird sowieso eine Box Aufputz notwendig.

    Da die Inhouse-Glasfaserverkabelung immer eine individuelle Lösung ist, müsst ihr das vor der Eigenleistung mit der Telekom besprechen und das Ergebnis in einem Protokoll festhalten. Evtl. scheiden nach diesem Vorgespräch schon einzelne Lösungen aus.

  • Vielen Dank für konstruktiven Rückmeldungen.

    Natürlich sind wir daran interessiert das Objekt ans GF Netz zu bringen.

    Kabelkanäle im Treppenhaus werden halt nicht mit Begeisterung verbunden sein.

    Zusätzlich dann noch in Verbindung mit ggfs vorzubereitenden Leitungswegen innerhalb der Wohnung.

    Viele meiner Nachbarn sind bereits um/über 70 Jahre alt und benötigen eigentlich kein Glasfaser. Anderseits gibt es halt auch einen gamer oder home office.

    Ich suche eine Lösung um die Akzeptanz zu erhöhen und möglichst auf Installationen oder Kabelkanäle zu verzichten. Jeder hätte keine Arbeiten innerhalb der Wohnung notwendig und muss sich um "Nix" kümmern, alles bleibt wie gewohnt an Ort und Stelle.

    Um die beschriebenen Leitungswege ggfs vorzubereiten brauch wir zunächst Argumente und Zeit, nebenbei natürlich auch das entsprechende Kapital für die Arbeiten fern der Standardinstallation.

    Die Idee war :

    wir einigen uns alle auf Glasfaser, bereiten die gewünschten Wege vor ggfs sogar incl Glasfaserkabel, Telekom kommt ins Haus, legt auf und fertig. Keine Kanäle, keine Splitter oder Etagenverteiler.

    Vor 2-3 Jahren sollte DG das Gebäude komplett erschließen, Vollausbau. Haben sich dann allerdings auf dem Handy bestätigen lassen Kunde hat nicht vorbereitet und wünscht Anschluß unter der Kellertreppe... Das geht gar nicht. Haben dann alle storniert und Nutzung untersagt.

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  • In Eigenleistung verlegte Faser wird bei allen Anbietern auf Akzeptanzprobleme stoßen. Du müsstest mir Meßprotokollen nach dem Einbau belegen, dass die Dämpfungswerte in Ordnung sind. Noch dazu musst Du wissen wie Inhouse die Topologie aufgebaut wird.

    Bei DG ist es am einfachsten. Jede Wohnung erhält vom HÜP aus ein eigenes Gf-Kanel mit n-Fasern (ich weiss nicht wie viele Fasern dort enthalten sind). Ein Gf-TA/Glasfaser-Dose wird ebenfalls von dem Ausbauen in der Wohnung montiert.

    Die Telekom verbaut, wie berichtet, auf jeder Etage optische Splitter, da ist der Leitungsweg prinzipiell völlig anders, als im Falle DG.

    Bei MFHs mit der Mehrzahl an vermieteten Wohnungen bin ich geneigt den Innenausbau, fast immer kostenlos, durch den Provider vornehmen zu lassen. Die WEG/der Verwalter muss in diesem Falle jedoch die Arbeiten abnehmen und ggf. Nachbesserung verlangen. Im Vorfeld muss jedoch klar sein, wie von einer Etage zur anderen gelangt wird und nur mit Vorlage des Begehungsprotokolls, in dem der Ausbau beschrieben ist, darf gestartet werden!

    Andernfalls werden Deckendurchbrüche da gemacht, wo sie schnell möglich sind, Deckenputz fällt herab, Fliesen brechen und all das wird mit viel Silikon verschmiert...

  • Ich gebe hier zu bedenken, das unbedingt der Gf-Provider ins Boot geholt werden muss. In MFH verbaut die Telekom optische Splitter in jeder Etage, da wird sowieso eine Box Aufputz notwendig.

    Das mit den kleinen Boxen ist gut zu sehen auf meinen Bildern. Der Vorteil ist, dass man nur pro Etage eine dünnes Gf-Käbelchen hat.

    Was die Chancen für die Nutzung der vorhandenen Leerrohre erhöht. Bei uns konnten dann ja in 2 Aufgänge die alten Cu drinnen bleiben.

    Die Idee war :

    wir einigen uns alle auf Glasfaser, bereiten die gewünschten Wege vor ggfs sogar incl Glasfaserkabel, Telekom kommt ins Haus, legt auf und fertig. Keine Kanäle, keine Splitter oder Etagenverteiler.

    Das wird kaum klappen. Zum einem wird sich Telekom kaum drauf einlassen und zum anderen kann ich mir schlecht vorstellen das wirklich 100% einen Vertag abschließen. Dazu kenne ich genug WEGs. ;) dies erscheint mir blauäugig.

    Gehe in und Versuche als erstes ein Zug Draht in ein Leerrohr zu bekommen. Wenn dies klappt sollte ein kleiner Kasten pro Etage akzeptabel sein. Es muss ja so'n eine Öffnung für die Verteilung geben auf jeder Etage.

    Dann über Konzept Nachdenken und präsentieren.

    Danach Telekom Antrag stellen und bei der Begehung lösung vorstellen. Wenn sie nein sagen kann man immer wieder neu nachdenken.

    Und meiner Erfahrung nach sind die umsetzende Techniker (nicht nur bei der Tlekom ;)) auch noch Mal kreativ. Kann man sich aber nicht darauf verlassen.

  • HubeBube

    Danke, darum geht es mir.

    Ggfs möchten wir halt Optionen finden und optimal vorbereitet sein.

    Wenn DT immer und ausschließlich mit Etagenverteiler arbeitet ist das natürlich blöd. Das würde somit Alternativen ausschließen.

    Ein Rohr verläuft jeweils vom Keller über EG, OG und DG. Einmal links und einmal rechts im jeweiligen Gebäude.

    Aufgrund des Alters der Miteigentümer und der Vielzahl der ggfs im Sondereigentum (private Keller) betroffenen Miteigentümer müssten Alternativen hier etwas langfristig angekündigt werden.

    Einer ist im Urlaub, einer im Krankenhaus usw.

    Der Hausverwaltung wird es letztendlich egal sein, ihr wollt Glasfaser - ihr bekommt Glasfaser.

    Ist ja auch kein Problem und gewünscht.

    Die Frage ist nur ob, wie und was könnten wir vorbereiten um vom Standard Treppenhaus abzuweichen.


    Phino

    Ja, danke. Leider haben wir die beschriebene Verteilung und keine Verbindung zwischen den beiden Wohnungen auf der jeweiligen Etage.

    Die von dir beschriebene Möglichkeit fällt hier leider weg.


    Mit viel Zuspruch und Argumentation könnte ich mir vorstellen 100% GF zu erreichen. Ein Vermieter könnte ja auch ausbauen und 5€ berechnen obwohl weiterhin DSL/Kupfer genutzt wird. Habe ich zumindest so verstanden.

    Einmal editiert, zuletzt von spueli99 (20. März 2025 um 13:31)

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  • In die vorhandenen Leerrohre nachträglich die Glasfasern einzuziehen ist oft problematisch, und sind nur schwer exakt kurz vor der Glasfaserumstellung zu terminieren, insbesondere wenn nicht alle auf Glasfaser umstellen. In einem Mehrfamilienhaus mit 6 WE würde ich über eine FTTB Lösung mit G.Fast über die vorhandenen Kabel arbeiten, bis zur nächsten Sanierung des Treppenhauses, bei der dann FTTH in die Wohnungen gelegt werden kann.

  • Die möglichen Probleme mit g.fast im MFH als Übergangslösung sollten aber auch berücksichtigt werden:

    - Qualität und Länge der alten "Klingeldrähte" in die einzelnen Wohneinheiten

    - sehr eingeschränkte Auswahl an Router/Modem-Kombis für die Mieter oder Eigentümer im MFH, wenn g.fast genutzt wird

  • Ah, FTTB/G.fast eine Kombination des Loewenanteils der Kosten fuer FTTH mit der Stoerungsempfundlichkeit von DSL-Technologie ;)

    Im Ernst das kann eine gute Brueckenloesung sein, wenn der interne FTTH Ausbau partout nicht machbar ist, aber ich vermute, das schiebt das Problem nur auf und alles in allem wird es eher teurer als das jetzt in einem Rutsch zu machen, solange die ISPs noch Lust haben...

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  • Die Idee war :

    wir einigen uns alle auf Glasfaser, bereiten die gewünschten Wege vor ggfs sogar incl Glasfaserkabel, Telekom kommt ins Haus, legt auf und fertig. Keine Kanäle, keine Splitter oder Etagenverteiler.

    Es gibt von der Telekom einen Ratgeber "Glasfasernetze in Gebäuden", der insbesondere für Neubauten und Gebäudesanierungen gedacht ist und diesbezüglich Tipps für eine Vorbereitung auf Glasfaser geben soll.

    Vielleicht findest du da ja Ideen.

    Zum Thema Etagenverteiler heißt es da: "Glasfaserkabel können direkt in die Wohnungen oder über sogenannte Glasfasersammelpunkte (Etagenverteiler) geführt werden." Siehe auch Abb. 6. Die Variante 1 (direkte Verlegung von Kabeln ohne Etagenverteiler) wird bei "kleinen und mittleren Gebäuden bis ca. 12 Wohneinheiten" empfohlen. Einen Zwang gibt es da also nicht. Die Telekom wird das machen wenn sie auf eigene Kosten das Gebäudenetz baut und für sie praktischer ist. Wenn aber z.B. Leerrohre vom Keller bis in die einzelnen Wohnungen bereits vorbereitet sind wird ihr das ziemlich egal sein.

  • @sentry0815 @pufferueberlauf Natürlich ist g.fast ein teures mit Nachteilen verbundenes System wenn man es mit echtem FTTH Ausbau vergleicht. Nachmal reicht es auch die Kosten und die weiteren Nachteile (wie genannt u.a. wenig Routerauswahl) aufzuzeigen, und plötzlich können sich doch mehr Leute mit den Kabelkanälen arrangieren. Wenn den Bewohnern die Optik im Treppenhaus jedoch mehr Wert ist, als der FTTB Ausbau kostet, wollte ich damit nur einen zusätzlichen Weg aufzeigen. Wenn man das als abschreckende Kulisse aufzeigt, genaugenommen sogar zwei ^^