So läuft die Glasfaserabschaltung in Deutschland

  • Elemir und mbo77

    Ihr habt meine Einlassungen gegenüber dem BigWoelfi vollkommen missverstanden. Ich wollte ihm klarmachen, dass die Telekom ihre Kupferleitungen von der Allgemeinheit bekommen hat und nur etwas abstottern muss.
    Bei den neuen, besonders kleinen Glasfaser-Netzersteller liegt das gesamte Investitionsrisiko bei der Firma. Und genau aus diesem Grund ist eine 2-Jährige Bindung an diesen Netzwerkbetreiber aus meiner Sicht mehr als gerechtfertigt.

    Das war ja sein Mimimi, dass nicht jemand Glasfaser für ihn baut, er aber bei seinem Provider bleiben kann.

  • Elemir und mbo77

    Ihr habt meine Einlassungen gegenüber dem BigWoelfi vollkommen missverstanden. Ich wollte ihm klarmachen, dass die Telekom ihre Kupferleitungen von der Allgemeinheit bekommen hat und nur etwas abstottern muss.

    Eben nicht. Die "Allgemeinheit" hat dafür sämtliche Erlöse aus dem Börsengang der Telekom erhalten, und die sind nicht vom Himmel gefallen, sondern wurden von den Käufern der Telekom bezahlt.

    Ganz normales Verkaufsgeschäft: einer gibt Geld und erhält dafür die Leitungen.

    Ob der Verkauf sinnvoll war, ist ein anderes Thema, wo ich jetzt nicht darauf eingehen will.

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  • Eben nicht. Die "Allgemeinheit" hat dafür sämtliche Erlöse aus dem Börsengang der Telekom erhalten, und die sind nicht vom Himmel gefallen, sondern wurden von den Käufern der Telekom bezahlt.

    Ganz normales Verkaufsgeschäft: einer gibt Geld und erhält dafür die Leitungen.

    Ob der Verkauf sinnvoll war, ist ein anderes Thema, wo ich jetzt nicht darauf eingehen will.

    Nein, es geht um die Vorleistung und das Investitionsrisiko.
    Das hatte die Telekom nullmäßig, es war alles fertig gebaut vom Staat und die Anschlüsse brachten schon Geld. Es war kein Risiko, insbesondere die Internetsparte mit ISDN und DSL brachte die vollen Gewinne.
    Und genau dies ist bei den ganzen, vornehmlich kleinen lokalen Anbieter überhaupt nicht der Fall. Sie rechnen, dass sich es "vielleicht" lohnt, wenn sie 30 % der Anschlüsse aktiv schalten können, aber natürlich nur, wenn diese bei ihnen buchen und nicht sofort abwandern. Und daher wird man bei den lokalen Anbietern immer die min. 2 Jahre-Bindung haben. Und selbst wenn sie Open Access bauen, heißt es noch lange nicht, dass sich jemand(1&1) für solch kleines Netz einer Stadt interessiert.
    Die Alternative wäre, dass, wie auch bei Kupfer/Telekom*, jeder Neuanschluss 700 - 1000 € kostet. Dann ist das Geheule ja bei der Bevölkerung in Deutschland noch größer, mit ihrer Geiz-ist-Geil-Mentalität.
    Aber so funktioniert nun mal Investitionen in die Zukunft nicht. Aber das ist ein weit verbreitetes Problem, dass der Bürger nicht gewillt ist in die Zukunft zu investieren, habe da so meine Probleme in 3 verschiedene WEG´s.
    Dann soll BigWoelfi halt bei seinem Kupfer bleiben.

    * Ich musste vor 6 Jahren noch Kupfer/Telekom für 680 € mir ins neue EFH legen lassen, obwohl ich wusste, dass sie nur 6/1 MBit/s liefern, nur um dann zu DNS:NET gehen zu können, die VDSL mit 250/50 lieferten.

  • Das passiert gerade schon im Budgetmarkt, so bietet Congstar DSL ohne Telephonie an...

    Jo. Wobei das auch nicht billiger als anderswo ist.

    Die Telefonie ist relativ betrachtet ja eh nur noch ein "Abfallprodukt", spätestens seit alles ohnehin VoIP ist.

    Die tatsächlichen Kosten also sehr gering.


    Gibt aber auch genug Menschen, die sowas tatsächlich noch gerne verwenden - auch ich zähle mich dazu.

    Ich telefoniere zwar weder gerne noch lange aber wenn's doch mal fünfzehn Minuten werden, bin ich um das deutlich leichtere DECT Telefon schon froh. Smartphones werden i.d.R. ja eher schwerer, nicht leichter.

    Meine Dame quasselt gelegentlich auch mal deutlich länger, da macht das "altertümliche" Telefon absolut Sinn.

  • Ich entschuldige mich hier in aller Form, dass ich eine andere Denkweise habe, als hier fast alle.
    Ist doch wohl einfach nicht zu glauben so etwas.

    Und Ihr habt recht, es lohnt sich für mich absolut nicht, bei so einem Verzicht auf Leistungen, zu so einem Anbieter zu wechseln.

    Beschwerde an BNA ist trotzdem raus.

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  • Jo. Wobei das auch nicht billiger als anderswo ist.

    Die Congstar Preise liegen unter denen der Telekom-Kernmarke, so wie das geplant ist. Die Zielkundschaft nennt die Telekom "Smart-Shopper" warum auch immer, es geht hier nicht um doe absoluten Preisoptimierer.

    Die Telefonie ist relativ betrachtet ja eh nur noch ein "Abfallprodukt", spätestens seit alles ohnehin VoIP ist.

    Die tatsächlichen Kosten also sehr gering.

    Mit Einschraenkungen, Mobilfunkflat ist fuer die Mobilnetzbetreiber einfach/billig, aber fuer SIP Anbieter teuer (Dus.net) oder gar zu teuer (Easybell).

    Meine Dame quasselt gelegentlich auch mal deutlich länger, da macht das "altertümliche" Telefon absolut Sinn.

    Oh, ich sehe schon Sinn in Festnetztelephonie, nur muss die nicht vom ISP kommen... das koennen SIP Provider eigentlich besser.

    Allerdings sind meine Telephonieanforderungen so niedrig, dass ich bisher beim ISP geblieben bin, zahle ja so oder so dafuer.

  • Oh, ich sehe schon Sinn in Festnetztelephonie, nur muss die nicht vom ISP kommen... das koennen SIP Provider eigentlich besser.

    Allerdings sind meine Telephonieanforderungen so niedrig, dass ich bisher beim ISP geblieben bin, zahle ja so oder so dafuer.

    Wenn man z.B. seine Internetverbindung bei Telekom oder O2 ist, bekommt man extrem günstig an die Mobilfunk-Flat vom Festnetz-Anschluss. Habe bei Muttern extra Glasfaser 150/75 (39,90 €) genommen, da ist Telefonflat in alle Netze dabei, da kann sie zu allen Handys der Enkel telefonieren.

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  • Bin tatsächlich auch bei O2 mit dem VDSL Anschluss.

    Festnetz und Mobilfunk flat war bei den Initialen 50MBit inklusive, beim Upgrade auf 250MBit blieb die Leistung als Goodie (kündigen und besseres Angebot erhalten, die übliche Leier) erhalten.

    Preis Leistung ist selbst heute noch quasi unschlagbar.

    Aber ja, sollte sich das Gesamtpaket ändern, sehe ich auch kein Problem darin, dass zu trennen und die Telefonie zu einem separaten SIP Provider o.ä. um zu ziehen.

  • Bin tatsächlich auch bei O2 mit dem VDSL Anschluss.

    Festnetz und Mobilfunk flat war bei den Initialen 50MBit inklusive, beim Upgrade auf 250MBit blieb die Leistung als Goodie (kündigen und besseres Angebot erhalten, die übliche Leier) erhalten.

    Preis Leistung ist selbst heute noch quasi unschlagbar.

    Aber ja, sollte sich das Gesamtpaket ändern, sehe ich auch kein Problem darin, dass zu trennen und die Telefonie zu einem separaten SIP Provider o.ä. um zu ziehen.

    Ja, hatte ich bei meiner Mutter auch, glaube 28 €.
    Aber als Glasfaser kostenfrei angeboten wurde, habe ich es beauftragt. Es war abzusehen, das wir die Wohnung vermieten werden, um das Pflegeheim quer zu finanzieren. Und die Gf mit 250 kam man dann gut an bei den Mietern.

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  • Tja, blöde Leute (sprich Vermieter) halt.

    Das sehe ich nicht so. blöde Leute JA, Vermieter nicht unbedingt.

    Wenn ich sehe, dass in Berliner Citylage ein Objekt mit 55 Einheiten erschlossen ist, aber 1 1/2 Jahre später nur 6 Wohnungen einen Vertrag haben frage ich mich wer blöd ist?

  • Ist doch eine ganz gute Quote für Berliner Citylage. Dort mehr als die vergleichbare Takeup-Rate wie beim Kabelinternet zu erwarten, wäre vermessen, insbesondere bei höheren Preisen für Glasfaser.