Verlegung Glasfaserkabel im Haus

  • Hallo,

    ich habe erfahren, dass die Deutsche GigaNetz in unserer Gemeinde die Entscheidung getroffen hat, Glasfaser zu verlegen. Offenbar haben sich ausreichend Interessenten gemeldet. Ich habe eigentlich nicht daran geglaubt ... :P

    Es wird sicherlich noch viel Zeit für den Ausbau benötigt, aber ich mache mir bereits Gedanken über die Verkabelung im Haus. Der HÜP kommt in den Anschlusskeller. Dieser ist nach Angabe der DGN mittels eines 2m Glasfaserkabels mit einem ONT zu verbinden. Der ONT wiederum soll möglichst nahe am Router stehen. Das geht bei mir nicht, da der Router dann das Haus nicht mit WLAN versorgen kann. Er steht in einem anderen Kellerraum, der als Arbeitszimmer dient.

    Alternative 1: ONT direkt neben den HÜP im Anschlusskeller hängen und die Verbindung zwischen ONT und Router mit einem guten Ethernet-Kabel über ca. 15 m herstellen. Einen Kanal gibt es auf dieser Strecke bereits für Kabelfernsehen, DSL-Litze und Ethernet-Kabel Router - NAS. Ein weiteres Ethernet-Kabel sollte ich da rein bekommen.

    Alternative 2: ONT ins Arbeitszimmer hängen und mit einem kurzen Ethernet-Kabel mit dem Router verbinden. Hier müsste ich dann über ein Glasfaserkabel durch den erwähnten Kanal die Strecke zwischen HÜP und ONT überbrücken. Ich habe keine Erfahrung mit Glasfaser, meine Frage daher: wie biegsam ist ein solches Kabel. Ich habe einige 90 Grad-Kurven auf der Strecke.

    Empfohlenes Kabel der DGN:

    PPC QuickPush Kabel

    Vorkonfektioniertes Inhouse-Glasfaserkabel
    Die Vorteile des Produkts im Überblick:Kabel zum Verlegen und Verbinden in verschiedenen LängenBalistix Stecker LC/ACP SC/APC Fasertyp A1CPR Cca
    deutsche-giganetz.tink.de

    Gibt es hier Erfahrungen zu diesen beiden Vorgehensweise mit einem DGN-Anschluss?

    Vielen Dank!

  • Der Anschluss sollte wie folgt hergestellt werden: HÜP => Glasfaser-Dose => ONT/Router/SFP

    Früher wurde das providereigene ONT gerne direkt an HÜP gehängt, was bei einem EFH nach meinem Verständnis unproblematisch ist.

    Aber: Der Provider muss dir unabhängig davon eine passive Schnittstelle (sprich Glasfaser-Dose) zur Verfügung stellen. Ich habe schon gesehen, dass dies auch der HÜP sein kann, solange du dort ein LWL-Patchkabel anschließen kannst.

    Warum das nicht uninteressant ist: Ich würde an deiner Stelle das LWL-Kabel bis ins Büro ziehen und dort erst das ONT anschließen. Das hat den Vorteil, dass du - wenn du das willst - irgendwann auch einen Router mit eigenem Modem/ONT einsetzen kannst und dir das ONT sparen kannst. Wenn du stattdessen ein Cat.7 zwischen den Räumen ziehst, verbaust du dir diese Option.

  • Wichtig ist gegenüber Deutscher GigaNetz bestimmend aufzutreten! Der passive Netzabschluss = Glasfaser-Dose = Gf-TA ist vom Gesetzgeber vorgeschrieben. Leider ist DGN eines dieser schwarzen Schafe, die man erst auf deren gesetzliche Verpflichtung hinweisen muss.

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    Danke, aber ich habe hier schon einige Beiträge über Anbieter gelesen und ich denke, ich kann den Hinweis korrekt einordnen.

    Vielen Dank für diesen Hinweis auf einen passiven Netzabschluss; das stellt dann quasi die Alternative 2 in einer Variante dar, nämlich mit einer zusätzlichen "Steckdose" am oder in der Nähe des HÜP. Wobei mir nun unklar ist, warum es dieser zusätzlichen "Steckdose" bedarf. In dem Vorschlag der DGN wird ein beigelegtes 2m Glasfaserkabel zwischen HÜP und ONT gesteckt (zumindest sieht es gesteckt aus, nicht fest im HÜP verankert). Es muss auch gesteckt sein, sonst könnte ich nicht ein eigenes, längeres Glasfaserkabel verwenden, wie von DGN auch als Möglichkeit dargestellt wird. Durch den Austausch des 2m-Kabels gegen ein längeres, hier dann LWL-Kabel, wäre doch dann die Variante hergestellt ?!? Denkfehler meinerseits?

    Ergänzend dann auch hier die Frage nach der Empfindlichkeit eines LWL-Kabels in Bezug auf Biegsamkeit bei 90 Grad-Kurven.

    OT: Die DGN hatte zunächst eine Vertretertruppe durch die Gemeinde geschickt, die mal so richtig gar keine Ahnung von der Materie hatten und mit den entsprechenden Sprüchen akquiriert haben. Die Anmeldequote war dann auch entsprechend niedrig. Nach einem Austausch gegen eine andere Truppe und einer Verlängerung des Aktionszeitraums wurde es dann deutlich angenehmer und die Quote konnte auf einen für DGN akzeptablen Wert gebracht werden. Ich glaube, da war in der Zwischenzeit auch irgendeine Diskussion über einen Vertriebskodex der Glasfaseranbieter.

  • Wobei mir nun unklar ist, warum es dieser zusätzlichen "Steckdose" bedarf.

    Die Begründung ist recht simpel. Es gibt HÜPs, die haben keine Buchse zum Einstecken eines Kabels und können daher den gesetzlich geforderten passiven Abschlusspunkt an dem Du dein Endgerät (ONT oder Glasfaserrouter) anschließt nicht bieten.

    Es kann ja sein, das Du aktuell mit dem Provider-Endgerät (ONT) noch zufrieden bist, im nächsten Jahr hättest Du gerne einen eigenen Glasfaserrouter...

    Ergänzend dann auch hier die Frage nach der Empfindlichkeit eines LWL-Kabels in Bezug auf Biegsamkeit bei 90 Grad-Kurven.

    Eben keine scharfe rechtwinklige Knicke sondern einen Kreisradius. Die Faustregel besagt der minimale Biegeradius beträgt das 10-fache des Kabeldurchmessers. Gute Erfahrungen habe ich bei der Verlegung eines Gf-Kabels mit 2 mm Durchmesser in einem 10x15 mm OBO Kabelkanal gemacht. In dem System gibt es auch Innen- und Außenecken. Durch den im Verhältnis zum Kabelquerschnitt sehr großen Kanalquerschnitt besteht auch bei 90° Ecken keine Gefahr, man darf halt nicht am Kabel ziehen wie ein Ochse. Durch das rechteckige Profil ist der Kanal optisch viel unauffälliger als ein Kabelkanal mit quadratischem Querschnitt. Letztlich hängt das aber auch immer von den Gegebenheiten vor Ort ab.

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  • hättest Du gerne einen eigenen Glasfaserrouter...

    ... so ist es! Wobei ich gehört habe, dass die DGN da grundsätzlich kein Problem (mehr) mit hat, aber sie möchte irgendeine ID des Gerätes haben, die dann hinterlegt wird. Ein Austausch des Routers mal eben am Sonntag Nachmittag gegen ein Ersatzgerät ist damit nicht möglich.

    in einem 10x15 mm OBO Kabelkanal

    ... bei mir 20 mm * 40 mm; ich muss dann nur mit den schon verlegten Kabeln aufpassen.

    Prima, danke!

  • ... so ist es! Wobei ich gehört habe, dass die DGN da grundsätzlich kein Problem (mehr) mit hat, aber sie möchte irgendeine ID des Gerätes haben, die dann hinterlegt wird. Ein Austausch des Routers mal eben am Sonntag Nachmittag gegen ein Ersatzgerät ist damit nicht möglich.

    Das ist schön zu lesen, das es so sein soll.

    Im GPON wird bei einer FRITZ!Box die auf der Unterseite stehende Modem-ID, beginnt mit AVMG, benötigt.

    Manchmal auch zusätzlich der CWMP-Account abgefragt, das erschließt sich jedoch für mich nicht. Dieser befindet sich ebenfalls auf der Unterseite der FB.