TKModG Netzabschluss/Routerfreiheit

  • Na ja der Unterschied ist halt die zentrale Technik in den POP/Verteiler. Für AON müsste jede einzelne Faser an einer aktiven mit Strom versorgten Gerät angeschlossen werden. Das bedeutet natürlich mehr aktive Komponenten Platz und Stromversorgung. Dadurch wären unter anderem mehr Verteiler nötig, mehr USVen etc. pp.


    Dies ist bei GPON eher auf das Nötigste an aktiven Komponenten reduziert und dadurch natürlich für den Anbieter wartungsfreundlicher, weil weniger Fehlerquellen und im privaten Bereich auch die bessere Lösung (in meinen Augen :) ).


    Für den Businessbereich sehe ich AON aber auch als die bessere Lösung an.


    lycra:

    Auch wenn ich eher die Hintergrundtechnik meine aber ein NT verbraucht vielleicht nur 1 Watt aber 1 Million Kunden mit einem NT sind auch schon 1MW und das gilt auch für den energiehungrigen AON-Standard zum GPON auch.

  • Gerade die Anzahl der Fehlerquellen ist bei GPN deutlich höher, durch:

    • erhöhten Energieverbrauch durch Verschlüsselung auf beiden Seiten
    • schlechtere QoS durch die Verschlüsselung, vor allem Latenz und Jitter
    • erhöhten Wartungs- und Prozessaufwand durch das Einpflegen von Modem- und Installationscodes auf beiden Seiten
    • Gefahr von Rückwegstörern durch unsachgemäße Installationen und/oder Endgeräte
    • gegenseitige Beeinflussung der Endkundenanschlüsse (Shared Medium)


    Insgesamt ist GPON schon extrem Nachteilig gegenüber AON. Die Entscheidung werden die Provider auch garantiert noch bereuen, ein Business Case ist das auf Dauer nicht.

  • Das stimmt, mit Jitter und Latenz kann ich zustimmen, ich wohne 100km von Borken entfernt und habe ca, 2,5-8ms dahin. Der Jitter liegt immer bei 1-5ms(Habe diese Jitter Probleme bis jetzt nur bei DG gehabt, Leute mit Telekom FTTH haben dies nicht, kann vllt an 1:64 liegen). Leute aus Coesfeld mit AON haben einen Jitter von 0,1-0,3 und Latenzen von 2ms nach Düsseldorf. Naja die Buisiness Kunden von der DG nutzen ja noch AON, ich denke das man später auf XGS-PON wechseln wird(Zumindest bei der Telekom) die DG kann ihre Technik ja eigentlich ohne Erdarbeiten auf AON umrüsten.

  • Ich bin mir einigermaßen sicher, dass weder Latenz noch Jitter grundsätzlich an GPON liegen. Ich vermute, dass die DG etwas größere Pufferspeicher verwendet, um kurze Spitzen im Bandbreitenbedarf zu glätten. Damit ist eine höhere Überbuchung möglich, ohne dass der Durchsatz erkennbar sinkt. Ich habe auch mit GPON Speedtests gemacht, in denen praktisch kein Jitter und deutlich niedrigere Latenzen messbar waren, als man sie zur Zeit bei der Deutschen Glasfaser erreicht. Der Effekt von größeren Pufferspeichern ist, wenn es übertrieben wird, als "Bufferbloat" bekannt.

  • OK heute bei der Hausbegehung konnte man mir nicht sagen ob AON oder gpon verbaut wird.

    Hab dann bei DG angerufen, da ich noch keine ab oder Kundennummer habe, konnten die an der Hotline auch nicht weiterhwken

    Somit erstmal nochnal ne Email auf mein Ticket geschrieben und nun nach der Kundennummer und der ab gefragt...

  • Hallo zusammen, in seiner heutigen Plenarsitzung hat der Bundesrat dem TKModG stattgegeben. Es gab ja einen Antrag das Modernisierungsgesetz an den Vermittlungsausschuss zu überweisen. Dieser wurde abgelehnt und so tritt das Gesetz am 01.12.2021 in Kraft.

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