Jetzt erst einmal ein herzliches Hallo im Forum hier,
ich möchte mich kurz vorstellen:
Ich arbeite für die Deutsche Glasfaser und habe im Innendienst mit den Kunden zu tun. Probleme werden an uns weitergeleitet und wir reichen es weiter an die entsprechende Abteilung. Wir bearbeiten auch die Tickets und antworten bei wiederkehrenden Fragen in etwa gleichlautend.
Mein Name tut hier nichts zur Sache und soll nicht im Netz kursieren.
Mein Anliegen liegt vielmehr im Titel hinterlegt: die geförderten Gebiete der DG in Deutschland
Worauf will ich hinaus? Es geht um Menschen, die in geförderten Gebieten leben und sehr wenig darüber wissen, welche Zeitrahmen ein solches Gebiet teilweise hat. Der Ausbau dauert bis zu 5 Jahre, weil es in großen Gebieten durch sehr weite Strecken, die zurückgelegt werden müssen, äußerst lange dauert.
Genehmigungen müssen beantragt werden (Gleisüberquerungen, Wasserschutzgebiete, Gutachten, ich könnte hier eine endlose Liste hineinstellen), Protokolle erstellt werden, mehrere Termine mit den Gemeinden und Koordinatoren abgehalten werden und so weiter und so fort.
Ebenso wird am Anfang eines Ausbaus überwiegendes Desinteresse bemängelt. Die Kunden könnten kostenlos einen passiven Anschluss erhalten, tun sie aber sehr verspätet. Des Weiteren kommen gegen Ende des Ausbaus plötzlich eine große Anzahl von Haushalten, die einen oder keinen passiven Hausanschluss haben und jetzt doch schnell einen aktiven Anschluss haben möchten und bitte schön noch priorisiert behandelt werden wollen.
Ein absolutes NO GO! Warum?
Es gibt eine Frist, heißt bei uns "letzte Chance" noch einen Anschluss zu buchen, danach wird man ein Nachanschluss, der eine Verzögerung von bis zu weiteren zwei bis drei Jahren bedeutet.
Die geförderten Gebiete sind speziell und haben rein gar nichts mit privatwirtschaftlichem Ausbau zu tun. Man kann da nicht mal Ausnahmen beliebiger Art machen, bloß, weil man vergessen hat, sich anzumelden.
Die absoluten Renner sind die Kunden, die online einen Vertrag machen, wir reden hier immer noch von geförderten Gebieten, und nach einer Woche nach dem Baustatus fragen. Diese denken, die Pipes liegen ja schon in den Wegen und Straßen, dann ist es ein leichtes, sie kurz mal anzuschließen.
Nein, geht eben nicht, denn es ist bis zur Freigabe durch die Kommune, Bundesländer und das Ministerium für Digitales ein gefördertes Gebiet.
Hier müssen strenge Richtlinien eingehalten werden oder wenn man diese missachtet, wird man als Anbieter von den nächsten Ausschreibungen ausgeschlossen.
Wir können noch nicht einmal kurz eine Adresse hinzufügen, die nicht in unseren Listen sind. Da hat der Interessent zu seiner Gemeinde zu gehen und dort den Breitbandkoordinator zu kontaktieren. Dieser prüft die Adresse, ob sie förderfähig ist, und dann wird die unseren jeweiligen Projektleitern weitergeleitet.
Welche Gebiete meine ich?
Warendorf, Telgte, Everswinkel, Sassenberg, Kleve, Drensteinfurt, Bedburg etc.
Für die es besser machen wollen: In der Lokalpresse wird immer kommuniziert, was es mit dem geförderten Gebiet auf sich hat, wann wer wo gefördert wird und warum. Den Stadtanzeiger nicht einfach entsorgen, sondern lesen. Wer momentan keinen aktiven Anschluss möchte, ist es die eigene absolute Pflicht, wenigstens zuallererst einen passiven Anschluss legen zu lassen, denn es ist KOSTENLOS, weil gefördert.
Wenn ebenfalls kommuniziert wird, dass die Frist zum Anmelden demnächst endet, wäre es sinnvoll, sich zu überlegen, ob ein aktiver Anschluss nicht besser wäre.
Klar und deutlich: wer nach der Fristsetzung einen Glasfaseranschluss beantragt, egal ob er einen aktiven oder passiven, wird ein Nachanschluss ohne Wenn und Aber!
Wenn Ihr Fragen habt, kann ich weiterhelfen, aber nur allgemein, nicht spezifisch.
LG 8K