Beiträge von sn0

    Woher weiß ich, ob ich einen Dualstack Anschluß bekomme?


    Jeder DG Kunde bekommt grundsätzlich einen Block mit aus dem internet erreichbaren IPv6-Adressen. Zusätzlich um auch mit dem "alten" Internet kommunizieren zu können, gibt es auch noch eine "DG-Netz-interne" IPv4-Adresse die DG-intern exklusiv ist, aber in Richtung internet teilt man sich sich eine Hand voll IPv4-Adressen mit allen Kunden.


    Das nennt sich "CGNAT", fühlt sich an wie Dual-Stack-Lite weil es die gleichen Nachteile hat, dafübr aber den Vorteil hat, das die v4-Pakete nicht in v6-Pakete verpackt werden müssen und das Kunden sich Providerintern einfacher erreichen.


    (Warum gibt es keine vollwertige exklusive IPv4-Adresse mehr? Ganz einfach: Es wurden weltweit alle technisch möglichen IPv4-Adressen an Provider vergeben. Es ist schlicht nichts mehr übrig. Daher wurden schon im Jahr 1998 die um 96-bit längeren IPv6 Adressen eingeführt und 2017 wegen der abzusehenden IPv4-Adressknappheit zum Standard erklärt.)


    Und warum hat mir die DG nicht vorher gesagt, daß mit ihrem Anschluß nix mehr geht?

    Weil das halt nicht stimmt. Schimpfen muss man auf "alle anderen" Provider welche dir selbst Jahre nach der Standardisierung von IPv6 noch immer kein IPv6 ermöglichen. (Zu "allen anderen" zählen beispielsweise Mobilfunknetze (O2 Telefonica), öffentliche WLAN-Hotspots etc.. Aber auch eigene Hardware (VPN-Server, IP-Kameras, NAS, etc.) die evtl. noch kein IPv6 verstehen.)

    Um den ONT vom HÜP zu lösen, erfordert dies einen Field Service Techniker Einsatz unsererseits, den wir pauschal mit 60 Euro berechnen. Die Durchführung der Arbeiten seitens des Kunden sind gemäß unserer AGB untersagt.

    Interessant. Habe mal nachgesehen, und das steht da tatsächlich an gleich zwei stellen:


    5.2. Gewährung von Zutritt
    Der Kunde stellt [...] sicher, dass Mitarbeiter von Deutsche Glasfaser [...] Zugang zum Grundstück und [...] Gebäuden haben, um Prüfungs-, Installations- Instandhaltungs- und Änderungsarbeiten an technischen Einrichtungen von Deutsche Glasfaser durch zuführen. Eine Durchführung durch den Kunden ist untersagt.

    5.5. Sicherheit
    Der Kunde verpflichtet sich, die technischen Einrichtungen vor unbefugten Eingriffen zu schützen und selbst keinerlei Eingriffe vorzunehmen.

    Inwiefern diese Klauseln vor Gericht stand halten sei mal dahingestellt. Rein technisch kann ich es aber vollkommen nachvollziehen. Je nach Bauart des HÜP (APL) kann ein Laie schon mit wenig ungeschick einen großen Schaden anrichten. (Ferrulen verunreinigen, Fasern beschädigen etc.) Im schlimmsten Fall muss das Kabel neu gespleißt oder gar neu eingeblasen werden.

    ich habe eine Synology NAS und die gibt mir immer die Selbe IPv6 Adresse

    Beginnt diese auch mit dem Präfix das dir zugewiesen wurde? (Zuletzt war es ja 2a00:6020:4052:3000) Denn das würde dann schon mal ausschließen das die FritzBox falsch konfiguriert ist.


    (Ob die Einstellungen in der FB für einen DG-Anschluss richtig sind, weiß ich leider nicht zu 100%.)

    Da ja die FritzBox einen IPv6-Adressblock erhalten hat ist der Fehler nun bei dir zu suchen.


    Folgende Möglichkeiten fallen mir dazu spontan ein:

    - Das Endgerät unterstützt kein IPv6.

    - Am Endgerät ist IPv6 versehentlich deaktiviert.

    - Am Endgerät wurde statt "IPv6 automatisch beziehen" eine statische Adresse eingetragen. (DHCPv6 deaktiviert.)

    - Die FritzBox ist falsch konfiguriert.


    Um letzteres auszuschließen: Wenn du noch weitere IPv6-fähige Clients (z.B. Smartphones) an der FritzBox angeschlossen hast, gucke doch mal im Menü unter "Heimnetz > Heimnetzübersicht > Alle Geräte > (Details)" nach, ob diesen auch keine IPv6 Adresse zugewiesen wurde.

    IPv6-test.com ist übrigens eine praktische Seite um mal eben schnell im Browser zu prüfen ob man über eine IPv6-fähige Verbindung online geht.


    Darüber hinaus kannst du deine IPv6-Adresse auch einfach mal von außerhalb anpingen um zu gucken ob die FritzBox antwortet.

    Ich hab das mal gemacht:

    Code: ping
    1. PING6(56=40+8+8 bytes) 2a00:a7c0:e20a:18::1 --> 2a00:6020:1000:30::5240
    2. 16 bytes from 2a00:6020:1000:30::5240, icmp_seq=0 hlim=59 time=7.749 ms
    3. 16 bytes from 2a00:6020:1000:30::5240, icmp_seq=1 hlim=59 time=7.266 ms
    4. 16 bytes from 2a00:6020:1000:30::5240, icmp_seq=2 hlim=59 time=7.785 ms
    5. 16 bytes from 2a00:6020:1000:30::5240, icmp_seq=3 hlim=59 time=8.538 ms
    6. 16 bytes from 2a00:6020:1000:30::5240, icmp_seq=4 hlim=59 time=7.997 ms
    7. --- 2a00:6020:1000:30::5240 ping6 statistics ---
    8. 5 packets transmitted, 5 packets received, 0% packet loss
    9. round-trip min/avg/max/std-dev = 7.266/7.867/8.538/0.412 ms


    Die IPv6 Adresse ::1 ist übrigens die kürzeste, sie zeigt wie 127.0.0.1 auf des eigene Gerät.

    Zunächst ein Disclaimer für alle die hier mitlesen:

    Typische Fehler die bei der Verlegung von LWL-Patchkabeln durch Laien passieren können:

    • Geknicktes Glasfaser-Patchkabel (worst-case, Patchkabel muss komplett getauscht werden)
    • Verschmutzte Stecker-Ferrule (z.B. durch vergessene Schutzkappen; berühren der Faserspitze mit den Fingern. Reinigung nur mit Isopropyl-Alkohol oder passenden OneClickCleaner möglich.)
    • Durch verschmutze Patchkabel kann auch die Ferrule am APL verschmutzen.
    • Biegeradius nicht eingehalten.
    • Falsches Patchkabel gekauft.
    • Fehlersuche kaum möglich, da Messgeräte nicht vorhanden.


    Aus diesen Gründen raten Berater (und auch Monteure wie ich) Kunden mit wenig handwerklichem Geschick dazu den NT direkt neben dem APL im Keller zu setzen weil dann an der empfindlichen Glasfaser am wenigsten versehentlich kaputt gemacht werden kann. Als Laie hat man nun mal keine Messgeräte zur Hand um zu prüfen ob das was man gemacht hat auch funktioniert.

    Ein CAT7-Patchkabel ist für den Laien einfach deutlich unproblematischer und erheblich weniger fehleranfällig und in jedem Elektrohandel jederzeit vorrätig erhältlich wenn man mal schnell Ersatz benötigen sollte. Da über CAT7-Patchkabel auch locker 1GBit/s (bis zu 100m Kabellänge) erreicht werden, baut man sich auch keinen Flaschenhals nur weil man auf Kupfer setzt.

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    Für diejenigen die wissen was sie tun: Ihr könnt natürlich gerne mit großer Sorgfalt ein LWL-Patchkabel in den eigenen 4 Wänden verlegen. Genau genommen hat man auch ein Recht darauf, denn der Übergabepunkt vom Netz zum Kunden ist ja immer der APL (auch HÜP genannt).

    Beim Kauf würde ich darauf achten ein Patchkabel mit relativ großen Kabeldurchmesser zu kaufen (also größer als 2mm) die knicken beim verlegen/ziehen nicht so schnell und verzeihen auch mal ne leichte Zugbelastung oder Quetschung.

    es ist hinten an der Box eine USB-A Schnittstelle und in der Anleitung steht auch irgendwo, daß man ein

    externes Speichermedium anschließen kann. [...] ich kann die auch nicht auswählen, wenn ich eine Sendung aufnehmen möchte wird diese im ganz normalen Speicher abgelegt.

    Hmm, ich kenne das Gerät leider nicht, habe aber mal die beiden DGTV Anleitungen durchstöbert und konnte zur USB-Schnittstelle rein gar nichts finden. Soweit ich das herauslese, werden die TV-Aufnahmen auch nicht im Gerät sondern auf einem Server im Netz gespeichert. Sonst würde in der Anleitung nicht auf ein Kontingent von 100 Stunden sondern etwas von größe des Speichermediums stehen.

    Nun die Frage: liegt es evtl an der Formatierung der Platte? Welches Filesystem akzeptiert die Box? Oder muß man die Platte irgendwie aktivieren? IN den Beschreibungen steht dazu leider so gut wie nichts.

    Da die Set-top-Boxen für gewöhnlich auf dem Linux Betriebssystem basieren, ist es wahrscheinlich das lediglich exFAT, FAT32 und ext3 unterstützt werden (nicht proprietäre NTFS von Microsoft).
    Bei USB-Festplatten sollte man ggf. die Stromaufnahme beachten, es soll Geräte geben (z.B. Sat-Receiver) die am USB-Port keine 500mA bereitstellen was bei einigen externen Platten allersings erforderlich ist um die Platte zum drehen zu bekommen. Evtl. besser mit einem USB-Stick testen.
    Auch denkbar kann es sein das die USB-Schnittstelle nur für Softwareupdates genutzt werden kann.

    Gibt es eine Möglichkeit ohne weiteres Geld (WAF) investieren zu müssen ein VPN einzurichten?

    Ja, in dem du auf dem RasPi einen VPN Server installierst.


    Zu beachten wäre:

    - Je nach Verwendungszweck kann ein RasPi zu langsam sein. (Z.B. wenn du Videostreaming über einen RasPi der ersten Generation machen möchtest.)


    - IPv6 Erreichbarkeit: Du hast keine exklusive IPv4 Adresse. In deinem Fall wird dein VPN also nur von IPv6 fähigen Internetanschlüssen/WiFi-Hotspots etc. aus erreichbar sein. (Beim Mobilfunk ist das derzeit das Telekom und Vodafone Netz, aus dem Telefonica/O2-Netz (IPv4 only, Stand: Anfang 2021) wirst du deinen VPN-Server nur mit Hürden erreichen können.)

    Hat jemand das schon gemacht und kann mir Hilfe oder eine (funktionierende und getestete) Anleitung dazu geben?

    Selber gemacht habe ich es zwar nicht, aber ich habe eine sehr ausführliche und bebilderte Anleitung gefunden: (Einige schritte kann man ggf. auslassen)
    https://www.comparitech.com/bl…privacy/raspberry-pi-vpn/
    und ansonsten: Man muss das Rad ja nicht immer neu erfinden: http://letmegooglethat.com/?q=raspberry+pi+vpn+server

    Ich glaube du verstehst da etwas falsch. Die im traceroute angezeigten millisekunden-Werte addieren sich nicht entlang der Route, sie sind immer das Ergebnis eines einzelnen Pings zu einem Hop (Router) auf der Strecke. Pro Hop wird drei mal gemessen um einen sehr groben Durchschnitt zu erhalten.


    Siehe dazu auch: How to read a Traceroute


    Da ja der Ping des letzten Hops (Der DNS Server von 1.1) lediglich 3ms beträgt, ist das eigentlich vollkommen i.O.

    Kannst du auch überprüfen indem du mit dem Befehl ping 1.1 -t einen Dauerping laufen lässt. (Bei meinem 100Mbit/s VDSL Anschluss: 25ms)

    Via IPv6 ping [2606:4700:4700::1111] -t erreiche ich den sogar schneller: 17ms (weil nur 5 anstatt 7 Hops).


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    Zum Schwärzen: Naja, deine Öffentliche-IP kann man dann sehen, ob das tragisch ist kann jeder für sich entscheiden. Hat ehr was mit Datenschutz/Privatsphäre zu tun. (Mir wäre es egal, da sich die IP-Adresse bei mir alle 24h ändert.)

    Ergebnis 1: Ein Antwort in Englisch kommt, dass alle Dokumentationen und Support an eine Firma "X-GEM" übertragen wurden, Sagemcom damit nichts mehr zu tun hat und ich mich doch gefälligst solange noch Garantie wäre an meinen Händler wenden soll.
    Mein Hinweis zurück, dass der Router doch auf Ihrer Internetsite zu finden wäre und somit von Sagemcom und nicht X-Gem verkauft würde. Sowie, dass ich keine Firma X-GEM im Internet finden würde.


    Ergebnis 2: Antwort (Übersetzung von Google aus dem Englischen) "Der technische Support wurde seit 2015 an die Firma X GEM verkauft und jetzt existiert diese Firma leider nicht mehr.

    Ich habe bezgl. Sagemcom und X-GEM mal etwas gegoogelt "recherchiert". :)

    Also auf Sagemcom.com gibts ne Liste mit allen Büros/Niederlassungen (erstaunt war ich das es sogar ein Büro in meiner Stadt (Bocholt) geben soll, okay, so unwahrscheinlich ist das nicht, da die DG (aus dem benachbarten Borken) hier auch die Marketingleute sitzen hat.)
    Da ich mir aber angesichts der langen Liste von Sagemcom-Büros nicht vorstellen kann, das dass Büro hier in Bocholt von dem Gerät Ahnung hat, habe ich mal geguckt wo denn der Niederländische Sitz ist (Hintergrund: Die Genexis ONTs werden auch aus NL bezogen) und bin auf diese Seite gestoßen: https://drimble.nl/bedrijf/ein…326/sagemcom-benelux.html

    Auf dieser ist Zufällig auch die Historie von "De Kamer van Koophandel" (Handelskammer) einzusehen und in dieser sieht man das die Firma ihre Geschäftsführer und Namen wie andere ihre Unterhose wechseln ;) Jedenfalls hieß "Sagemcom Benelux BV" im Jahr 2015 mal "X-GEM" und ist wohl seit 2016 (letzter Historien-Eintrag) nicht mehr existent.
    Lässt tief Blicken wenn man es seit 5 Jahren nicht hinbekommt den Eintrag eines ehemaligen Büros von der Liste auf der Webseite zu nehmen.


    @Waishon: Gute Idee, das mit dem "0" eintragen wollte ich auch noch vorschlagen, du bist mir aber zuvor gekommen. Auf das sternchen wäre ich aber auch nicht gekommen. Ich hoffe mal das ist des Rätsels Lösung :)

    [...] da kam mir die Frage auf ob ich nicht die 3370 als AP an den Genexis anschließen kann um so wieder ein besseres wlan signal zu bekommen; dieser wäre dann wahrscheinlich nur wenige Meter neben dem Genexis Router /Modem. Es ist nicht notwendig, dass die volle Leistung im EG ankommt [...]

    Klar kannst du die FritzBox auch nur als W-LAN AccessPoint betreiben.
    Was genau an der Konfiguration zu ändern ist, wird hier beschrieben:

    https://www.heise.de/tipps-tricks/FritzBox-als-Access-Point-nutzen-so-geht-s-4338684.html

    Da die Fritzbox 3370 ja neben dem 2,4GHz WLAN auch 5GHz beherrscht solltest du evtl. darauf achten ob sich der SmartTV auch mit dem etwas stärkeren 2,4GHz WLAN verbindet. Das 5GHz WLAN ist zwar schneller, kommt physikalisch bedingt nicht so gut durch Wände und Decken.


    Wenn du ein Android-Smartphone hast, kannst du mit der kostenlosen App "WiFi Analyzer" im Haus herumlaufen und gucken wie Stark das Signal an verschiedenen Stellen im Raum ankommt. Wenn es nicht ausreicht gegebenenfalls die Position des Access-Points verändern, z.B. höher im Raum platzieren oder etwas drehen.

    (Für Apfel Geräte gibt es keine vergleichbare App, da Apple denkt das sei böse dass man sehen kann wie stark man die einzelnen WLAN-Kanäle empfängt.)

    Ich kriege es jedoch nicht hin, diese auch von außerhalb meines Heimnetz zu erreichen und vermute, dass meine Einstellungen am von der DG bereitgestellten SagemCom F@st 5366se Router nicht funktionieren

    Es wäre gut zu wissen was du denn genau dort eingestellt hast.
    Da es nicht einmal auf der Herstellerwebseite eine Bedienungsanleitung gibt und das gleiche Gerät hier im Forum möglicherweise nur wenige Nutzer haben, wäre es gut wenn du uns ein paar Screenshots von deinen Einstellungen machen könntest und hier als Dateianhang einzustellen?

    Ohne das Gerät zu kennen: In der Theorie sollte es genügen den gewünschten Port (bei Webservern meist 80 oder 443) für das entsprechende IPv6-Gerät freizuschalten (forwarden).

    Beim GF-Anschluss, habe ich die Musik bestellt, bezahlt und bestimme also, was gespielt wird.


    Ich als Eigentümer/Auftraggeber bestimme, wo der ONT/Medienkonverter als Übergabepunkt/Netzabschluss/Schnittstelle Netz/Haus montiert wird und nicht der Netzbetreiber.

    Jein, es herrscht immer noch Vertragsfreiheit. Wenn der Anbieter keinen Bock auf komischen Sonderinstallationen hat, darf er auch vom Vertrag zurücktreten (oder dir halt ein gesondertes Angebot machen). Vorausgesetzt es wurde im Vorhinein nicht schriftlich festgehalten (und das ist es leider viel zu oft).

    Dazu gibts bei den Anbietern ja schließlich passende Patchkabel in fast allen erdenklichen Längen

    Die Kunden möchte um Kosten zu sparen möglichst viel selbst machen. Gerne, aber LWL Patchkabel in Händen von Laien sehe ich las Techniker äußerst ungern. (Meine Meinung) Das hat sich schon im Geschäftskundenumfeld nicht durchgesetzt (Fibre-to-the-Desk) da zu fehleranfällig bei "misshandlung" duch Laien. Ist halt kein Toslink-Kabel.

    Und, selbst bei den Wald-und Wiesenelektrikern sollte sich mittlerweile rumgespochen haben dass die Kunden vermehrt eine LWL-Inhouse-Infrastruktur wünschen.

    Klar, wünschen tut sich das jeder. Nur ob es beim bezahlen auch so aussieht, lasse ich mal dahingestellt ;)

    - Steckdose vorort?

    - Telefonkabel sind keine Netzwerkkabel

    - zwei VDSL-Modems kosten nu mal mehr als 100 Meter Netzwerkkabel mitsamt Patchpanel und Datendosen.

    huiii, da habe ich dich mit dem Wald- und Wiesen Elektriker aber getriggert. haha. Alles volkommen valide Punkte, könnte man mal in einem separatem Thread ausführen.

    Das mit der "Steckdose vorort" wollte ich erst noch angesprochen haben, war mir dann aber zu Off-Topic. Aber nunja, ein Problem ist es definitv, dass es oft genug am HÜP APL weit und breit keine Steckdose gibt und auch dies wieder Kosten verursacht, wenn man sich nicht mit einem Verlängerungskabel als dauerzustand zufriden stellen lässt. ;)
    Ich hatte diesbezüglich mal Kontakt mit AVM aufgenommen ob die nicht einen via PoE fernspeißbaren ONT entwickeln könnten. Ist schon einige Zeit lang her, ich meine die Antwort war das sie es interesannt finden und es an die Entwicklungsabteilung weiter geben würden.

    Gibt es sonst noch etwas, auf das wir achten müssen damit der Techniker das Kabel problemlos vom ONT zum HÜP durchlegen kann?

    Zuerst einmal würde ich Fragen ob denn der Techniker dieses dir zugeschickte Kabel überhaupt im Haus verlegt oder ob das dein Job ist.

    Ich habe als Sub schon für mehrere Netzbetreiber in diversen Regionen in NRW Hausanschlüsse gebaut, bisher war bei keinem eine InHouse-Verkabelung automatisch inbegriffen.


    Die ONTs werden in der Regel (auch bei kleineren Mehrfamilienhäusern) direkt neben den HÜP montiert. Manchmal gibt es sogar vorgaben das z.B. der HÜP nur 2m von der Stelle entfernt montiert werden darf an der die Speedpipe ins Haus kommt. Für die ONTs ist dann das dazugehörige LWL-Patchkabel der begrenzende Faktor (meistens 1-2m).

    Bei einem Netzerrichter durfte unsere Firma InHouse-Verkabelungen separat anbieten, also mit separatem Aufmaß, Angebot und Rechnung. Wurde aber nur wenig genutzt, da die meisten Gebäude freistehende Einfamilienhäuser waren.

    Diese Frage "wie es denn vor hier (Keller / Hausanschlussraum) aus weiter geht" höre ich von vielen Kunden. Leider Zurecht, da die Anbieter dieses durchaus nicht ganz kostengünstige Thema nicht gern kommunizieren.
    Den Kunden die auch Eigentümer des Gebäudes sind empfehle ich immer ein handelsübliches Netzwerkkabel (CAT6e oder besser) bis zum Wunschort zu verlegen. Ist günstig, leicht austauschbar, mechanisch belastbar und bei einer Kabellänge unter 55m (100m bei CAT6a) sind auch mehrerer Gigabit/s möglich. Zudem kann es von jedem Wald und Wiesen Elektriker verlegt, montiert (ggf. Datendose) und geprüft werden.


    Es soll ja auch Umsetzer von Ethernet auf Telefon/Klingeldraht geben die quasi Gebäudeintern über nur zwei Drähte VDSL2 Geschwindigkeit erreichen, so das man evtl. gar kein neues Kabel legen müsste sondern nur das vorhandene Telefonkabel umklemmen müsste. Da habe ich selber aber leider noch keinerlei Erfahrung mit.


    Zitat von reaktionaer

    Nicht dass es an etwas dummen scheitert und er den ONT einfach neben den HÜP setzt.

    Wäre das so schlimm? Ich meine was spricht dagegen? Es ist ja nicht so als würde die Übertragungsgeschwindigkeit dadurch reduziert. Beim Fehlerfall kann es evtl. nett sein nicht in den Keller rennen zu müssen, aber wie oft kommt sowas schon vor?

    Zudem möchten wir dringend erwähnen, dass nach Einrichtung eines passiven Anschlusses unsererseits jeglicher Support entfällt und zukünftig keine vertraglichen Änderungen bzw. Buchungen einzelner Optionen mehr möglich sind. Dies empfinden wir als nicht zielführend.

    Eine vertragliche Änderung wird wohl das buchen von IPTV-Paketen oder Telefonieoptionen sein die man wohl mit der Fremdhardware nicht realisieren kann/will. Das sie dass nicht zielführend finden kann ich gut nachvollziehen ;)


    "passiver Anschluss"

    Gut finde ich das man jetzt weiß wie ein solcher Anschluss anscheinend Firmenintern genannt wird. Auch wenn ich es etwas unpräzise finde, denn auf der Faser selbst ist ja weiterhin ein aktives Signal. (Ich selbst hätte bei dem Begriff einen gebauten HÜP ohne Signal oder ohne angeschlossenes ONT vermutet.)

    Und mit dem "kundeneigenen Router" kann man es zusätzlich auch noch verwechseln. Konsequent wäre es ja wenn man es "kundeneigener ONT" nennen würde.

    Unter "Telefonie/Eigene Rufnummern/Anschlusseinstellungen" war der Haken bei "Für Internettelefonie eine seperate Verbindung nutzen (PVC)" aktiviert. Das erklärt natürlich alles :) . Interessant ist jedoch die Tatsache, dass diese Konfiguration fast 1 Jahr lang problemlos funktionierte.

    Interessanter finde ich die Tatsache das dieser Haken den Reset auf Werkseinstellungen überlebt hat. ;) Gibt es dafür auch eine Erklärung?

    Ein weiterer Aspekt der meiner Meinung nach gegen ein Kundeneigenes ONT spricht, ist ein früher oder später auftretender defekt des Gerätes. Sei es durch Überspannung/Blitzschlag, Hochwasser oder Altersschwäche.

    Immer wenn ein neues Gerät angeschlossen werden soll, muss man sich nicht nur selber zeitnah um passenden (!) Ersatz kümmern, sondern sich auch erneut um die Freischaltung bemühen. Die 3 Watt Energieverbrauch und der eine Steckdosenplatz den das ONT benötigt ist es dem "Mehrwert" ein Gerät weniger - dafür aber gar keinen Support mehr zu haben, nicht Wert.


    Es ist nun mal etwas ganz anderes als DSL bei dem man mal eben einen Startcode bzw. Username/Passwort eintippt und sich der Rest (Telefonie) via TR-069 selbst konfiguriert.


    PS: Wenn ich übrigens Fotos wie das oben vom Zyxel mit offenem LWL-Port (ohne Staubschutzkappe) sehe, sagt mir das nur vor allem eines: Hier hat wohl Jemand keinen Schimmer davon wie schon winzige mengen Staub/Schmutz/Fett die optische Signalübertragung unmöglich machen können. Bastlern würde ich auch zutrauen das die mal direkt in das ende der Faser schauen um zu gucken ob man das 1310nm-Licht denn auch sehen kann. :roll: Wer Singlemode nicht von Multimode und APC nicht von UPC unterscheiden kann lässt besser die Flossen von der Faser:!:Nicht umsonst sind die Spleißgehäuse bei einigen (den meisten?) Providern verplombt bzw. mit Schlüssel gesichert.

    Hatte tatsächlich einen grünen Stecker in einer blauen Dose ?(

    Aua, das kann in der Tat zu physischen Schäden an Stecker/Pigtails führen.
    In der LWL-Schulung lernte ich u.A. den Spruch "Grün auf Blau macht keine Sau" kennen und schätzen :) Er spielt auf den Steckertyp (PC vs. APC) an den man anhand der farbliche Kennzeichnung erkennt. Anders als es z.B. bei Heimanwendertechnik üblich ist, sind diese Steckertypen leider nicht durch mechanische Unterschiede (Nut, Nase o.Ä.) auseinanderzuhalten. Man muss also wissen das es diese Unterschiede gibt und das es schon durch einfaches Zusammenstecken zu Schäden führen kann.


    Hintergrund: Der angewinkelter Schliff der Ferrule eines APC Steckers/Pigtails kann brechen wenn man einen (U)PC-Stecker/Pigtail mit flachem Schliff aufsteckt.

    Der schräge Schliff sorgt im Gegensatz zum geraden Schliff für erheblich geringere Reflexionen bei der Steckverbindung. Den Unterschied sieht man mit nem OTDR recht gut.

    Jetzt bekommt aber nur mein router ein IPv6 adresse und wird das nicht weiter geleitet.

    Grundsätzlich nicht? Wie verhalten sich andere Geräte (PCs/Notebooks oder Smartphones), erhalten diese alle keine IPv6 Adresse oder betrifft das nur deine Geräte die du von unterwegs aus erreichen möchtest?


    Die Geräte die eine IPv6 Adresse erhalten sollen (Heimautmatisierung und IP-Cams) unterstützen diese auch ganz sicher IPv6?