UGG Unsere Grüne Glasfaser: Stiegeler versus O2

  • Wird vermutlich nicht der Vertragspartner sein. Daher eine Sackgasse.

    So ist es. Antwort der UGG auf die Frage nach Latenzen:

    • "Gerne stehen wir Ihnen für Fragen zum Thema Glasfaserausbau, von Unterzeichnung der Gestattungserklärung (GEE) bis zur Installation des optischen Netzabschlusses (ONT), zur Verfügung.
      Alle Fragen rund um die Internetnutzung stellen Sie bitte Ihrem jeweiligen Internetanbieter."

    Wäre schön, Glasfaser und ISP kämen aus einer Hand.

  • Hallo,

    kurze Zwischenfrage: Wo kommt die Aussage her, dass es bei Stiegeler keine Zwangstrennung gäbe. Ich bin seit ein paar Tagen Kunde von Stiegeler (allerdings nicht bei UGG, sondern hier im Schwarzwald-Baar Kreis werden die Fasern von einem Zweckverband des Landkreises zur Verfügung gestellt.)

    Nun musst ich zu meiner großen Enttäuschung feststellen dass hier PPPoE eingesetzt wird und die PPPoE Verbindung von Stiegeler alle 24h getrennt wird. Konsequenz: Neue IPv4 und IPv6 Adressse (damit könnte ich leben) und ein neues IPv6 Präfix (und das ärgert mich sehr, da ja die IPv6 Adressen darüber in mein lokales Netz propagieren und hier interne Verbindungen betroffen sind.)

    Ach ja: dann noch einen Datenpunkt zur Diskussion hier:

    ping -6 http://www.heise.de ca. 12-16ms

    ping -4 http://www.heise.de ca. 12-18ms

    Gruß

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  • Ach ja: dann noch einen Datenpunkt zur Diskussion hier:

    ping -6 http://www.heise.de ca. 12-16ms

    ping -4 http://www.heise.de ca. 12-18ms

    Die Ping-Zeiten auf heise.de decken sich so ca mit denen von mir. - aktuell 16-18 ms (Netzbetreiber UGG, ISP Stiegeler, LK Emmendingen).

    Hast Du schonmal bei Stiegeler angerufen. - Deren Hotline ist 24/7/365 erreichbar. - Angeblich mit einer Wartezeit von unter 60 Sekunden.

    Wenn ja, was sagt die Hotline von Stiegeler dazu?

  • Willkommen im Forum!

    Mit geänderten (IPv6-) Präfixen sollten jedoch alle Devices im internen Netz zurechtkommen.

    Wo klemmt es denn?

    Schreibt er doch: interne Verbindungen.

    Zum Beispiel eine Verbindung mit dem NAS. Da bekommt der Client nicht unbedingt mit, dass die IP des Ziels sich ändert und er deswegen die Verbindung neu aufbauen müsste.

    Lösung wären zusätzliche feste interne private IPv6-Adressen zu vergeben. Aber das muss man manuell machen, spätestens mit mehreren internen Netzen reichen die link-local-Adressen dafür nicht aus.

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  • Interne Verbindung ist genauso spezifisch wie eine Frage nach dem "besten Router".

    Du hast jetzt schon Lösungen ür ein nicht näher spezifizierten Problem angeboten. Eine ULA funktioniert intern wunderbar, ist jedoch von extern nicht erreichbar.

    Daher meine Frage, wo es denn klemmt.

  • Interne Verbindung ist genauso spezifisch wie eine Frage nach dem "besten Router".

    Du hast jetzt schon Lösungen ür ein nicht näher spezifizierten Problem angeboten. Eine ULA funktioniert intern wunderbar, ist jedoch von extern nicht erreichbar.

    Daher meine Frage, wo es denn klemmt.

    Natürlich propagiert ein neues Prefix in's interne Netz. Mit "Interne Verbindungen" meine ich Verkehr den zwischen Systemen die "hinter dem Router/der Firewall" liegen. Z.b. wie oben beschrieben NFS mounts von Cliients zum internen Fileserver (und da gibt es hier auch einige andere komplexere Dinge wie Verkehr der über Wireguard Tunnels läuft - auch alles "intern").

    Generell lässt sich das lösen in dem entweder IPv4 Verbindungen genutzt werden (will ich aber nicht, weil ich auf dem Weg zu "IPv6 only" bin), oder mit ULAs. Nur wäre in diesem Falle ein erhöhter Aufwand im DNS um immer sicherzustellen dass intern auch die ULA Adressen verwendet werden. Auch machen ULAs die Welt natürlich auch wieder komplexer (und das nur weil mein ISP meint dass IPv6 Prefixes oft wechseln könnten - entweder alle 24h oder sogar bei jedem ifdown/ifup des wan6 interfaces). Und wechselnde IPv6 Prefixes sind halt nicht in allen Fällen völlig unkritisch (z.B. kann es Probleme im Docker-Umfeld geben)

    Darüber hinaus betreibe ich meinen eigenen Mailserver, eine Nextcloud-Instanz, einen Matrix Server und der Router spielt auch noch Endpunkt für Wireguard VPNs wenn ich unterwegs bin. Dauernd wechselnd IPs (hier unabhängig ob IPv4 oder IPv6) machen hier leider auch Probleme, weil trotz einem auf einen kleinen Wert gesetzten TTL im DNS Eintrag nicht wenige DNS Server der Welt bis zu 24h cachen. D.h. bei einer Zwangstrennung alle 24h könnte ich dann bei der Benutzung so eines DNS Servers schlimmstenfalls mein Heimnetz überhaupt nicht erreichen.

    Eigentlich bin ich hier nur "angefressen" weil ich bei meinem letzten ISPs mit dem ich gearbeitet habe (Vodafone-West-Kabel) keine Zwangstrennung hatte und der IPv6 prefix auch über ifdown/ifup erhalten geblieben ist. Ich habe keine Problem damit wenn es tatsächlich mal alle paar Monate eine Änderung gibt (war bei Vodafone z.B. so, wenn sich die MAC Adresses des WAN Interfaces bei mir geändert hat). Nun muß ich Probleme lösen (für die es, da bin ich mir sicher, auch eine Lösung gibt), die ich vorher gar nicht hatte.

    Eigentlich wollte ich ja aber ursprünglich nur Fragen, ob Stiegeler wirklich keine Zwangstrennung macht wenn man die Glasfaser über UGG hat und dies nur bei mir (Glasfaser über Zweckverband Schwarzwald-Baar-Kreis) macht.

    Gruß Michael

  • Da erscheinen mir ULAs die vorzuziehen Lösung zu sein. Zur Not kann man diese auch mit einem NAT66 außerhalb des eigenen Netzes verfügbar machen.

    Auf alle Fälle ist das ein komplexes Szenario in das man Grips stecken muss.

    Es hilft dir zwar nix, daher nur als Info: Bei Deutsche Glasfaser erhältst du logischerweise auch ein Präfix, das verändert sich jedoch extrem selten und auch nur dann, wenn entweder im Netz des Providers Änderungen vorgenommen werden oder man selbst das Endgerät wechselt. Sogar die CGNAT IPv4 wechselt nicht bei z.B Stromausfällen. Zwangstrennung gibt es ebenfalls nicht.

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  • Ich gehe stark davon aus, das Stiegeler seine IP-Adresspools im RADIUS verwaltet und der BNG vielleicht nicht immer bei einer Terminierung einer PPP-Nutzersitzung ein RADIUS Accounting Stop geschickt wird. Da käme es dann zu verwaisten Einträgen im IP Pool und damit irgendwann zu einer Starvation. Das wird dann der Grund für 24h Trennungen sein, damit man saubere Radius Acc Stop enthält und die IP Pools „sauber“ gehalten werden.

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  • Da kommt nichts.

    Bin zwar nicht DLMttH und das ganze ist etwas OT, aber dennoch:

    Guckst Du hier:

    Warum wir unsere direkte Peering-Partnerschaft mit der Deutschen Telekom beenden müssen | Über Meta
    Die Gesellschaft erwartet eine zuverlässige Internetverbindung, um schnell und einfach auf Inhalte ihrer Wahl zugreifen zu können. Leider bringt die Deutsche…
    about.fb.com
    Zitat

    Nach monatelangen Gesprächen und intensiven Bemühungen unsererseits um eine einvernehmliche Lösung, sind wir überrascht und enttäuscht über das Scheitern der Verhandlungen mit der Deutschen Telekom. Meta hat enorme Anstrengungen unternommen, um seine Apps weiterhin direkt über die Deutsche Telekom zur Verfügung stellen zu können. Angesichts des Gerichtsurteils über die beispiellosen und inakzeptablen Gebühren, die von der Deutschen Telekom gefordert werden, leiten wir unseren Netzwerkverkehr nun jedoch über einen externen Transitprovider, anstatt den Datenverkehr direkt mit der Deutsche Telekom auszutauschen.

    Transitprovider helfen dabei, Dienste und Netzwerke über das Internet zu verbinden, wenn eine direkte Verbindung nicht möglich ist. Wir hoffen, dass die Deutsche Telekom ebenfalls entsprechende Anstrengungen unternommen hat, um sicherzustellen, dass das Nutzererlebnis unserer Apps oder anderer Dienste Dritter, wie z. B. Videostreaming-Plattformen, in Deutschland durch unseren Wechsel zu einem Transitprovider nicht eingeschränkt oder gestört wird.

    Genau das macht die Telekom jedoch nicht (und die Telekom macht daraus auch kein Geheimnis, dass sie die Zugaenge der guenstigen Transitprovider in Ihr eigenes Netz nicht mit hoher Prioritaet ausbaut*), eben weil es dem Ziel eigenen (teureren) Transit zu verkaufen entgegen staende.

    Versteh' mich nicht falsch, Meta ist hier kein Unschuldiger (die Zahlungen ganz einzustellen aber die Uebergaben weiter zu nutzen war "mutig/ueberheblich" und IMHO haette Meta damit rechnen muessen damit vor Gericht zu verlieren) und die Telekom behauptet auch die Transituebergaben seien ausreichend dimensioniert aber ich wette die Interpretation der Telekom von "ausreichend" ist hier etwas speziell.

    Fuer mich ist die Telekom ein kompetenter grosser ISP, der allerdings eine bekannte "Macke/Firmenpolitik" hat die zum tragen kommt, wen man zur Stosszeit Anbieter erreichen will die nur indirekt über Transitanbieter wie Cogent mit dem Telekom-Netz verbunden sind. Das duerfte fuer viele Nutzer nur einen kleinen Teil der genutzen Verbindungen betreffen und daher wenig auffallen. Man kann deshalb zufriedener Telekom-Kunde sein, aber das heisst nicht, dass die Firmenpolitik nicht existierte...

    Die Telekom ist mit dieser Masche auch nicht alleine, ist halt nur so, dass im deutschen Markt nur die Telekom gross genug ist dieses Spiel zu spielen...


    *) Die Telekom baut diese Uebergaenge schon auch kompetent aus, aber halt mit einem hoeheren Auslastungsziel zur Stosszeit als "ueblich".


    P.S.: Auf dem aktuellen Captial Markets Day 2024 hat die Telekom in einer Diskussion nebenbei erklärt wie sie das Urteil interpretiert: auch Peering darf berechnet werden... das ist noch mal ein anderer Schnack als nur zu argumentieren, dass Meta vertragsbrüchig wurde und daher zu Recht zu Nachzahlungen verpflichtet wurde. Aber de facto macht es wenig Unterschied, da der Telekom-Transit Preis ja anscheinend so weit über dem Üblichen lag, dass den kaum einer fuer Ziele ausserhalb des Telekomnetzes genutzt haben dürfte.

    2 Mal editiert, zuletzt von pufferueberlauf (13. Oktober 2024 um 14:27) aus folgendem Grund: zusaetzliche Informationen.

  • Endlich spricht es mal ein großer Inhalteanbieter mit erheblicher Marktmacht offen aus. Ich hoffe dem schließen sich weitere Anbieter an.

    Hey 👋 pufferueberlauf, schön das du dich hier angemeldet hast, bist leider aus dem CB Forum verschwunden und ich war schon in Sorge, nichts mehr von dir außerhalb des o2 Kundenforums zu lesen.

  • Ja, ich war mit die Moderation bei CB nicht glücklich, aber fuer mich gilt "deren Forum, deren Regeln" daher habe ich mich da zurückgezogen. Freut mich Dich hier wiederzufinden.

    Interessante Mischung aus bekannten und unbekannten Nicks hier, und insgesamt (soweit ich das bisher erkennen kann) eine hohes Signal/Rausch Verhältnis.... jetzt bräuchte ich nur noch einen FTTH Anschluss ;) und ausreichend Coolness um hier nicht unangenehm aufzufallen mit einem meiner Steckenpferde...


    P.S.: Neue Tastatur mit deutschem Layout, daher jetzt verbessert mit Umlauten ;)

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  • So Leute, aber das eigentlich entscheidende wurde bisher nicht beantwortet.

    Gibt es einen Unterschied im Peering zwischen o2 und Stiegeler?

    Weiter vorne schrieb jemand, dass das o2 Peering gut sein soll.

    Hier wird auch in absehbarer Zeit von der UGG ausgebaut und dann sind die beiden Anbieter zur Auswahl.

    Die 24h Zwangstrennung finde ich übrigens schon sehr, sehr ungeil. o2 hat die, Stiegeler nicht? Wie sieht es mit Vodafone und Telekom in ihren Glasfasernetzen aus? Warum machen die das? Ist doch technisch kompletter Quatsch.

  • Gibt es einen Unterschied im Peering zwischen o2 und Stiegeler?

    Die 24h Zwangstrennung finde ich übrigens schon sehr, sehr ungeil. o2 hat die, Stiegeler nicht? Wie sieht es mit Vodafone und Telekom in ihren Glasfasernetzen aus? Warum machen die das? Ist doch technisch kompletter Quatsch.

    Die 24h Trennung hat man afaik bei Beiden Anbietern, einen möglichen Grund hatte ich mal an anderer Stelle genannt (TLDR: Verhinderung von IP Adress Starvation).


    Man darf bei einem derart großen Netz mit vielen Übergaben und PoP Standorten wie der Telefonica und einer, bekanntermaßen „offenen“ Peering Policy, von einem „guten Peering“ sprechen. Was nicht heißt, das man mit wenigen PoPs aufgrund kleineren Kundenstamm automatisch ein „schlechtes Peering“ hat. Du kannst ja mal die PeeringDB und die RIPE DB nach beiden Anbietern durchsuchen, die großen Dienste (Akamai, Amazon, Netflix, Meta, Google, fastly, Cloudflare uvm) dürften bei beiden Anbietern sehr gut erreichbar sein. Telefonica hat natürlich mit Telxius einen T1 Carrier im Firmengeflecht an der Hand, was durchaus von Vorteil sein kann.

    Die Frage nach einem Anbieter auf dem Netz der UGG stellte sich für meine Eltern ebenfalls. Da ich persönlich mit VDSL 35b von o2 sehr zufrieden bin, habe ich für sie ebenfalls einen Vertrag bei o2 abgeschlossen. Aber danach musst du natürlich nicht handeln. Beim Gigabit Tarif ist man bei den ersten zwei Jahren bei Stiegeler günstiger dran als bei o2. Meinen Eltern genügt jedoch ein 250/125 Tarif völlig, womit o2 preislich attraktiver ist.

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  • Ich würde Stiegeler schon deswegen nicht unterstützen, da sie Wucher im Bereich VDSL betreiben. In normalen VDSL-Gebieten kostet VDSL 50 dort von Beginn an 44,95 €, inklusive Anschlussgebühr sind es um 48€ mtl. über zwei Jahre.

    Vergleichbare Angebote anderer Provider im stinknormalen Telekomnetz gibt es ab knapp unter der Hälfte. Mit doppeltem Upload...

  • Hier im Ort sind UGG mit Stiegeler/O2 geplant. Hätte dazu mal ein paar Fragen:

    - Besteht Stiegeler auf einen ONT oder kann ich per SFP direkt meinen Unifi-Router anfahren?
    - Gibt es bei Stiegeler eine Möglichkeit, eine feste IPV4 zu bekommen?

    Danke und Gruß

    Sponch