Noch 4 Wochen und nur 6% bei Nachfragebündelung - Ausbau realistisch?

  • Guten Abend,
    nach einer 2-wöchigen Pause wurden die Zahlen wieder aktualisiert.

    Leider musste ich feststellen, dass die Quote nur um 1 % gestiegen ist und da wollte ich mal nach Erfahrungen fragen, wie es bei anderen war. Ob es vielleicht kurz vor Schluss in den letzten Tagen hoch geht oder nach einer Verlängerung, wenn diese überhaupt realistisch ist.

    Aktuell gibt es in meinem Ort auch keine anderen bestehenden/zukünftigen Glasfaserprojekte und die Abdeckung ist seitens DSL in Ordnung mit flächendeckend min. 100-250 Mbit. Kabel gibt es hier auch kaum.

    Verstehe halt generell nicht, warum kaum Interesse besteht :/

  • Verstehe halt generell nicht, warum kaum Interesse besteht :/

    Tja, das versteht man wirklich nicht. Meines Erachtens liegt es auch daran, dass man sich bei der Beurteilung von Internetzugängen viel zu sehr auf die Bandbreite konzentriert. Dabei sind es die anderen Parameter, die für die QoS viel wichtiger sind, und da punktet Glasfaser.


    Ich hab die Erfahrung gemacht, dass die Angaben nicht unbedingt realistisch sind. Bei uns war es so, dass es kurz vor Schluss extrem spannend war. Ganz knapp vor den 40%. Jetzt noch schnell alle buchen, und dann geht es rund!!! Von einem Bekannten wusste ich, dass die DG Vertreter schon eine Woche zuvor die Unterlagen für die Bauanträge von der Gemeinde angefordert hatten, da die interne Marke ihrer Kalkulation schon überschritten war und das Projekt auf jeden Fall realisiert wird. Aber die haben natürlich am Ende jeden Kunden mitgenommen, den sie kriegen konnten. Erstaunlicherweise hat man dann nach dem Erfolg noch mal zwei Wochen die Möglichkeit bekommen, zu den gleichen Konditionen wie in der Bündelung zu buchen. :)


    Aber 6% vier Wochen vor Schluss ist schon wenig. Das schreckt eher ab, als Kunden zu motivieren. Es fällt mir schwer, das zu beurteilen.

  • Bei uns war es so, das erst in der Verlängerung die 40% Marke erreicht worden war, allerdings lag sie vor der Verlängerung bei knapp unter 30%. Wie dem auch sei, Erfolg haben persönliche Ansprache, die Bildung einer Bürgerinitiative und die Mitarbeit der Ortsbeiräte und des Bürgermeisters gebracht.

    Bei uns war jedoch die hohe DSL Bandbreite von über 100 Mbit/s nur punktuell gegeben und Kabelfernsehen gibt es auch nur in wenigen Straßenzügen.

    Interessanterweise höre ich von Rentnern mittlerweile, das der höhere erzielbare Immobilienverkaufspreis das zugkräftigste Argument zum Abschluss eines Vertrages mit DG war. Man hat da abgewartet, was der Nachbar macht und ist dann mitgezogen...

  • Bei meinen Eltern war die ursprüngliche Nachfrage auch nicht groß und Projekt ist gescheitert. Es wurden nur einzelne Straßen im Außenbezirk angeschlossen, da diese wichtige für andere Gemeinden waren.

    2 Jahre später wurde erneut eine Nachfrage gestartet, allerdings das Gebiet anders geschnitten. Und die 40 Prozent sind mit 37 Prozent fast genackt worden. DG hat dann trotzdem ausgebaut..


    Man muss halt auch Glück haben das DG manchmal selbst Interesse hat das Gebiet auszubauen. Alleine schon um in Nachbar Ort zu gelangen.

    • Offizieller Beitrag

    Internetzugänge werden auch nach Details wie IPv4-Erreichbarkeit und danach beurteilt, wer die Anschlüsse betreibt. Die Deutsche Glasfaser verlässt sich zu sehr auf die offensichtlichen Vorteile der Glasfasertechnik und kümmert sich zu wenig um ihr Image und die nicht so unwichtigen Probleme mit CGNAT. Auch das Zugeständnis, dass Glasfaseranschlüsse, wenn man sie billig betreibt und stark überbucht, die "bis zu" Einschränkung brauchen, spricht sich halt rum. Bei der Deutschen Glasfaser ist viel zu viel "friss oder stirb" und zu wenig "was können und müssen wir besser machen, um unsere Preise zu rechtfertigen". In unterversorgten Gebieten spielt all das keine große Rolle, aber wer schon DSL mit 100/40 bekommen kann, spürt vielleicht nicht den Druck, jetzt bei der Deutschen Glasfaser abzuschließen, sondern kann die Geduld haben, noch eine längere Zeit zu warten, bis die Glasfaserausbauinitiative der Telekom vorbeikommt. In der Situation werden auch die Bürgermeister vorsichtig: Wer will schon der Schuldige sein, dass der Ort "nur" den DG-Ausbau bekommt und nicht irgendwann den Telekom-Ausbau, wo man dann nicht nur in der Theorie andere Provider zur Auswahl hat. Wenn die DG in Gebieten mit Konkurrenz bestehen will, muss sie leistungsorientierter oder billiger werden.

  • Die Nachfragebündelung der DG ist wohl ein sanftes Durckmittel um unentschlossene Interessenten zu einem Abschluß zu motivieren. Die Nachfragebündelung des geplanten Ausbaubereichs Celle lag z.B. zum Ende der Nfb am 06.11.2021 bei 25%. Daraufhin gab es eine Verlängerung der Nfb bis zum 18.12.21 mit der Reduzierung auf 33%. Das hat kaum etwas gebracht den dann waren es trotzdem nur 28%. Dennoch ist jetzt nachzulesen das die Nfb erfolgreich war. Die Schmerzgrenze der DG für einen Ausbau scheint also deutlich unter den 40% zu liegen aber 6% vor dem Ende der Nfb in 4 Wochen ist wirklich sehr gering.

  • Aber 6% vier Wochen vor Schluss ist schon wenig. Das schreckt eher ab, als Kunden zu motivieren.

    Dem stimme ich zu! In den letzten 6 Wochen stand die Zahl auf 5%. Ich hätte ehrlicherweise auch gedacht, dass über die Weihnachtsferien nochmal was dazu kommt, weil die meisten Leute eh Zuhause sind und die Zeit eigentlich hätten sich kurz mit dem Thema zu beschäftigen. Aber durch die niedrige Zahl, wirkt das Angebot einfach weniger attraktiv.

    Erfolg haben persönliche Ansprache, die Bildung einer Bürgerinitiative und die Mitarbeit der Ortsbeiräte und des Bürgermeisters gebracht.

    Schön wärs, damit in meinem Ort. Hier gab es nur einen Bürgermeisterbrief und sonst die üblichen Unterlagen/Broschüren von der DG. Auf den Straßen gabs noch Plakate an den Laternen und min. ein Großflächenplakat, welches mir nach dem fünften Mal vorbeifahren aufgefallen ist, weil die Position sehr ungünstig gewählt ist, da es hinter einem Gebäude versteckt steht.
    Ansonsten finde ich es schade, dass die Gemeinde auch nicht wirklich dafür geworben hat. Auch gab es z.B. etwa 3-4 Monate vor Start der Nachfragebündelung einen negativen Beitrag in der Lokalzeitung, dass manche im Nachbarort nicht zufrieden sind.
    Grund dafür war, dass man sich von dem Werben vor der Haustür belästigt gefühlt hat.
    Die Folge: Nun wird in unserem Ort nicht vor der Haustür direkt geworben.

    Bin da etwas von den Zuständigen fürs Marketing enttäuscht.

    Wenn die DG in Gebieten mit Konkurrenz bestehen will, muss sie leistungsorientierter oder billiger werden.

    Ja, ich habe deren Tarifpolitik auch nicht ganz verstanden.
    Da man sowieso von einer langsameren DSL-Leitung kommt, ist man ja auch an niedrige Geschwindigkeiten gewöhnt. Zum Beispiel komme ich von ner 100er Leitung und mir persönlich ist selbst der niedrigste 300er zu viel. Es gibt einfach für die meisten keine nennenswerten Vorteile den Tarif nochmal upzugraden.

    wer schon DSL mit 100/40 bekommen kann, spürt vielleicht nicht den Druck, jetzt bei der Deutschen Glasfaser abzuschließen, sondern kann die Geduld haben, noch eine längere Zeit zu warten, bis die Glasfaserausbauinitiative der Telekom vorbeikommt.

    Sieht auch hier stark nach dem Szenario aus, da (fast) alle Leitungen der Telekom gehören und sie die besten Konditionen hätten.

  • Poli34

    Hat den Titel des Themas von „Noch 4 Wochen und nur 6% bei Nachfragebündelung - Glasfaser realistisch?“ zu „Noch 4 Wochen und nur 6% bei Nachfragebündelung - Ausbau realistisch?“ geändert.
  • Auch ist mir aufgefallen, dass fast alle Ortsteile wo mehr Leute wohnen über der 6%-Marke liegen, manche sogar bei plus/minus ca. 15%. Die wenigen Gebiete die unter 6% liegen sind eher kleinere Orte mit jeweils max. 50 Haushalten. Zwei von den kleinen Orten liegen sogar noch bei 0%.

  • Könntest du mir einmal deine Adresse per PN schicken? Ich habe da tiefere Einblicke in die Ausbauplanung.

    EDIT: Wohnort und Straße reichen, wenn es Bedenken gibt.


    Beste Grüße

    cyan

  • Nicht böse nehmen aber ich würde jetzt nicht einfach eine PN mit meiner Adresse an jemanden schicken, der seinen a) ersten Beitrag schreibt und b) nicht genau erklärt, inwieweit er da "jemand tiefere Einblicke hat".


    In Zeiten mit Onlinebetrug muss man eine gewisse Grundskepsis haben. :)


    Wie gesagt nichts für ungut.

  • Fairer Punkt - das kann der Threadersteller natürlich selbst entscheiden.

    Bin schon seit einigen Monaten in diesem Forum als privat interessierter Leser und DG Kunde unterwegs, bisher ohne Anmeldung.

    Ich arbeite bei der DG.


    Beste Grüße

    cyan

  • Also ich begrüße es durchaus, dass Mitarbeiter in solchen Foren unterstützend tätig sind, was weder selbstverständlich ist.


    Da dieses Forum auch immer sehr fair und respektvoll im Umgang ist, ist es auch für mitarbeitenden es angenehmer.


    Die Idee mit der Kontaktaufnahme zum Forenbetreiber finde ich sehr gut.


    also ich finde es sehr begrüßenswert

  • Die Frage ist wie lässt sich das verifizieren, hat bei DG jeder einen Dienstausweis ?

    Mit geteiltem Bildschirm oder anhand einiger Screenshots lässt sich das recht schnell beweisen. Es müsste nur jemand den "Prüfer" machen. Forengrößen wie frank_m oder HubeBube könnten evtl. dafür herhalten, falls dazu bereit. Oder der Forenadmin.

    Inwiefern ich regelmäßig mit wirklich weiterführenden und hilfreichen Infos dienen könnte, muss sich dann zeigen. Ich arbeite weder im Kundenservice noch in der Bau- oder Projektplanung. Zugriff auf die Systeme habe ich jedoch.