Telekom im Haus an verschiedene Verbraucher weiterleiten

  • Hi,

    wir bekommen in absehbarer Zeit Telekom Glasfaser und möchten einen Anschluss gemeinsam mit unseren Mietern nutzen.

    Dazu haben wir den Speedport 7 bestellt. Ich brauche dann eine Infrastruktur ab dem Router, dessen LAN-Ports und WLan-Antenne für unser bewohntes Stockwerk genutzt werden, für ein Stockwerk darunter (LAN und WLAN) und ein weiteres Stockwerk darunter (ebenfalls LAN und WLAN). Vom Router kann ich ein (oder zwei) LAN-Kabel in die Etagen darunter weiterleiten, um das Signal weiterzugeben.

    Einerseits brauche ich Hardware (einen Switch + WLAN) und andererseits eine softwareseitige Lösung, damit "unser eigenes WLAN/LAN" mit den darin erreichbaren Geräten nicht weitegeleitet wird bzw. erreichbar ist.


    Wie stelle ich das am Besten an?

    Ich brauche keine Rechtsberatung diesbezüglich. Das ist eine andere Baustelle, die ich auf dem Schirm habe. Hier bitte nur zur technischen Umsetzung.


    Gruß


    Bernd

  • Wie stelle ich das am Besten an?

    Was heißt am besten? Preiseffektiv? Zuverlässig? Beides? Ich würde mal ganz schnell den dusseligen Speedport stornieren, das ist der optimale Anwendungsfall für ein Gast-LAN, welches von Fritz!Box und deren Mesh-System verkabelt und per WLAN aufgespannt werden kann. Der Speedport kann einfach nichts besonders gut aber dafür Vieles auch gar nicht. Von der zukünftigen Providerauswahl will ich gar nicht erst anfangen.

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  • Danke schon mal.

    Ich habe hier noch unsere Fritzbox 7590 und nen Repeater 1750E in Betrieb. Ist das die bessere Wahl mit dem Glasfasermodem (wurde uns angeboten)? Leider hat vor allem meine Frau dauernd Verbindungsprobleme, die ich nicht in den Griff bekomme. Das müsste dann zu vermeiden sein. Die Abrechnung soll über die Nebenkosten (50/50) erfolgen. Dazu schon die Frage: Der Repeater ist über LAN mit der Fritzbox verbunden und verteilt dann weiter. Das ist besser als reines WLAN, oder?

    Am Besten heißt für mich/uns: 2 denselben Glasfaseranschluss nutzende Parteien, deren je interne Netze aber voneinander unabhängig laufen. Zuverlässig. Preiseffektiv soll es schon durch die Teilung sein. Wir brauchen alle nicht massiv schnelle, sondern zuverläßig funktionierende Anbindung. Wahrscheinlich werden es 300Mbit. Daran sollen dann, wenn alle gleichzeitig im Netz unterwegs sind, 9 Teilnehmer plus Gäste vernünftig (ja, ok, was heißt das?) surfen, streamen/fernsehen können.

  • Es soll eine der drei von der Telekom bereitgestellten Festnetznummern der Mietpartei zugewiesen und bereitgestellt werden. Läuft das auch über LAN/WLAN? Welches Gerät kann das?

    Wir haben einen Hauptversorgungsschacht, der vom Keller ab durch alle Etagen bis zum DG läuft. Darin sind alle Stromleitungen verlegt, die dicken Teile, die je eine Wohnung versorgen. Ist das ein Problem von wegen Störungen? Uns wurde von OXG bereits im Haus ein Glasfaserkabel verlegt, eben durch diesen Schacht. Die Telekom würd ein neues verlegen.

    Geht das Minimalinvasiv?


    Szenario 1:

    DG: hier kommt zurzeit Glasfaser an, dort Modem an Fritzbox und von dort weiterverteilen. Ich habe da so einen kleinen Raum der Ideal für die ganze Technik ist. Dort steht unser Drucker und unser NAS. Über einen Switch läuft ein LAN-Kabel runter ins OG.

    OG: hier kommt ein LAN-Kabel aus dem DG an an einem Switch. Von dort per Kabel zum Repeater. Der stellt ein weiteres WLAN-Netz.

    EG: im Moment aus dem Keller heraus an ganz anderer Stelle.

    Keller: bisher nur Übergabe von der Straße ins Haus. Dann nach oben.


    Szenario 2:

    DG: ?

    OG: ?

    EG: wäre aus dem Keller ganz gut über Kabel anzubinden

    Keller: Router/Modem hier aufstellen und nach oben verteilen


    Szenario 3:

    Alle Etagen via WLAN/Repeater versorgen und die Signale über WLAN aufnehmen und via LAN verteilen (hmmmm, versteht man das?)

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  • Wie ich schon zu Anfang schrieb, brauchst du dafür passendes Equipment. Mit einer Fritzbox oder ähnlich ist es nicht getan.

    Was wäre denn passendes Equipment? Der Repeater zählt nicht dazu? Die Fritzbox7590 auch nicht?

  • Die Fritz!-Geräte können genau, was du suchst. Also zumindest ein einzelnes Gast-Netz erzeugen, womit man sich die Mieter aus dem eigenen LAN fernhält. Keine Ahnung, was der andere User hat..

    Die 7590 ist geeignet, sofern sie nicht vom WLAN-Sterben betroffen ist, was Ursache für die Verbindungsprobleme sein könnte.

  • Also was willst du deinen Mietern (plural) bereitstellen? Ein Gast-WLAN oder Internet und ggf. ein Netzwerk, an denen diese Nachbarn ihre Geräte anschließen können, um z.B. ihren Netzwerkdrucker oder NAS etc. zu nutzen?

    Die Fritzboxen könnten Sie als IP-Client weiterverwenden und dann via SIP-Anbieter Telefonie aufsetzen, falls diese überhaupt gebraucht wird. Oder halt auch Smart-Home-Geräte, falls diese schon für Fritz bereits vorhanden sind.

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  • Ich brauche keine Rechtsberatung diesbezüglich. Das ist eine andere Baustelle, die ich auf dem Schirm habe. Hier bitte nur zur technischen Umsetzung.

    Da Du Dir ja ganz sicher zu sein scheinst die möglichen Rechtsfolgen erkannt und geklärt zu haben, solltest Du Dir ein Fachunternehmen für den Aufbau von Netzwerken suchen und Dir, gemäß Deinen Wünschen und Vorstellungen und eben auch für diese Situation rechtlich sicher, ein passendes Netzwerk konstruieren und errichten lassen.

    Denn im Zweifels- Streitfall gilts Du hier dann als Provider.

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  • Ich brauche keine Rechtsberatung diesbezüglich. Das ist eine andere Baustelle, die ich auf dem Schirm habe. Hier bitte nur zur technischen Umsetzung.

    Ich glaube eher, dass dies der erste und wichtigste Act ist.
    Wenn du in deinem Haus öffentliche Kommunikation anbietest, bist du für alles verantwortlich, was auf der Leitung passiert. Urheberverstöße, Hacking, Beleidigungen etc. Das kann teuer werden. Dies ließe sich natürlich mit der geeigneten Hardware und Logs lösen. Aber bei dieser Art der notwendigen Vorratsspeicherung bist du auch der Verlierer (DSGO/TKG).
    Außerdem bin ich extrem sicher, dass genau dein Vorgehen, deinen Anschluss gegen Geld/Gebühren an Mieter zu verteilen, in den AGB des ISP verboten ist. Du machst dich damit rechtlich sehr leicht angreifbar ggü deiner Mieter.

    Es gibt eigentlich nur eine rechtlich sichere und kostengünstige Lösung: Jede Wohnung bekommt ihren eigenen Anschluss. Damit bist du fein raus und kannst die jeweiligen, soweit im Mietvertrag vereinbart, in der Nebenkostenabrechnung einbringen.

    Natürlich kann man solche Konstruktionen erstellen, wie du dir vorstellst. Dies kostet aber Geld. Es gibt nur zwei Varianten:
    1. Du hast tiefgreifende Kenntnisse von Netzwerken
    oder
    2. Du beauftragst jemanden.
    Als Hardware würdest du in etwa dies benötigen.
    Ein Router, der VLANs (separate Netze) verwalten kann. (Unifi, Mikrotik, ARUBA etc., kein AVM oder Speedport)
    Switch (VLAN-tauglich und PoE).
    In geeigneter Anzahl LAN-Dosen in den Räumen.
    Für jede Etage WLAN-APs, die mehrere WLAN-SSIDs verwalten können (das ist zu koppeln mit den verschiedenen VLANs).
    Jeweils pro Wohnung ein SIP-taugliches Telefon (WLAN oder LAN-PoE).
    Du wirst bei der notwendigen Technik in etwa bei ca. 2000 € landen. Preiswerter geht deine Idee nicht, trotz rechtlicher Unsicherheiten.
    Ich administriere und kaufe IT seit 28 Jahren für eine große Behörde.
    Daher: 3x Fritz!Box oder Speedport an separaten Anschlüssen sind wirtschaftlich und rechtlich die sicherste Lösung mit dem geringsten Arbeitsaufwand.

  • Liebe Leute,

    vielen Dank für die technischen Hinweise.

    Zum Rechtlichen: ich schrieb, dass das eine andere Baustelle, nicht, dass es abschließend geklärt ist. Hier möchte ich nur konzentriert Infos über die technische Umsetzung finden.

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  • Ich denke aber, du siehst die Bandbreite der Möglichkeiten. Und dann wird es fraglich, ob du dir und deinen Mietern damit einen Gefallen tust.

    Insbesondere auch dann, wenn da etwas nicht funktioniert und du dann der Ansprechpartner bist.

  • Wie stelle ich das am Besten an?

    ganz klar, Glasfaser von der Telekom in jede Wohnung legen lassen und jeder Mieter bestellt selbst einen Anschluss bei der Telekom oder einem anderen Anbieter im Telekom Glasfasernetz.
    Technisch, rechtlich und wirtschaftlich ist das die einzig sinnvolle Lösung.

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