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Telekom Konkurrenten wollen "Fairplay-Vereinbarung" / Open Access

  • Silverio
  • 7. August 2026 um 08:16
  • BlackMage2
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    • 17. September 2026 um 14:19
    • #621

    Die Antwort auf "Der Staat ist ineffizient und kann nicht mit Geld umgehen. Er ist ein schlechter bürokratischer Unternehmer!" ist halt "Der Staat kann gar nicht wie ein Unternehmer handeln und sollte es auch nicht. Ein Staat funktioniert kategorisch anders. Der Staat wird abgezogen und das müssen wir ändern!" und voila Privatunternehmen wie die Dt. Telekom oder Dt. Glasfaser dürfen das machen in ihrem eigenem Ermessen und der Staat ist fein raus. So kann der Staat sich vermeintlich für schnelles Internet einsetzen ohne groß für das Versagen verantwortlich gemacht zu werden.

  • Schnurz
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    • 21. September 2026 um 09:28
    • #622
    Zitat von BlackMage2

    und die Telekom ist wieder am mächtigsten.. wer hätte das gedacht

    Der Wettbewerb hätte ja nur früher investieren und FTTH flächendeckend aufbauen müssen.

    Ach ja. Das kostet Geld. Und hat keinen RoI von 3 Monaten. Eher von 30 Jahren.

  • Online
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    • 21. September 2026 um 10:01
    • #623

    Nun ja, das sagt sich so leicht... aber Deine Annahme ist, dass es sich heim hiesigen TK Markt um einen effizienten und fairen Markt handeln wuerde... da gibt es aber wenige Indizien fuer... in einem effizienten Markt mit 4 grossen und vielen kleinen Anbietern ist es quasi ausgeschlossen, dass der teuerste Anbieter 40% Marktanteil (bei DSL sogar 60%) haelt (25 bis vielleicht 30%, okay, aber fast die Haelfte?).

    Die Interpretation der hoehere, noch von der Post geerbte Kundenanteil waere eine Auswirkung der hoeheren Qualitaet der Telekomleistungen beruht mMn. auf einer Annahme deren Vorliegen erst mal nachgewiesen werden muss:

    1. die Kunden entscheiden sich aktiv fuer die Telekom basierend auf aktuellen objektiven Informationen zu den Angeboten der am jeweiligen Anschluss moeglichen Anbieter.

    Sieht fuer mich eher so aus, als leiden wir in dieser Hinsicht immer noch aus einer fehlgeleiteten Privatisierung, bei der versaeumt wurde die Telekom direkt bei Gruendung auf akzeptable Groesse zu schrumpfen... zu hoffen die Telekom selber oder die unsichtbarr Hand des Markt wuerde das schon alleine richten war im nachhinein gesehen fast schon kindlich-naiv (oder vorsaetzliche Sabotage des geplanten Marktes).

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  • gponner
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    • 21. September 2026 um 11:03
    • #624

    Für mich ist die höhere Qualität absolut nachgewiesen. Von den ca. 40 bei uns vorhandenen (Mainstream-Business) Internetanbindungen, davon ca. 1/4 bei div. Mitbewerbern, weil Telekom nicht vorhanden, laufen die Telekomanbindungen a) am stabilsten und b) haben im Störungsfall mit Abstand die kürzesten Entstörungszeiten. Wir beschäftigen uns bzgl. Störung/Entstörung zu 98% mit den Nicht-Telekom Anschlüssen! Den Vogel schießt dabei (natürlich) die DGF ab.

    Ergo lohnt sich der kleine Mehrpreis.

  • HubeBube
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    • 21. September 2026 um 11:16
    • #625

    Da wiederhole ich immer gerne, dass die Deutsche Telekom erst in den 1990-Jahren ihre "Service Initiative" gestartet hat. Der Kundendienst/Support für Privatkunden war vor dieser Initiative ziemlich lausig und ähnelte den Berichten, die hier im Forum von anderen Anbietern von Glasfaserlösungen veröffentlicht werden.

    Interessant ist nun, dass immer wieder diese Initiativen stattgefunden haben, so z.B. im Jahr 2007: https://www.manager-magazin.de/digitales/it/a-469794.html

    Da diese Initiativen in Summe sicherlich Besserung im Kundenservice (mit integriertem Upselling) gebracht haben, ist in meinen Augen die Begründung, warum die DTAG von vielen als Heilsbringer im Gf-Kontext angesehen werden und man gerne auf den magentafarbenen Riesen wartet.

    Da auch gerne hier immer von Heuschrecken gesprochen wird, dies trifft ebenfalls auf die Deutsche Telekom zu: https://www.finanzen.net/unternehmensprofil/deutsche_telekom

    Deutsche Telekom Aktionärsstruktur

    Freefloat69,59
    Größte Anteilseignerin %
    Government of Germany28,59
    BlackRock Fund Advisors5,65
    Vanguard Capital Management LLC2,25
    Norges Bank Investment Management1,54
    Deutsche Telekom AG1,38
    DWS Investment GmbH1,12
    Geode Capital Management LLC1,11
    DWS Investments (UK) Ltd.0,74
    BlackRock Asset Management Deutschland AG0,72

    Die Summe der Anteile kann 100% überschreiten, da bestimmte Anteilseigner zum Freefloat dazu gerechnet wurden.

    Hm, BlackRock, wohin gibt es Verbindungen unseres aktuellen Bundekanzlers Friedrich Merz?

    Friedrich Merz: Zwischen BlackRock und Kanzleramt
    Der CDU-Chef gibt sich bürgernah – trotz Millionen-Vergangenheit in der Finanzwelt. Warum hören ihm so viele zu?
    visualjournalism.de
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    pufferueberlauf
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    • 21. September 2026 um 11:21
    • #626
    Zitat von gponner

    Für mich ist die höhere Qualität absolut nachgewiesen.

    Das bezweifle ich fuer Dich auch nicht. Was ich bezweifle ist, dass das:

    a) ein Naturgesetz ist, das fuer alle anderen Anwender auch gilt

    b) der Grossteil der Telekomkunden sich ernsthaft mit Alternativen auseinander gesetzt haben.

    Zitat von gponner

    Von den ca. 40 bei uns vorhandenen (Mainstream-Business) Internetanbindungen, davon ca. 1/4 bei div. Mitbewerbern, weil Telekom nicht vorhanden, laufen die Telekomanbindungen a) am stabilsten und b) haben im Störungsfall mit Abstand die kürzesten Entstörungszeiten.

    Es gehr mir primaer um Privatkundenanschluesse, vom Geschaeftskundenmarkt habe ich schlicht zu wenig Ahnung/Informationen um da etwas zu sagen zu wollen.

    Zitat von gponner

    Wir beschäftigen uns bzgl. Störung/Entstörung zu 98% mit den Nicht-Telekom Anschlüssen! Den Vogel schießt dabei (natürlich) die DGF ab.

    Es gibt weit ueber 100 ISPs in Deutschland... von 10 auf alle zu schliessen ist zwar nachvollziehbar aber vermutlich nicht belastbar. Auch hier keine Kritik, im Gegensatz zur Masse hast Du echte Daten und es kann Dir egal sein ob das strikt fuer alle ISP gilt.

    Zitat von gponner

    Ergo lohnt sich der kleine Mehrpreis.

    Haengt davon ab, was man als klein bezeichnet. O2 liegt meist 5 Euro, 1&1 oft 10 Euro unter den Telekompreisen*, das sind bei den kleineren Tarifen mehr als 10 bzw. mehr als 20%...
    ABER, ich will niemandem vorschreiben welchen ISP er/sie/es sich aussucht (Euer Netz, Eure Regeln), nur bin ich nicht bereit den relativ hohen Kundenanteil der Telekom ohne weitere Daten als "durch hoehere Qualitaet" gerechtfertigt anzusehen, weil ich nicht ueberzeugt bin, dass der Grossteil der Kunden diese Bewertung treffen kann aus Mangel an belastbaren Informationen.

    *) haengt von dn Details ab, manchmal liegt der Unterschied nur bei 2 Euro.

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  • mbo77
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    • 21. September 2026 um 11:44
    • #627
    Zitat von pufferueberlauf

    der Grossteil der Telekomkunden sich ernsthaft mit Alternativen auseinander gesetzt haben.

    Das ist aber halt auch nur dein Bauchgefühl.

    Die Menschen legen sicherlich andere, sehr valide Gründe für ihre Entscheidung zu Grunde.

    Es gibt ja auch viele, die beim Grundversorger bleiben. Auch diese Menschen haben ihre Gründe.

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    pufferueberlauf
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    • 21. September 2026 um 11:59
    • #628
    Zitat von mbo77

    Das ist aber halt auch nur dein Bauchgefühl.

    In der Tat ist das eine Hypothese. Die Gegenhypothese ist halt sie haeten sich umfaenglich informiert, aber auch dafuer fehlen harte Indizien, d.h. wir haben hier nur die Wahl zwischen zwei unbestaetigten Hypothesen.

    Zitat von mbo77

    Die Menschen legen sicherlich andere, sehr valide Gründe für ihre Entscheidung zu Grunde.

    Was Du wohl nicht mit harten Daten oder repraesentativen Umfragen untermauern kannst, eben so wenig wie ich meine alternative Hypothese... d.h. hier prallen aktuell notgedrungen Meinungen aufeinander. Ich bin gerne bereit meine Hypothese zu ueberdenken/abzuwandeln wenn ich neue Daten sehe, die nicht zu meiner Position passen.

    Zitat von mbo77

    Es gibt ja auch viele, die beim Grundversorger bleiben. Auch diese Menschen haben ihre Gründe.

    Ein Missverstaendnis, mein Argument ist nicht, diese Kunden haben keine Gruende fuer ihre Entscheidungen, sondern diese Gruende haben wenig mit der relativen Qualitaet der verschiedenen ISPs zu tun. "Mein aktueller ISP ist gut genug, und ich habe keine Zeit/Lust auf tiefere Suche nach moeglichen Alternativen" ist ein subjektiv nachvollziehbarer Grund, aber eben keiner der dazu einlaedt zu schlussfolgern der hohe Kundenanteil des Ex-Monopolisten waere eine direkte Auswirkung von oder ein belastbares Zeichen hoeherer Qualitaet/Leistung.

  • BlackMage2
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    • 21. September 2026 um 12:43
    • #629
    Zitat von mbo77

    Das ist aber halt auch nur dein Bauchgefühl.

    Die Menschen legen sicherlich andere, sehr valide Gründe für ihre Entscheidung zu Grunde.

    Es gibt ja auch viele, die beim Grundversorger bleiben. Auch diese Menschen haben ihre Gründe.

    Internet ist halt nur ein kleiner Teil bei diesen Menschen, oder die haben wichtigeres zu tun als sich mit Internettarifen zu beschäftigen. Bei der Telekom ist das Ergebnis in vielen Ausbaugebieten auch leider sehr ernüchternd. Keine große Preisdifferenz, einzige Änderung ist das Peering was besser sein kann, das macht sich die Telekom auch für viel Geld zum Vorteil, liefert aber letztendlich auch nicht viel besser. unterscheidet sich wohl etwas regional, aber es läuft definitiv etwas falsch.

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  • mbo77
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    • 21. September 2026 um 13:57
    • #630

    Und jeder gewichtet halt anders. Da finde ich es unangemessen, den Leuten vorzuhalten, sie sind nicht ausreichend informiert.

    1&1 ist bei vielen total verbrannt. Da helfen auch ein paar Euro Differenz nichts. Nur, um mal auf die Vielfalt der Gründe einzugehen.

  • BlackMage2
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    • 21. September 2026 um 14:02
    • #631
    Zitat von mbo77

    Und jeder gewichtet halt anders. Da finde ich es unangemessen, den Leuten vorzuhalten, sie sind nicht ausreichend informiert.

    1&1 ist bei vielen total verbrannt. Da helfen auch ein paar Euro Differenz nichts. Nur, um mal auf die Vielfalt der Gründe einzugehen.

    wieso grade 1&1 bei vielen? naja gut die geringen Kostenunterschiede sind natürlich ein Grund, aber was macht gerade 1&1 schlechter als die anderen?

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    pufferueberlauf
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    • 21. September 2026 um 14:08
    • #632
    Zitat von mbo77

    Und jeder gewichtet halt anders. Da finde ich es unangemessen, den Leuten vorzuhalten, sie sind nicht ausreichend informiert.

    Dein gutes Recht das so zu sehen. Das Problem ist halt, wir versuchen die TK-Versorgung fuer Privatkunden als Markt zu organisieren, und wir kennen die Bedingungen unter den Maerkte als effiziente Ressourcenverteilungsinstrumente funktionieren, und da zu gehoeren halt auch Abnehmer die informierte Entscheidungen treffen. Das kann man als Kritik an den Leuten interpretieren, oder aber an der Idee das Internet-Zugangsproblem als Markt zu organisieren.

    Zitat von mbo77

    1&1 ist bei vielen total verbrannt. Da helfen auch ein paar Euro Differenz nichts. Nur, um mal auf die Vielfalt der Gründe einzugehen.

    Das ist auch OK, und das faellt bei mir schon unter Information (vielleicht nicht ausreichend tief, gibt ja noch andere Anbieter als nur Telekom und 1&1).

    Mein Verdacht ist aber: die grosse Masse hat nie andere Anbieter ausprobiert oder nur recherchiert und daher schlicht keine Information ueber die Angebote am Markt.

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  • Schnurz
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    • 21. September 2026 um 14:48
    • #633
    Zitat von pufferueberlauf

    Mein Verdacht ist aber: die grosse Masse hat nie andere Anbieter ausprobiert oder nur recherchiert und daher schlicht keine Information ueber die Angebote am Markt

    Oder anders: Bei DSL findet man ggf. noch Anbieter, über die man Informationen bekommt. Nicht unbedingt immer positive, was dann eher abschreckt, aber man bekommt welche.

    Im GF-Markt, der durch viele Insellösungen/Provider gekennzeichnet ist, gibt es so gut wie keine wirkliche Übersicht, wer, wo wann mit welchen Tarifen auf welchem Netz (falls überhaupt eines existiert) buchbar ist. Dieses Chaos will sich ein Durchschnittskunde nicht antun.

  • BlackMage2
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    • 21. September 2026 um 14:52
    • #634
    Zitat von Schnurz

    Oder anders: Bei DSL findet man ggf. noch Anbieter, über die man Informationen bekommt. Nicht unbedingt immer positive, was dann eher abschreckt, aber man bekommt welche.

    Im GF-Markt, der durch viele Insellösungen/Provider gekennzeichnet ist, gibt es so gut wie keine wirkliche Übersicht, wer, wo wann mit welchen Tarifen auf welchem Netz (falls überhaupt eines existiert) buchbar ist. Dieses Chaos will sich ein Durchschnittskunde nicht antun.

    also ich kenne mich quer im deutschen Inetbereich bereits bestens aus, bin immer wieder überrascht wie "schlecht" alle sind

  • HubeBube
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    • 21. September 2026 um 15:23
    • #635
    Zitat von pufferueberlauf

    Mein Verdacht ist aber: die grosse Masse hat nie andere Anbieter ausprobiert oder nur recherchiert und daher schlicht keine Information ueber die Angebote am Markt.

    Meine fast 80 jährige Mutter ist (VDSL-)Kundin bei der Telekom, weil

    • es früher nichts anderes als die Bundepost gab.
    • die Bundespost-Kunden zur Telekom migriert worden sind.
    • trotz allen Unkenrufen hat das Telefonieren via Festnetz immer gut funktioniert.
    • das Diensteangebot von t-online für die Zwecke völlig ausreichend waren.
    • MagentaTV genutzt wird.
    • ab einem Alter von ca. 60 Jahren keine Experimente bezügl. der digitalen Teilhabe mehr gemacht werden (z.B. Anbieterwechsel).
    • Kostenersparnis bis zu 10€/Monat nicht ausschlaggebend für einen Anbieterwechsel sind.

    Warum sollte sich meine Mutter daher über Mitbewerber informieren?

    Schaue ich mir die demografische Verteilung an https://service.destatis.de/bevoelkerungspyramide/ , dann sind knapp 26 Mio. Einwohner der Bundesrepublik 60+ Jahre alt (ca. 31% der Bevölkerung). Das ist ein sehr großer Bevölkerungsanteil, der nicht wechseln will/wird. Die Analogie zu dem Telefonanschluss bei der Post ist die Bankverbindung für das Girokonto...

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  • Phino
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    • 21. September 2026 um 15:33
    • #636
    Zitat von pufferueberlauf

    Ein Missverstaendnis, mein Argument ist nicht, diese Kunden haben keine Gruende fuer ihre Entscheidungen, sondern diese Gruende haben wenig mit der relativen Qualitaet der verschiedenen ISPs zu tun. "Mein aktueller ISP ist gut genug, und ich habe keine Zeit/Lust auf tiefere Suche nach moeglichen Alternativen" ist ein subjektiv nachvollziehbarer Grund, aber eben keiner der dazu einlaedt zu schlussfolgern der hohe Kundenanteil des Ex-Monopolisten waere eine direkte Auswirkung von oder ein belastbares Zeichen hoeherer Qualitaet/Leistung.

    Ich bin einer der Beiräte in unserer Privatstraße. Sind 26 Grundstücke/EFH zw. 2018 bis 2020 gebaut. Im Jahre 2023 kam DNS:NET mit Gf um die Ecke. Die Fragen der ganzen Hausbesitzer waren schon sehr besonders bis weltfremd. Bis auf drei, die auch mit IT zu tun haben, herrschte riesengroße Ahnungslosigkeit bei Telekommunikation via Glasfaser, sowohl bei Technik als auch bei den Verträgen. Und wir reden hier von Bewohnern zw. 30 und 45 Jahren. Ich bin der einzige Ausreißer mit Ü65. ;)
    Und ich weiß, dass die Kompetenz bei den anderen Telekommunikationswegen auch nicht besser ist. Und die meisten haben Kids, die langsam Teenies sind. :/
    Also, was erwartet ihr von der Bevölkerung? Ich meine außer interessante Wahlergebnisse.

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    pufferueberlauf
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    • 21. September 2026 um 15:37
    • #637
    Zitat von HubeBube

    Warum sollte sich meine Mutter daher über Mitbewerber informieren?

    Mei, mein Punkt ist die grosse Annahme hinter unserer Privatisierung war, dass sich ein "fairer" und allgemeindienlicher Gleichgewichtspreis entwickeln sollte, als ueberlegener Ersatz zu den alten Monopolpreisen. Das setzt halt informierte Abnehmer voraus... wenn es sich herausstellt, dass die Masse der Abnehmer sich nicht informiert muss man halt ueberlegen was man bevorzugt:

    a) einen ineffizienten Markt in der die Abnehmer potentiell uebervorteilt werden
    b) eine andere Struktur als einen Markt, die besser zu den Erwartungen der Abnehmer passt
    c) wiederholte Informationsoffensiven um die Masse besser zu informieren
    d) ...

    Ich vermute ein Missvertaendnis hier ist, dass ich mich ueber Endnutzer lustig macen oder beschweren wuerde, tue ich gar nicht, ich weise nur darauf hin, dass es wohl wenig zielfuehrend ist gleichzeitig Marktversagen festzustellen, anderseits aus den Marktanteilen der ISP auf deren relative Guete aus Endkundensicht rueckschliessen zu wollen.

  • HubeBube
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    • 21. September 2026 um 15:44
    • #638

    Schauen wir in die Bewertungen von Trustpilot, schneidet die Telekom sogar deutlich schlechter als Deutsche Glasfaser ab.

    Die unreflektierte Analyse würde nun daraus schließen: Je geringer die Qualität des Anbieters, desto geringer ist der Wechselwille!

    Wahrscheinlich ist es doch eher wie in #635 skizziert.

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  • HubeBube
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    • 21. September 2026 um 15:44
    • #639
    Zitat von pufferueberlauf

    Ich vermute ein Missvertaendnis hier ist, dass ich mich ueber Endnutzer lustig macen oder beschweren wuerde, tue ich gar nicht, ich weise nur darauf hin, dass es wohl wenig zielfuehrend ist gleichzeitig Marktversagen festzustellen, anderseits aus den Marktanteilen der ISP auf deren relative Guete aus Endkundensicht rueckschliessen zu wollen.

    Wir sind da einer Meinung!

  • Funker
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    • 21. September 2026 um 16:56
    • #640
    Zitat von mbo77

    Und jeder gewichtet halt anders. Da finde ich es unangemessen, den Leuten vorzuhalten, sie sind nicht ausreichend informiert.

    1&1 ist bei vielen total verbrannt. Da helfen auch ein paar Euro Differenz nichts. Nur, um mal auf die Vielfalt der Gründe einzugehen.

    Geht ja schon bei der Vertragstreue los: Lange Laufzeiten und dann Preiserhöhungen während der Laufzeit.

    Dort wo dieselben Anbieter in einem echten Wettbewerb stehen (Übertragungsmedium Luft) gibt es all diese Probleme nicht.

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