passive GF-TA Anschlussdose fehlt

  • Das ist ja besonders niedlich. Denke dir was Besonderes aus, z.B. fürs GPON Onboarding, und es gibt keine alternativen Geräte mehr am Markt - außer natürlich deine Bundlehardware.

    Das würde ich jetzt nicht überbewerten. Schließlich ist der Provider verpflichtet eine umfassende Schnittstellenbeschreibung zur Verfügung zu stellen. Da müssen deiner Argumentation folgend, auch eventuelle Sonderlocken preisgegeben werden. Im Zweifel verlagert sich dann die Diskussion weg von: "ich möchte Hardware XY betreiben" zu "der Provider hat keine korrekte Schnittstellenbeschreibung veröffentlicht". Unter dem Strich muss der Provider seinen gesetzlichen Verpflichtungen nachkommen, gleich welchen Paragraphen es im TKG betrifft.

  • Ja, aber in vielen Geräten kann man nicht alles konfigurieren. Denkt man sich da was besonderes aus, dann kann man das so oft in eine Schnittstellenbeschreibung schreiben, wie man will, man findet trotzdem kein Gerät im freien Markt, das man benutzen kann.

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  • Ja, aber in vielen Geräten kann man nicht alles konfigurieren. Denkt man sich da was besonderes aus, dann kann man das so oft in eine Schnittstellenbeschreibung schreiben, wie man will, man findet trotzdem kein Gerät im freien Markt, das man benutzen kann.

    Aber in dem Fall würden die Standard ONT der Provider doch ebensowenig funktionieren oder? Das sind doch auch keine hoch individuellen Geräte sondern welche von der Stange.

    FTTH DG 1000/500 | FRITZ!Box 5590 Fiber | 2 mal FRITZ!Repeater 3000AX als Access Points

  • Man könnte sich ein Szenario ausmalen, in dem die OLTs von Nokia, Huawei, ZTE,... sehr speziell auf die ONTs von Nokia, Huawei, ZTE,... zugeschnitten werden. Die vendor specific managed entities für OMCI wären so eine Stelle.

    Durch das Mitschneiden der Daten und Analyse mit Wireshark, der mittlerweile auch OMCI Kommunikation "versteht", bekommt man auch da die notwendigen Infos heraus. Jedoch muss die gewonnene Erkenntnis auch in die Hard/Software des kundeneigenen ONTs implementiert werden. Letzteres kann sich schwierig bis unmöglich gestalten. Dies erwähnte frank_m bereits.

    Sollte es tatsächlich so kommen muss die Community der Seiten wie https://hack-gpon.org/ massiv unterstützen. Das kann lange Zeit dauern, bis sich die Lage dann bessert. Im Falle von Linux, das erst ein OS für Nerds war, dann als mutierter Pinguin bezeichnet wurde und mittlerweile gern gesehener Gast im Windows OS (WSL) oder Lieblingslinux (Ubuntu) in Azure, wurde dieser steinige Weg bereits beschritten.

    Ohne ehrenamtliches Engagement von vielen wird das allerdings nichts! Will sagen: jeder kann/darf/soll mitarbeiten, um die Möglichkeit eines gesetzeskonformen Betriebes von kundeneigenen Endgeräten direkt an der Faser zu stützen.

  • Aber in dem Fall würden die Standard ONT der Provider doch ebensowenig funktionieren oder?

    Doch, natürlich. Den haben sie ja unter Kontrolle.

    Das sind doch auch keine hoch individuellen Geräte sondern welche von der Stange.

    Die Anpassungen sind ja auch klein. Ein spezieller Eintrag bei der Equipment-ID reicht ja schon, damit sind 99% der am Markt verfügbaren Geräte raus. Da bleiben nur noch ein paar GPON SFP Module aus der chinesischen Grabbelkiste, die nur mit Glück im eigenen Router funktionieren und deren Konfiguration ein Informatik-Studium voraussetzt. Das nenne ich nicht endkundentauglich.

    Das Gesetz soll es ja eigentlich jedem Kunden erlauben, jedes Endgerät seiner Wahl zu betreiben. Davon sind wir mit dem Satz weiter weg denn je.

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  • Interessant finde ich dabei die ganzen Informationen/Voraussetzungen auf den verschiedenen Anbieterseiten. Bei 1&1 steht beispielsweise unter Technische Anforderungen an den Glasfaser-Router:

    Kompatible AVM-Router in Verbindung mit einem Netzanschlussgerät (Für 1&1 Glasfaser 1.000):

    • FRITZ!Box 5491, FRITZ!Box 5530 (kein Netzanschlussgerät erforderlich), FRITZ!Box 5550, FRITZ!Box 5590 (kein Netzanschlussgerät erforderlich), FRITZ!Box 7362 SL, FRITZ!Box 7490, FRITZ!Box 7520, FRITZ!Box 7530, FRITZ!Box 7530 AX, FRITZ!Box 7560, FRITZ!Box 7580, FRITZ!Box 7581, FRITZ!Box 7582, FRITZ!Box 7583, FRITZ!Box 7590, FRITZ!Box 7590 AX

      Internetzugang:

    • Bei Realisierung über FTTH (Fiber to the Home): ITU-T G.984.2/984.5 (GPON) oder IEEE 802.3z (Gigabit Ethernet/AON)

      Netzanschlussgerät (teilweise erforderlich):

    • 8° LC/APC Stecker für Glasfaserkabel
    • Gerät muss 1TR112 Amendment 1 (Übertragungsanforderung) entsprechen
    • Seriennummer des Gerätes entspricht ITU-Standard:
      a) 12 Stellen (4 ASCII alphanumerisch und 8 HEX)
      b) 16 Stellen (16 HEX)
    • Seriennummer besteht ausschließlich aus Großbuchstaben (A-Z) und Ziffern

    Da steht bei der 5590 --> kein Netzanschlussgerät erforderlich.

    Bei AVM direkt gibt es eine Anleitung um die 5590 direkt ans Glasfaser anzuschließen (allerdings wird da auch der Telekom Einrichtungsassistent erwähnt, wahrscheinlich nur in Verbindung mit Telekom möglich). Über Westconnect/EON kann man die Box auch direkt ohne Modem betreiben. Nur bei Westconnect/1&1 klappt es dann nicht mehr. Ich kann nicht glauben das es da wirklich technische Probleme geben soll, wahrscheinlich ist nur irgendjemand bei den beiden Vereinen nicht in der Lage ihre Software richtig zu bedienen und die notwendigen Daten weiterzugeben. Das ärgert mich maßlos, vor allem weil die Bundesnetzagentur auch nix genaues geschrieben hat.

    UNGLAUBLICH!

  • wahrscheinlich ist nur irgendjemand bei den beiden Vereinen nicht in der Lage ihre Software richtig zu bedienen und die notwendigen Daten weiterzugeben

    Wahrscheinlich alle nicht, weil die geschäftliche Schnittstelle dafür gar nicht existiert und sich der Aufwand nicht lohnen würde, diese aufgrund von Sonderwünschen von 38 Kunden zu schaffen :) Sobald die Endgerätewahlfreiheit gestorben ist, wäre das offiziell Geldverschwendung gewesen und das passt nicht ins Konzept, wenn man der günstigste Provider sein möchte.


    UNGLAUBLICH

    Unglaublich für 1&1 ist wahrscheinlich eher, dass manche Kunden so viel Zeit und Langeweile haben, ein schon vorhandenes Glasfasermodem, welches einwandfrei funktioniert, ersetzt haben zu wollen. Dies steht in starkem Kontrast zur riesigen Mehrheit der Kunden, die egal wie einfach über einen funktionierenden Internetzugang zu guten Konditionen froh sind und sich nicht weiter damit beschäftigen wollen.

  • Wie schon hier im Forum geschrieben wurde: die Schnittstelle zwischen Westconnect und 1&1 fehlt (noch). Die Firma aus Montabaur betreibt ihre Aggregator-Plattform mit vielen anderen Anbietern, lediglich Westconnect scheint damit Probleme zu haben.

    Wenn wir uns daran erinnern, dass es bei Deutsche Glasfaser mindestens ein Jahr gedauert hat, bist eine AVM FRITZ!Box 55x0 mit GPON SFP-Modul im Self-Service durch den Kunden provisioniert werden konnte, dann muss man mit Wartezeiten auch bei Westconnect rechnen.

    Wichtig ist hierbei, das die Kunden nicht locker lassen, sondern regelrecht nerven. Je publikumswirksamer der Mangel kommuniziert wird, desto eher wird der Mangel abgeschafft.

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  • Ich hatte parallel mal bei eon gefragt was man tun muss um die 5590 direkt anzuschließen und das kam heute als Antwort: "vielen Dank für Ihre Mitteilung an uns.


    Bitte senden Sie uns die Daten beziehungsweise ein Foto von der Rückseite Ihrer FRITZ!Box Fiber 5590 zu.

    Sobald wir die Daten erhalten haben, können wir diese in unserem System einpflegen, sodass Sie Ihren Router als ONT nutzen können."

  • Unglaublich für 1&1 ist wahrscheinlich eher, dass manche Kunden so viel Zeit und Langeweile haben, ein schon vorhandenes Glasfasermodem, welches einwandfrei funktioniert, ersetzt haben zu wollen. Dies steht in starkem Kontrast zur riesigen Mehrheit der Kunden

    Ich bin ja auch froh das mein Anschluss super läuft, ich würde einfach nur gern den 2,5 GBit WAN Port der Fritzbox fürs LAN nutzen. Das wäre ja prinzipiell möglich, wenn da nur dieses klitzekleine Problem mit dem Modem nicht wäre

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  • Nochmal eine Verständnisfrage: Ich hatte EON/Westconnect mit dem originalen Nokia Modem was von den Westconnect Leuten installiert wurde. Als ich dann zu 1&1 gewechselt habe ist das Modem das gleiche geblieben, nur das ich in der Fritzbox dann meine Zugangsdaten von 1&1 hinzugefügt habe (brauchte ich vorher bei EON/Westconnct nicht) und alles funktionierte. Ist jetzt EON/Westconnect weiterhin mein Netzbetreiber/Anschlussbetrieber? Wenn ja, müssten die doch auch die Modemdaten verwalten. Die sind ja technsich in der Lage die ModemID bei sich zu ändern. Müsste dann der Anschluß nicht trotzdem funktionieren? Der Zugang wird über die FritzBox über die Zugangsdaten gesteuert? Sorry für die Fragen, vielleicht stelle ich mir das zu einfach vor.

  • Westconnect ist der Netzbetreiber, 1&1 ist der ISP. Direkt Kunde bist du nur bei 1&1, deshalb bräuchte 1&1 eine Schnittstelle zu Westconnect, damit der eigene ONT ins Netz gehoben werden kann. Da diese Schnittstelle nicht existiert, ist für dich an der Stelle erst einmal Endstation.

    Der Zugang wird über die FritzBox über die Zugangsdaten gesteuert?

    Das Onboarding des ONT und dein Internetzugriff mit 1&1 via PPPoE sind verschiedene technische Ebenen.

    Dass der Internetzugang von 1&1 mit PPPoE und somit Zugangsdaten arbeitet, hat mit dem Onboarding eines eigenen ONT rein gar nichts zu tun. Bei E.on Highspeed brauchtest du keine Zugangsdaten, da der ISP nicht mit PPPoE, sondern mit DHCP arbeitet.

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