Kooperation Deutsche Glasfaser und 1&1

  • Meinst du?

    Sicher. Es dürfte sich doch bis heute immens mehr gelohnt haben, einen Telekom-BNG irgendwie ans eigene Netz zu bekommen, weil dort einfach so viele Kunden abzuholen sind. Es läuft ja DSL und FTTH komplett darüber und man hat eine Kooperation über alle Anschlüsse. Dennoch hat 1&1 nur etwa die Hälfte aller Telekom-BNG erschlossen, halt vor allem in und um die Metropolen herum. Da bleiben Flecken in der Größe ganzer Landkreise übrig, wo 1&1 mangels Anbindung nur Reselling betreibt. Vodafone hat nur etwas mehr DSL-Kunden als 1&1, aber soweit ich herausfinden konnte fast alle Telekom-BNG erschlossen, obwohl über L3 schon vorher flächendeckende Verfügbarkeit gegeben war.

  • Flächendeckend im Netz von Deutsche Glasfaser werden folgende Diensteanbieter im Wettbewerb stehen:

    1. Deutsche Glasfaser
    2. Vodafone
    3. 1&1

    Sowohl im Supportverhalten, Problemlösung und letztlich Preis wird es Bewegung geben.

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  • Flächendeckend im Netz von Deutsche Glasfaser werden folgende Diensteanbieter im Wettbewerb stehen:

    1. Deutsche Glasfaser
    2. Vodafone
    3. 1&1

    Sowohl im Supportverhalten, Problemlösung und letztlich Preis wird es Bewegung geben.

    Bin jetzt, dank des Treuebonus, erst mal weiterhin für 24 Monate mit der DG verheiratet. Bis dahin gibt es sicher die ersten guten Angebote bedingt durch die Wettberwerbssituation. Es bleibt spannend.

  • Wobei es fuer Wettbewerber/Reseller der DG ja wohl reichen sollte um Kunden zu gewinnen eine IPv6 Konfiguration zu bieten, die tatsaechlich zuverlaessig nutzbar ist... als wollte die DG da den Acker fuer die Wettbewerber vorbereiten. ;)

  • Flächendeckend im Netz von Deutsche Glasfaser werden folgende Diensteanbieter im Wettbewerb stehen:

    1. Deutsche Glasfaser
    2. Vodafone
    3. 1&1

    Sowohl im Supportverhalten, Problemlösung und letztlich Preis wird es Bewegung geben.

    Leider nein 1&1 und Vodafone sind kein Wettbewerber der Deutschen Glasfaser sondern Kunden dieser.

    1&1 und Vodafone verkaufen bei den gängigen Modellen nur Vorleistungsprodukte der Netzbetreiber.
    Erst wenn man das Netz selbst betreibt steht man im Wettbewerb.

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  • Mei, klar ist das noch besser, aber z.B. Reseller auf L2/Ethernetebene koennten der DG zeigen wie man IPv4 und vor allem IPv6 robust und zuverlaessig provisioniert... das geht auch mit Bitstromzugang.

    Sind dann leider oft die, die sowieso dafür auf PPPoE setzen. Gibt auch hier im Forum leider genügend Beispiele, welche die Schattenseiten der Adressvergabe via DHCP sehr schön aufzeigen.

  • O2 macht IPv4 via PPPoE und dann IPv6 ueber DHCPv6. Ja die haben auch gelegentlich mal Probleme (z.B. Anfang des Jahres als die DHCP Antwort von Prefix 0:80fe:: kam statt des erwarteten Prefix fe80:: *) aber insgesamt passt da die Zuweisung der Adressen.

    Ich bin kein PPPoE Fan, wegen der relativ hohen Kosten fuer's Ver- und Ent-Tunneln, aber ich bin ein Fan von zuverlaessiger Adresszuteilung, und habe da die Praeferenz erst zuverlaessig, dann effizient. ;)


    *) Das ist per se nicht "verboten" aber nicht im Sinne der relevanten RFCs weshalb Firewalls wohl oft nur den RFC Bereich fc00::/6 fuer DHCPv6 zulassen.

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  • Ja, die dynamischen Prefixe kann man sehr easy über den BNG per DHCPv6 über einen bestehenden v4 PPP-Tunnel verteilen. Habe so ein Konstrukt auch schnell im Lab konfiguriert. Nur mit statischen Prefixen und IP6CP wird es da schwieriger. Wie sie das bei den kleinen SoHo GK Verträgen lösen ?

  • O2 macht IPv4 via PPPoE und dann IPv6 ueber DHCPv6

    Jo, liegt in der Natur der Sache: Das in PPP enthaltene NCP (Network Contol Protocol) kann nur im Falle von IPv4 (NCP = IPCP) auch eine globale IP-Adresse zuweisen, nicht jedoch im Fall von IPv6 (NCP = IPV6CP). Wozu IPV6CP gut ist, kann man hier nachlesen (in Kurzform: Es wird nur ein 64-Bit Interface-Identifer ausgehandelt, mit dem der Router dann seine eine linklokale fe80-Adresse am WAN-Port bildet).

    Für die dynamische Zuweisung einer IPv6-GUA am WAN-Port des Heim-Routers braucht es dort also entweder SLAAC oder DHCPv6. Ein IPv6-Präfix für's LAN geht dynamisch ohnehin nur via DHCPv6-PD. Da man um DHCPv6 also nicht herumkommt, wird man naheliegenderweise also auch den WAN-Port per DHCPv6 mit einer IPv6-GUA beglücken, beides kann man innerhalb desselben DHCPv6-Requests durch Anforderung von IA_NA (WAN-Port) und IA_PD (LAN-Präfix) erledigen.

    weshalb Firewalls wohl oft nur den RFC Bereich fc00::/6 fuer DHCPv6

    Hä? Also fc00::/7 ist der Range für ULA, in der Praxis fd00::/8 (fc00::/8 ist "special"). Und ja, Home-Router, wie die Fritzbox, vergeben zusätzlich zum LAN-Präfix des ISP noch ULA-Adressen (per DHCPv6 oder eher SLAAC), die dann sogar bevorzugt für die LAN-interne Kommunikation genutzt werden und auch dann noch funktionieren, wenn der IPv6-Internetzugang und damit das LAN-Präfix des ISP wegbricht.

    Anfang des Jahres als die DHCP Antwort von Prefix 0:80fe:: kam statt des erwarteten Prefix fe80:: *

    Also "fe80::*" wird niemals via DHCPv6 angeboten.

  • Also "fe80::*" wird niemals via DHCPv6 angeboten.

    Erm, das ist nicht die Adresse/Prefix das zugewiesen wurde sondern das ist das Prefix von dem die DHCPv6 Antwort (dhcp6 advertise) versendet wurde als Antwort auf das dhcp6 solicit des Heim-Gareways. Hier ein Beispiel:

    Code
    12:15:41.058909 IP6 (flowlabel 0x2d3e1, hlim 1, next-header UDP (17) payload length: 109) fe80::251e:31a:f3a4:a2ba.546 > ff02::1:2.547: dhcp6 solicit (xid=15d7ae (elapsed-time 65535) (option-request SIP-servers-domain SIP-servers-address DNS-server DNS-search-list SNTP-servers NTP-server AFTR-Name opt_67 opt_94 opt_95 opt_96 opt_82) (client-ID hwaddr type 1 3a146014ec49) (reconfigure-accept) [|dhcp6])
    12:15:41.081639 IP6 (hlim 255, next-header UDP (17) payload length: 177) 0:80fe::ae99:29ff:fe6e:30e2.547 > fe80::251e:31a:f3a4:a2ba.546: dhcp6 advertise (xid=15d7ae (client-ID hwaddr type 1 3a146014ec49) (server-ID hwaddr/time type 1 time 766106055 ac99296e30e2) (preference 0) [|dhcp6])
    12:16:05.729183 IP6 (flowlabel 0x2d3e1, hlim 1, next-header UDP (17) payload length: 109) fe80::251e:31a:f3a4:a2ba.546 > ff02::1:2.547: dhcp6 solicit (xid=6e0163 (elapsed-time 0) (option-request SIP-servers-domain SIP-servers-address DNS-server DNS-search-list SNTP-servers NTP-server AFTR-Name opt_67 opt_94 opt_95 opt_96 opt_82) (client-ID hwaddr type 1 3a146014ec49) (reconfigure-accept) [|dhcp6])
    12:16:05.751160 IP6 (hlim 255, next-header UDP (17) payload length: 177) 0:80fe::ae99:29ff:fe6e:30e2.547 > fe80::251e:31a:f3a4:a2ba.546: dhcp6 advertise (xid=6e0163 (client-ID hwaddr type 1 3a146014ec49) (server-ID hwaddr/time type 1 time 766106055 ac99296e30e2) (preference 0) [|dhcp6])

    Es geht um 0:80fe::ae99:29ff:fe6e:30e2.547 , meine Firewall war so eingestellt, dass aus diesem Bereich keine DHCPv6 Pakete akzeptiert wurden.

    Lustigerweise ist fe8000 in little-endian gleich 000080fe. Das ganze wurde letztlich in Kooperation mit einem ungenannten Ausruester in dessen Software gefixt... mein Verdacht ist, dass es sich dabei um Huawei handelt (basierend auf MAC Adressen) aber sicher bin ich da nicht.

    Da ich es ja hier angerissen habe, hier ein Link zum Thread im O2 Forum (ich hoffe das ist OK andere Fora von hier zu verlinken).

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  • Deutsche Glasfaser (DG) und 1&1 haben eine langfristige Kooperationsvereinbarung abgeschlossen.

    Wir erinnern uns an die Vereinbarung mit Vodafone: Es hat gut 2 Jahre nach der Ankündigung gedauert, bis die Tarife von Vodafone über das Glasfasernetz von DG buchbar waren. In einigen Regionen ist das auch im Juli 2025 immer noch nicht der Fall!

    Warten wir es mal ab, wie lange es dauert bis 1&1 Tarife weitgehend flächendeckend auf dem Netz von DG buchbar sind.

    https://presse.deutsche-glasfaser.de/pressreleases/…nbarung-3397754

    ooohhhhh shit, bitte nicht!!!

    ich weiss nicht wohin das führen wird. Aber momentan bin ich echt super zufreiden mit 1und1. dagegen ist ja DG einfach nur lächerlich, also zumindest was ich hier so lese. kann sein das es bei dem einen oder anderen gut läuft, aber so im großen und ganzen ist doch DG nicht der beste provider oder?


    und wenn die beiden nun zusammen arbeiten werden, weiss ich nicht ob 1und1 da abstürzt. weiss nicht warum aber ist so mein gedanke. naja, kommt zeit kommt rat.

  • Nein, da brauchst du dir keine Sorgen machen. Dem 1&1-Netz dürfte ziemlich egal sein, ob die Datenpakete es über das DG-Zugangsnetz oder eines der vielen Anderen erreichen.

    Die DG kriegt hier viel ab, ist aber grundsätzlich auch in der Lage, funktionierendes Internet abzuliefern, Manchen jahrelang ohne Unterbrechung.

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  • Die DG kriegt hier viel ab, ist aber grundsätzlich auch in der Lage, funktionierendes Internet abzuliefern, Manchen jahrelang ohne Unterbrechung.

    Wenn den Berichten hier im Forum folgt, dann baut die DG moeglicherweise ihre IPv6 Provisionierung gerade um, und das ist wohl von einigen "Kinderkrankheiten" betroffen. Das fuer sich alleine waere IMHO nicht so wild, wo gehobelt wird, da fallen halt Spaene, aber das ganze wird nicht kommuniziert und der Kundenservice weiss davon auch nichts und scheint dahef fuer Betroffene eher absurdes Theatef zu sein, denn Hilfe. Aber ich vrmute frueher oder spaeter kriegen die das auch hin und dann laeuft es auch bei den Endkunden.

  • Ansonsten ist der Supportaufwand für DG hier Forum unverhältnismäßig hoch.

    Grundsätzlich gebe ich dir Recht, man muss jedoch auch berücksichtigen, dass Deutsche Glasfaser einer der Top 5 Gf-Provider ist und es daher deutlich mehr Anfragen als von PYUR, OXG, ... hier im Forum gibt.

    Unsäglich nervig finde ich die stets wiederkehrenden Probleme im IPv6-Umfeld bei DG, obwohl ich davon nicht betroffen bin, als auch die immer noch nicht vorhandene bedingungslose Akzeptanz der gesetzlichen Verpflichtung zur Endgerätewahlfreiheit bei der überwiegenden Anzahl der Anbieter von Gf-Infrastruktur.

    Wie schon geschrieben: Konkurrenz belebt das Geschäft. Wenn 1&1 mir problemlosen Internetaccess via IPv4 und IPv6 und Endgerätewahlfreiheit bietet, erfolgt der Wechsel dorthin. Da ist es mir völlig gleich, ob der Provider das Gf-Kabel besitzt oder angemietet hat.

    Die Zeit wird zeigen, ob sich DG lieber als Infrastrukturanbieter oder als Full-Service Provider sieht. Mein Bauchgefühl sagt mir, das eher ersteres der Fall sein wird.

  • Deswegen spreche ich ja auch vom Verhältnis.

    Klar hat DG recht viele Kunden. Aber der Cluster rund um IPv6 prägt schon stark das Bild.

    Und dann trifft ein Fehler in der Plattform auf den schlechtesten Service der Branche...

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  • Ob das der schlechteste der Branche ist, lasse ich dahingestellt. Von gutem Support, ich spreche da gerne von gelebter "Operational Excellence", ist DG jedoch meiner Erfahrung nach weit entfernt.

  • Ich habe hier in Südhessen im DG-Ausbaugebiet vor 4,5 Jahren einen Vertrag abgeschlossen. Der Ausbau ist in meinem Haus erfolgt, DG behauptet, der Baupartner wäre bei mir noch nicht gewesen. Das ganze Viertel hängt seit über 1 Jahr schon (naja, also schon ist realtiv von 2021 bis 2024 gerechnet) am Netz. Jetzt kam vorgestern Werbung von 1&1. 39,95 € für 150 MBit Glasfaser, was meinen Kosten für 50er DSL entspricht.

    Das habe ich jetzt zum Anlass genommen, bei der DG meinen Auftrag zu kündigen (wurde auch "aus Kulanz" akzeptiert). Ich hoffe, dass da 1&1 mal mehr Druck macht, denn die Anschlüsse habe ich ja schon im haus fertig liegen. Und ich brauche wenigstens keine Nummer zu DG portieren, wenn die ja sonst schon nix auf die Reihe kriegen.