Falkensee Sachstand FTTH DNS:Net und Mr. Fuxx

  • Hallo,

    die Vorvermarktunsgphase von DNS:NET ist ja am 31.3.2022 beendet worden (so hieß es zumindest).
    Hat schon jemand erfahren können "wie es gelaufen ist"?
    Die Infos auf der Homepage sind je doch eher spärlich....
    Schönen Tag noch!

  • Selbst wenn es sehr gut gelaufen ist, wird es ewig dauern bis die damit fertig sind mit einem Ausbau (Anfangen geht schnell, ein paar löcher ausbuddeln hier und da ein bisschen Leerrohr verlegen um Präsenz zu zeigen).

    Ich bin vor ein paar tagen durch mehrere Ortschaften in Brandenburg gefahren. DNS:Net verkauft zurzeit massiv Vorverträge. Überall wird plakatiert. Brieselang, Zeestow, Wustermark, Dyrotz, Ketzin usw. usw. Für mich ist dieses Verhalten völlig unseriös, da die Firma nicht ansatzweise genug Fachkräfte hat (und die Subunternehmen auch nicht) um so viele Baustellen gleichzeitig und mit einem ordentlichen Tempo durchzuführen.

  • Der Netzausbau zieht sich bei allen Unternehmen länger hin, als es die Kunden gerne hätten. Tiefbau ist nicht mal eben schnell gemacht, trotz aller Werbung mit modernen Verlegetechniken. Auch wenn es teilweise so aussieht, als ginge es nicht voran, wird trotzdem am Netzausbau gearbeitet. Dazu gehören auch Genehmigungsverfahren und Vertragsverhandlungen, von denen man auf der Straße nichts sieht. Der flächendeckende Ausbau ist nur mit paralleler Ausführung überhaupt möglich. Das machen alle Netzbetreiber so und ist nicht mal ansatzweise unseriös.

    Ich bitte, von vorschnellen und oberflächlichen Beurteilungen abzusehen. Solche Bemerkungen sind nicht konstruktiv. Das Schlechtreden von Netzbetreibern führt nur zu Grabenkämpfen, bei denen alle verlieren. Niemand hat etwas davon, wenn ein Netzbetreiber nicht ausbaut. Mehr Auswahl ist besser.

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  • Ja aber wenn ein Netzbetreiber 2 Jahre lang nach dem Vorvertrag immer noch nicht ausgebaut hat, ist es unseriös. Ich habe Verständnis dafür, das Netze nicht von einem Tag auf dem nächsten gebaut werden können. Eine Stadt wie Falkensee dauert bestimmt fast ein Jahr auszubauen. Das ist nicht das Problem. Das Problem ist, dass viel zu viel versprochen und plakatiert wird, um Vorverträge zu sichern. Die Leute haben dann Angst einen zweiten Vertrag mit einem Netzbetreiber der tatsächlich ausbaut, zu unterschreiben. Dies wird mit Absicht so gemacht natürlich.

    DNS:Net plakatiert mit "wir bauen". Das klingt für die meisten, als ob demnächst ein Ausbau stattfindet. Solche Werbekampagnen sind sehr fragwürdig.

    Aus meiner Sicht, gibt es Firmen die nur kurz vorm Ausbau in die Vorvermarktung gehen und Firmen die ohne konkrete Pläne schon in die Vorvermarktung gehen. Ab und zu hat man eine Wahl, wie in Falkensee zurzeit.

  • Aus meiner eigenen Erfahrung sind Abstände von 2 Jahren und mehr zwischen Vorvermarktung und Tiefbau nicht üblich aber auch nicht selten, besonders wenn die Vermarktungsziele zunächst verfehlt werden. Dass in der Werbung oft ein schnellerer Ausbau nahegelegt wird, als letztendlich machbar ist oder tatsächlich stattfindet, finde ich auch ärgerlich, aber das ist leider der Normalfall.

    Die Erwartungshaltung von uns Kunden ist von zwei Jahrzehnten geprägt, in denen Internetanschlüsse ohne neue Hausanschlüsse möglich waren und trotzdem schneller wurden. Einen Glasfaseranschluss bekommt man aber nicht auf Tastendruck geschaltet, und mit Umklemmen im Kasten an der Straße ist es auch nicht getan. Man sollte als Kunde an den Netzausbau mit reichlich Gelassenheit herangehen und die Werbung, aber besonders Termine, als "Best Case" Szenarien betrachten.

    Ich finde, das Wort "Vorvermarktung" sagt schon sehr deutlich, dass alle weiteren Planungen, besonders zur konkreten Umsetzung, noch in der Zukunft liegen. Mit zu hohen Erwartungen verbaut man sich unnötig Optionen.

  • Ich finde, das Wort "Vorvermarktung" sagt schon sehr deutlich, dass alle weiteren Planungen, besonders zur konkreten Umsetzung, noch in der Zukunft liegen. Mit zu hohen Erwartungen verbaut man sich unnötig Optionen.

    Da muss ich dir absolut widersprechen.

    VORVERMARKTUNG ist ein Kunstwort, welches erst im Zusammenhang mit Glasfaseranschlüsse in den Marketingabteilungen kreiert wurde.

    Diese Begrifflichkeit sagt Otto-Normalverbraucher so gar nichts.

    Gebe bei Google "was bedeutet Vorvermarktung" ein und du bekommst 90 % Treffer mit Glasfaserausbau, der Rest hat mit Immobilen zu tun, auch nicht vertrauenerweckend. :cursing:

    Jemand, der in dem Bereich IT-Projekte unterwegs ist, hat wahrscheinlich eine Idee welche Hürden zu umschiffen sind. Aber der einfache Kunde hat so gar keine Idee, was alles passieren muss, damit die Leitung bei ihm ins Haus kommt.
    Und genau an dieser Stelle setzen die schlimme Marketingbehauptung der Drückerkolonnen an, die die Akzeptanz für dieses Produkt und dann für bestimmte Anbieter ins Bodenlose drückt.
    Ich kann die Aussagen von murphaph gerade hier im Bereich von Brandenburg nachvollziehen. Und gerade mit dem Hintergrundwissen bekommt man einen noch dickeren Hals, wenn wieder in einem neuen Ort Plakate hängen, ohne dass sie war fertig bekommen.

    Wir haben hier vor 5 Jahren beginnend in einem Erschließungsgebiet mit 26 Grundstücke und einer neuen Straße mitten in Süd-Brieselang gebaut. Mehrere Personen (Bauunternehmer, Gemeindevertreter, etc.) haben sich bemüht, dass DNS:NET die Straße mit Glasfaser erschließt. Dies wäre besonders einfach, weil die neue Straße von der Vorholzstr. abgeht, in der ein bestehende Glasfaser-Backbone von DNS:NET verläuft.
    Die Kommunikation mit DNS:NET war desaströs. Es hat 4 Monate gedauert bis überhaupt jemand von DNS:NET vor Ort kam, dieser war aber nur Verkäufer und nicht in der Lage etwas mit dem Straßenbauer zu klären. Nach nochmal 6 Monaten hat sich dann der Bauherrn-Service gemeldet.
    Ohhh Wunder, da war die Straße schon fertig, mit GAS, Ab-/Wasser, Strom und Telekomleitung.*
    Das konnten 26 Bauherrn nicht verstehen, unsere Straße hat mehrheitlich jetzt OI gewählt.
    Ich persönlich sehe es entspannt, habe ja bei beiden abgeschlossen und habe aktuell eine ausreichend performante Leitung.
    Aber es gab hier in der Straße drei Bauherrn, die gerade jetzt einziehen, die letztes Jahr die Vor-Verträge mit DNS:NET gemacht haben und jetzt keine Leitung haben und ich vermute mal bestimmt nicht vor Ende des Jahres bekommen werden.

    * unsere Straßendecke wird in 3 Monaten geschlossen sein, auch dies ist DNS:NET seit Beginn der Vorvermarktung wiederholt mitgeteilt worden. Null Reaktion.

    Einmal editiert, zuletzt von Phino (6. April 2022 um 16:16)

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  • Phino

    Dein erster Absatz ist so nicht richtig. Vorvermarktung ist keine Kreation aus der Glasfaserzeit und wie du schon auch sagst eher aus dem Bereich der Immobilien, da es gefühlt 90% bei Google um GF geht ist sicherlich der bundesweite Ausbau geschuldet.

    Ansonsten ist das Problem meist die Drückerkolonnen die auf Provision ihr Geld bekommen und dadurch leider oft nicht die Wahrheit sagen aber dann wiederum ist in meinen das Hauptproblem das der Kunde nicht mehr ansatzweise in der Lage ist, sich die AGB etc durchzulesen und noch solchen Sachen direkt an der Tür abschließen.

    Welche Sachen haben in den letzten zwei Jahren nicht länger gedauert?

  • Lasst euch gesagt sein, dass das Gras anderswo nicht grüner ist. Was die meisten für "schlechte Erfahrungen" halten, ist Branchenstandard. Das hat viel mit überzogenen Erwartungen zu tun, wie schnell und unter welchen Bedingungen etwas möglich ist. Diese Erwartungen wecken die Provider oft "selbst", aber wie schon erwähnt ist "selbst" regelmäßig ein provisionsabhängiges Vermarktungsunternehmen. Es ist einfacher, wenn man sich über solche Dinge nicht aufregt und nicht erwartet, dass man einen Anschluss auf Punkt bestellen kann wie ein Paar Schuhe. Wenn man das will, muss man deutlich mehr bezahlen, und Garantien gibt es trotzdem nicht.

    Ich bitte nur nochmal darum, sich wegen parallelem Ausbau nicht zu Aussagen hinreißen zu lassen, ein Unternehmen wäre unseriös. Es ist nicht sinnvoll, "erst hier fertig zu bauen", bevor man weitere Gebiete angeht. Mit so einer Arbeitsweise könnte man den Glasfaserausbau gleich ganz sein lassen. Bitte belasst es bei Bemerkungen, dass ihr mit diesem oder jenem, was ein Unternehmen tut, nicht zufrieden seid, anstatt gleich dem ganzen Unternehmen die Seriösität abzusprechen. Ich möchte hier nicht anfangen, schärfer zu moderieren.

  • Phino

    Welche Sachen haben in den letzten zwei Jahren nicht länger gedauert?

    Häuser bauen. :)

    Alle 26 Häuser sind hier in den angegebenen Zeitfenster erstellt worden, die meisten sogar 1 -2 Monate früher und dies trotz Corona und Baustoffmangel. :saint:

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  • Eijeijei, da hab ich ja einen Glaubenskrieg losgetreten...
    Eigentlich wollte ich ja nur wissen, obn jemand schon eine Info hat, ob die Vorvermarktungsquote - wieder so ein Kunstwort! :D - erreicht wurde.
    Mir ist heute ausfgefallen, dass entlang der Karl-Liebknecht-Str und der Falkenhagener Str. jetzt von DNS-NET Plakate hängen auf denen steht: "WIR BAUEN!" Die habe ich letzte Woche noch nicht gesehen.
    Mein Vertriebler hat mir übrigens recht deutlich gesagt, dass ich von min. 1 Jahr Wartezeit ausgehen muss, ich empfand sein Auftreten durchaus seriös.

  • Phino

    Dann haben die zumindest genug Material vorher rechtzeitig geordert oder auf Lager gehabt.

    Würde ich bei technischen Geräten nicht so in der Größe ( wie reden hier ja nicht von süßen 26 Häuser zu mehreren Hunderten bis tausenden In nur einer gewissen Region wo mehrere hundert Km Kabel verlegt müssen.

    Ich warte momentan für einen Stadtweiten Netzwerkaustausch im Rahmen des Digitalpakts von 3-stelliger Geräteanzahl min. 3 aber eher 6 Monate mit Tendenz nach oben. Und sehr zerstückelt

  • Muss ich mal meinen Senf dazu loswerden, wir haben hier nicht DNS:NET, aber DG. Das wird ähnlich sein. Ich habe mich mit dem "Drücker" recht ausführlich unterhalten, ich glaube auch, was er von sich gegeben hat. Zum einen, Provisionsbasis, d.h., jeder abgeschlossene Gbit Vertrag spült ordentlich Geld rein, offenbar sind aber Rückzahlungen fällig, wenn der Vertrag dann auf ein vernünftiges Maß runter gekündigt wird. ;) Und er hat klipp und klar gesagt, ALLES UNTER 2 Jahre ist Glück. Zum einen dauert die Gewinnungsphase schon mal gerne fast ein Jahr, wenn die Quote nicht gleich erreicht wird, und dann erst gehen die Feinplanungen los. Hausbegehungen, Eigentümergenehmigungen bei Mietern, Schachtgenehmigungen und und und. Und erst dann geht es mit dem Bau los, DG alles Sub/Sub, kein einziger Deutscher dabei (was nicht zwingend schlecht sein muss), die legen dann los und buddeln wie die Wahnsinnigen Rohre ein. Dann passiert laaange nix, dann kommt ein Trupp, der schießt die Faser ein, und dann kommen irgendwann die Techniker.

    Bei uns Russisch (kyrillisch auf jeden Fall), und die schließen dann an. Wir hatten das Glück und waren das zweite Haus, welches funktionierend angeschlossen wurde, eine Strasse weiter Freunde über ein Jahr später! Weil vermutlich gibt es nicht soo viele Unternehmen, die Faser spleisen können und das Werkzeug dazu haben, die waren immer nur mal ein paar Tage da, offenbar reisen die von Stadt zu Stadt, und haben sicher auch mal Urlaub.Also insgesamt sind wir jetzt im 4. Jahr, nun allerdings sind wohl nur noch Strassenbauarbeiten zu machen, ggf. noch ein paar Nachzügler.

    Also: Geduld !

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  • Wann passiert den etwas im Bereich "Havelländer Weg / Tübinger Str."?

    Das wäre für uns in Brieselang nämlich interessant, da deutlich näher an Brieselang als am See.

    Übrigens auf der FuxxNet Facebook-Seite gibts Bilder der Haupttrasseverlegung in der Spandauerstr. bei Hellweg, richtung Berliner Stadtgrenze. Weiß jemand warum OI überhaupt in dieser Ecke Falkensees angefangen hat? Vielleicht liegt Leerrohr in der ehemaligen Todesstreifen da? Wäre sinnvoll gewesen damals ganz West Berlin mit Leerrohr zu umsingeln, da die Fläche komplett frei war.

    Einmal editiert, zuletzt von murphaph (14. April 2022 um 12:32)

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  • Weiß jemand warum OI überhaupt in dieser Ecke Falkensees angefangen hat?

    Die Verlegung erfolgt derzeit in der Fröbelstraße. Dort, wo auch DNS:Net und die Telekom ihre Glasfaserleitung für FTTC liegen haben. Von dort wird dann die Dichtersiedlung in Falkenhöh angebunden. Und dann kommt wahrscheinlich die Musikersiedlung nördlich des Sees dran. Das würde naheliegen, da hier ja auch schon bereits alle Häuser mit Leerrohr versorgt wurden. Wie es dann weitergeht? Wahrscheinlich weiter Richtung Westen. Aber: Frag den Fuxx!

  • Phino

    Dann haben die zumindest genug Material vorher rechtzeitig geordert oder auf Lager gehabt.

    Würde ich bei technischen Geräten nicht so in der Größe ( wie reden hier ja nicht von süßen 26 Häuser zu mehreren Hunderten bis tausenden In nur einer gewissen Region wo mehrere hundert Km Kabel verlegt müssen.

    Ich warte momentan für einen Stadtweiten Netzwerkaustausch im Rahmen des Digitalpakts von 3-stelliger Geräteanzahl min. 3 aber eher 6 Monate mit Tendenz nach oben. Und sehr zerstückelt

    Es waren hier unterschiedliche kleine örtliche Baufirmen tätig. Davon hat keiner ein Lager und alle haben "yast on time" ihre Ware bestellt.
    Allerdings gibt es bei sehr große Mengen schon Lieferprobleme. z.B. 1400 qm Dachziegel für ein Pflegeheim eines der Bauunternehmer dauert 4 Wochen, er sagt früher höchstens eine Woche. Das Problem ist aber gerade im Baubereich die fehlenden LKA-Fahrer.
    Nachbar erwartet Gala-Bau-Material, Menge 3 große LKA, von Hornbach. Material liegt in der nächsten Filiale schon seit einem Monat bereit, er bekommt es erst nächste Woche.

    Aber öffentliche Ausschreibung im IT-Bereich sind ja schon von jeher ein besonderes Thema. War bei einer Berliner Behörde 10 Jahre in Beschaffungen mit 6-stelligen Summen involviert. <X

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  • back2topic:

    In der Komponistensiedlung in Falkensee (Haydnallee et al) verbuddeln die Openinfra Teams gerade kräftig Hauptkabel auf den Strassen und setzen Verteilerkästen. Ich habe den gleichen Polier (Dicker mit Bart) erkannt, der mit seinen Leuten vor einigen Wochen bei uns auch den Hausanschluss gesetzt hat.

    Gruß

    Hans

  • DNS:NET-Update:

    Bei uns hat in der letzten Woche mal wieder ein Vertriebler geklingelt, um uns einen Anschluß schmackhaft zu machen; im Bereich Lindenweiher sollen die Arbeiten wohl um den Juli herum beginnen.
    Er war etwas traurig, als er erfuhr, dass wir schon einen Vertrag haben...