Erfahrungen mit OpenInfra und Internetnord

  • Ja, das sind solche Einträge, die ich auch mir beobachtet habe. Ziemlich exakt alle 12 Stunden.

    Das hatte ich dann falsch gedeutet und als Zwangstrennung und Zuweisung derselben IPv4-Adresse gesehen. Warum das vom DHCP-Server so gemacht wird, ist eine interessante Frage. Nun gut, in der Praxis stört das wohl nicht weiter. Ich werde die nächsten Tage das weiter beobachten.

    Und ich bin gespannt, was InternetNord antwortet.

  • Ja, das sind solche Einträge, die ich auch mir beobachtet habe. Ziemlich exakt alle 12 Stunden.

    Das hatte ich dann falsch gedeutet und als Zwangstrennung und Zuweisung derselben IPv4-Adresse gesehen. Warum das vom DHCP-Server so gemacht wird, ist eine interessante Frage. Nun gut, in der Praxis stört das wohl nicht weiter. Ich werde die nächsten Tage das weiter beobachten.

    Und ich bin gespannt, was InternetNord antwortet.

    Damals, ;) , als ich noch bei KabelDeutschland war per Koaxial, verhielt es sich auch so, alle 24 Stunden eine "neue" IP, ich hatte immer dieselbe, wenn die FritzBox nicht ausstieg, über Monate.

  • Dank umfangreicher Info von hier habe ich die richtigen Zutaten zum Direktanschluss der 5590 erworben, verlegt und angeschlossen. Nachdem die Box eine Verbindung anzeigte, es aber keine IP gab, schrieb ich Internetnord gestern eine Nachricht via Formular mit der Bitte um Freischaltung einer MAC Adresse. Und voila: 22:01 Uhr stand der gigabitlink samt Adresse. 👍

    Headquarter: | 250 / 250 Mbit InternetNord/Easybell IP V6

    Router: Unifi Dream Router 7 SC/UPC - LC/APC Adapter direkt am AON Anschluss

    WLAN: 1 x WiFi 7 UDR, 1 x UAP AC Pro Mesh im Gartenhaus

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  • Gestern musste ich mal für einige Zeit das Steckernetzteil der FritzBox ziehen wegen Umbauarbeiten.

    Du hast einfach den Stecker gezogen, ohne die Box herunterzufahren (bzw. einen Neustart anzustoßen)? Dann hatte der DHCP Server noch einen gültigen Lease für deine Box. Möglicherweise hat er eine neue Adresse erst nach Ablauf des Leases herausgerückt, warum auch immer.

    Versuche das nächste Mal, die Box neuzustarten (übers Webfrontend) und den Stecker erst zu ziehen, wenn du anhand der LEDs erkennt, dass die Box den neuen Boot beginnt.

  • Hallo frank_m

    Ja, ich habe den Stecker einfach gezogen. Eine andere offizielle Vorgehensweise gibt es auch nicht. Die Fritz!Box hat weder ein Hardwareknopf "Ausschalten bzw. Herunterfahren" noch einen entsprechende Schaltfläche in Fritz!OS. Und wie genau sollte ich den richtigen Zeitpunkt beim Neustart des Steckerziehens erkennen? Wenn alle LED's kurz angehen? Das ist nach meiner Kenntnis nirgends genau beschrieben. Und die Box steht im Keller. Denke, die Realität ist eine Andere. Wenn auf der Straße oder im Wohngebiet der Strom ausfällt oder für Bauarbeiten unterbrochen wird, dann sind sämtliche ONT's und Router/boxen auch plötzlich ohne Strom. Nach bisheriger Erfahrung starten diese nach Netzspannungswiederkehr automatisch und die Verbindungen stehen nach einigen Minuten, die das Hochfahren dauert, von allein. Nicht so bei mir. 7 Stunden Wartezeit auf Herstellung der Internetverbindung halte ich einfach für ein Fehler, wo auch immer er liegt.

    Und eine Anmerkung zu dem Beitrag Hiddensee:

    Eine Reaktion des Supportes am Sonntagspätabend halte ich für unwahrscheinlich. Nach Webseitenangaben von InternetNord arbeitet dieser nur in der Zeit Werktags 09-18 Uhr.

    Gab es direkt eine E-Mail-Antwort zu dieser späten Stunde von InternetNord oder funktionierte es plötzlich einfach so?

    Die MAC-Adresse meiner Fritz!Box 5590 musste ich damals für die Inbetriebnahme am AON-Anschluss von OI nicht angeben. Könnte es also hier reiner Zufall gewesen sein, dass um 22:01 die IP-Addresse vom DHCP-Server dann zugewiesen wurde? Wann genau vorher wurde denn die Box mit dem Glasfaseranschluss verbunden und was stand zu diesen Zeitpunkten im Erreignisprotokoll?

  • Und wie genau sollte ich den richtigen Zeitpunkt beim Neustart des Steckerziehens erkennen? Wenn alle LED's kurz angehen?

    Ja, genau, daran erkennt man es zum Beispiel. Oder halt an den typischen Blinkfolgen in der Bootphase.

    Der Punkt ist halt, dass die Box das DHCP Lease freigibt, wenn sie herunterfährt. Das erspart einem auch die 1 Stunde Wartezeit bei der DG beim Routerwechsel. Klar mag die Realität häufig eine andere sein, aber es funktioniert, und ist auch keine Überraschung, wenn man sich mit der Arbeitsweise von DHCP befasst. Wenn der Server glaubt, kein Lease mehr für einen spezifischen Anschluss zu haben, dann wartet man halt bis zum Ablauf des alten Leases. Bei der DG ist das eine Stunde, bei OI offenbar länger.

    Alternativ kannst du natürlich das Steckerziehen mit dem Ablauf des DHCP Leases koordinieren. Aber ob das am Ende komfortabler ist ...

    Übrigens wird genau das auch bei Hiddensee passiert sein. An ein Eingreifen des Supports glaube ich da auch nicht. Irgendwann gabs ein Lease, und ab da ging es.

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  • Da die Netzbetreiber wissen (müssen), von welchem Anschluss die Adressanfrage kommt, könnten sie auch zu dem Zeitpunkt die alte Lease freigeben oder wiederverwenden. Diese Wartezeiten sind einfach Blödsinn. Bei den PPPoE Providern macht das auch niemand und einen guten Grund, warum man das mit DHCP so kundenfeindlich lösen sollte, gibt es nicht. Jeder sollte jedesmal die Hotline anrufen, wenn nach einem Routerwechsel oder einem Stromausfall nicht wieder sofort eine Adresse zugeteilt wird. Dass Leases nicht zurückgegeben werden, ist der Normalfall, kein Fehler. Damit muss das System des Providers klarkommen, ohne den Kunden stundenlang auszusperren.

  • Da kann ich @alfalfa nur beipflichten! Vor allem, wenn man sich die Leasetime bei anderen Providern ansieht. Die beträgt manchmal Tage und manchmal ist eine Netztrennung notwendig, so lange kann/darf man nicht warten (müssen), bis sich der gnädige DHCP Server herablässt und dem Device eine IP(v4)-Adresse zuweist.

    Ich hatte vor ein paar Monaten Kontakt mit dem AVM Support und fragte, warum in der FRITZ!Box die valid und preferred lease time bei IPv6 im Online-Monitor dargestellt wird, jedoch nicht bei IPv4. Das war die interessante Antwort:

    Zitat

    Die Leasetime der IPv4-Adresse wird nicht dargestellt, da diese in der Regel bis zur nächsten Trennung der Internetverbindung gültig ist, während der IPv6-Präfix in der Regel auch im laufenden Betrieb aktualisiert wird, weshalb dessen Leasetime hingegen in der Benutzeroberfläche dargestellt wird. Bei IPv6 ist deshalb die Notwendigkeit der klassischen 24-Stunden-Trennung nicht gegeben, die IPv4-Adresse hingegen in der Regel bis dahin gültig.

    Kann man so versuchen zu begründen, jedoch würde es nicht schaden oder Performance-Einbußen mit sich bringen, wenn man an dieser Stelle IPv4 und IPv6 gleich behandeln würde.

  • Naja, wir alle kennen die Gründe, warum die Provider zurückhaltend mit dem Verteilen neuer Leases sind, und die sind ja auch berechtigt. Bei PPPOE hab ich aufgrund des fehlenden Handshakes sofort die Möglichkeit, das zu erkennen und so eine Mehrfachnutzung auszuschließen. Die fehlt bei DHCP. Es ist ja auch nicht die Lease Time das Ausschlusskriterium. Bei der DG wird die IPv4 Adresse ja auch nur alle 12 Stunden erneuert, dennoch bekommt man im Zweifel nach 1 Stunde eine neue Adresse.

    Bleibt die Frage, warum der DHCP Server die Anfrage als neu interpretiert hat und nicht erkannt hat, dass sie vom gleichen Gerät wie vorher kommt. Das müsste man sich halt anschauen. Aber die State Machines von DHCP Servern sind empfindlich, das bekommen auch regelmäßig die zu spüren, die über DHCP zuverlässig feste IP-Adressen verteilen wollen. Die Foren sind voll davon, auch von Fritzbox Nutzern.

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  • Die Provider sollen ja auch nicht mehrere Leases zuteilen, sondern entweder die Lease ungültig machen und eine neue Lease zuteilen oder einfach dem Anschluss wieder die alte Lease zuteilen, egal ob da jetzt ein neuer Router dranhängt oder nicht.

    Die Provider müssen schon aus rechtlichen Gründen wissen, wem sie da eine Adresse zuteilen, also können sie diese Information auch für die Adressvergabe nutzen. Das tun sie ja offensichtlich auch, denn was hält den DHCP-Server sonst davon ab, eine neue Lease zu vergeben? Der weiß halt, dass an dem Anschluss schon eine Adresse vergeben ist. Ich behaupte, diese Information kann man geschickter nutzen, als den Kunden warten zu lassen.

  • Die Provider sollen ja auch nicht mehrere Leases zuteilen, sondern entweder die Lease ungültig machen ...

    Was ja eben so einfach nicht ist. Das Endgerät geht davon aus, dass es die zugewiesene Adresse für die genannte Zeit nutzen kann und wird das möglicherweise auch tun. Ein DHCP Release ist im DHCP Protokoll zwar seitens des Clients vorgesehen, aber nicht seitens des Servers.

    ... oder einfach dem Anschluss wieder die alte Lease zuteilen, egal ob da jetzt ein neuer Router dranhängt oder nicht.

    Was IP-Address Konflikte erzeugen kann, und dann geht gar nichts mehr, weder am neuen noch am alten Router. Auch nicht schön.

    DHCP ist für diesen Fall schlicht nicht gut geeignet, da es dem Server nicht erlaubt, einen Client gezielt rauszuwerfen. Das einzige, was man Serverseitig machen kann, ist das Zulassen neuer Clients zu verhindern. Voilà.

    Ergo: Lasst den Client dem Server mitteilen, dass er die IP nicht mehr braucht. Geht bei Fritzboxen leider nur durch den erwähnten Neustart.

  • Man informiert den Kunden, dass nur ein Gerät direkt am Anschluss Adressen beziehen darf. Wenn mehrere Router betrieben werden oder Router falsch konfiguriert werden, dann kommt es eben an dem Anschluss zu Fehlern. Solche Konfigurationen funktionieren aber jetzt auch nicht.

    Wenn ein Kunde dann meint, sich beschweren zu müssen, weil er eine Adresse nicht verwenden kann, die vom DHCP-Server für die noch nicht abgelaufene Leasetime zugeteilt wurde, vermittelt man freundlich, dass die "ein Gerät direkt am Anschluss" Regel über der DHCP-Lease steht.

    Kurzgesagt: Ein DHCP-Request (nicht Renew) beendet die (virtuelle) alte Verbindung. Alles andere macht man wie bei PPPoE.

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  • Wenn ein Kunde dann meint, sich beschweren zu müssen, weil er eine Adresse nicht verwenden kann, die vom DHCP-Server für die noch nicht abgelaufene Leasetime zugeteilt wurde, vermittelt man freundlich, dass die "ein Gerät direkt am Anschluss" Regel über der DHCP-Lease steht.

    Ja toll, dafür müsstest du ja die alte IP irgendwie blockieren, in der Firewall oder so. Eine Sonderlocke nach der nächsten, da dafür wieder eine Verbindung zwischen DHCP Server und Firewall gestrickt werden müsste, die es eigentlich nicht gibt.

    Da sehe ich schon wieder 1 Millionen Verbindungsabbrüche auf uns zukommen, zu der wir dann schreiben, "ja da hat sich das System wohl geirrt und deine IP gesperrt. Warum auch immer". Auch nicht besser, als jetzt.

    Und wofür? Wie oft kommt das denn vor? Eigentlich ja nur beim Routerwechsel. Wenn die Anfrage von der selben MAC kommt, dann kriegen es die DHCP Server ja üblicherweise hin, die Session richtig zuzuordnen. Fehler kommen zwar vor, aber eher selten. Und deshalb so ein Risiko? Nee. Ich würde es nicht machen.

  • Wenn du jetzt alle paar Minuten eine neue PPPoE-Verbindung machst, dann funktioniert das. Auch da muss der Provider sicherstellen, dass du nur die für die PPPoE-Session gültigen IP-Adressen verwendest. Warum sollte das mit DHCP nicht funktionieren?

    Zur Frage, wie oft das vorkommt, kann ich nur sagen, dass ich bei fast jedem Routerneustart (an einem Deutsche Glasfaser Anschluss) ein paar Minuten offline bin, während der DHCPv4 oder DHCPv6 Client auf eine Antwort wartet. Ich finde das Verhalten der DHCP-Server kapriziös.

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  • Kurze Zwischenfrage zur Kommunikation mit InternetNord. Hab vor 2 Wochen eine E-Mail an info@internetnord.de geschrieben wegen Zuweisung einer öffentlichen IP4 Adresse, hab aber bis heute keine Antwort und auch keine IP. Gibt es erfolgversprechendere Wege?, Gibt es Infos ab wann es IP6 oder DualStack (light) o.ä geben wird? Ich hab zz. keine Chance mein Heimnetz von außen zu erreichen - nicht mal mit Portmappern. Gibt es andere Lösungen? An meinem Endpunkt hängt eine Fritzbox 4040.

  • Ich hab zz. keine Chance mein Heimnetz von außen zu erreichen - nicht mal mit Portmappern. Gibt es andere Lösungen?

    Ja, es gibt die VPS Lösung. Die kleinsten verfügbaren VPS bei IONOS oder Netcup reichen schon. Du baust einen Tunnel dahin auf und machst darüber dein Heimnetz erreichbar. Dazu findet sich schon einiges hier im Forum, Details gern in den passenden Threads.

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  • Oh, da habe ich ja eine tiefgründige fachliche Diskussion über Lease-Time, die Funktion von DHCP-Servern, der Zuteilung der IP-Adresse etc. in Gang gesetzt. Und das nur, weil ich "unvorsichtigerweise" den Stecker der Fritz!Box gezogen habe ;)

    Danke an dieser Stelle frank_m, @alfalfa, HubeBube für die Erläuterungen.

    Denke, der eine oder andere hatte in der Vergangenheit dasselbe Problem oder hat es aktuell und so hilft es, die Prozesse bei der Zuteilung der IP-Adresse besser zu verstehen.

    Zu der Zwischenfrage von simplon:

    Die Erfahrungen bzgl. der Kommunikation mit InternetNord sind, soweit ich das hier im Forum herausgelesen habe, sehr unterschiedlich. Das geht von zügiger Antwort bis tagelanger Wartezeit.

    Möglicherweise hängt es auch allgemein vom Störungsaufkommen, dem E-Mail-Aufkommen und dem Umfang der individuellen Sachverhalte ab, wie schnell InternetNord reagiert. Schon mal telefonisch probiert durchzukommen?

    Wie weit InternetNord mit der Einführung von IPv6 ist, kann sicher nur der Provider selbst beantworten. Im 2. Quartal dieses Jahres hieß es, dass sei geplant, aber es wurden keine Zeiträume genannt, dies hatte ich hier irgendwo in sehr viel früheren Post's gelesen, meine ich.

    Mein Wunsch nach Zuteilung einer öffentlichen IPv4-Adresse hatte ich damals am 27. Mai geäußert per E-Mail. Am 23. Juni habe ich per E-Mail nachgehackt, weil nichts passierte. Dann am selben Tag die Bestätigung der Umstellung. Man sieht, es kann mitunter dauern und dann sehr schnell gehen.

    Zur Erreichbarkeit von außen: @alfalfa hatte dazu in einer anderen Rubik etwas geschrieben, welche alternativen Möglichkeiten es sonst noch gibt. Siehe "Deutsche GigaNetz Privatkunden - public IP". Beitrag 2, 3 und 4.

    Kenne mich da aber überhaupt nicht aus und überlasse dass lieber den Fachleuten hier im Forum.

    Einen guten Abend wünscht
    GF-Fan

  • Versuchs mal mit einem manuellen Neustart über die Weboberfläche ...

    Es ist keine Fritzbox und in bestimmten Situationen lässt sich der automatische Neustart nicht vermeiden. Mehr als diese unnötigen Verzögerungen für mich stört mich aber, dass etliche Kunden Schwierigkeiten mit diesem unerwarteten Verhalten der DHCP-Server haben. Nicht alle fragen dann hier, woran das liegen kann, und bekommen die reflexartige Antwort: 1h warten! Einige schicken vielleicht einen neuen Router zurück, weil sie einen Defekt vermuten, wenn der alte Router sofort wieder eine Adresse bekommt, der neue aber nicht. Oder sie holen sich bezahlte Hilfe. Oder, oder, oder... Alleine die Zeitverschwendung bei der Fehlersuche disqualifiziert schon dieses störrische Verhalten der DHCP-Server.