Ältere Glasfasermodems möglich

  • Bist Du eigentlich sicher, dass die Telekom keine Zwangstrennung mehr hat? Wie gesagt als ich da noch Kunde war hatten die Zwangstrennung alle 180 Tage und zusaetzlich neue Adressen/Praefixe bei PPPoE-Reconnects.

    Glaube nicht das die kürzlich abgeschafft wurde. Letzte "180 Tage Zwangstrennung" hatte ich letztes Jahr. Mit dem Wechsel auf den 2000er Tarif und dementsprechend viel rumprobieren, sowie letztens (vermutlich Telekom Wartungsfenster wo das PON mal kurz in der Nacht weg war), es nicht geschafft wieder in die Nähe von 180 Tagen zu kommen um das auszuprobieren.

    Nein, wie ich schon geschrieben hatte, scheint bei Congstar wirklich ein Vollausbau Voraussetzung für die Verfügbarkeit zu sein. Das heißt, alle Wohnungen im Haus müssen schon angeschlossen sein.

    An meiner Adresse wird es jedenfalls als nicht verfügbar angezeigt, obwohl ich hier schon einen aktiven Telekom-Glasfaseranschluss habe. Eine Hausnummer weiter, wo laut Telekom-Verfügbarkeitsprüfung der Status "connected" ist (also alle Wohnungen angeschlossen), wäre Congstar aber verfügbar.

    Hätte ich eine ähnliche Vermutung, nur da wo eine Gf-Dose mit Glasfaser-ID fertig gebaut ist, lässt sich Congstar bestellen. Zumindest aktuell bekomme ich bei Congstar nur eine positive Verfügbarkeit, wenn der Status einer Adresse laut Telekom "connected" ist, egal ob EFH oder MFH. Bei "prepared", "ready" wäre über Congstar nur DSL im Angebot. Bei "homespassed" überrascht mich das nicht unbedingt, will sich nicht jeder Anbieter mit rumschlagen.

    Bin aber immernoch erschrocken, wieviele MFH Besitzer/Wohnungsgesellschaften hier dem Ausbau wohl nicht zugestimmt haben, es war gar nicht so leicht ein MFH mit Status "connected" in der Gegend zu finden.

    Mit meinem "Altausbau" (EFH) zähle ich nur als "ready", auch wenn ich schon Jahre über Glasfaser surfe. Congstar bietet mir bisher nur DSL an. Die frisch erschlossenen aus dem regulären Glasfaserausbau hier in der Straße könnten Congstar bekommen, zählen aber auch als "connected".

  • Von wem bezuschusst werden, und warum?

    Aber ja, der aktuelle Modus Infrastruktur von verschiedenen Erbauern privat finanzieren zu lassen hat iMHO direkte Auswirkungen auf die Qualitaet des Wettbewerbs im TK-Bereich. Und zwar eher keine positiven... Wobei es andere Ansaetze gibt auch mit provater Finanzierung mehr Wettbewerb zu ermoeglichen, wie z.B. Verpflichtung zum physischen Entbuendeln (was allerdings die private Ausbaulust daempft), oder strkte Trennung von Netzbau und ISP Dienstleistungen... (d.h. keine vertikal integrieren Anbieter die selber Netze bauen und Endkundenvertraege anbieten (die sind selbst mit OpenAccess immer versucht ihre eigenen Endkunden etwas besser zu behandeln). Aber das ist halt nicht der Weg den die BRD bisher gewaehlt hat, und ich sehe wenig Hunger in der Politik das grundlegend zu aendern (ist ja nicht so, dass wir politisch nicht groessere Probleme haben).

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  • naja staatlich bezuschußt dachte ich, um den Internetausbau voranuzutreiben? (für den Bau von offenen Netzen auf denen der Betreiber alle ISPs drauf lassen müssen die die Netze betreiben wollen und auch können)

  • Mei, IMHO sollte das Zugangsnetz selber tatsaechlich staatlich gebaut und gewartet werden... die Privatisierung der grauen Post war IMHO keine schlechte Idee, die Dienstleistungen sind seit dem im Grossen und Ganzen besser geworden, aber bei natuerlichen Monopolen wie dem Zugangsnetz war das halt IMHO im Nachhinein gesehen ein Fehler. Weil ein Privatunternehmen mit Kontrolle ueber ein Monopol quasi gar nicht anders kann, als dieses Monopol mehr oder weniger schamlos auszunutzen, da sind Unternehmen wie kleine Kinder...

    Aber das ist relativ irrelevant was ich dazu denke, weil es halt bei einem weiter so bleiben wird, auch wenn der Stuerzahler am Ende eine erquickliche Summe per Foerderung gezahlt haben wird, ohne den besten Gegenwert fuer diese Investitionen zu erhalten.

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  • Bist Du eigentlich sicher, dass die Telekom keine Zwangstrennung mehr hat? Wie gesagt als ich da noch Kunde war hatten die Zwangstrennung alle 180 Tage und zusaetzlich neue Adressen/Praefixe bei PPPoE-Reconnects.

    Das Ganze war doch nur eine Aufzählung, wonach man schauen sollte, und nicht nur nach dem Preis. Einige Sachen davon gehen ja nicht gemeinsam. Ich weiß nicht, was Glasfaser Nordwest als Netzbetreiber bei ihm einbringt und was die 6 ISP dazu anbieten.

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  • ich finde das macht kaum einen Unterschied.

    Natuerlich Dein gutes Recht das so zu bewerten.

    IMHO, da stimme ich Phino zu, besteht das Angebot eines ISPs aus mehr als Technik und Datenraten im Zugangsnetz und dem Preis, und bei diesen weiteren Punkten koennen sich ISPs auf Basis der gleichen Vorleistung deutlich unterscheiden... z.B. bekomme ich ueber Telekom VDSL von O2 ein Gesamtpaket das mir deutlich besser gefaellt, als das der Telekom... gut O2 ist auch etwas billiger bzw. bot einen Flexvertrag zum aehnlichen Preis wid 24 Monate Telekom... Das ist natuerlich subjektiv, aber ich kann gleichzeitig froh sein, dass ich ueberhaupt eine Wahlmoeglichkeit habe als auch feststellen, dass wir den Wettbewerb im TK Bereich fuer Endkunden strukturell verbessern koennten.

  • naja staatlich bezuschußt dachte ich, um den Internetausbau voranuzutreiben? (für den Bau von offenen Netzen auf denen der Betreiber alle ISPs drauf lassen müssen die die Netze betreiben wollen und auch können)

    Letztlich ist es doch egal. Bezahlt werden muss die neue Infrastruktur, ob nun direkt über Gebühren oder über Steuern.
    Und die Glasfaser-Infrastruktur ist um ein Vielfaches komplexer und anspruchsvoller als das 50, 60 oder 80 Jahre alte Kupfernetz.

    Ich bin gegen solche Förderungen. Neben den erfahrungsgemäß im Gießkannenverfahren ausgeschütteten Geldern gibt es ja die zweite Variante, die mit extremem Aufwand in Arbeit und Zeit punktuell passiert. Wir waren eigentlich 2018 ein Fördergebiet mit nur 6 MBit/s. Da ist keiner von den Großen zu Potte gekommen, egal ob VDSL oder Glasfaser. 2023 kam DNS:NET um die Ecke und hat eigenwirtschaftlich ausgebaut. Ich könnte jetzt hier bei denen 8,5 GBit/s symmetrisch bekommen für 99 €.
    DNS:NET baut immer eigenwirtschaftlich, geförderter Ausbau ist ihnen zu aufwendig und nicht kostendeckend, wurde in einem Gespräch bei der Gemeindevertretung gesagt.

    Einmal editiert, zuletzt von Phino (16. Februar 2026 um 20:05)

  • bei mir fast war das fast dasselbe nur glasfaser nordwest, ich schätze weil kaum nachfrage nach mehr da war, nur GPON-Tarife bis 1gbit angeboten;

    (achja die Stadt war ganz verblendet und war so richtig stolz darauf das Glasfaser Nordwest kostenlos für jedes Haus en Fiber Anschluss macht, ohne darauf hin zu weisen, das es nur 1gbit geht, fraglich ob in weiterer Zukunft mehr möglich ist, ich sehe XGS-PON Anschlüsse in weiter Ferne..)

    2 Mal editiert, zuletzt von BlackMage2 (16. Februar 2026 um 20:22)

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  • was meinst du denn?

    es wurde hier bei mir eine GPON-fähige Infrastruktur gebaut, also potentiell auch XGS-PON fähig, nur leider sieht es so aus als ob das nie kommt

    potentiell könnte man bei meinem Ausbaugebiet natürlich auch noch ne P2P Struktur hinzufügen, aber das ist noch unwahrscheinlicher

    Einmal editiert, zuletzt von BlackMage2 (16. Februar 2026 um 20:34)

  • Ich bin gegen solche Förderungen. Neben den erfahrungsgemäß im Gießkannenverfahren ausgeschütteten Geldern gibt es ja die zweite Variante, die mit extremem Aufwand in Arbeit und Zeit punktuell passiert.

    Förderungen sind dann schädlich, wenn sich Anbieter zu bequem oder zu starr sind, Synergien zu nutzen, wie in diesem Beispiel hier. Oder hier, wo wegen Kabel-Internet weder gefördert werden durfte noch eigenwirtschaftlich ein Anschluss angeboten werden "konnte". Bei uns baut der FTTH-ISP MUENET aus und nutzt die geförderten Trassen, um per Kabel oder VDSL > 100 Mbps als "versorgt" geltende Orte privatwirtschaftlich auszubauen. Das ist vom Gesetzgeber in der Gigabit-Richtlinie 2.0 ausdrücklich erlaubt.

    Open-Access ist bei Muenet sowohl für die geförderten als auch für die eigenwirtschaftlichen Anschlüsse willkommen. Und tatsächlich hat der regionale Kabelanbieter KEVAG Telekom schon einen Vertrag dazu abgeschlossen, weil sie hier im Randgebiet offenbar selber kein FTTH bauen sondern bei FTTC/HFC bleiben wollen. Und den Kunden jetzt die Wahl geben.

    Könnte man tatsächlich mal eine eigenen Thread aufmachen, für die ganzen Wildwüchse und Ausbaustrategien. Ich bin gespannt wo die Reise hingeht und ob es irgendwann Open-Access-Kooperationen wie "CashPool" oder "Cash Group" bei den Banken gibt und Open Access über Kreuz zu ermöglichen.

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  • Natürlich kommt XGS-PON. Und danach kommt der nächste Standard.

    Sicher? Also soweit ich das mitbekommen habe, ist entweder die HW jetzt schon verbaut, es werden aber aus wirtschaftlichen Gründen keine Tarife dazu angeboten, oder es wurde eben noch nicht XGS-PON fähige HW verbaut und aus wirtschaftlichen Gründen und weil kaum Nachfrage da ist wird auch nicht mehr umgerüstet, aber ich meine es hatte schon jemand erwähnt das XGS-PON fähige HW schon in meinem Ausbaugebiet vorhanden ist.

    aber was ist der nächste Standard?

  • 25G-PON, 50G-PON..

    EWE ist zu 50% an Glasfaser Nordwest beteiligt und geizt bei seinen Internet-Tarifen mit dem Upload. Mit dem Umsprung auf eine symmetrische Zugangstechnologie würde sich EWE noch lächerlicher machen, indem sie Tarife mit wenig Upload anbieten. Daher kann ich mir vorstellen, dass EWE der hauptsächliche Hemmschuh beim Rollout modernerer PON-Technologien ist.

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  • Sicher? Also soweit ich das mitbekommen habe, ist entweder die HW jetzt schon verbaut, es werden aber aus wirtschaftlichen Gründen keine Tarife dazu angeboten, oder es wurde eben noch nicht XGS-PON fähige HW verbaut und aus wirtschaftlichen Gründen und weil kaum Nachfrage da ist wird auch nicht mehr umgerüstet, aber ich meine es hatte schon jemand erwähnt das XGS-PON fähige HW schon in meinem Ausbaugebiet vorhanden ist.

    aber was ist der nächste Standard?

    Ja, wenn einem da der Weitblick fehlt und man sich nicht mit der jetzt schon vorhandenen Technik beschäftigt, ist es schwer einzuschätzen.
    Der Glasfaser ist es egal, was du vorn und hinten ansteckst. Die verbaute Hardware wird eine Laufzeit von 4 bis 10 Jahren haben, die verbauten Glasfaserleitungen aber 40 und mehr Jahre.

    Nur warum soll ein Netzwerkausstatter jetzt schon teure Technik verbauen, für die es gar keinen Bedarf gibt, wenn er sie in 5 Jahren zum halben Preis bekommt? Dann ist die alte Technik abgeschrieben.