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Telekom Konkurrenten wollen "Fairplay-Vereinbarung" / Open Access

  • Silverio
  • 7. August 2026 um 08:16
  • pufferueberlauf
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    • 20. August 2026 um 13:12
    • #221

    Spannend, gell, interessant was preslich moeglich ist, wenn:

    A) der Bau eines FTTH-Anschlusses im Mittel eher 300 (gerade noch mal geguckt, vielleicht eher 300-600, immer noch deutlich guenstiger) als 3000 Euro kosten

    B) ein guter Teil des Ausbaus zu Niedrigzinzzeiten durchgefuehrt werden konnte

    C) Die TakeUp Rate und die Kundennachfrage relativ hoch sind

    D) die Regulierung insgesamt relativ wettbewerbsfoedernd gestaltet ist

    Das einzige was wir bei uns relativ einfach verbessern koennten ist D) und da gibt es schon Vorschlaege dazu, aber ob die C) erzeugen koennen wage ich zu bezweifeln, A) und B) sind gelutschte Drops das wird beides die Ausbaukosten bei uns noch auf Jahre belasten.
    Tl;dr: auch wer Frankreich und die dortigen Preise gut findet, sollte nicht damit rechnen, dass es bei uns so bald zu franzoesischen Zustaenden kommen wird.

    Einmal editiert, zuletzt von pufferueberlauf (20. August 2026 um 13:26)

  • Edding
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    • 20. August 2026 um 13:34
    • #222
    Zitat von pufferueberlauf

    A) der Bau eines FTTH-Anschlusses im Mittel eher 300 als 3000 Euro kosten

    Die Bitststrom Vorleistungspreise sind noch niedriger als 28€ geht also.
    Und da ist der Bau des FTTH Aschlusses als auch das OLT mit drin.

    Zitat von pufferueberlauf

    C) Die TakeUp Rate und die Kundennachfrage relativ hoch sind

    Sind bei uns auch hoch, aber nur in den Netzen wo man Homes-Connected bekommt ohne einen unattraktiven Tarif buchen zu müssen. 80-90%+ keine seltenheit.

    Zitat von pufferueberlauf

    C) Die TakeUp Rate und die Kundennachfrage relativ hoch sind

    Gutes Preis und Leistungsverhältnis führt zur hoher Take-Up rate.

    Zitat von pufferueberlauf

    D) die Regulierung insgesamt relativ wettbewerbsfoedernd gestaltet ist

    Und das ist der Grund warum das Preis und Leistungsverhältnis so gut ist.

    Zitat von pufferueberlauf

    Das einzige was wir bei uns relativ einfach verbessern koennten ist D) und da gibt es schon Vorschlaege dazu

    D wäre das was passieren müsste. aber welche sollen das sein ?
    Wenn du den Zugang zu baulichen Anlagen meinst, das wird kaum was ändern.

    Zitat von pufferueberlauf

    Tl;dr: auch wer Frankreich und die dortigen Preise gut findet, sollte nicht damit rechnen, dass es bei uns so bald zu franzoesischen Zustaenden kommen wird.

    Schweizer P/L würden ja erst mal reichen, 39,99€ geht es ja auch bei uns auch schon los, fehlt nur offenes XGS-PON dafür.

  • pufferueberlauf
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    • 20. August 2026 um 13:49
    • #223
    Zitat von Edding

    Die Bitststrom Vorleistungspreise sind noch niedriger als 28€ geht also.

    Das ist ein Non-Sequitur...

    Zitat von Edding

    Und da ist der Bau des FTTH Aschlusses als auch das OLT mit drin.

    Rechne mal die echten Kosten zusammen, fuer < 23 Euro bekommst Du wohl eine "Bitstromleitung" mit X Mbps, aber da kommt, z.B. bei der Telekom noch ein guter Batzen drauf, alleine im an einen Hauptverteiler Bitstrom mieten zu koennen/duerfen. Wuerde mich freuen von Dir mal eine ernst gemeinte, recherchierte Kostenaufstellung zu sehen, als immer nur die Versuche Dir Unterstuetzung fuer Deine Hypothese zusammen zu bauen.

    Zitat von Edding

    Sind bei uns auch hoch, aber nur in den Netzen wo man Homes-Connected bekommt ohne einen unattraktiven Tarif buchen zu müssen. 80-90%+ keine seltenheit.

    Das ist mMn. etwas zirkulaere Logik, bezogen auf homes passed liegen wir bei mueden 25% bezogen auf homes connected immerhin bei ca. 50% Frankreich liegt bei > 80%....

    Zitat von Edding

    Gutes Preis und Leistungsverhältnis führt zur hoher Take-Up rate.

    Wenn dem so waere, dann haette die Telkom keine 60% der DSL-Anschluesse als direkte Kunden, und Vodafone wuerde nicht bei etwa 8 Millionen Anschlussen verharren. Das ist mMn. eine Theorie die halt nicht zum Geschehen im deutschen Privatkunden-TK-Markt passt.

    Zitat von Edding

    Und das ist der Grund warum das Preis und Leistungsverhältnis so gut ist.

    Nicht alleine, dazu gehoeren auch Kunden die auf solche Signale reagieren, und das sind halt nicht die 60% Telekom-DSLer...

    Zitat von Edding

    D wäre das was passieren müsste. aber welche sollen das sein ?

    Hat z.B. die BNetzA Dokumente zu veroeffentlicht (hat meine ich Regulierungskonzept im Namen, https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Fachthemen/…Glas/start.html) und auch der aktuelle Referentenentwurf mit den naechsten TKG-Aenderungen diskutiert das. Vielleicht willst Du Dir das mal durchlesen?

    Zitat von Edding

    Wenn du den Zugang zu baulichen Anlagen meinst, das wird kaum was ändern.

    Nein, meine ich nicht. Auch wenn ich eine NE$ im Besitz der Hauseigentuemer fuer sinnvoll halte, erwarte ichj mir davon keinen nennenswerte Wettbewerbsverbesserung, die Kosten der NE§ sind dafuer i.d.R. zu hoch. D.h. das wird hier und da funktionieren und helfen, aber in der Masse eher nicht.

    Zitat von Edding

    Schweizer P/L würden ja erst mal reichen, 39,99€ geht es ja auch bei uns auch schon los, fehlt nur offenes XGS-PON dafür.

    Auch zu schweizer Verhaeltnissen wird es bei uns nicht kommen... und selbst wenn der Markt besser aufgestellt waere, ohne wechselwillige Kunden wird sich bei uns wenig aendern...

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  • BlackMage2
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    • 20. August 2026 um 14:16
    • #224
    Zitat von pufferueberlauf

    Spannend, gell, interessant was preslich moeglich ist, wenn:

    A) der Bau eines FTTH-Anschlusses im Mittel eher 300 (gerade noch mal geguckt, vielleicht eher 300-600, immer noch deutlich guenstiger) als 3000 Euro kosten

    B) ein guter Teil des Ausbaus zu Niedrigzinzzeiten durchgefuehrt werden konnte

    C) Die TakeUp Rate und die Kundennachfrage relativ hoch sind

    D) die Regulierung insgesamt relativ wettbewerbsfoedernd gestaltet ist

    Das einzige was wir bei uns relativ einfach verbessern koennten ist D) und da gibt es schon Vorschlaege dazu, aber ob die C) erzeugen koennen wage ich zu bezweifeln, A) und B) sind gelutschte Drops das wird beides die Ausbaukosten bei uns noch auf Jahre belasten.
    Tl;dr: auch wer Frankreich und die dortigen Preise gut findet, sollte nicht damit rechnen, dass es bei uns so bald zu franzoesischen Zustaenden kommen wird.

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    also d.h. am besten schnellstmöglich nach Frankreich ziehen?

  • pufferueberlauf
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    • 20. August 2026 um 14:28
    • #225

    Wenn man den privaten Internetanschkluss als so wichtig ansieht und die Umzugskosten langfristig weniger kosten als der Aufpreis fuer ausreichend schnelles Internet mag ein Umzug interessant sein. Persoenlich mag ich Frankreich, weiss aber nicht ob ich da hin ziehen wollen wuerde da ich da keinen Job habe. Aber ich bin ja auch mit meinem DSL100 Internetzugang zuhause zufrieden...

  • Funker
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    • 20. August 2026 um 14:39
    • #226
    Zitat von HubeBube

    Laut dem folgenden Artikel ist Telekom HFC nicht mehr als Neukunde erhältlich: https://www.teltarif.de/telekom-tv-ums…ews/100334.html

    Die DOCSIS-Produkte sind immer noch buchbar und sie sind günstiger als die DSL- und Glasfaserangebote aus gleichem Hause (z. B. dauerhaft 30/35/45/50 € für 50/100/250/500 Mbit/s). Der Geschäftsbereich ist die Preiserhöhungen der Festnetzsparte nicht mitgegangen. Denn nicht überall wo die Telekom DOCSIS anbieten kann, gibt es auch FTTH.

    Das heißt, wenn der Mieter oder Wohnungseigentümer, die letzten fünf Meter über Kupfer mit einem Kabelmodem nehmen muss, bezahlt er deutlich weniger als mit Glasfaser-Modem. 🤣

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  • DLMttH
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    • 20. August 2026 um 14:43
    • #227

    Najaa, wenn die letzten Meter kein Kupfer mehr sind, hat man halt plötzlich eine Auswahl an Providern und neben niedrigeren Preisen sogar die Möglichkeit, erstmals wirklich gutes Internet zu bekommen. Rechnet man den höheren Upload dann noch mit ein, ist das eigentlich kein Thema mehr.

  • pufferueberlauf
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    • 20. August 2026 um 14:45
    • #228
    Zitat von Funker

    Die DOCSIS-Produkte sind immer noch buchbar und sie sind günstiger als die DSL- und Glasfaserangebote aus gleichem Hause

    Nun ja, deren Konkurrent sinnd ja die anderen Kabelanbieter die statt dessen die NE4 unebernehmen koennten. Andere Wettbewerbssituation, andere Preise (und keine ex-ante Regulierung, daher darf die Telekom in diesem Bereich Preiskaempfe eingehen). Mein Bauchgefuehl ist, dass es Teilweise auch darum geht VF und TC an ihrer Heimatbasis zu aergern und nicht unbedingt maximalem Umsatz zu generieren, d.h. der Wert liegt auch in der "Sabotage" ds Businesscases der Mitbewerber. Aber das ist Spekulation (und mMn. sind die Preisaktionen von VF mit Kabel1000 aehnlich angelegt, auch da ist der Businesscase der Mitbewerber auch ein Ziel).

  • Thomas1978
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    • 20. August 2026 um 14:58
    • #229

    Um das Ganze mal von der emotionalen „Umzugs-Debatte“ auf eine reale, betriebswirtschaftliche Ebene zu holen, lohnt sich ein Blick auf die echten Kostenstrukturen. Man darf hier nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.

    Warum hinkt der Vergleich der reinen Bitstrom-Vorleistungspreise?

    • Versteckte Einmalkosten: Ein reiner Layer-2-Bitstrom-Tarif (auch unter 28 €) ist nur die halbe Miete. Die Telekom lässt sich den Zugang zum Hauptverteiler (Colocation, Core-Anbindung, Übergabekosten) separat und massiv bezahlen.
    • Der französische Regulierungs-Vorteil: Die französische ARCEP hat durch eine strikte, zentrale Regulierung (u.a. Pflicht zur Verlegung von Standard-Infrastruktur durch einen Erstausbauer in vordefinierten Zonen) extrem niedrige, standardisierte Tiefbaukosten pro Home Passed erzwungen.
    • Kapitalmarktkosten heute: Der Großteil des französischen Netzes wurde zu Null- und Negativzinszeiten gebaut. Wer heute in Deutschland FTTH ausrollt, zahlt das Drei- bis Vierfache an Zinsen für die Kredite – das schlägt sich direkt auf die Tarife nieder.
    • Reale Quoten: Ein Netz rechnet sich über die Masse. Frankreich steht bei über 80 % FTTH-Take-Up. In Deutschland liegen wir beim realen Kunden-Inflow (Homes Connected bezogen auf Homes Passed) im Schnitt bei gerade einmal ~25 %. Die restlichen 75 % „toten“ Leitungen müssen von den aktiven Kunden querfinanziert werden.

    Fazit: Niedrige Vorleistungspreise fallen nicht vom Himmel und beinhalten keine "geschenkte" Infrastruktur. Solange in Deutschland die Tiefbaupreise explodieren, Zinsen hoch sind und die Wechselbereitschaft der DSL-Bestandskunden stagniert, sind französische Endkundenpreise bei uns wirtschaftlich schlicht unmöglich.

    Da die wirtschaftlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen der BNetzA sowie die realen Baukostendaten der TK-Branche hierzu eindeutig sind, ist dem technisch nichts hinzuzufügen. Ich werde mich daher erst einmal an weiteren spekulativen Debatten oder theoretischen Gegenrechnungen in diesem Thread nicht beteiligen. Entsprechende Zitate oder argumentative Schleifen bleiben meinerseits unbeantwortet – die Fakten sprechen für sich.

    Schöne Grüße
    Thomas

    Internet/Netzwerk: Fritzbox 5590 Fiber, E.ON Highspeed 1000/500, natives IPv4 und IPv6 Dual Stack, MikroTik CRS309-1G-8S+, MikroTik CRS305-1G-4S+IN, ASUS QG-U1080
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  • Phino
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    • 20. August 2026 um 15:40
    • #230

    Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.
    Dies ist auch bei anderen Investitionen/Modernisierungen so.
    Vor 10 Jahren wurde bei uns in der Gemeinde die Erweiterung der Schule inkl. gymnasialer Stufe geplant. 18 Mill. €

    Aufgrund von Bürokratie und politischen Ränkespielen sind wir jetzt bei 38 Mill. Und der Bau wurde noch immer nicht begonnen.

  • BlackMage2
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    • 25. August 2026 um 16:06
    • #231
    Zitat von pufferueberlauf

    Du bist mMn. ein gutes Beispiel fuer eine Kundengruppe ausserhalb dieser Masse, in so fern, als dass Du aktuell aktiv dafuer arbeitest jeweils die fuer Dich attraktivste verfuegbare Preis/Leistung-Relation buchst und dafuer bereit bist regelmaessig den ISP zu wechseln. Damit bist Du sicherlich nicht allein, aber ich denke nict, dass diese Gruppe gross genug waere, als dass ein ISP seine Preisgestalltung primaer auf solche Kunden wird anpassen wollen.

    Das ist einfach nur kosteneffizienz. ich verstehe jetzt aber nicht wieso Fiber um so viel besser sein soll was den höheren Preis rechtfertigt. Ping ein wenig besser und Geschwindigkeit schwankt nicht um 10-20 Mbit/s(max. bei sehr starker Auslastung) . wie ich bereits schrieb, da müssten mir schon 10 Gbit/s angeboten werden und wenn die mir angeboten werden sollten, und dann bitte zu einem fairen Preis der auch in die EU passt!

  • pufferueberlauf
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    • 25. August 2026 um 16:56
    • #232
    Zitat von BlackMage2

    ich verstehe jetzt aber nicht wieso Fiber um so viel besser sein soll was den höheren Preis rechtfertigt.

    Der hoehere Preis kommt erstmal aus den hoehere Kosten fuer den FTTH Ausbau... der muss sich fuer den ISP rechnen, sonst geht der Pleite.

    Zitat von BlackMage2

    Ping ein wenig besser

    Unklar woher diese Kammelle immer wieder kommt, die Unterschiede zwischen den ueblichen Zugangstechniken (Kabel, GPON, VDSL2 mit G.INP) in der reinen Zugangslatenz sind vernachlaessigbar, solange das Segment nicht ueberlastet ist.

    Was Du vergisst ist die Stoeranfaelligkeit von DSL und Kabel... Faser ist im Vergleich dazu (wenn sie denn mal verlegt ist langweilig stabil (aber kreative ISPs finden schon andere Baustellen um ihre Kunden nicht mit zu viel Stabilitaet zu verziehen...).

    Zitat von BlackMage2

    da müssten mir schon 10 Gbit/s angeboten werden und wenn die mir angeboten werden sollten, und dann bitte zu einem fairen Preis der auch in die EU passt!

    Kannst Du natuerlich drauf warten, die Luft wuerde ich waehrend des Wartens nicht anhalten.

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  • BlackMage2
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    • 25. August 2026 um 17:02
    • #233
    Zitat von pufferueberlauf

    Was Du vergisst ist die Stoeranfaelligkeit von DSL und Kabel... Faser ist im Vergleich dazu (wenn sie denn mal verlegt ist langweilig stabil (aber kreative ISPs finden schon andere Baustellen um ihre Kunden nicht mit zu viel Stabilitaet zu verziehen...).

    Bei mir war das aber nie der Fall. und da die Auslastung ja eher sinken als steigen sollte in nächster Zeit im Kabel-Netz und dem DSL-Netz, kann das ja nur besser werden..

    wenn ein Kabel-Netz oder DSL-Netz Störungen hat liegt es immer am Anbieter. hatte das aber noch nie, zumindest noch nicht in einem solchem Ausmaß das es mich stört

    ich habe das Gefühl es wird hier Versagen vom Anbieter mit Vorteile von Glasfaser verwechselt.


    Zitat von pufferueberlauf

    Kannst Du natuerlich drauf warten, die Luft wuerde ich waehrend des Wartens nicht anhalten.

    klingt für mich so, als erwartest du das es nie kommt?

    Einmal editiert, zuletzt von BlackMage2 (25. August 2026 um 17:11)

  • Edding
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    • 25. August 2026 um 17:16
    • #234

    Ich würde 10G spät und zu sehr unattraktive Preisen erwarten.

    Ändern würde das nur ein echter Wettbewerb auf der Faser, welcher aber Politisch nicht gewollt ist.

  • pufferueberlauf
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    • 25. August 2026 um 17:17
    • #235
    Zitat von BlackMage2

    Bei mir war das aber nie der Fall.

    Klopf auf Holz... ich hatte damit schon oft Probleme, einmal habe ich ein 15M Ethernetkabel aussen am Haus vom APL verlegt, weil die Kabel im Haus totale Gruetze waren (nicht in D), und mit einer zusaetzlichen Gleichtaktdrossel das Signal halbwegs stabil bekommen, ein andermal habe ich 15 meter schlechten Kabels eingespart um die Leitung zu stabilisieren. Jetzt, aktuell ist meine Leitung langweilig stabil, aber vor ein paar Monaten ist ein Amateurfunker eingezogen, da hatte ich fette Signaleinbrueche (und Resyncs) wenn der gefunkt hat (der hatte, Gott sei Dank, schlechten Empfang und hat seine Antenne wo anders aufgebaut). Was ich sagen will stabiles DSL (oder Kabel) ist immer nur spabil bis es auf einmal instabil wird...

    Zitat von BlackMage2

    und da die Auslastung ja eher sinken als steigen sollte in nächster Zeit im Kabel-Netz und dem DSL-Netz, kann das ja nur besser werden..

    Von ueberlasteten DSLAMs habe ich schon lange nichts mehr gehört, daher unklar was sich verbessern sollte?

    Zitat von BlackMage2

    wenn ein Kabel-Netz oder DSL-Netz Störungen hat liegt es immer am Anbieter.

    Nein. Siehe mein Beispiel mit dem Amateurfunker, der Primaernutzer der Frequenzen war/ist und daher in dem Spektrum funken darf... da hat mein Anbieter oder dessen Technikbetreiber wenig zu verantworten.... man kann gerade mal der Telekom ankreiden, dass die nicht automatisch das Problem erkannt haben und pro-aktiv das 20 und 40 Meter Band "ausgenotcht" haben (aber haetten die das gemacht wuerden mir die Untertraeger in dem Bereich immer noch fehlen, obwohl die Ursache weitergezogen ist).

    Zitat von BlackMage2

    hatte das aber noch nie, zumindest noch nicht in einem solchem Ausmaß das es mich stört

    Wie gesagt, klopf auf Holz und hoffe, dass es so bleibt, das kann sich schnell aendern, wenn man Pech hat.

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  • pufferueberlauf
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    • 25. August 2026 um 17:23
    • #236
    Zitat von Edding

    Ich würde 10G spät und zu sehr unattraktive Preisen erwarten.

    Na ja, 10G wird es bei uns erst dann geben wenn Technologie > XGSPON zum Einsatz kommt, und das kann in der Tat dauern, 5-8 Gbps ist schon heute verfuegbar (je nach ausbauendem ISP), und Attraktivitaet der Preise liegt ja im Auge des Betrachters.

    Zitat von Edding

    Ändern würde das nur ein echter Wettbewerb auf der Faser, welcher aber Politisch nicht gewollt ist.

    Unklar, zumindest wird er politisch nicht entsprechend organisiert aber ob das ein Mangel an "wollen" ist, kann ich nicht mit Sicherheit sagen.
    Wobei, um zum Thema des Threads zurueckzukommen, die ausbauenden ISPs wollen alle lieber Bitstrom an Mitbewerber verkaufen, als L1-OpenAccess....

  • BlackMage2
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    • 25. August 2026 um 17:25
    • #237
    Zitat von pufferueberlauf

    Von ueberlasteten DSLAMs habe ich schon lange nichts mehr gehört, daher unklar was sich verbessern sollte?

    dann hat man da ja sowieso keine Probleme? also gibt es doch eigl. überhaupt keinen Grund zu Fiber zu wechseln.

    ja gut, dein Amateurfunker ist ein sehr exotisches Beispiel und ein seltener Einzelfall

  • pufferueberlauf
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    • 25. August 2026 um 17:32
    • #238
    Zitat von BlackMage2

    dann hat man da ja sowieso keine Probleme? also gibt es doch eigl. überhaupt keinen Grund zu Fiber zu wechseln.

    Da Du fragst:
    Hier ist meine persönliche Liste von Argumenten Pro Glasfaser/FTTH:
    Also die Vorteile von Glasfaser gegenüber DSL über Kupferdoppelader-Kabel sind IMHO:

    1) Unempfindlichkeit gegenüber RF-Störungen (wer mal einen instabilen DSL Anschluss mit mehreren Resyncs/Tag hatte wird das schätzen, und alle diejenigen die meinen ihr DSL Anschluss sei bombenstabil sind oft nur einen PLC-Adapter beim Nachbarn davon entfernt, den Geschmack einer instabilen Leitung geniessen zu dürfen). Oder den Einzug eines Amateurfunkers in die Nachbarschaft... (das 20 und das 40m Band fallen in die 17 MHz die VDSL2 nutzt, und können zwanglos eine Reihe von Subcarriern "ausknocken" und mit etwas Pech auch Resyncs auslösen).

    2) Glasfaser fungiert nicht als elektrischer Leiter, und ist daher bei Blitzeinschlag in die Leitung unproblematischer (aber Überspannungen können ja auch über's Stromnetz kommen), d.h. geringere Chance auf ein "abrauchendes" Modem.

    3) Geringer Stromverbrauch, wobei sich das etwas relativiert, da die größten Einsparungen bei PON auf der ISP Seite liegen, beim Kunden wird es auch sparsamer aber auch ein DSL Modem zieht nicht so viel Strom, dass diese Einsparung auffallen dürfte. Allerdings ist IMHO ein geringerer Gesamtstromverbrauch makroökonomisch von Vorteil, selbst wenn die ISP Seite direkt davon stärker profitiert.

    4) Potential für massiv höhere Zugangskapazitäten, also höhere Zukunftssicherheit. D.h. auch wenn Stand heute oft 50-100 Mbps voll-umfänglich ausreicht ist unklar was in 10 oder 20 Jahren erwartet werden wird.

    5) Latenz, FTTH mit GPON oder XGSPON hat eine Zugangslatenz (also zwischen ONT und OLT) im Bereich von ca. 2 Millisekunden (AON auch noch etwas niedriger), klassisches DSL mit tiefem Interleaving hat eine individuelle verschiedene Zugangslatenz, oft im Bereich 8 bis über 20 Millisekunden. Im Vergleich ist FTTH also deutlich besser. Allerdings ist beim in Deutschland weit verbreiteten VDSL2 mit G.INP (das was z.B. die Telekom i.d.R. ab dem DSL50 Tarif einsetzt) die Zugangslatenz mit ca. 4 Millisekunden absolut nur unwesentlich höher als bei den PONs, daher hängt es von individuellen Anschluss ab wie gross dieser Vorteil von FTTH ausfällt. Zusätzlich ist diese Zugangslatenz immer nur ein kleiner Teil der Latenz/RTT zu Zielservern im Internet, der meist grössere Teil hängt dann vom Routing und der Pfadwahl des eigenen ISPs und auch des Zielservers ab.

    Zitat von BlackMage2

    ja gut, dein Amateurfunker ist ein sehr exotisches Beispiel und ein seltener Einzelfall

    Wenn Du glauben willst, Stabilitaetsprobleme bei DSL waeren exotische Einzelfaelle, werde ich Dich nicht davon abhalten koennen. MMn. kommt das haeufiger vor als man denkt, nur duerften viele Nutzer schlicht davon ausgehen, das waere normal.

    Na ja, ist halt subjektiv, ich persoenlich wuerde durchaus 5-15 Euro mehr fuer FTTH ausgeben (und habe keine Probleme danei in der 100Mbps Klasse zu bleiben) ohne mit der Wimper zu zucken, weil ich langweilige Stabilitaet zu schaetzen weiss, aber ist halt Geschmackssache.

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  • BlackMage2
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    • 25. August 2026 um 17:39
    • #239
    Zitat von pufferueberlauf

    Da Du fragst:
    Hier ist meine persönliche Liste von Argumenten Pro Glasfaser/FTTH:
    Also die Vorteile von Glasfaser gegenüber DSL über Kupferdoppelader-Kabel sind IMHO:

    1) Unempfindlichkeit gegenüber RF-Störungen (wer mal einen instabilen DSL Anschluss mit mehreren Resyncs/Tag hatte wird das schätzen, und alle diejenigen die meinen ihr DSL Anschluss sei bombenstabil sind oft nur einen PLC-Adapter beim Nachbarn davon entfernt, den Geschmack einer instabilen Leitung geniessen zu dürfen). Oder den Einzug eines Amateurfunkers in die Nachbarschaft... (das 20 und das 40m Band fallen in die 17 MHz die VDSL2 nutzt, und können zwanglos eine Reihe von Subcarriern "ausknocken" und mit etwas Pech auch Resyncs auslösen).

    2) Glasfaser fungiert nicht als elektrischer Leiter, und ist daher bei Blitzeinschlag in die Leitung unproblematischer (aber Überspannungen können ja auch über's Stromnetz kommen), d.h. geringere Chance auf ein "abrauchendes" Modem.

    3) Geringer Stromverbrauch, wobei sich das etwas relativiert, da die größten Einsparungen bei PON auf der ISP Seite liegen, beim Kunden wird es auch sparsamer aber auch ein DSL Modem zieht nicht so viel Strom, dass diese Einsparung auffallen dürfte. Allerdings ist IMHO ein geringerer Gesamtstromverbrauch makroökonomisch von Vorteil, selbst wenn die ISP Seite direkt davon stärker profitiert.

    4) Potential für massiv höhere Zugangskapazitäten, also höhere Zukunftssicherheit. D.h. auch wenn Stand heute oft 50-100 Mbps voll-umfänglich ausreicht ist unklar was in 10 oder 20 Jahren erwartet werden wird.

    5) Latenz, FTTH mit GPON oder XGSPON hat eine Zugangslatenz (also zwischen ONT und OLT) im Bereich von ca. 2 Millisekunden (AON auch noch etwas niedriger), klassisches DSL mit tiefem Interleaving hat eine individuelle verschiedene Zugangslatenz, oft im Bereich 8 bis über 20 Millisekunden. Im Vergleich ist FTTH also deutlich besser. Allerdings ist beim in Deutschland weit verbreiteten VDSL2 mit G.INP (das was z.B. die Telekom i.d.R. ab dem DSL50 Tarif einsetzt) die Zugangslatenz mit ca. 4 Millisekunden absolut nur unwesentlich höher als bei den PONs, daher hängt es von individuellen Anschluss ab wie gross dieser Vorteil von FTTH ausfällt. Zusätzlich ist diese Zugangslatenz immer nur ein kleiner Teil der Latenz/RTT zu Zielservern im Internet, der meist grössaßere Teil hängt dann vom Routing und der Pfadwahl des eigenen ISPs und auch des Zielservers ab.

    Wenn Du glauben willst, Stabilitaetsprobleme bei DSL waeren exotische Einzelfaelle, werde ich Dich nicht davon abhalten koennen. MMn. kommt das haeufiger vor als man denkt, nur duerften viele Nutzer schlicht davon ausgehen, das waere normal.

    Na ja, ist halt subjektiv, ich persoenlich wuerde durchaus 5-15 Euro mehr fuer FTTH ausgeben (und habe keine Probleme danei in der 100Mbps Klasse zu bleiben) ohne mit der Wimper zu zucken, weil ich langweilige Stabilitaet zu schaetzen weiss, aber ist halt Geschmackssache.

    Alles anzeigen

    ja also gehörst du einer ganz anderen Zielgruppe an. wie gesagt bei mir ist Fiber im Moment einfach unverhältnismäßig. und ich habe ein höheres Mindestmaß und bin trotzdem mit DSL250 zurfrieden(das ja zum Glück bei mir verfügbar ist und nie stark ausgelastet ist, fast immer 100% bandbreite)

    aber 1gig ist halt einfach komforatbler und ich werde auch noch testen wie viel von meinem 1gig-Kabelanschluß wirklich ankommt mit meinem 2.5g Kabel-"Modem"

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    mbo77
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    • 25. August 2026 um 18:02
    • #240
    Zitat von Edding

    Ich würde 10G spät und zu sehr unattraktive Preisen erwarten.

    Ändern würde das nur ein echter Wettbewerb auf der Faser, welcher aber Politisch nicht gewollt ist.

    Jedes Unternehmen darf seine Netze bauen.

    In Spanien baut Digi ja auch eigene Netze.

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