Probleme mit Vigor 166 & FritzBox 7590 AX / Netcologne

  • Liebes Forum,

    ich bin ein Glasfaser-Newbie und zahle gerade Lehrgeld. Am Montag wurde bei mir ein Anschluss von Netcologne installiert, wie oft in Köln über die bestehende Kupferader im Haus (FTTB). Die erste unangenehme Überraschung bestand darin, dass meine FritzBox 7590 AX kein G.Fast beherrscht, so dass ich aktuell nur Geschwindigkeiten von gut 100 Mbit realisieren kann.

    Auf die Fritzbox 7583 möchte ich wegen des langsameren WLANs (und der sündhaften Preise) nicht umsteigen. Also habe ich das Vigor 166 bestellt und nun versucht, das Ganze zum Laufen zu bringen. Auf Basis einiger Erfahrungen im Netz habe ich bereits DS-Lite abschalten lassen und im Vigor selbst den VLAN-Tag auf 10 gesetzt. Er synchronisiert sich dann mit dem Netz und zeigt die richtigen Geschwindigkeiten an (500 Mbit).

    Woran es dann aber hapert ist die Einwahl mit der Fritzbox. Ich habe den Vigor 166 über Port 1 mit dem WAN-Anschluss der Fritzbox verbunden und dort unter Internet-Verbindungen angegeben, dass sie an einem Modem hängt. Dann alles aktualisiert und versucht einzuwählen - Fehlanzeige. Ich habe das einige Male versucht, aber immer ohne Erfolg. So langsam bin ich dann mit meinem Latein am Ende.

    Hat jemand von Euch eine Idee, woran die Sache hapern könnte? Bin für jeden Tipp dankbar!

    Danke im Voraus und Grüße

    LePrzem

  • leprzem 27. April 2024 um 19:23

    Hat den Titel des Themas von „Probleme mit Vigor 166 & FritzBox 7590 AX“ zu „Probleme mit Vigor 166 & FritzBox 7590 AX / Netcologne“ geändert.
  • Auf Basis einiger Erfahrungen im Netz habe ich bereits DS-Lite abschalten lassen und im Vigor selbst den VLAN-Tag auf 10 gesetzt.

    Das halte ich für gefährlich, da das Modem nur ein VLAN Tag unterstützt. Ich würde das Modem transparent arbeiten lassen und VLANs im Router abhandeln. Meines Wissens braucht Netcologne VLAN 20 für Telefonie.

    Ich habe den Vigor 166 über Port 1 mit dem WAN-Anschluss der Fritzbox verbunden und dort unter Internet-Verbindungen angegeben, dass sie an einem Modem hängt.

    Die Box war auf Werkseinstellungen? Du hast die Zugangsdaten manuell eingegeben oder per Assistent? Port 1 ist auch richtig? Es gibt Modems, die über Port 1 die Management Schnittstelle anbieten und über die anderen Ports Internet zur Verfügung stellen.

    Es könnte sein, dass die Fritzbox selber versucht, VLAN 10 anzuwenden, was nicht mehr klappt, weil du das im Modem eingegeben hast.

  • Wenn das Modem transparent arbeitet und du NetCologne als Anbieter auswählst, brauchst du gar keine Zugangsdaten. Die Autokonfiguration (Benutzername nc@nc) ist ja standardmäßig aktiv und die Telefonie kommt dann auch von selbst.

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  • Da kann ich meinen Vorschreibern nur anschließen. Das Vigor 166 ist im Auslieferungszustand als Modem konfiguriert und nicht als Router. Ich würde das Vigor 166 und die 7590 AX auf Werkseinstellungen zurückzusetzen.

    Im Vigor kein VLAN Tag setzen!

    In der 7590 AX ggf. manuell die Verbindung (VLAN ID 10 oder 7 für Internetaccess) konfigurieren.

  • Danke Euch für die Infos. Der Vigor war ursprünglich im Werkszustand, da lief aber auch nichts. Die Fritzbox lief ein paar Tage mit 100 Mbit mit Netcologne, da hatte ich soweit nichts verändert.

    Wisst Ihr, wie ich beim Vigor den VLAN-Tag ausschalten kann? Einfach beide Optionen auf "Disabled" setzen? Oder Enabled mit einer 0? Das Handbuch zum Gerät ist recht dünn.

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  • Danke Euch für die Tipps. Das Ausschalten des VLAN-Tags im Vigor hat zum Erfolg geführt. Die Fritzbox musste ich dann gar nicht mehr resetten, die Verbindung hat dann problemlos geklappt!

  • Dringende Empfehlung: Tu es trotzdem! Der Anschlusswechsel führt zu sehr vielen Änderungen im Innenleben der Box, sodass ein reibungsloser Betrieb anschließend nicht mehr sichergestellt werden kann. Viele kleine Unschönheiten - von Geschwindigkeitseinbußen über kurze Verbindungsverluste bis hin zu langfristigen WLAN Problemen - sind die Folge.

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  • Danke, habe ich getan. Es scheint soweit alles stabil zu laufen, allerdings muss ich mir noch die Geschwindigkeiten genauer anschauen. Im WLAN bin ich noch ein gutes Stück von den theoretischen Maximalwerten entfernt, muss mal schauen was sich beim Anschluss über ein Ethernet-Kabel nachmessen lässt.

  • Im WLAN kannst Du froh sein, wenn Du netto die Hälfte der theoretischen Datenrate erhältst. Wenn Du dann noch DFS-Kanäle (auf 5 GHz) verwendest, nützt Dir der beste Glasfaseranschluss nichts mehr, die Verbindung kommt ins Stolpern bzw. braucht auf 5GHz einige Zeit, bevor es losgeht.

    Einzig eine Ethernet-Verbindung zum Netzwerk lässt eine zuverlässige Aussage über die Übertragungsraten zu.

  • Dazu kann ich nur sagen mit einem iPhone SE2 und dem WLAN einer FRITZ!Box 5530, als auch dem WLAN eines devolo Repeater 5400, erhalte ich bei einer Bandbreitenmessung über den DG Speedtest stets ein wenig mehr als die gebuchte Bandbreite von 400 Mbps im Download und 200 Mbps im Upload angezeigt.

    Einmal editiert, zuletzt von HubeBube (2. Mai 2024 um 09:20) aus folgendem Grund: Bildchen hochgeladen

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  • Wobei die 7590 AX ja 2400 Mbps auf 5 GHz beherrscht.

    Der 1200AX leistet bei mir bis gut 1 Gbps, selbst mit einer Tür dazwischen. Ob noch mehr ginge, weiß ich nicht. Der LAN-Port kann ja nur 1 Gbps.

    Aber es stimmt natürlich: Als Baseline muss die Performance über Ethernet funktionieren.

  • Das stimmt natürlich. Durchsatzmessung über WLAN sind nur mit genauer Angabe von Antennanzahl, Übertragungsverfahren (SIMO,MIMO,...) und Kanälen/Frequenzen aussagekräftig. Reproduzierbarer ist auf alle Fälle die Messung via Netzwerkkabel!

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  • So, ein paar Tage hat es gedauert, weil ich mir noch zuerst einen USB-auf-Ethernet-Adapter organisieren musste. Dann habe ich den Rechner drangehängt und unter breitbandmessung.de den Test im Browser laufen lassen. Ergebnis: 218 Mbit/s im Download und 86,54 Mbit/s im Upload. Über die 5Ghz-Frequenz war ich die Tage im WLAN schon schneller. Am schnellsten waren 288.50 DL/ 99.86 UL - das war bevor ich die Fritzbox auf Werkseinstellungen zurückgesetzt habe. Hat jemand eine Idee, wie ich das Ganze optimieren könnte bzw. was ich prüfen sollte?

  • So, ein paar Tage hat es gedauert, weil ich mir noch zuerst einen USB-auf-Ethernet-Adapter organisieren musste. Dann habe ich den Rechner drangehängt und unter breitbandmessung.de den Test im Browser laufen lassen. Ergebnis: 218 Mbit/s im Download und 86,54 Mbit/s im Upload. Über die 5Ghz-Frequenz war ich die Tage im WLAN schon schneller. Am schnellsten waren 288.50 DL/ 99.86 UL - das war bevor ich die Fritzbox auf Werkseinstellungen zurückgesetzt habe. Hat jemand eine Idee, wie ich das Ganze optimieren könnte bzw. was ich prüfen sollte?

    Besitzt du einen MAC oder warum USB auf Ethernet ?

    Hier ist man natürlich auch limitiert was die max Ü-Rate angeht...

    Glasfasermonteur aus Leidenschaft

  • Wie hast du den Traffic Shaper in der Fritzbox konfiguriert? Der sollte möglichst nah an den Bandbreiten des Anschlusses eingestellt sein.

    Testweise (!) kannst du auch mal mit einem PC direkt am Modem messen, und nicht an der Fritzbox. Aber beachte, dass der PC dabei direkt im Internet hängt, was sicherheitstechnisch ein Problem sein kann. Also bitte den Zeitraum so weit wie möglich einschränken.

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  • Besitzt du einen MAC oder warum USB auf Ethernet ?

    Hier ist man natürlich auch limitiert was die max Ü-Rate angeht...

    Ich habe einen Firmenrechner (Windows) und einen privaten Mac. Beide haben leider keine Ethernet-Schnittstelle mehr, nur noch USB-C. Daher der Adapter.