Wieviel Fasern laufen in Mehrfamilien-Häuser?

  • Aus Interesse: Wenn ein Mehrfamilienhaus ans GF-Netz angeschlossen werden soll, dann wird ja sicherlich auch erstmal so eine Speedpipe gelegt. Werden dort dann so viel Fasern durchgezogen wie es Wohnungen in dem Mehrfamilienhaus gibt? Oder kommt nur eine Faser und es gibt im Keller dann einen optischen Splitter?


    Ich frage deshalb, weil der Telekomtechniker als er uns angeklemmt hatte gesagt hat "es sind noch eine Menge Fasern übrig". Wahrscheinlich so aus Spaß. Nun habe ich andersrum aber auch gelesen, dass nur eine Faser in den Keller kommt und dort dann optisch aufgesplittet wird. Das kann hier ja dann nicht der Fall gewesen sein. Allerdings müssten dann ja theoretisch auch mehrere Speedpipes ins Haus gehen, denn soweit ich weiß wird doch immer nur eine Faser in eine Speedpipe eingeblasen.


    Da mich das ganze Thema Glasfaser sehr interessiert würde ich mich freuen, wenn mich hier jemand aufklären könnte. Bei uns hat die Telekom ausgebaut.


    Danke :)

  • Von einem Telekom MFH Ausbau (14 Wohnungen) in Frankfurt wurde mir berichtet, dass Fasern (10) in das Haus geführt werden und in jeder Etage optische Splitter angebracht werden. Darüber werden dann die Wohnungen pro Stockwerk versorgt.

    Letztlich hängt es von der konkreten Immobilie und dem ausbauenden Unternehmen ab.

  • Von einem Telekom MFH Ausbau (14 Wohnungen) in Frankfurt wurde mir berichtet, dass Fasern (10) in das Haus geführt werden und in jeder Etage optische Splitter angebracht werden. Darüber werden dann die Wohnungen pro Stockwerk versorgt.

    Letztlich hängt es von der konkreten Immobilie und dem ausbauenden Unternehmen ab.

    kann ich so bestätigen, 6 etagen haus mit je 2 wohnungen. bei mir kommt die leitung hoch und die sogenannte splitter dose ist bei mir. von da aus gehen dan die fasern in die wohnung

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  • Die normale Bauweise bei der Telekom ist, dass die Splitter im Hausanschluss verbaut werden. Meistens im Verhältnis 1:4, bei großen Gebäuden auch 1:32. In den Verteilern auf den Etagen (Sammelpunkte) wird nur die Steigleitung auf die Wohnungsleitung gespleißt.

  • Durch die Speed Pipes werden übrigens keine einzelne Fasern eingeblasen sondern Glasfaserkabel in verschiedenen Ausführungen. In unserem Fall, ein Altbau mit 12 Wohneinheiten, eine 6 Faser Leitung. 5 Fasern sind auf 1:4 Koppler gespleißt, dass ergibt 20 mögliche Anschlüsse.

    Im Netzverteiler an der Straße geht es auf 1:8 Koppler. Womit wird dann wieder bei der üblichen 1:32 bei der Telekom sind.

    Das hat mir alles ein äußerst freundlicher und mitteilungsfreudiger Telekom-Techniker erklärt.

  • Bei uns hat die Telekom ausgebaut.

    So wie es meine Vorposter beschrieben haben kenne ich es von der Telekom auch.
    Wichtig ist aber das es keine EU- oder Deutschlandweit verpflichtende Norm oder ähnliches dafür gibt. Jeder Netzbetreiber der auf eigene Kosten ein Netz baut, kann für sich selbst entscheiden mit wie viel bzw. wie wenig Fasern er sein Netz realisiert.

    Anders sieht es dagegen aus wenn der Glasfaserausbau vom Bund oder Land gefördert wird. Dann ist es üblich das eine Mindestanzahl an Fasern pro Wohneinheit und Gebäude vom Fördermittelgeber vorgegeben werden.

    Bei uns auf dem Land haben die Stadtwerke gefördert ausgebaut und dort war die Vorgabe dann das 2 Fasern pro Wohneinheit + 2 Fasern für das Gebäude vorhanden sein müssen. Bei einem 4 Parteien Haus ergab das dann dementsprechend 10 Fasern - auch wenn tatsächlich nur 4 aktiv genutzt werden.
    Koppler/Splitter innerhalb von Gebäuden waren kein Thema, da es bei uns auf dem Land nur sehr sehr wenige Häuser mit mehr als 5 Wohneinheiten gibt.

    Einmal editiert, zuletzt von sn0 (13. Oktober 2024 um 10:57)

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  • Bei mir waren es sogar nur 4 Fasern für ein im System der Telekom als "Mehrfamilienhaus" angelegtes Objekt mit einer Wohn- und einer Geschäftseinheit - obwohl mir die Bauleitung zuvor eine 12-fasrige Leitung versprochen hatte. Zwar werden für die aktuell 2 aktiven Verträge nur zwei der Fasern benötigt, bei den geringen Preis- und Durchmesserunterschieden zwischen 4 und 12-fasrig kann ich mir das nur durch schnelleres Montieren der Übergabepunkte (bei mir eine OneBox 3 WE) erklären, da der Materialpreis ja quasi identisch wäre. Außerdem habe ich bei der Telekom/Glasfaserplus latent den verdacht das man bewusst nur ausreichend für den eigenen Bedarf baut, damit man möglichst viel lamentieren kann wenn später andere Provider einen passiven Netzzugang einklagen.

    Betriebswirtschaftlich nachvollziehbar, volkswirtschaftlich leider suboptimal. Aber genug zum Wort vom Sonntag: egal wie Glasfaser gebaut wurde: Glasfaser haben ist besser als von Glasfaser im optimalen Ausbau träumen.

  • Glasfaserplus latent den verdacht das man bewusst nur ausreichend für den eigenen Bedarf baut, damit man möglichst viel lamentieren kann wenn später andere Provider einen passiven Netzzugang einklagen.

    Wenn es Eigenausbau ist, können die anderen "Standart Provider" trotzdem auf das Netz zugreifen (Vorleister Produkt)... und ehrlicherweise muss ich sagen dass ich noch keinen NVT gesehen habe wo durch die Kollokation ein anderer Provider das Gf Kabel an die DTAG übergibt.

    Glasfasermonteur aus Leidenschaft

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