Telekom verdient nicht genug Geld mit Glasfaser-Internet

  • Aber die Hardware geht offenbar nicht in dein Eigentum über? Offenbar nur eine "kostenlose" Miete?

    Genau, das gibt es bei der Telekom gar nicht.

    Tja, Konkurrenz belebt das Geschäft.

    Mal sehen, ob sich Geschichte sich hier auch wiederholt. Satellitendirektempfang war ab den 1990ern in der Pampa ebenso die bevorzugte Methode, rein einen durch privaten Anbieter betrieben. Der Komplettausbau eines Fernsehkabelnetzes durch den Staat wurde da ebenso frühzeitig beerdigt.

    Nicht zu vergessen: Seinerzeit brauchte man dafür freie Sicht auf die spezifische geostationäre Position, für Starlink muss man nur irgendeine freie Stelle am Himmel finden.

  • Doch, das funktioniert super. Konkurrent der Telekom aus dem Orbit:

    29 € monatlich für bis zu 200 Mbit/s, Hardware einmalig 0 € (statt Miete), keine Einrichtungsgebühr (statt 70 €). Keine Vertragslaufzeit.

    Da kann die Telekom Glasfaser schlichtweg einpacken.

    War beim Fernsehen ja auch schon so. Als SES Astra gelauncht war, war die Goldgrube Telekom Kabelfernsehen tot.

    An dessen Funktion dann ein durchgedrehter Firmenchef herumschraubt. :D:D:D DA kann man dann nur noch sein X empfangen.

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  • Doch, das funktioniert super. Konkurrent der Telekom aus dem Orbit:

    29 € monatlich für bis zu 200 Mbit/s, Hardware einmalig 0 € (statt Miete), keine Einrichtungsgebühr (statt 70 €). Keine Vertragslaufzeit.

    Da kann die Telekom Glasfaser schlichtweg einpacken.

    War beim Fernsehen ja auch schon so. Als SES Astra gelauncht war, war die Goldgrube Telekom Kabelfernsehen tot.

    Hmm, das Kabelnetz hat bis heute sehr gut überlebt. Da geht deine These schon mal nicht auf.

    Und Satelliteninternet steht in der Regel in Konkurrenz zu 5G. Deswegen hinken die auch hinter den erhofften Nutzerzahlen stark zurück. Nett für schlecht versorgte Gebiete, wo weder 5G/DSL/Gf noch Kabel verfügbar ist.

  • Die Differenz bei den Wohnkosten schlägt sich ohne Remote Work meistens auch noch in einer Lohnschere nieder und oben drauf kommen noch viel höhere Energiekosten.

    Da hast du das richtige Stichwort genannt: Insbesondere bei Remote Work könnte man auch Gegenden mit unter 100 oder 120 Einwohern pro Quadratkilometer interessant machen. Und dass man 25 km bis zum nächstens Supermarkt oder Arzt fahren muss ist auch in den weniger dicht bevölkerten Gegenden in DE selten.

    In den USA passiert es auch häufig, dass Menschen aus dem teuren Kalifornien nach Texas oder Nevada ziehen und dort ländlicher wohnen. Und dort ist trotz der enormen Fläche nicht alles nur Starlink oder terrestrischer Richtfunk, sondern auch Fiber durch die Wüste.



    Grundsätzlich bin ich dafür, dass die Kabelnetze mit FTTH überbaut weden. Hier bei "mex" im HR berichtet jemand, dass er über sein instabiles HFC kaum vernünftig Home Office betreiben kann. Aber bitte nicht als Alibi, um den Ausbau wieder nicht flächendeckend durchzuführen.

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  • Grundsätzlich bin ich dafür, dass die Kabelnetze mit FTTH überbaut weden.

    Sehe ich auch so. Trotzdem sollte es Alternativen geben, damit die Anbieter preislich nicht übertreiben können.

    Wenn man für 29 € Endkundenpreis unzählige Satelliten in den Orbit bekommt - Raketenstarts sind ja nun mal kein Schnäppchen - muss sich die Telekom schon fragen lassen, was sie mit "nur" GPON zum doppelten Preis eigentlich treibt.

  • Stimmt, aber nicht mit > 22 € pro Monat für reines Fernsehen. Da hat SES Astra den Preis nach oben erfolgreich gedeckelt.

    Ja und die Kritik gibt es schon lange:

    Kabel-Fernsehen: »Das Debakel ist da«
    Fehlkalkulation mit Milliardenbeträgen, chaotische Gebührenpolitik, Spielereien mit veralteter Technik: Christian Schwarz-Schilling bringt das…
    www.spiegel.de


    Wenn DOCSIS nicht erfunden worden wäre, wer weiß ob es die Kabelnetze dann überhaupt noch gäbe?

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  • Wenn man für 29 € Endkundenpreis unzählige Satelliten in den Orbit bekommt -

    Das ist nicht Starlink's business case... das ist klar eine Mischkalkulation ueber verschiedene Maerkte und weil "Voegel" halt in LEO Orbits sind, kommt die Abdeckung fast der ganzen Welt von alleine (klar, es braucht schon auch Basisstationen ausreichend nah und ausreichend gut erschlossen).

    Schau mal in Californien (z.B. Pasadena, CA), da nimmt Starlink halt $120/Monat... die 29 Euro mit erniedrigter Prioritaet ist halt ein gutes Angebot um ohne grosse zusaetzliche Kosten mehr "leichte" Nutzer zu bekommen ("schwere" Nutzer werden nicht den runter-priorisierten Tarif nehmen). Dass der Preis das Erschwinglichkeitskriterium der BNetzA einhaelt ist ein zusaetzlicher Bonus...

    Wie gesagt, ich habe nichts gegen Starlink, aber die Idee Starlink waere ein echter Konkurrent zum Festnetz, das ist absurd.

  • Wenn DOCSIS nicht erfunden worden wäre, wer weiß ob es die Kabelnetze dann überhaupt noch gäbe?

    Viele Inselnetze sind nie rückwegfähig geworden und wurden längst abgeschaltet. Ansonsten hat DOCSIS wiederum dafür gesorgt, dass die VDSL-Tarife nicht zu teuer werden konnten.

    Das Geschäftsmodell ist letztlich für den Bitstrom auf beiden Seiten zu kassieren und sich ansonsten auf dem eigenen Infrastrukturmonopol auszuruhen, ganz egal ob privat (21. Jhd.) oder öffentlich (20. Jhd). Und da vermasselt nur eine Alternative schon dem Investor kräftig die Suppe.

  • Ansonsten hat DOCSIS wiederum dafür gesorgt, dass die VDSL-Tarife nicht zu teuer werden konnten.

    Aber eher nicht in Deutschland... die VDSL-Tarife der Telekom unterliegen seit langem der ex-ante Preisregulierung, und die BNetzA hat die Endkunden- und Zwischenprodukt-Preise immer so festgesetzt, dass ein effizienter Reseller die Telekompreise profitabel unterbieten kann (machen auch die meisten DSL-Reseller und versorgen trotzdem zusammen gerade mal ~40% der DSL-Kunden).

    Vodafone unterbietet die DSL-Preise zumindest bei den breiteren Tarifen seit weit ueber einer Dekade und gewinnt damit trotzdem in der Summe keine zusaetzlichen DOCSIS-Kunden.

    D.h. Deine Theorie klingt ganz knuffig, aber passt nicht so recht zu der beobachtbaren Realitaet.

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  • Grundsätzlich bin ich dafür, dass die Kabelnetze mit FTTH überbaut weden. Hier bei "mex" im HR berichtet jemand, dass er über sein instabiles HFC kaum vernünftig Home Office betreiben kann. Aber bitte nicht als Alibi, um den Ausbau wieder nicht flächendeckend durchzuführen.

    Da sagst du etwas Wahres, nur blockieren da die kommerziellen Wohnungsbaugesellschaften, allen voran Deutsche Wohnen/Vonovia.
    Bei meinem Sohn liegt Vodafone-Kabel, basierend auf Leitung aus den 60er. Pro Aufgang 21 Wohnungen, 3 Aufgänge in einem Gebäude mit einer Zuleitung, tages- und wetterabhängig sehr grottig. Er ist wieder zur Telekom mit DSL 16 gewechselt.
    Das Besondere, Vodafone will unbedingt Glasfaser hineinlegen, weil ihnen die Kunden weglaufen und Deutsche Wohnen blockt.

    PS: die Telekom hatte sogar mal ein Werbeverbot für Gf bei DW

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  • War beim Fernsehen ja auch schon so. Als SES Astra gelauncht war, war die Goldgrube Telekom Kabelfernsehen tot.

    Ist aber so nicht vergleichbar, Fernsehen ist sozusagen Multicast und damit der Idealfall für Satelliten, Internet ist PtP und braucht daher eine höhere Gesamtkapazität, weswegen Startlink da ein recht hartes Limit von Endkunden pro qkm besitzt.

    Die fehlende lange Vertragsbindung könnte Starlink dann nutzen, dass die Kunden mit günstigeren Tarifen gekündigt werden, wenn das Limit an einer Stelle erreicht wird. Bis dahin kann man die paar Euro ja noch mitnehmen.

    Ich würde mich aufgrund der technischen Umstände deswegen nicht dauerhaft auf soetwas wie Starlink verlassen, und dabei lasse ich das Gehabe von E. M. sogar noch außer Betracht.