Frage zur Verlegung von Microduct im Erdreich (Hausanschluss)

  • Hallo zusammen!

    Ich stehe gerade vor folgendem Problem und hoffe hier auf Sonntag mit etwas Glück noch einen klugen Rat zu bekommen :)

    Bei uns soll nächstes Jahr im Ort der Glasfaserausbau erfolgen. Wir hatten vor einigen Jahren beim Hausbau direkt das Microduct Rohr für den Glasfaseranschluss mitverlegen lassen. Das heißt das Microduct ist in der Mehrspartenhauseinführung mit drin, geht in den Technikraum und im Erdreich liegt ein Ring:

    Genau dort wo der liegt soll jetzt allerdings gefplastert werden (morgen, deshalb ist das jetzt etwas kurzfristig) und ich würde sehr ungern nächstes Jahr das Eck wieder aufbaggern. Das Ganze liegt mit 1,40m auch recht tief im Boden. Die Mauer die man im Bild unten sieht ist direkt an der Straße. Darum meine Frage(n):

    Ist es möglich das ganze so vorzubereiten, dass dort nicht mehr aufgegraben werden muss? Ich dachte daran mit einem großen Bohrer durch die Betonmauer zu Straße hin zu bohren und das Rohr durchzuschieben. Ich kenne mich dabei aber zu wenig mit der Glasfasertechnik aus. Können die Arbeiter das Glasfaserkabel dann überhaupt durch den Ring durchschießen? Ich würde natürlich darauf achten die Biegeradien so gering wie möglich zu halten.

    Eine Notlösung wäre zumindest das Kabel etwas höher zu legen, damit nicht so tief gebaggert werden muss. Allerdings muss ich dann ja trotzdem das Pflaster wieder aufreißen...

    Gibt es hier Experten die sich damit auskennen und einen Tipp haben wie ich das machen könnte?

    Ich freue mich auf hilfreiche Tipps!

    Viele Grüße

  • Wem gehört die Mauer, die du durchbohren willst? Darfst du das?

    Die meisten Glasfasernetzbauer graben nicht so tief. Höherlegen wäre also wahrscheinlich hilfreich. Welcher Netzbetreiber wird es denn werden?

    Ich würde natürlich darauf achten die Biegeradien so gering wie möglich zu halten.

    Du meinst wahrscheinlich das Gegenteil, denn kleine Biegeradien machen enge Kurven. Große Biegeradien sind das, was du machen solltest.

    Abhängig vom Innendurchmesser des Microducts und dem Materialstandard des Netzbetreibers wird die Faser nicht direkt eingeblasen sondern ein weiteres dünneres Röhrchen durchgeschoben, in das dann die Faser eingeblasen wird.

    Die Bauunternehmen haben kein Problem damit, solche Stellen wieder aufzumachen. Das ist deren tägliche Arbeit. Wichtig ist vor allem, dass du genau angeben kannst, wo das Rohr ist und was es für ein Rohr ist.

  • Danke für die Antwort.

    Der Netzbetreiber ist meines Wissens die Telekom.

    Das mit den Biegeradien ist korrekt, so hab ich das gemeint.

    Die Mauer gehört noch uns, ein kleines Loch (ca. 25mm Durchmesser) ist denke ich kein Thema. Dann würde ich das Microduct so weit wie möglich durch das Loch durchschieben und die Glasfaser müsste von der anderen Seite der Mauer (also von der Straße) im Idealfall "nur" durchgeschossen werden. Da macht so ein Ring wie man ihn im Bild sieht keine Probleme oder?

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  • Ich werde mich nicht dazu äußern, was da irgendwann ein Problem wird oder nicht, aber viel Länge bleibt da schätzungsweise sowieso nicht, wenn du weiter nach oben und durch die Mauer gehen willst. Bei dem Mauerdurchbruch musst du irgendwie sicherstellen, dass das Rohr auch bei späteren Belastungen nicht am Rand des Durchbruchs abgeschert wird. Ich würde das jemandem überlassen, der diesen Teil des Anschlusses später in seiner Verantwortung hat, sprich dem Netzbetreiber. Ist es wirklich so schlimm, wenn die Bauarbeiter das Pflaster an der Stelle nächstes Jahr nochmal aufnehmen müssen?

  • Ich kann mich da @alfalfa nur anschließen. Ich gehe davon aus, das das in der Erde liegende Ende des Microducts bereits wasser- und staubdicht verschlossen wurde. Andernfalls kann es dir passieren, das es gar nicht verwendet werden kann.

    Markiere die Stelle des Ringes sehr gut und auch überirdisch sichtbar! Evtl. ist es ja möglich einen farbigen Pflanzstab aus Kunstoff von der Mitte des Ringes bis dicht an die Oberfläche zu führen, dann findet sich die Stelle leichter.

    Am 28. Juli 2023 tritt DIN 18220 (Trenching-, Fräs- und Pflugverfahren zur Legung von Leerrohrinfrastrukturen und Glasfaserkabeln für Telekommunikationsnetze) in Kraft. Darin wird beschrieben, das eine mindertiefe Verlegung (Hausnummer: ca. 30 cm) ausreichend ist. Nun ist eine DIN Norm natürlich kein Gesetz, dennoch wird sich im Baugewerbe daran orientiert werden. Wenn der Tiefbau zum Verlegen kommt sei freundlich zu den Arbeitern, dann sind diese 1,4 Meter auch kein Problem. Zusätzlich solltest Du bei der Hausbegehung, die sicherlich noch stattfindet, auf diese Tiefe hinweisen und vor allen darauf drängen, das dies im Begehungsprotokoll vermerkt wird.

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