Deutsche Glasfaser: Kundeneigener Router

  • Aber genau darüber äußert sich das TKG halt nicht. Es besteht eine Dokumentationspflicht, aber keine Anpassungspflicht an marktübliche Standards.

    Darum geht es gar nicht. Es geht darum, dass Endgeräte mit der Ländereinstellung "Deutschland" 1TR112-konform sind, weil die Telekom das bei AVM durchgesetzt hat (irgendwo ab Firmware 7.5x, hat AVM sogar in den Release-Notes so dokumentiert). Und zwar auch dann, wenn man einen anderen Provider als die Telekom auswählt und nutzt. Das geht eigentlich schon in die Richtung Missbrauch der Marktmacht.

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  • Ich wuenschte AVM wuerde mich mal kontaktieren... die einzige Auswirkung eines zu niedrig gestellten Shapers sollte es sein, dass der Durchsatz insgesamt niedriger ist, die reportierten Probleme sind alle orthogonal zu einen kompetent aufgesetzten Traffic-Shaper.

    Der Artikel ist allerdings etwas duenn was Details angeht, daher ist es schwer irgend etwas genaues daraus zu lesen.

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  • Ich wuenschte AVM wuerde mich mal kontaktieren... die einzige Auswirkung eines zu niedrig gestellten Shapers sollte es sein, dass der Durchsatz insgesamt niedriger ist, die reportierten Probleme sind alle orthogonal zu einen kompetent aufgesetzten Traffic-Shaper.

    Der Artikel ist allerdings etwas duenn was Details angeht, daher ist es schwer irgend etwas genaues daraus zu lesen.

    Wobei meine Tests mit dem Traffic-Shaper auf der Fritzbox bisher nur gezeigt haben, dass der Upload beschnitten wird, wenn der Wert erreicht wurde.

    Was zudem verwundert: DG liefert doch viele vorkonfigurierte Fritzboxen aus. Wieso kommt es nur alle Jubeljahre zu Problemen?

  • Ja, das Fehlerbild ist ziemlich unklar, leider. Und die Fritzboxen sind auch leider etwas zu stark verrammelt (so dass man kaum Informationen vom Linuxkernel bekommen kann, ob/wie die Shaper konfiguriert sind).

    Ich vermute der Umstand dass nur wenige Betroffen sind ist ein zweischneidiges Schwert, gut, dass das Problem selten auftritt, aber IMHO auch der Grund warum das ganze wohl niedrige Prioritaet hat, oder?

  • Das Problem ist ja nicht, dass der Traffic Shaper zu niedrig eingestellt ist, sondern zu hoch. Ich weiß nicht genau, was AVM da macht, aber solche Fälle hatten wir auch schon mehrere hier im Forum - exakt so, wie es der Artikel beschreibt.

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  • Ja, das Fehlerbild ist ziemlich unklar, leider. Und die Fritzboxen sind auch leider etwas zu stark verrammelt (so dass man kaum Informationen vom Linuxkernel bekommen kann, ob/wie die Shaper konfiguriert sind).

    Die Antwort darauf ist einfach: Die Firewall und Shaper des Linux-Kernels sind bei AVM-Produkten nicht vorhanden. AVM setzt dort komplett auf selbstgebasteltes Zeug, um sich nicht an die GPL halten zu müssen.

    Das ist einer Gründe, warum ich AVM-Boxen komplett meide: Die selbstgebastelte Software weist zahlreiche Einschränkungen und Sicherheitslücken auf, die ein OpenWrt einfach nicht hat. Wenn man OpenWrt auf eine Fritzbox installiert, sind 100 % dieser auftretenden Seltsamkeiten verschwunden.

  • Die Antwort darauf ist einfach: Die Firewall und Shaper des Linux-Kernels sind bei AVM-Produkten nicht vorhanden. AVM setzt dort komplett auf selbstgebasteltes Zeug, um sich nicht an die GPL halten zu müssen.

    Nein, AVM will das das so aussieht, aber die kochen auch nur mit Wasser und verwenden die qdiscs die der Kernel mitbringt. Bei FritzOS 8, schau einfach z.B. mit dem "strings" Befehl nach welche Strings sich in libfbqos.so.1.0.0 verstecken:

    Mit Ausnahme der hardware beschleunigten QualCom NSS varianten kommen da die normalen cake, fq_codel, tbf Qdiscs des Kernels zum Einsatz.

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  • Wenn man OpenWrt auf eine Fritzbox installiert, sind 100 % dieser auftretenden Seltsamkeiten verschwunden.

    Dafür funktionieren 75% der Box Funktionen nicht mehr - WLAN, Switch, Telefonie, Gastnetz, ... Man kann dann OpenWRT booten, aber nichts mehr damit machen. Und was die Anzahl der Sicherheitslücken angeht, liegt OpenWRT auch in Führung.

    EIn zu hoch eingestellter Traffic Shaper hat die selben Konsequenzen wie kein Traffic Shaper, d.h. das ist eigentlich keine Erklaerung fuer due angedeuteten Probleme.

    Eine Erklärung hab ich auch nicht dafür. Aber die Fälle treten einfach zu häufig auf, um es ignorieren zu können.

    Fritzboxen haben halt den Vorteil, dass sie die nötigen Funktionen recht nutzerfreundlich in ein Konfigurationsmenu packen und noch dazu alle (exotischen) Anforderungen der deutschen Provider unterstützen. Finde mal andere Router, die die Kombination aus VLANs, PPPOE und DS-Lite unterstützen. Die Auswahl wird klein, und wenn es dann noch von Otto-Normal-Verbraucher eingerichtet werden soll, bleibt genau ein Produkt.

  • Das ist einer Gründe, warum ich AVM-Boxen komplett meide: Die selbstgebastelte Software weist zahlreiche Einschränkungen und Sicherheitslücken auf, die ein OpenWrt einfach nicht hat. Wenn man OpenWrt auf eine Fritzbox installiert, sind 100 % dieser auftretenden Seltsamkeiten verschwunden.

    Da bin ich bei Dir (ich betreibe meine FB7520 als bridged modem unter OpenWrt, vor meinem OpenWrt basierten Hauptrouter und zwei OpenWrt APs).

    Allerdings finde ich, dass AVM erfreulich langen Support liefert und bin deshalb nicht ungluecklich wenn der Rest meiner Familie bei Stock-AVM bleibt...

  • Dafür funktionieren 75% der Box Funktionen nicht mehr - WLAN, Switch, Telefonie, Gastnetz,

    Funktioniert bei mir alles. Natürlich kaufe kein teures AVM-Produkt, um dann OpenWrt darauf zu installieren, sondern nehme dann gleich etwas, wo es ab Werk drauf ist.

    Die AVM-Produkte haben schon eine sehr spezielle Zielgruppe (< 10 %), das darf man nicht vergessen. Der Otto-Normal-Verbraucher (> 90%) kauft diese nicht, der hat einen Speedport von der Telekom, eine Vodafone Box oder einen Mietrouter von der DG.

    Selbst bei mir kommt das Glasfaser-Anschaltgerät von der Telekom, ich käme nie auf die Idee, dafür eine "Glasfaser-Fritzbox" zu kaufen. Warum sollte ich mir diesen Ärger einhandeln, wenn aus der vorgesehenen Kiste PPPoE mit VLAN-Tag einfach rausfällt.

    Fritzboxen haben halt den Vorteil, dass sie die nötigen Funktionen recht nutzerfreundlich in ein Konfigurationsmenu packen und noch dazu alle (exotischen) Anforderungen der deutschen Provider unterstützen. Finde mal andere Router, die die Kombination aus VLANs, PPPOE und DS-Lite unterstützen.

    Es ist halt wieder die Frage, ob man auf proprietäre Software aus Berlin setzen möchte. Angesichts des Track Records lautet meine Antwort klar "Nein".

    OpenWrt ist ja 100 % Open Source und unterstützt die germanischen Spezialitäten gut.

    Die meiste Hardware kann das nur nicht beschleunigen, weil die WiSoCs auf Industriestandards wie DHCP ausgelegt sind, was aber primär ein Nachhaltigkeitsproblem ist: Die europäischen Spezialkonfigurationen verbraten in hunderten Millionen Haushalten überflüssig Kilowattstunden.

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  • Funktioniert bei mir alles. Natürlich kaufe kein teures AVM-Produkt, um dann OpenWrt darauf zu installieren, sondern nehme dann gleich etwas, wo es ab Werk drauf ist.

    Oben war dein Argument aber, OpenWRT auf Fritzboxen zu installieren, nicht auf speziell ausgelegter Hardware.

    Die AVM-Produkte haben schon eine sehr spezielle Zielgruppe (< 10 %), das darf man nicht vergessen.

    Ich halte die AVM Zielgruppe für signifikant größer. Ich denke, die sind an bundesdeutschen Internetanschlüssen nah an der absoluten Mehrheit - auf jeden Fall haben sie die relative Mehrheit.

    Es ist halt wieder die Frage, ob man auf proprietäre Software aus Berlin setzen möchte.

    Diesbezüglich hab ich ein klares Statement: Das ist 99,9% der Nutzer vollkommen egal, solange es funktioniert und mit überschaubarem Aufwand einzurichten ist.

  • Ich denke, die sind an bundesdeutschen Internetanschlüssen nah an der absoluten Mehrheit

    In der absoluten Mehrheit findest gemietete Speedports von der Telekom, gefolgt von Vodafone-Kabelboxen. Erst dann kommt vermietete AVM-Hardware, die aber oft gar nicht "Fritzbox" heißt (sowas wie "1&1 Homeserver").

    Die im Einzelhandel gekaufte Fritzbox ist eine winzige Nerd-Nische, das wird schon völlig klar aus den Äußerungen des Regulierers zur Routerfreiheit, wo 90 % der Kunden einfach zum Gerät des Anbieters greifen.

  • Sowohl bei den Telekom- als auch bei den Vodafone Anschlüssen arbeiten in meinem Umfeld deutlich (und ich meine DEUTLICH) mehr Leute mit Fritzboxen, als mit den Provider-Routern. Ich glaube nicht, dass das vom bundesweiten Schnitt so deutlich abweicht. Und ja, OEM Varianten zählen natürlich mit.

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  • Das Problem ist ja nicht, dass der Traffic Shaper zu niedrig eingestellt ist, sondern zu hoch. Ich weiß nicht genau, was AVM da macht, aber solche Fälle hatten wir auch schon mehrere hier im Forum - exakt so, wie es der Artikel beschreibt.

    Allerdings kann es ja auch durchaus sein, das diese besagte Box vorher am VDSL in Betrieb war, dies lässt ja der Artikel ebenfalls vermuten, und kein Werksreset nach Umstellung auf den Zugang hinter dem ONT vorgenommen wurde. Dies führt, wie wir alle wissen, gelegentlich zu sehr seltsamen Verhalten. Das es nur der Trafic Shaper war, halte ich fast für ausgeschlossen.

  • Die AVM-Produkte haben schon eine sehr spezielle Zielgruppe (< 10 %), das darf man nicht vergessen. Der Otto-Normal-Verbraucher (> 90%) kauft diese nicht, der hat einen Speedport von der Telekom, eine Vodafone Box oder einen Mietrouter von der DG.

    Ganz bestimmt ist es die Mehrheit. Ich sehe hier in der Umgebung ca. 50% FB als WLAN-Gerät und dann noch reichlich mit kreativen SSID.

    Aber auch bei der Wohnung in Berlin ist es 50/50 zwischen FB und Kabelboxen.