Anbieterwechsel während man auf Glasfaser wartet

  • Hallo zusammen.

    Ich habe eine Frage. Meine Mama wartet auf einen Glasfaseranschluss der Deutschen Glasfaser. Dieser Anschluss steht seid 1,5 Jahren auf "Prüfung" und es sieht nicht so aus als ob sich da gefühlt in den nächsten Jahren was tut.

    Sie hat zur Zeit DSL 60000 bei der Telekom und ist garnicht zufrieden bzw. zahlt auch zuviel. Für den Preis würde sie bei anderen Anbietern mehr bekommen. Ist es ein Problem den Anbieter zu wechseln. Bei dem Vertragsabschluss für die Deutsche Glasfaser haben wir ja die Telekom als aktueller Anbieter angeben müssen.

    Klar ist natürlich das Sie den neuen 24 Monatsvertrag erstmal erfüllen muss was aber nicht das Problem wäre. So toll ist das Angebot der Deutschen Glasfaser auch wieder nicht.

    Wäre sowas generell möglich oder ist man in diesem Fall bis Glasfaser da ist an die Telekom gebunden?

    Danke schonmal im voraus.

  • Wenn das ein Wechselauftrag unter Beibehaltung ihrer Festnetz Telefonnummer war, würde ich einen Wechsel nicht vornehmen. Das muss ja schief gehen, wenn die DG irgendwann den nicht mehr vorhandenen Telekom-Anschluss kündigt.

    Wenn das ein Neuauftrag ohne Übernahme der Nummer war. Sozusagen um Anfangs zwei Anschlüsse parallel zu betreiben, dann ist das egal, weil die DG den Anschluss ja nicht kündigt.

    DSL 60000 hört sich für mich falsch an. Ist es ein Anschluss mit 6000 kBit/s? Wenn das zu langsam wäre, könnte man bei der Telekom ohne Erhöhung des Monatspreises hybrid buchen (entsprechender Router kostet Miete oder Kaufpreis).
    Man kann auch bei der Telekom eine Kündigung vornehmen und sagen, dass man zu einem günstigeren Anbieter wechseln möchte. Da kommt evtl. ein besseres Angebot. Zumindest war das vor einigen Jahren so.

  • Willkommen im Forum!

    Natürlich ist ein Wechsel zu einem anderen Anbieter möglich. Der sicherlich DG gegenüber erteilte Portierungsauftrag beinhaltet allerdings nur den Telekomanschluss und Rufnummern und ist mit einem Wechsel von Telekom zu Y hinfällig geworden.

    Sofern in der Nähe deiner Mutter noch keine Anschlussarbeiten von DG stattgefunden haben, ist es nicht unwahrscheinlich, dass diese Erschließung nicht mehr zeitnah erfolgt. Nach den Angaben der jüngsten Pressemitteilung werden nur noch bereits begonnene Gebiete abgeschlossen und Nachtverdichtungen durchgeführt.

    Das unangenehmste was passieren kann ist, das zwei Verträge parallel aktiv sind. Allerdings kann man nach Ablauf der Mindest Vertragslaufzeit immer Rufnummern im "Festnetz" portieren lassen.

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  • Das Risiko ist, wenn im Prozess was schiefgeht. Es gibt einen Portierungs- und Wechselauftrag, und die Kündigung geht schief, weil es den Vertrag nicht mehr gibt. Das kann dann sonstwas auslösen in der Vertragsabarbeitung, bis hin zum völligen Scheitern und monatelangen Verzögerungen.

    Hier wird so häufig auf die Service-Qualität der DG geschimpft. Aber solche Sachen, die dann wirklich Risiken beinhalten, dass anschließend was schiefgeht, die werden als harmlos hingestellt. Da ist es dann auch kein Wunder, wenn plötzlich wirklich was schiefgeht. Ich predige hier nicht zum ersten Mal: Verlasst niemals den Pfad der Tugend! So ein Auftrag muss präzise so ablaufen, wie er vorgesehen und eingetaktet ist. Alles andere birgt ungeahnte Risiken: Jede Änderung am Auftrag an sich (die man selber nachträglich vornimmt), aber auch jede Änderung in den externen Rahmenbedingungen. Und anschließend ist das Geschrei wieder groß, weil irgendwas so nicht gelaufen ist, wie gedacht, und die DG hat dann natürlich schuld.

    Fazit: Lasst es. Klar, es kann gut gehen. Aber das Risiko, dass was schiefgeht, steigt signifikant. Die Erfahrung hab ich in meinem Umfeld mehrfach gemacht, und nicht nur bei der DG.

  • Ich wuerde Kontakt mit der DG aufnehmen, und versuchen den Portierungsauftrag bei denen zu kuendigen (aber nicht die Erschliessung, sondern nur die Uebernahme der Telephonnummer). Wenn die da mitspielen ist Dein Problem geloest...

  • und die DG hat dann natürlich schuld.

    Wer denn sonst? Wenn der Prozess Änderungen zulässt, sollte dies auch solide implementiert sein.

    Aber wie hieß es bei der letzten Finanzierungsrunde so schön: "Auf dieser Basis werde DG den geplanten Netz­ausbau abschließen und gleich­zeitig die laufende Umwand­lung ("Trans­forma­tion") von einem stark baufo­kussierten Unter­nehmen hin zu einem kunden­orien­tierten Breit­band­anbieter voran­treiben."

    Die Kundenorientierung hat bisher wohl nur sehr rudimentär existiert. Kann also nur besser werden.

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  • Ich würde es anders angehen.

    Neuen DSL-Anbiter suchen, aber die Rufnummern zu einem SIP Anbieter portieren. Dann hat man nie wieder Probleme beim Wechsel des Internetzugangsprovider,egal auf welchem Anschluss.

    Wenn Gerüchte im Umlauf bei der Gemeinde sind, dass doch irgendwie gebaut wird, einfach nur 12 Monatsvertrag nehmen.

  • Ich wuerde Kontakt mit der DG aufnehmen, und versuchen den Portierungsauftrag bei denen zu kuendigen

    Wie gesagt: Verlasst niemals den Pfad der Tugend. Wenn in meinem Umfeld irgendwas in der Auftragsbearbeitung eines Telekommunikationsanbieters schiefgegangen ist, dann immer nach nachträglichen Änderungen am ursprünglichen Auftrag.

    Wer denn sonst? Wenn der Prozess Änderungen zulässt, sollte dies auch solide implementiert sein.

    Richtig. Aber um es mit den Worten eines berühmten Fußballers zu sagen: Hätte, wäre, Fahrradkette. In deinem Satz ist signifikant zu viel Konjunktiv.

    Neuen DSL-Anbiter suchen, aber die Rufnummern zu einem SIP Anbieter portieren. Dann hat man nie wieder Probleme beim Wechsel des Internetzugangsprovider,egal auf welchem Anschluss.

    Die Rufnummer bleibt dann erhalten. Der Prozess beim neuen Anbieter geht trotzdem den Bach runter.

    Soweit man das Vorgehen selber positiv beeinflussen kann, sollte man es tun. In so einem Fall kann man es beeinflussen: Durch Nichtstun.

    Ich finde es wirklich erstaunlich, dass in einem Forum, in dem bei jeder sich bietenden Gelegenheit auf die Prozesse und den Kunden-Support der großen Anbieter eingedroschen wird, solch ein Vorgehen, bei dem man fast drauf wetten kann, dass was schiefgeht, empfohlen wird. Als ob ihr euch schon drauf freut, dass bald der nächste Nutzer sein Scheitern klagen kann, damit man wieder was hat, auf das man eindreschen kann. Nur dass man den Nutzer durch sinnvolle Ratschläge vor dem Schicksal bewahren kann, darüber redet niemand.

  • Wie unfähig sind dann bitte die Anbieter, die bei einem kleinsten Abweichung gar nicht mehr weiter wissen?

    Ich hätte ein neues Vertrag während der Wartezeit nehmen sollen. Habe ich leider nicht, und wir steckten drei Jahre lang in einem vergleichsweise teuren unbefristeten Vertrag zum Listenpreis.

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  • Wenn in meinem Umfeld irgendwas in der Auftragsbearbeitung eines Telekommunikationsanbieters schiefgegangen ist, dann immer nach nachträglichen Änderungen am ursprünglichen Auftrag.

    Wenn die DG auf einen Aenderungswunsch eingeht und das ganze dann schief geht, ist das in meinen Augen ein Argument das die Qualitaet der iDG_internen Prozesse nicht gut da stehen laesst. Bei einem Prozess der sich wie hier ueber mehrere Jahre zieht, muss es auch eine gewisse Flexibilitaet fuer Endkunden geben... Bzw. persoenlich wuerde ich mir schwer ueberlegen mich vertraglich an einen so inkompetenten ISP zu binden; aber bisher ist das ja alles Spekulation und es ist gut moeglich, dass die DG gar keine Probleme mit einer Aenderung hat... so lange der Kontekt mit dem bisherigen Versorger noch nicht statt gefunden hat ist das im besten Fall eine Aenderung des Wertes eines Datenbankfeldes... Provider X statt Telekom. Das duerfte die DG in meinen Augen schon hinbekommen.

    Die Rufnummer bleibt dann erhalten. Der Prozess beim neuen Anbieter geht trotzdem den Bach runter.

    Das ist dann dessen Problem...

    Soweit man das Vorgehen selber positiv beeinflussen kann, sollte man es tun. In so einem Fall kann man es beeinflussen: Durch Nichtstun.

    Dieses "Nichtstun" hat hier aber wohl messbare Mehrkosten... d.h. Deine Idee ist die Mutter des Posters soll der Telekom weiterhin auf unbestimmte Zeit Geld in den Rachen werfen, weil eventuell die internen Prozesse der DG Gruetze sind?

    Ich finde es wirklich erstaunlich, dass in einem Forum, in dem bei jeder sich bietenden Gelegenheit auf die Prozesse und den Kunden-Support der großen Anbieter eingedroschen wird, solch ein Vorgehen, bei dem man fast drauf wetten kann, dass was schiefgeht, empfohlen wird.

    Ist halt ein Kompetenztest fuer ISPs, eigentlich sollte man ISPs die so etwas nicxht auf die Reihe bekommen eher meiden. Ist hier natuerlich ungluecklich weil wenn die DG die Gegend ausbaut macht es Sinn sich einen Anschluss legen zu lassen, selbst bei erwiesener Inkompetenz (was wie gesagt hier noch gar nicht bewiesen ist, noch ist das Spekulation)

    Als ob ihr euch schon drauf freut, dass bald der nächste Nutzer sein Scheitern klagen kann, damit man wieder was hat, auf das man eindreschen kann. Nur dass man den Nutzer durch sinnvolle Ratschläge vor dem Schicksal bewahren kann, darüber redet niemand.

    Na ja, willst Du die Mehrkosten fuer X Monate laenger Telekom uebernehmen, doch eher nicht?

  • Wenn die DG auf einen Aenderungswunsch eingeht und das ganze dann schief geht, ist das in meinen Augen ein Argument das die Qualitaet der iDG_internen Prozesse nicht gut da stehen laesst.

    Ich sprach nicht von der DG, sondern von der Telekom, 1&1 und Unitymedia/Vodafone.

    Das Argument erinnert ein bisschen an den "gut" gemeinten Rat, Frauen sollten doch bitte nicht zu kurze Röcke tragen.

    Das stimmt, das sollte auch nicht so sein. Aber es mindert trotzdem das Risiko, auch wenn niemand das will oder für richtig hält.

    Na ja, willst Du die Mehrkosten fuer X Monate laenger Telekom uebernehmen, doch eher nicht?

    Ja, ist halt so ein Fall, wenn man Gier und Vernunft abwägen muss. Wie das meistens endet, kennt man ja. Hinterher ist das Geschrei groß - so oder so.

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  • Den Wunsch nicht den höchstmöglichen Preis zu bezahlen als Gier oder Geiz zu bezeichnen ist schon interessant. Ist es etwa Stockholm-Syndrom in ISP Variante?

    Was soll bitte schief gehen? Zuerst wird ausgebaut (wenn überhaupt). Nummer ist dann bei 1&1 statt bei Telekom. Wenn DG versucht bei Telekom zu kündigen, finden die nichts. Die werden aber wohl Interesse daran haben müssen, dass auf dem ausgebauten Anschluss auch aktiv geschaltet wird. Homes connected bringen bekannterweise kein Geld. Im schlimmsten Fall laufen zwei Verträge parallel. Bei den Telekom Preisen wird es höchstwahrscheinlich trotzdem günstiger sein.

  • Ich sprach nicht von der DG, sondern von der Telekom,

    Im speziellen Fall duerfte die Telekom noch gar nichts vom geplanten Wechsel wissen, oder?

    Ja, ist halt so ein Fall, wenn man Gier und Vernunft abwägen muss.

    ??? Eine ganz eigene Sichtweise fuer eine Handlung die in Marktwirtschaftlichen System vom Endverbraucher eigentlich vorausgesetzt wird...

  • Die Rufnummer bleibt dann erhalten. Der Prozess beim neuen Anbieter geht trotzdem den Bach runter.

    Diese Äusserung verstehe ich so gar nicht.

    Wenn man einen DSL Anschluss hat und einen Glasfaser dazu bekommt, ist das einzige was ein Problem sein kann, die Rufnummernportierung in Verbindung mit Kündigung des alten dsl-Anschlusses.

    Wenn man aber den alten dsl-Anschluss ändert und dabei die Rufnummern zu einem seperaten Anbieter wechselt, kann gar nichts mehr schief gehen. Der neue GF ISP versucht zu kündigen und läuft ins Leere. Man muss den neuen dsl-Anschlusses selber kündigen, nicht wirklich ein Hindernis.

    Insbesondere würde ich sowieso den DSL Anschluss noch 3 -6 Monate behalten.

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  • Den Wunsch nicht den höchstmöglichen Preis zu bezahlen als Gier oder Geiz zu bezeichnen ist schon interessant.

    Das kommt ja nicht von mir. Das hatten wir kürzlich erst hier im Forum, wo ein gescheiterter Wechsel zu einem günstigeren Anbieter mit "Gier schlägt Hirn" kommentiert wurde und mehrere Nutzer kundtaten, für den reibungslosen Betrieb gern bereit zu sein, mehr Geld zu zahlen.

    Die Kommentare kamen damals von euch. Es nun komplett anders zu sehen, ist bestenfalls heuchlerisch. Wenn nicht, schlimmeres.

    Die werden aber wohl Interesse daran haben müssen, dass auf dem ausgebauten Anschluss auch aktiv geschaltet wird.

    Ja. Aber das Problem ist, dass der Auftrag dann in einem unbekannten, weil unvorhergesehenen Zustand irgendwo im System liegt und am Ende wieder niemand weiß, was zu tun ist, damit er ordnungsgemäß ausgeführt werden kann. Es ist geradezu ein Paradebeispiel für ein typisches Scheitern eines Auftrags. Solche und ähnliche Fälle hatten wir hier auch schon, und damals war der einhellige Kommentar der Forum-Mitglieder "hättest du mal die Füße still gehalten".

    Im speziellen Fall duerfte die Telekom noch gar nichts vom geplanten Wechsel wissen, oder?

    Es geht auch nicht um diesen Fall, sondern um die Fälle, die in meinem Bekanntenkreis nach Auftragsänderungen gescheitert sind.

    Wenn man einen DSL Anschluss hat und einen Glasfaser dazu bekommt, ist das einzige was ein Problem sein kann, die Rufnummernportierung in Verbindung mit Kündigung des alten dsl-Anschlusses.

    Genau das ist das Problem. Beides wird bei der DG scheitern, und damit kommt der Auftrag ins Stocken. Nach der Portierung zu einem Dritt-Anbieter ist wenigstens die Rufnummer in Sicherheit. Mehr auch nicht.

  • Genau das ist das Problem. Beides wird bei der DG scheitern, und damit kommt der Auftrag ins Stocken. Nach der Portierung zu einem Dritt-Anbieter ist wenigstens die Rufnummer in Sicherheit. Mehr auch nicht.

    Warum soll da der GF Anschluss ins Stocken geraten.

    Es wird GF gelegt. Es wird GF aktiviert. Internet läuft. Dann erst kann der GF Anbieter hergehen und den DSL Anschluss kündigen. Und wenn Mindestlaufzeit noch nicht erreicht ist, kann er nicht portieren.

    Aber da läuft Internet ja schon. Was der ISP im Hintergrund versucht ist ja nicht mein Problem, wie er mit der Info vom alten dsl-Anschlusses umgeht der schon Ewigkeiten gekündigt ist.

  • Die Kommentare kamen damals von euch. Es nun komplett anders zu sehen, ist bestenfalls heuchlerisch. Wenn nicht, schlimmeres.

    Ball flach halten?

    Es geht auch nicht um diesen Fall, sondern um die Fälle, die in meinem Bekanntenkreis nach Auftragsänderungen gescheitert sind.

    Das ist sicherlich unerquicklich fuer die Betroffenen, aber ich dachte wir wollten dem OP bei seinem Problem helfen?

    Nach der Portierung zu einem Dritt-Anbieter ist wenigstens die Rufnummer in Sicherheit. Mehr auch nicht.

    Was denn noch mehr? Ich vermute mal die professionellen SIP Anbieter machen Telephonie mindestens so gut wie ISPs... (insbesondere ISPs ohne eigene Telco-Vergangenheit und ohne eigenes Mobilnetz)?

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  • Es wird GF gelegt. Es wird GF aktiviert. Internet läuft. Dann erst kann der GF Anbieter hergehen und den DSL Anschluss kündigen.

    Das ist ja in der Praxis nicht so. Man bekommt ja die Terminschiene mit den Portierungsdaten vor der Aktivierung des Anschlusses. Die Störung im Ablauf findet also schon vorher statt, und es gibt alle Chancen, dass die Schaltung des GF Anschlusses schiefgeht.

    Ball flach halten?

    Wie gesagt: EURE Argumentation. Nicht meine.

    Das ist sicherlich unerquicklich fuer die Betroffenen, aber ich dachte wir wollten dem OP bei seinem Problem helfen?

    Ihr wolltet Beispiele, ihr habt sie bekommen. Es GEHT schief, und es gibt zahlreiche Beispiele dafür. Schaut in die Provider-Foren, bei Telekom, Vodafone, O2 oder sonstwo: Es kommt haufenweise zu Problemen, wenn nach der Auftragserteilung noch Änderungen vorgenommen wurden. Genau davor will ich warnen. Kann gut gehen, ist aber ein Risiko. DAS ist die beste Möglichkeit, dem OP bei seinem Problem zu helfen: Ratet ihm, die Füße stillzuhalten. Die Quote der Fehlschläge ist einfach zu hoch, wenn man die Randbedingungen nachträglich ändert.

    Was denn noch mehr?

    Der Anschluss an sich soll ja auch mal geschaltet werden. Wenn man jetzt einfach den Anbieter wechselt, steht der Verlust der Rufnummer noch zusätzlich im Raum. Diese Gefahr könnte man durch eine Portierung zu einem unbeteiligten Dritt-Anbieter umgehen. Aber eben nur diese Gefahr. Alle anderen Risiken bleiben erhalten.

    Wie gesagt: Es ist eine Frage der Abwägung. Lohnt das gesparte Geld das Risiko, beim Wechsel auf Glasfaser Schiffbruch zu erleiden? Oder, wie oben geschrieben, die Abwägung zwischen Gier und Hirn (eure Worte).

  • Das ist ja in der Praxis nicht so. Man bekommt ja die Terminschiene mit den Portierungsdaten vor der Aktivierung des Anschlusses. Die Störung im Ablauf findet also schon vorher statt, und es gibt alle Chancen, dass die Schaltung des GF Anschlusses schiefgeht.

    So wie es aussieht ist bei der Mutter des OP noch gar kein Hausstich gemacht worden, vermutlich noch nicht mal "home passed" erreicht, welche Schritte meinst Du hat die DG da bisher eingeleitet die so unmoeglich rueckgaengig gemacht werrden koennen? Mein Verdacht ist da existiert halt ein Vermerk in einer Datenbank, und ich bin recht sicher, dass die DG kompetent genug ist diesen zu aendern... Das groesste Problem was ich momentan sehe ist, dass die DG das eventuell nicht machen moechte, aber auch das ist eher unwahrscheinlich, solange die Mutter ihren Auftrag an die DG nicht ganz kuendigt sollte der DG egal sein ob oder von wem Telephonnummern uebertragen werden sollen.

    Wie gesagt: EURE Argumentation. Nicht meine.

    Hand aufs Herz, meinst Du wirklich das sind ausreichend aehnliche Situationen? In einem Fall geht es davon den teuersten ISP zu verlassen (dessen Preise aus regulatorischen Gruenden extra hoch sind, d.h. das Argument Qualitaet kostet halt zieht hier nur bedingt*), im anderen Fall sich eine super-billig Aktion nicht entgehen zu lassen. MMn. ist beides voll nachvollziehbar und keine Grund schlechte Leistung des ISP dem Kunden zuzuschreiben.

    Ihr wolltet Beispiele, ihr habt sie bekommen. Es GEHT schief, und es gibt zahlreiche Beispiele dafür.

    Es kann schief gehen, muss es aber nicht und ich vermute stark, dass es auch nicht immer schief geht, und wenn muss mam die BNetzA auf den Plan rufen... die solche ISPS dann hoffentlich abgraetscht... es geht hier nicht um irgendwelche Kulanzleistungen, es geht darum das Kerngeschaeft halbwegs kompetent zu organisieren.

    Schaut in die Provider-Foren, bei Telekom, Vodafone, O2 oder sonstwo: Es kommt haufenweise zu Problemen, wenn nach der Auftragserteilung noch Änderungen vorgenommen wurden.

    Ja, wobei in solchen Fora meist auch nur Problemfaelle aufschlagen, was man da nicht erkennen kann wie hoch die Rate an Problemfaellen ist. Aber gut, wo Du recht hast ist sicherlich, dass wenn man vom ISP nichts erwartet und sich tot stellt kann man m it den geringsten Problemen rechnen...

    Genau davor will ich warnen. Kann gut gehen, ist aber ein Risiko. DAS ist die beste Möglichkeit, dem OP bei seinem Problem zu helfen: Ratet ihm, die Füße stillzuhalten. Die Quote der Fehlschläge ist einfach zu hoch, wenn man die Randbedingungen nachträglich ändert.

    Wie hoch ist denn die Quote der Fehlschlaege, und welche Schwelle haeltst Du fuer noch akzeptabel?

    Der Anschluss an sich soll ja auch mal geschaltet werden. Wenn man jetzt einfach den Anbieter wechselt, steht der Verlust der Rufnummer noch zusätzlich im Raum.

    Wie das? Die DG duerfte bezueglich der Rufnummer entweder noch gar nicht unternommen haben (Anschluss steht seid 1,5 Jahren auf "Prüfung" bedeutet wohl, dass die DG noch gar nicht entschieden hat ob sie ueberhaupt ausbauen will, was aktuell eher bedeutet, dass nicht ausgebaut wird), oder aber muss in der Lage sein das rueckabzuwickeln... Unklar wo da eine Nuzmmer verloren gehen kann/soll die aktuell fest bei der Telekom sein sollte.

    Diese Gefahr könnte man durch eine Portierung zu einem unbeteiligten Dritt-Anbieter umgehen. Aber eben nur diese Gefahr. Alle anderen Risiken bleiben erhalten.

    Welche anderen Risiken?

    Wie gesagt: Es ist eine Frage der Abwägung. Lohnt das gesparte Geld das Risiko, beim Wechsel auf Glasfaser Schiffbruch zu erleiden? Oder, wie oben geschrieben, die Abwägung zwischen Gier und Hirn (eure Worte).

    Es tut mir leid, ich kann das nicht nachvollziehen. OK ginge es um eine ueberschaubare Zeit, von sagen wir 6 Monaten, klar, Fuesse ruhig halten, aber hier geht es um einen komplett unbestimmten Zeitraum von mindestens mehreren Jahren mit hoher Wahrscheinlichkeit, dass die DG das ganze ganz absagt. Und dem OP oder seiner Mutter da Gier zu unterstellen ist aktiv unhoeflich.


    Meiner Meinung nach sollte sich der OP erstmal an die DG wenden, die ist moeglicherweise sowohl kulanter als auch kompetenter als wir hier alle anzunehmen scheinen.


    *) hier waere Platz fuer einen Link auf Probleme mit der Telekom als ISP die ich mir verkneife, weil ich nicht glaube, dass die Mutter des OP sich deshalb Sorgen machen wuerde.