Peering Deutsche Glasfaser, Seitenaufbau langsam

  • Puh, da bin ich echt froh Policy-based Routing zu haben. Die Cloudflare Netze werden einfach alle durch ein Mullvad-VPN geschliffen .. so merk ich nix davon.

    "Fun" fact: Latenz ist sogar besser als ohne VPN (ca. 4.4ms statt 7-7.5ms). Also selbst abseits der Störung.

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  • Kurze Verständnisfrage:
    Da nicht alle Provider betroffen sind, liegt das Problem daran, dass Deutsche Glasfaser (DG) zu wenig oder qualitativ schlechte Bandbreite Richtung Cloudflare eingekauft hat? Oder hat DG keinen Einfluss auf das Routing?

    Mir kommt es manchmal so vor, als ob es künstlich begrenzt wird, weil ein bestimmtes Kontingent erschöpft ist.

  • Cloudflare nutzt Zayo um Daten Richtung DG zu Senden.

    Die Kapazität zwischen Zayo und DG reicht nicht aus.
    DG müsste die Kapazität mit Zayo erhöhen oder Cloudlfare die Route ändern (was kurzeitig auch gemacht wurde per DE-CIX).

    DG könnte auch das Routing per Zayo ändern indem sie die Route weniger attraktiv macht für das Routing Protokoll.

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  • Cloudflare nutzt Zayo um Daten Richtung DG zu Senden.

    Die Kapazität zwischen Zayo und DG reicht nicht aus.

    Von der Theorie bin ich noch nicht überzeugt.

    1. In den Traces sieht man, dass die Probleme innerhalb des Telia Netzes anfangen (AS1299) - das Cloudfare Netz ist da noch gar nicht im Spiel.

    2. Berichten immer noch Netcup Kunden über Probleme aus dem Telekom Netz via IPv6. Die werden ebenfalls über gleichen Telia Hops geroutet, aber Zayo spielt da garantiert überhaupt keine Rolle.

  • 2. Berichten immer noch Netcup Kunden über Probleme aus dem Telekom Netz via IPv6. Die werden ebenfalls über gleichen Telia Hops geroutet, aber Zayo spielt da garantiert überhaupt keine Rolle.

    Hm, hab ich mal gerade ausprobiert. Während DG zu Cloudflare ja gerade ziemlich a.A. ist, ist die Verbindung Telekom zu Netcup über IPv6 im Moment ziemlich sauber.

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  • 1. In den Traces sieht man, dass die Probleme innerhalb des Telia Netzes anfangen (AS1299) - das Cloudfare Netz ist da noch gar nicht im Spiel.

    HOP8 ist bereits das ingress Interface auf seitens des Cloudflare Routers.

    2. Berichten immer noch Netcup Kunden über Probleme aus dem Telekom Netz via IPv6. Die werden ebenfalls über gleichen Telia Hops geroutet, aber Zayo spielt da garantiert überhaupt keine Rolle.

    V6 geht tatsächlich über Telia hier gibt es auch einen kapazitätsengpass aber zwischen Telia und Telekom welcher Seitens Telekom aber voll beabsichtigt ist.
    Hier müsste man mal netcup bzw anexia anhauen das sie die route über ihren Telekom Transit schicken.

    CF nutzt Telia aber nicht auf dem weg zurück sondern z.zt Zayo und diese Strecke ist betroffen da Lastrichtung.

  • Nachdem die Problematik am Sonntag schon deutlich früher am Tage aufgetreten ist und gestern wieder zur Primetime, ist es heute tatsächlich sehr stabil.

    Mein Ticket bei der DG bleibt weiterhin unbeantwortet, nicht mal ein Standard-Textbaustein hat mich erreicht. :D Mal schauen, ob da noch was kommt.

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  • Decken sich diese Probleme u.U. hiermit:

    Störungen und Wartungen - Deutsche Glasfaser

    Damit könnte erklärt werden, warum auf dein Ticket nicht geantwortet wird: Es liegt eine übergeordnete Störung vor. Grundsätzlich ist es jedoch ungehörig auf Kundenanfragen nicht zu reagieren.

  • Nachdem die Problematik am Sonntag schon deutlich früher am Tage aufgetreten ist und gestern wieder zur Primetime, ist es heute tatsächlich sehr stabil.

    Mein Ticket bei der DG bleibt weiterhin unbeantwortet, nicht mal ein Standard-Textbaustein hat mich erreicht. :D Mal schauen, ob da noch was kommt.

    Routing läuft nun wieder über den DE-CIX

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  • Woran machst du fest, dass der Rückweg über Zayo geht? Wie gesagt, komm jetzt nicht mit der Trace Seite von weiter oben, da geht auch der Hinweg nicht über Telia. Da ist das Routing komplett anders.

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  • Guten Abend in die Runde, ich würde mich an dieser Stelle auch mal mit einklinken.

    Seit ca. September verzeichne ich auch Änderungen am IPv6-Peering bei der DG. Um genauer zu sein, besitzen wir bei ins in der Firma eine BPA-Leitung (Standleitung LWL von der Telekom) als sekundäre Anbindung zum DFN (Uni-Netz). Unsere Systeme monitore ich "in beide Richtungen".

    Unsere Server und Dienste sind seit ca. September mit einer RTT von ~130ms (vorher 20-30ms) über IPv6 erreichbar (native Verbindung, keine Tunneling-Protokolle o.Ä. im Einsatz). Anfangs selber analysiert und dann weitergegeben ans NOC von der DTAG wo prompt die Rückmeldung kam: "die DG announct ihre Route im BGP über Washington DC. Wir nehmen den Traffic nur so entgegen. Da können wir leider nichts machen." Weitere Tests und Recherchen meinerseits haben dieses bestätigt. Auch Verbindungen zu normalen GK und PK-Anschlüssen der Telekom weisen diese hohen Laufzeiten auf. Somit kein Fehler an meinem Anschluss, bei der Arbeit oder irgendeiner durch meiner Hand verwalteten Hardware.
    In den vergangenen 1-2 Wochen habe ich dann zusätzlich auch noch Packetloss zu den Cloudflare DNS Servern via IPv4 festgestellt (zeitunabhängig, Lastunabhängig an meinem Anschluss) mit teils 25-30%.

    Kurz zusammengefasst ohne gleich wieder emotional auszubrechen: Kundenservice (wie bereits jeder gemerkt hat) existiert bei der DG quasi nicht (bis auf ein paar Ausnahmen). Selbst von einem Engineer vom NOC (ja, die haben eine public erreichbare Mailadresse...einfach mal logisch nachdenken. Die Mailadresse ist sehr kurz. Mehr sag ich an der Stelle nicht;) ) kam eine 0-8-15 Antwort, die technisch komplett fern ab von dem war, was ich gemeldet habe. Und dabei habe ich schon haargenau den Fehler erklärt, Traces hinzugefügt und auf technischer als auch kollegialer Ebene alles "mundgerecht" vorgelegt. 5-6 weitere Tickets erstellt, geschlossen, wieder eröffnet, Rückfragen gestellt, vertröstet und hingehalten worden. Keine Chance.

    Also was hat geholfen: BNetzA eingeschaltet (mit 27 seitiger PDF mit Belegen von Tickets, Tracerts, Bildern aus meinem Monioring etc.) und DANN kam ein Anruf vom Complaint Management der DG.
    Aktueller Stand: Fristsetzung bis Mitte Januar, ob vom NOC eine Rückmeldung und/oder Fehlerlösung kommt (wird nicht der Fall sein). Dann außerordentliche Kündigung Ende Januar.

    Mein Bauchgefühl sagt mir: bei diesem Peering "Problem" über Telia/Arelion bei IPv6-Verbindungen (bei mir über Washington DC) bzw. Zayo bei IPv4-Verbindungen (Amsterdam) handelt es sich seitens der DG um kein Problem, sondern um eine betriebswirtschaftliche Entscheidung. Wahrscheinlich ist es kostengünstiger, die Verbindungen/Traffic über die o.g. Anbieter zu schicken, statt mit den anderen Anbietern und Carriern direkt (oder an einem Internet Xchange Knoten) zu peeren (zu Lasten der Kunden). Aber irgendwo müssen ja auch die verhältnismäßig günstigen Preise herkommen.

    Kleine Info für euch am Rande: ich komme aus NDS. Mittlerweile hat die DG auch OpenAccess Kooperationen mit anderen Anbietern. Diese sind:

    • Vodafone
    • HTP (Hannover)
    • Wobcom (Wolfsburg; aktuell noch in der technischen Umsetzung, voraussichtlich Verträge ab Somme '25 buchbar)

    Ein Kumpel von mir im Nachbarort war auch Kunde bei der DG und ist seit kurzem Kunde bei der HTP. Hier wird der Traffic auf Layer 2 Ebene übergeben. Insofern wird nur noch die Hardware (ONT) für die Einwahl im Netz + die LWL (Layer 1) von der DG verwendet. Alles andere läuft über die HTP (mit einem sehr guten Peering und sehr guten, technisch versierten Kundenservice).
    Eventuell wäre das für manche Leser hier im Forum eine Alternative. Ich werde jedenfalls dann auch zu einem der eben genannten ISPs wechseln.

    Um das nur fürs Verständnis nochmal kurz zu verdeutlichen: ich hatte sonst nie oder nur wenige Probleme mit der DG (das der Kundenservice sch**** ist, war mir von vorne rein bewusst). Geschwindigkeiten passen, Tiefbau und Hausanschluss war top, zeitliche Bereitstellung super. Nur was bringt es mir, wenn ich eine tolle LWL im Haus und dann sch*** Verbindungen zu verschiedenen Providern habe, weil im "Hintergrund" alles möglichst günstig umgesetzt werden muss. Dann habe ich keinen Vorteil mehr durch eine LWL-/Glasfaserverbindung.