HTP verweigert DSL wegen Glasfaser

  • Hallo zusammen,

    ich hoffe, ich bin hier im richtigen Forum. Mein Problem betrifft eigentlich DSL und Glasfaser.

    Wir ziehen in Kürze in ein Haus um, das in einem Neubaugebiet aus 2013 steht. Dort hat HTP wohl die Ausschreibung für DSL gewonnen und ist demzufolge auch der einzige Anbieter dort. Anscheinend ist htp aber auch gerade dabei das Glasfasernetz auszubauen. So weit so gut. Bei der Bestellung von DSL habe ich aber sofort eine E-Mail bekommen, dass der Hausanschluss 1975€ kostet und sie kein DSL mehr verkaufen für dieses Gebiet. Auch nicht ganz so schlimm, aber wenn ich den Hausanschluss jetzt beauftrage, wird dieser frühstens im Mai verlegt. Das heißt wiederum für mich, dass ich bis dahin kein Internet habe, weil htp bis zum Ausbau der Glasfaser auch kein DSL mehr anbietet. Auch nicht übergangsweise.

    Kann das rechtens sein? Hat jemand ähnliche Probleme? Und gibt es dafür wirklich überhaupt keine Lösung? HTP stellt sich leider komplett quer. Mindestens 6 Monate ohne Internet ist in der heutigen Zeit leider komplett unmöglich.

    Viele Grüße

    cky

  • Gibt es denn in dem Haus einen DSL-Anschluss, der entweder bei bisherigen Bewohnern aktiv ist oder es zumindest in der Vergangenheit mal war?

    Oder muss der Anbieter das Haus für DSL erst "erschließen"?

  • Gibt es denn in dem Haus einen DSL-Anschluss, der entweder bei bisherigen Bewohnern aktiv ist oder es zumindest in der Vergangenheit mal war?

    Oder muss der Anbieter das Haus für DSL erst "erschließen"?

    Der DSL Anschluss ist verlegt und auch angeschlossen. Der wurde von den Vormieter benutzt.

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  • Der wurde von den Vormieter benutzt.

    Besteht noch die Option, diesen mal anzusprechen ob der Vertrag ggf. "übernommen" werden kann? Dann hat HTP nicht viel zu melden, auch wenn sie Glasfaser erzwingen wollen.

    Starlink ist auch just gestern günstiger geworden - kostet jetzt 50 Euro pro Monat und keine Mindestvertragslaufzeit.

  • Schau doch mal, ob o2 my Home XS Flex an der Adresse buchbar ist. Dann hast du zwar nur bis zu 16 Mbit/s, kannst aber wenn die Glasfaser liegt dann sofort zu htp wechseln.

    Das wäre eine Option, weil keine Laufzeit! Auch wenn 16 natürlich überhaupt nicht mehr zeitgemäß ist.

    Besteht noch die Option, diesen mal anzusprechen ob der Vertrag ggf. "übernommen" werden kann? Dann hat HTP nicht viel zu melden, auch wenn sie Glasfaser erzwingen wollen.

    Starlink ist auch just gestern günstiger geworden - kostet jetzt 50 Euro pro Monat und keine Mindestvertragslaufzeit.

    Ist ein Mietshaus und es stand jetzt 2 1/2 Monate leer. Ich denke mal, dass der Vertrag schon zuende sein wird. Aber ich frage mal den Vermieter, ob er den Kontakt herstellen kann.

    Starlink hatte ich auch vorhin gesehen. Nur gibt es dazu überhaupt keine Angaben was Geschwindigkeit betrifft. 5G ist da leider auch nicht ausgebaut...

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  • Auch wenn 16 natürlich überhaupt nicht mehr zeitgemäß ist.

    Klar, aber übergangsweise geht das sicher. Bei meinem Opa surfe ich ab und zu mal mit stabilen 13 Mbit/s per ADSL, am Handy merkt man da bis auf das langsamere Buffern in der Youtube App recht wenig von. 1,8 statt der gewohnten 43 Mbit/s Upload sind da deutlicher spürbar...

  • Klar, aber übergangsweise geht das sicher. Bei meinem Opa surfe ich ab und zu mal mit stabilen 13 Mbit/s per ADSL, am Handy merkt man da bis auf das langsamere Buffern in der Youtube App recht wenig von. 1,8 statt der gewohnten 43 Mbit/s Upload sind da deutlicher spürbar...

    Ja als Übergangslösung ohne Mindestvertragslaufzeit natürlich top! Gar keine Frage.

    Ich kann mir nur beim besten Willen nicht vorstellen, dass das für HTP so einfach erlaubt sein kann.

  • Ich denke nicht, dass sich htp an deinem Ort als Grundversorger sehen muss, nur weil die das VDSL-Netz innehaben. Htp dürfte sich also durchaus rausnehmen, dich nicht als DSL-Kunde haben zu wollen, um einen FTTH-Anschluss sicherzustellen. Kann ich auch nachvollziehen, ich würde der Telekom auch keine Kupfermiete mehr zahlen wollen, wenn ich an der Adresse ein Produkt über mein eigenes Glasfasernetz bereitstellen kann.

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  • Ich denke nicht, dass sich htp an deinem Ort als Grundversorger sehen muss, nur weil die das VDSL-Netz innehaben. Htp dürfte sich also durchaus rausnehmen, dich nicht als DSL-Kunde haben zu wollen, um einen FTTH-Anschluss sicherzustellen. Kann ich auch nachvollziehen, ich würde der Telekom auch keine Kupfermiete mehr zahlen wollen, wenn ich an der Adresse ein Produkt über mein eigenes Glasfasernetz bereitstellen kann.

    Ich kann es verstehen, dass sie Glasfaser vertreiben wollen, aber ich kann es nicht verstehen, wenn sie nicht einfach bis zum Ausbau DSL weiterlaufen lassen. Das kann so schwierig nicht sein.

  • Da bin ich total bei Dir. Da kommt ein Kunde und sagt ja zum neuen FTTH Anschluss. Und was machen Sie? Sie behandeln ihn wie den letzten Dreck und bieten ihm nicht übergangsweise den vorhandenen VDSL Anschluss an? Mir fehlen die Wort. Vielleicht musst Du das bei htp mal eskalieren.

    FTTH DG 1000/500 | FRITZ!Box 5590 Fiber | 2 mal FRITZ!Repeater 3000AX als Access Points

  • Das kommt drauf an. Wem gehört denn die letzte Meile bei euch? Und wer hat die DSLAMs ausgerüstet? Je nach Konstellation kann das teuer werden für HTP, wenn sie die Leitung von jemanden anders mieten müssen. Das werden sie vermutlich vermeiden wollen.

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  • Genau, sie wollen keine zwei Jahre TAL-Miete zahlen, wenn nur ein paar Monate ein Dienst darüber läuft. Du möchtest keine zwei Jahre DSL nutzen, wenn schon nach ein paar Monaten auf FTTH geschwenkt werden könnte.

  • bieten ihm nicht übergangsweise den vorhandenen VDSL Anschluss an? Mir fehlen die Wort. Vielleicht musst Du das bei htp mal eskalieren.

    Das sehe ich so ähnlich. Mit freundlichem Ton kannst Du ja darauf hinweisen, das Du den Gf-Anschluss natürlich nutzen möchtest, jedoch bis es so weit ist ein Internetzugang unabdingbar ist. Evtl. bewegt sich ja dann etwas.

    Hier wirken auch Anfragen bei teltarif und Heise unter Schilderung deiner Situation manchmal beschleunigen.

    Letztlich wird es jedoch für eine gewisse Zeit auf einen Zugang via Mobilfunk hinauslaufen. Mag sogar sein, das es hier für dich ein Angebot von http gibt.

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  • Das sehe ich so ähnlich. Mit freundlichem Ton kannst Du ja darauf hinweisen, das Du den Gf-Anschluss natürlich nutzen möchtest, jedoch bis es so weit ist ein Internetzugang unabdingbar ist. Evtl. bewegt sich ja dann etwas.

    Hier wirken auch Anfragen bei teltarif und Heise unter Schilderung deiner Situation manchmal beschleunigen.

    Letztlich wird es jedoch für eine gewisse Zeit auf einen Zugang via Mobilfunk hinauslaufen. Mag sogar sein, das es hier für dich ein Angebot von http gibt.

    Mit dem freundlichen Ton habe ich das bereits drei Mal bei htp versucht. Ich kann verstehen, dass das die Leute am Telefon nicht entscheiden können, aber sie wollten mich auch überhaupt nicht weiterleiten.


    Was meinst du mit Anfragen bei teltarif oder Heise? Soll ich das mal bei der Presse melden und hoffen, dass so ein wenig Druck ausgeübt wird?

  • Ich kann verstehen, dass das die Leute am Telefon nicht entscheiden können, aber sie wollten mich auch überhaupt nicht weiterleiten.

    Meine Meinung zu Telefonaten mit Service-Hotlines ist diese: Sollte sich nach zwei, höchstens drei, Gesprächen nichts bewegen, dann erfolgt weitere Kommunikation nur noch in der Schriftform. Vorzugsweise über das Providerportal.

    Ich verstehe auch gar nicht, woher die Erwartungshaltung kommt, das man bei Anruf an den 1st Level Support zu einer qualifizierteren Stelle weitergeleitet werden kann. Genau das ist nämlich überhaupt nicht vorgesehen.

    Was meinst du mit Anfragen bei teltarif oder Heise? Soll ich das mal bei der Presse melden und hoffen, dass so ein wenig Druck ausgeübt wird?

    Genau das.

    Als letzte Möglichkeit gibt es noch die Beschwerdestelle bei der BNetzA:

    Bundesnetzagentur - Beschwerden und Fragen

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  • Also eigentlich bin ich nicht unbedingt dafür, dass man immer den Dampfhammer nimmt, aber in diesem Fall vielleicht doch.

    Als Erstes sollte geklärt werden, wen die letzte Meile tatsächlich gehört (Neubausiedlungen ab 2010 werden mitunter tatsächlich nicht mehr von der Telekom bebaut).

    Ist es die Telekom, sollte man mindestens DSL-Leitung (16 MBit/s) von der Telekom oder einen der bekannten ISP bekommen. Vielleicht auch noch einen Hybrid-Vertrag.

    Sollte es sich hierbei tatsächlich um HTP handel, würde ich mich direkt an die BNetzA wenden.

    Weil wenn die technischen Voraussetzungen vorhanden sind, muss dich der Betreiber anschließen oder dich anschließen lassen.

    Aber neben der BNetzA ist sicher Heise.de (Rubrik Vorsicht, Kunde) noch eine sehr gute Möglichkeit.

    Man kann ganz vorne im TKG anfangen, es gibt sicher noch andere Paragrafen.

    Telekommunikationsgesetz (TKG)

    § 2 Ziele und Grundsätze der Regulierung

    (1) Die Regulierung der Telekommunikation ist eine hoheitliche Aufgabe des Bundes.

    (2) Ziele der Regulierung sind

    1. die Sicherstellung der Konnektivität sowie die Förderung des Zugangs zu und der Nutzung von Netzen mit sehr hoher Kapazität durch alle Bürger und Unternehmen,

    § 51 Nichtdiskriminierung, ...

    (1) Betreiber öffentlicher Telekommunikationsnetze und Anbieter öffentlich zugänglicher Telekommunikationsdienste dürfen gegenüber Endnutzern keine unterschiedlichen Anforderungen oder allgemeinen Bedingungen für den Zugang zu den Netzen oder Diensten oder für deren Nutzung anwenden, die auf der Staatsangehörigkeit, auf dem Wohnsitz oder auf dem Ort der Niederlassung des Endnutzers beruhen, es sei denn, diese unterschiedliche Behandlung ist objektiv gerechtfertigt.

    § 60 Umzug insbesondere Abs. 4

    Einmal editiert, zuletzt von Phino (24. Oktober 2023 um 23:23)