1und1 Glasfaser an Anschluss von Glasfaser Nordwest

  • hmpf ich liege südwestlich von Hannover das einzige was 2000Mbits fiber in grober Nähe hat sind ein paar vereinzelte Flecken im nirgendwo und Hildesheim ein paar Stellen


    was mich auch wundert die umliegenden Gebiete sind mit nem anderem Fiber-Anbieter erschlossen als die Kernorte

  • was mich auch wundert die umliegenden Gebiete sind mit nem anderem Fiber-Anbieter erschlossen als die Kernorte

    Ja, das ist geförderter Ausbau. Südlich von Hannover z.B. durch den Landkreis Hildesheim. Adressen die nach den damals aktuellen Mindestwerten als unterversorgt galten und für die sich kein Anbieter zu einer Ausbauzusage auf eigene Kosten hinreißen lies, wurden vom Landkreis Hildesheim ausgeschrieben. Die Telekom hat letztlich den Zuschlag für den Ausbau dieser Adressen bekommen.

    Die Adressen kannst du auch im Breitbandatlas sehen. Oben links "Öffentliche Förderung" auswählen und reinzoomen/nach "Hildesheim" suchen. Wenn du auf eine der grünen Flächen klickst siehst du alle Adressen die ausgeschrieben wurden. In Hildesheim und anderen größeren Orten selbst scheint das vor allem Bildungseinrichtungen wie Schulen zu betreffen, für die galten höhere Anforderungen. Und eben ländliche Adressen

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  • Ich würde vermuten dass ein großer Teil der in den letzten Jahren verbauten OLTs grundsätzlich XGS-PON unterstützt.

    Hier wird derzeit viel von GlasfaserPlus gebaut, wo die Telekom die Anbindung bis zum Fiber-PoP im Ort herstellt. Da werden gern ein oder mehrere SDX 6330-48 von Adtran eingesetzt. Mit diesem OLT lässt sich ohne viel Aufwand XGS-PON bereitstellen. Ich vermute, in der Breite wäre es vielerorts bereits leicht aufrüstbar, wenn gewünscht.

  • Wie schafft das restliche Europa es, Glasfasertarife günstiger anzubieten?

    Na ja, zum einen durch niedrigere Ausbaukosten, die Kosten pro Anschluss fuer Frankreich/Spanien liegen wohl bei 200-300 Euro* in Deutschland eher bei 2000-3000 Euro. Und zum anderen halt auch dadurch bereits gute Teile des Ausbaus zu Zeiten niedrigerer Zinsen und vor dem Anziehen der Inflation erledigt zu haben. Aber wenn Du z.B. die Preise von der SwissCom anschaust, oder von der Post Luxemburg, stellst Du schnell fest, dass Deutschland kein einsamer Ausreisser ist, sondern, dass es eine Reihe von teureren Laendern gibt.

    Und häufig mit mehr Bandbreite als sie in Deutschland überhaupt zur Verfügung steht..

    Dazu noch andere Werberegeln... in der Schweiz darf z.B. geteiltes XGSPON als 10 Gbps beworben werden** in Deutschland steht der ISP in der Pflicht die Raten des Produktinformationsblatt zu liefern oder er riskiert ausserordentliche Kuendigungen oder Minderungen akzeptieren zu muessen. Dann kommt dazu, dass die hiesige Kundschaft wenig Interesse daran zeigt Tarife mit mehr Bandbreite nachzufragen (d.h. die Bereitschaft mehr dafuer zu bezahlen).


    *) Wobei ich nicht mehr weiss wo diese Zahl genau herkommt, und wie zuverlaessig diese Quelle ist.

    **) Wobei die XGSPON Anbieter mehr oder weniger alle im Kleingedruckten klar machen, dass man maximal mit 8 Gbps rechnen darf.

    Einmal editiert, zuletzt von pufferueberlauf (15. Oktober 2025 um 14:11)

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  • FTTC - Fiber to the Curb ist das klassische VDSL,

    also an der Telefondose?


    aber 1und1 bietet auch Glasfaser an, aber über Glasfaser Nordwest(! ist der Betreiber des Glasfasernetzes wo sich 1&1 das Fiber aber auch eingekauft hat), also von daher ist der Breitbandatlas mit Vorsicht zu betrachten. Ist daher also kein "Direktanschluss".

    5 Mal editiert, zuletzt von BlackMage2 (15. Oktober 2025 um 13:23)

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  • Der Breitbandatlas hat derzeit einen Datenstand von Dezember 2024, daher ist es kein Wunder, dass Ergebnisse solch frischer Kooperationen dort nicht auftauchen.

    Die Repräsentation im Breitbandatlas lässt aber eh zu wünschen übrig, da 1&1, Vodafone und Telekom außerhalb von Regio-Gebieten einfach deckungsgleich sind, da könnte man sich die Erwähnung eigentlich sparen.

    Sinnvollerweise würde 1&1 im Breitbandatlas nur dort auftauchen, wo auch echtes 1&1 Internet zu bekommen ist und nicht WIA. Ansonsten sehe ich keinen Grund, wieso nicht o2 und easybell standardmäßig in der Tabelle auftauchen sollten, haben sie ja schließlich beide eine größere Abdeckung als 1&1 selbst.

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  • Der Breitbandatlas hat derzeit einen Datenstand von Dezember 2024, daher ist es kein Wunder, dass Ergebnisse solch frischer Kooperationen dort nicht auftauchen.

    Die Kooperation von 1&1 mit Glasfaser Nordwest ist von Januar 2024. Der Datenstand sollte also nicht der Grund sein.

    Aber ansonsten hast du Recht: die Daten im Breitbandatlas ist inkonsistent was die Angaben betrifft bezüglich Anbieter die Vorleistungen einkaufen.

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  • Die Kooperation ist doch nicht relevant, sondern die Buchbarkeit und diese ist noch sehr frisch?

    In der Pressemitteilung steht etwas von "erstes Halbjahr 2024" für die Buchbarkeit. Z.B. ist in dieser Pressemitteilung von Mai 2024 über Ausbaugebiete in Osnabrück schon davon die Rede dass Tarife auch direkt bei 1&1 gebucht werden können.

    Ebenso diese Pressemitteilung von Juni 2024:

    Als ein weiterer flächendeckender Anbieter vermarktet auch die 1&1 ab sofort auf dem Netz der Glasfaser Nordwest.

  • BlackMage2 Du kennst doch die Fassaden in Lissabon, Barcelona oder Palma?! Da wird Glasfaser einfach oberhalb der ersten Fensterreihe auf die Fassaden gedengelt (In der Altstadt von Palma regt sich da mittlerweile der erste Wiederstand). Kostet wahrscheinlich < 10 TEUR je Kilometer. Schön unter der Strasse in einer beliebigen Siedlung in DE kostet ca. 60 TEUR pro km. Freileitung ca. 20 TEUR pro km.