Gründe für niedrige Take-Up Rate von 18% bei Glasfaser

  • Und ein weiterer Artikel, der nach Erklärungen sucht, warum das Ausbauziel 2030 nicht erreicht werden wird: https://www.heise.de/news/Kluft-zwi…st-9855317.html

    Allerdings zweifle ich die Repräsentativität der Umfrage aufgrund der geringen Grundgesamtheit an.

    Diese ist mit 4000 Teilnehmern sogar besonders hoch.

    Umfrage Teilnehmer: Wie ermittle ich die optimale Stichprobengröße? | marktforschung.de

  • Und ein weiterer Artikel, der nach Erklärungen sucht, warum das Ausbauziel 2030 nicht erreicht werden wird: https://www.heise.de/news/Kluft-zwi…st-9855317.html

    Allerdings zweifle ich die Repräsentativität der Umfrage aufgrund der geringen Grundgesamtheit an.

    Also mit 4000 Teilnehmer finde ich schon hoch.

    Unabhängig davon bestätigt aber die Umfrage genau das, was ich in meinem Umfeld erlebe.

    Sobald die Leute einen stabilen Anschluss mit VDSL 100 und aufwärts haben, gibt es keinen Grund für sie zu wechseln. Und in Deutschland ist VDSL halt sehr gut ausgebaut. Warum soll man sich da eine neue Technologie ins Haus holen? Da müsste man sich ja mit beschäftigen. Und dann macht es auch noch Dreck.

  • Du meinst deshalb?

    Zitat

    2.000 bis 3.000 Personen: Repräsentative allgemeine Bevölkerungsumfragen, bei denen auch differenziertere Subgruppenanalysen möglich sein sollen

    Ist das wirklich eine allgemeine Bevölkerungsumfrage (beispielsweise: "Wie zufrieden sind Sie mit der Arbeit der Bundesregierung?") oder ist das eher für den technisch interessierten Teil der Bevölkerung?

    Ich will hier keine Diskussion von Zaun treffen, mir fehlen hier einfach eine Beschreibung der Fragen und welche Bevölkerungsteile ausgewählt wurden. Nur "volljährig" ist zu allgemein.

  • Tipp: Jetzt kostenlos registrieren, mitmachen und das Forum ohne Werbebanner nutzen.
  • Es ist zumindest ein Meinungsforschungsinstitut und gibt selbst an, dass die Umfrage repräsentativ war. Dazu gehören noch viel mehr Faktoren als die Anzahl der Befragten.

    YouGov ist meiner Beobachtung nach eine starke Größe in dem Markt und daher schenke ich deren Expertise durchaus Beachtung.

    Du hast aber explizit die "geringe Grundgesamtheit" bemängelt und das ist sachlich nicht korrekt.

  • Unter älteren Menschen versteht der soziale Dienstleister (Pflegestationen etc.) eher Ü70 und noch stärker Ü80 und davon gibt es "noch" viele. Und die telefonieren nur, notfalls mit einem einfachen Handy. Ich habe für meine Mutter(88J) ein Vodafone-Mobilfunk-Vertrag nur Telefonieren Flat in alle Netze für 5 €. Aber ich habe ihr auch Gf übergeholfen. Aber auch damit wird nur von ihr telefoniert. Das WLAN der Fritz!Box ist nur für die Enkelkinder. ;)

    Mein Vater: Alleinstehend (80), hat keinen Festnetztarif, telefoniert ausschließlich über Smartphone und weiß bestens, wie man WhatsApp bedient. Surft im Internet mit meinem alten MacBook über einen Congstar Tarif. Wollen wir jetzt alle Alten über einen Kamm scheren? :)

  • Meine Schwiegermutter, jünger als dein Vater, hat kein Smartphone und will auch keines. Mobil telefoniert sie nur im Notfall, sonst via dem "klassischen" drahtgebundenen Telefon. Aktiv nutzt sie gar kein PC/Laptop/Tablet.

    Wollen wir uns jetzt mit Vergleichen messen?

  • Tipp: Jetzt kostenlos registrieren, mitmachen und das Forum ohne Werbebanner nutzen.
  • Nein, aber ich finde es grenzwertig Sondertarife für Alte zu fordern, als wären diese geistig und finanziell minderbemittelt. Ich kenne einige Ü70 Haushalte, die ihre Hütte komplett vernetzt haben und schon alleine für Streaming einen stabilen Tarif benötigen.

    Und warum sollten gerade die „Alten“ irgendwelche vergünstigten Sondertarife benötigen? Wer sonst hat heute noch Kohle?

  • Mein Vater: Alleinstehend (80), hat keinen Festnetztarif, telefoniert ausschließlich über Smartphone und weiß bestens, wie man WhatsApp bedient. Surft im Internet mit meinem alten MacBook über einen Congstar Tarif. Wollen wir jetzt alle Alten über einen Kamm scheren? :)

    Meine Frau ist Sozialarbeiterin und arbeitet als Chefin seit 20 Jahren in dem Beratungszentrum Spandau "Rund ums Alter". Dadurch, glaube ich, haben ich aufgrund ihrer Berichte einen ganz guten Einblick. Bisher war tatsächlich so um die 80 Jahre die Schallgrenze zw. Telefonie oder moderne Kommunikation (Whatsapp und Co.). Dies wird sich wohl mit der Zeit etwas verschieben. Allerdings geht dies ab 85 sehr stark zurück, dies hängt meistens mit der typischen Altersdemenz zusammen. Und die hat sich trotz längerer Lebenserwartung nicht verschoben.
    Natürlich gibt es Unterschiede, bei Schwiegermutter ging es schon mit Anfang 80 los, bei meiner Mutter mit 88 war davon kaum etwas zu merken, aber meine Mutter wiederum hat sich nie für Technik interessiert. Ihr Highlighte war ihr WLAN-Bilderrahm, der aus der Entfernung von den Enkelkindern gefüttert wurde. 8o

  • Nein, aber ich finde es grenzwertig Sondertarife für Alte zu fordern, als wären diese geistig und finanziell minderbemittelt. Ich kenne einige Ü70 Haushalte, die ihre Hütte komplett vernetzt haben und schon alleine für Streaming einen stabilen Tarif benötigen.

    Und warum sollten gerade die „Alten“ irgendwelche vergünstigten Sondertarife benötigen? Wer sonst hat heute noch Kohle?

    Das finde ich so gar nicht.
    Es wäre ja mal Gleichberechtigung gegenüber den U30 /Studenten.
    Gerade die Personen in Rente verfügen wieder über deutlich weniger Einkommen. Der Durchschnitt fällt so von 2000 € Netto auf 1200 € Netto im Monat.

  • Tipp: Jetzt kostenlos registrieren, mitmachen und das Forum ohne Werbebanner nutzen.
  • Der Beste Verkauf von GF Anschlüssen wäre, wenn es endlich mal ein "Latest Date" für den DSL Ausstieg gäbe. - Der muss ja nicht deer 31.12.2029 sein, aber wenn man heute - biespielsweise - schon den 31.12.2034 ausrufen würde, wäre für alle Seiten noch genug Zeit zu handeln.

    - Die GF Ausbaufirmen könnten in der Zeit die 100% Netzabdeckung erreichen - Wenn alle Zusammen an unterscheidlichen Stellen bauen, und nicht einzelne Orte mit 2 oder 3 mal der gleichen Infrastuktur zu versorgt werden. - Ich habe ja auch nur eine Stromleitung, und kann aus zig Stromanbietern frei wählen.

    - Die Kunden könnten auch noch alle Zeit der Welt sich langsam von DSL zu verabschieden, und sich dann einen neuen Anbiter zu suchen, über wen man dann in Zukunft eine Kabelgebundenen Breitband-Aktivitäten durchführen kann.

    Ich bin bei mir im Haus einer von 7 Eigentümern, und nur ich habe Glasfaser (Netzbetreiber UGG). - Die anderen Mieter / Eigentümer wollten bisher nicht. Aktuell bietet die UGG bis 30.09.2024 als Nachvermarktung bei uns an, die Anschlüsse kostenlos in jede Wohnung zu verlegen (2 Wanddurchbrüche + 3 Meter innerhalb der Wohnung für NULL EUR. - Billiger wirds nicht mehr. - Am 09.09. habe ich dazu über den Verwalter eine Sonder-Eigentumsversammlung einberufen lassen. - Ich bin selbst mal gespannt, ob da noch jemand jetzt auif den Zug aufspringt, oder immer noch nicht.

  • Das finde ich so gar nicht.
    Es wäre ja mal Gleichberechtigung gegenüber den U30 /Studenten.
    Gerade die Personen in Rente verfügen wieder über deutlich weniger Einkommen. Der Durchschnitt fällt so von 2000 € Netto auf 1200 € Netto im Monat.

    Das ist halt sehr unterschiedlich verteilt, je nachdem wie einem das Leben mitgespielt hat. Wir wohnen hier im erweiterten Speckgürtel von Frankfurt. Bei uns im Ort (ca. 20.000 EW) hat quasi jedes Rentnerpaar sein abbezahltes Eigenheim, und wenns gut läuft von den Eltern bereits weitere Immobilien geerbt. Deshalb ist es immer schwierig, von der Rentenhöhe auf den tatsächlichen Lebensstandard zu schließen.

    Zurück zum Thema: Als bei uns im Ort die Tiefbauarbeiten weitgehend abgeschlossen waren, konnte man an den orangenen Speedpipes vor den Häusern sehr gut sehen, wer GF bekommt, wer nicht. (Wie so oft, wurde auch bei uns die Quote der DG nur ganz knapp und während der Befragungsverlängerung erreicht, was mich damals noch sehr wunderte). Jedenfalls war die Speedpipedichte gerade in Wohngebieten mit überwiegend Älteren tatsächlich eher gering. Das lag aber m. E. nicht an den Kosten/Tarifen der DG, sondern an den schlechten Verkäufern. Die verbreitete Drückermentalität hatte sich schnell rumgesprochen und viele Bürger haben die „Berater“ erst gar nicht in ihre Häuser gelassen.

    Natürlich muss man dazu wissen, dass wir hier eine sehr gute Telekom Infrastruktur haben, mit VDSL bis zu 250 Mbit (100 können fast alle haben). Da will man halt eher nicht, dass einem fremde Menschen den Vorgarten aufbuddeln und Löcher ins Haus bohren. Viele sind einfach der Meinung, das mit der GF sollen sich die Kinder später bestellen, wenn sie das Haus geerbt haben.

  • Ich bin bei mir im Haus einer von 7 Eigentümern, und nur ich habe Glasfaser (Netzbetreiber UGG). - Die anderen Mieter / Eigentümer wollten bisher nicht. Aktuell bietet die UGG bis 30.09.2024 als Nachvermarktung bei uns an, die Anschlüsse kostenlos in jede Wohnung zu verlegen (2 Wanddurchbrüche + 3 Meter innerhalb der Wohnung für NULL EUR. - Billiger wirds nicht mehr. - Am 09.09. habe ich dazu über den Verwalter eine Sonder-Eigentumsversammlung einberufen lassen. - Ich bin selbst mal gespannt, ob da noch jemand jetzt auif den Zug aufspringt, oder immer noch nicht.

    Da liegt das nächste Problem: Als Eigentümer einer vermieteten Immobilie kriegts du keinen kostenlosen Anschluss gelegt, wenn du nicht mindestens einen 24 Monatsvertrag abschließt. Wenn der Mieter aber kein Interesse daran hat, müsstes du einen ungenutzen Vetrag abschließen. Viele Vermieter denken da nicht langfristig und scheuen die Kosten. Dumm zwar, aber Realität.

  • Tipp: Jetzt kostenlos registrieren, mitmachen und das Forum ohne Werbebanner nutzen.
  • Nein, aber ich finde es grenzwertig Sondertarife für Alte zu fordern, als wären diese geistig und finanziell minderbemittelt. Ich kenne einige Ü70 Haushalte, die ihre Hütte komplett vernetzt haben und schon alleine für Streaming einen stabilen Tarif benötigen.

    Und warum sollten gerade die „Alten“ irgendwelche vergünstigten Sondertarife benötigen? Wer sonst hat heute noch Kohle?

    Die "Alten" wollen keinen Sondertarif, sondern einen Tarif, der ihrem Bedarf entspricht. Den gibt es sogar, nämlich DSL mit 16 MBit oder teilweise sogar nur Telefonie ohne Internet für 17 Euro.

    Da es diesen Tarif bei DSL gibt, bei Glasfaser aber nicht, sollte sich nicht die Frage stellen, warum die "Alten" einen Sondertarif wollen, sondern vielmehr, warum es diese DSL-Tarife nicht auch bei Glasfaser gibt.

    Und da es diese nicht gibt, braucht man sich nicht über mangelnde Wechselbereitschaft wundern.

  • Ja, es ist momentan teilweise schwierig. Bei gewissen Verdächtigen wird dir derzeit beim 16 Mbit/s-Tarif sogar schon VDSL geschaltet, wo verfügbar. Effektiv bekommt man dann 20 Mbit/s Download und 5,8 Mbit/s Upload.

  • Da liegt das nächste Problem: Als Eigentümer einer vermieteten Immobilie kriegts du keinen kostenlosen Anschluss gelegt, wenn du nicht mindestens einen 24 Monatsvertrag abschließt. Wenn der Mieter aber kein Interesse daran hat, müsstes du einen ungenutzen Vetrag abschließen. Viele Vermieter denken da nicht langfristig und scheuen die Kosten. Dumm zwar, aber Realität.

    Das ist richtig, das es für Vermieter keinen kostenlosen Anschluss gibt. Die Provider müssen ja auch von was leben. Aber sobald nur ein Mieter ein Vertrag über 24 Monate abschließt, wir die Faser ins Haus gelegt, meistens im Keller. Damit ist doch für den Vermieter doch alles gut, die Glasfaser liegt da. Selbst wenn nur die Monatlichen Kosten vom Mieter übernommen werden müssen, wollen das viele Mieter auch nicht, dann kommen solche Aussagen, wie z.B: „kostet 25€/Monat, das ist 5 € teurer als was ich jetzt bezahle. Nach einen Jahr wird das auch noch teurer. Das wollen wir nicht“ Der Mieter sieht / versteht nicht den Mehrwert von GF. Internet tut es ja auch mit 100 Mbit/s und das für 19,90€ / Monat.

  • Tipp: Jetzt kostenlos registrieren, mitmachen und das Forum ohne Werbebanner nutzen.
  • Der Mieter sieht / versteht nicht den Mehrwert von GF. Internet tut es ja auch mit 100 Mbit/s und das für 19,90€ / Monat.

    Genau da liegt das Problem: Wo ist der Mehrwert von GF für einen ganz normalen Standarduser? Solange es teurer ist und (gefühlt) dasselbe bietet, ist es das schlechtere Produkt.

  • Genau da liegt das Problem: Wo ist der Mehrwert von GF für einen ganz normalen Standarduser? Solange es teurer ist und (gefühlt) dasselbe bietet, ist es das schlechtere Produkt.

    Ja, das ist tatächlich das Problem. Klar kann man mit Technik und allem argumentieren, aber das will der Normalo gar nicht verstehen. Der hat da sein VDSL250 / Kabel1000 Tarif und schaut nur auf die Kosten. Ich kanns auch nachvollziehen, ist halt schwer zu argumentieren, wenn GF im Preis teurer ist.

    Spoiler anzeigen

    ISP: HTP Surf & Fon 1.000 MBit/s Download / 500 MBit/s Upload (Glasfaser)

    Router: MikroTik CCR2004-16G-2S+ (RouterOS 7.22.1) + Genexis Fibertwist F2110-2 (Rev2.0) @ AON (1000BASE-BX)

    VoIP: Gigaset N670 IP Pro Mini Multicell (Firmware 2.67.0), Cisco ATA-191-MPP 2-Port Phone Adapter (Firmware 11-3-2MPP0001-225), Gigaset Fusion (Firmware 2.0.1)

    Handset: Gigaset SL800H Pro (Firmware 131.013.04)

  • Ja, das ist tatächlich das Problem. Klar kann man mit Technik und allem argumentieren, aber das will der Normalo gar nicht verstehen. Der hat da sein VDSL250 / Kabel1000 Tarif und schaut nur auf die Kosten. Ich kanns auch nachvollziehen, ist halt schwer zu argumentieren, wenn GF im Preis teurer ist.

    Da wo die Leute bescheidenes Internet haben, auf dem platten Land, wollen die Netzbetreiber ungern bauen, weil zu teuer.
    Hier in Brandenburg ist es ja simpel, alles Sandboden. Da zieht einer eine Furche mit dem Spaten und der andere schmeißt die Pipe rein.
    Aber spätesten ab Mittelgebirge wird es anstrengend und teuer, die ganzen abgelegenen Höfe und kleinen Ortschaften anzuschließen.

  • Tipp: Jetzt kostenlos registrieren, mitmachen und das Forum ohne Werbebanner nutzen.
  • Da wo die Leute bescheidenes Internet haben, auf dem platten Land, wollen die Netzbetreiber ungern bauen, weil zu teuer.

    Also hier im Ort haben sehr viele Haushalte einen Kabel Anschluss, womit ja auch 1000 Mbit möglich sind und trotzdem wurde Glasfaser in die Häuser gelegt. Es besteht also trotzdem Hoffnung

  • Also hier im Ort haben sehr viele Haushalte einen Kabel Anschluss, womit ja auch 1000 Mbit möglich sind und trotzdem wurde Glasfaser in die Häuser gelegt. Es besteht also trotzdem Hoffnung

    Ich habe Glück und wohne im "richtigen" Ort "Brieselang". Aber die ganzen Orte rundherum sind außen vor. Die Vorvermarktung ist im Sande verlaufen. Und dort haben sie bescheidenes DSL. Intern war zu hören, dass in solch kleinen Orten die Quote bei 50-60 % liegen muss, damit sie anfangen.
    In 2 Orten muss jetzt per Verfügung durch die BNetzA jeweils von Telekom und DNS:NET gebaut werden. Da gibt es Neubau-Häuser, die seit 2 Jahren gar keinen Festnetzanschluss bekommen haben.