Hat privater Glasfaserausbau eine Zukunft in DE?

  • Ganz ehrlich - wieso soll ich 10 EUR mehr im Monat zahlen für eine Dienstleistung, die für mich als Kunde in vielen Fällen von DSL oder HFC nicht zu unterscheiden ist? Oft wird vom günstigeren Betrieb und und niedrigeren Strombedarf gesprochen, dann sollen die Anbieter auch in der Lage sein zumindest gleiche Preise anzubieten.

    Genau das macht die z.B: die Telekom seit letztem Sommer (Regelpreise):

    DSL 16/40: 37.95 EUR/Monat
    DSL 50/20: 42.95 EUR/Monat

    DSL 100/40: 47.95 EUR/Monat
    DSL 250/40: 54.95 EUR/Monat

    FTTH 150/75: 44.95 EUR/Monat
    FTTH 300/150: 49.95 EUR/Monat

    Im direkten Vergleich i zeigt sich die beiden kleinsten Tarife sind weggefallen, aber in der:

    a) 100er Klasse liefert FTTH das (150+75)/(100+40) ~1.6 fache zum (44.95/47.95) ~0.94 fachen Preis
    b) 250er Klasse liefert FTTH das (300+150)/(150+40) ~2.4 fache zum (49.95/54.95) ~0.91 fachen Preis

    Aber jeder Kunde wird natuerlich dazu neigen nicht die Neukundenpreise zu vergleichen sondern den Preis des jeweiligen Bestandstarifs (den er so gar nicht mehr bekaeme).

    Wir sind momentan bei der Deutschen GigaNetz, wenn die Preise aber weiterhin so hoch wie jetzt bleiben, ist Rückkehr zu Vodafone Kabel nicht ausgeschlossen.

    Waere IMHO okay, weil Du den FTTH Anschluss ja bereits im Haus hast, und das ist IMHO momentan wichtig, ans FTTH Netz angeschlossen zu werden.

    Interessant ist auch wie wirtschaftlich sich die Netze mit niedrigen Homes Connected bzw. Homes Activated Anteilen betreiben lassen.

    Eben nicht wirtschaftlich... wobei die Kostenstruktur wohl in etwa so aussieht:

    homes passed < homes connected = homes activated

    aber nur homes activated spielt Geld ein (Ausnahme: gefoerderter Ausbau)...

    Es wird also meiner Meinung nach nicht nur das Problem von Kunden, wenn kupferbasierte Technologien abgeschaltet werden während gleichzeitig zu wenige Haushalte aktiv Glasfasernetz nutzen.

    Fuer Endkunden kommt das Problem mit der Abschaltung, fuer ISPs schon vorher, wegen mangelnder Rentabilitaet...

    Einmal editiert, zuletzt von pufferueberlauf (18. März 2025 um 12:19)

  • Ich würde mir einfach weder eine noch das andere wünschen - die Anbieter sollen ihre Investitionskosten über niedrigere Betriebskosten wieder reinbekommen.

    Bei mehreren Milliarden Euro die ein ausbauender ISP in Vorleistung gehen muss ist das ein frommer Wunsch, dass ueber die etwas geringeren Kosten der Ausbau fuer Endnutzer kostenneutral finanziert werden kann... der ISP koennte das selbe Geld bestimmt anderswo rentabler anlegen...

    Das ist alles bisschen seltsam: HFC und DSL sind für meiste eigentlich gut genug und werden es auch mittelfristig bleiben,

    Nein, bei DSL ist erkennbar, dass es kurzfristig gut genug bleiben wird, die letze Charge neuer aktiver Hardware wird gerade bestellt/verbaut, ab da tickt die Uhr und das Netz wird zunehmend schlechter. Das wird in 5 Jahren wohl kein Problem sein, aber in 10-15 Jahre schon... (und das ist fuer mich mittelfristig)

  • Am ende können aber die Power User nicht erwarten, dass die Deutsche Michel deren Luxusproblem finanzieren.

    Koennen die, da Bundesregierungen und EU da klare politische Vorgaben gemacht haben. Klar das Ziel 100% FTTH wird bis 2030 nicht erreichbar sein, aber dann wird die Politik bestimmt nicht sagen, "gut, wir haben es probiert, hast nicht gereicht, jetzt muss jeder mit dem Netz leben das es lokal gibt", sondern dann wird halt ein neues Zieldatum ausgeben, z.B. bis 2035.... war ja ei den bisherigen Ausbauzielen aehnlich.

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  • Bei mehreren Milliarden Euro die ein ausbauender ISP in Vorleistung gehen muss ist das ein frommer Wunsch, dass ueber die etwas geringeren Kosten der Ausbau fuer Endnutzer kostenneutral finanziert werden kann... der ISP koennte das selbe Geld bestimmt anderswo rentabler anlegen...

    Dann heißt es für mich dass es momentan kein funktionierendes Geschäftsmodell für FTTH gibt. Im Endeffekt ist es nur ein Problem, weil jede auf einmal ein ISP werden möchte. Telekom und Vodafone könnten es aus dem laufenden Geschäft nach und nach finanzieren und Kupfer dort mit Glas ersetzen, wo es für die wirtschaftlich Sinn ergibt.

    Bei Mobilfunk läuft es nicht anders, man hört keine Rumgejaule wie "bitte kauft alle 5G für 10 EUR extra pro Monat extra sonst bleiben wir immer bei GPRS". Und wie toll erzwungene Konkurrenz funktioniert sieht man bei dem Beispiel von 1und1: kaum eigene Stationen, letzte Anbieter ohne 5G SA und vor ein paar Monaten ein bundesweites, mehrtagiges Ausfall.

  • Dann heißt es für mich dass es momentan kein funktionierendes Geschäftsmodell für FTTH gibt.

    Und das heisst fuer mich, das einzige Potential was Du siehst ist "billiger". Aber das passt IMHO nicht zum aktuellen Marktgeschehen. Die Telekom haelt ca. 40% der DSL Kunden (oder sind es Kunden insgesamt) und das obwohl deren Endkundenpreise aus regulatorischen Gruenden zu festgelegt werden, dass die MItbewerber die Telekom preislich unterbieten koennen und das auch regelmaessig tun. Waere Preis das einzige Kriterium, haette die Telekom viel mehr Kunden an Vodafone, 1&1, oder O2 verlieren muessen. Hat sie aber nicht, was andeutet, dass Preis nur eines von mehreren Kriterien zu sein scheint, oder?

    Im Endeffekt ist es nur ein Problem, weil jede auf einmal ein ISP werden möchte. Telekom und Vodafone könnten es aus dem laufenden Geschäft nach und nach finanzieren und Kupfer dort mit Glas ersetzen, wo es für die wirtschaftlich Sinn ergibt.

    Jein, auch die muessen ihren Geldgebern erklaeren wie und vor allem wann sich aus den Investitionen in FTTH tatsaechlich Ueberschuss produzieren laesst.

    Aber was die ISPs verstanden haben DSL Forever ist keine echte Option, daher muss Ersatz her, was wir gerade erleben ist die Aushandlung wer diesen Wechsel als Anbieter am erfolgreichsten navigiert und da gehoert halt auch dazu, dass mann versucht die Regeln zum eigenen Vorteil zu aendern. (VATM will die DSL Abschaltung nutzen um der Telekom Kunden abspenstig zu machen , bzw. um die Telekom zum Reseller auf fremden FTTH Netzen zu machen, die Telekom will dass die Kabel-Abschaltung auch diskutiert wird und DSL so lange wie moeglkich betreiben duerfen (also bis es bricht) im Zweifel auch nur um den Mitbewerbern den Business Case zu verhageln, und Vodafone moethte vor allem erstmal Zeit um sich zu ueberlegen was sie eigentlich wollen aber kuendigt schon mal froehlich ein paar Dinge an die dann vielleicht umgesetzt werden ;) )

    Was den Mobilfunk angeht habe ich zu wenig belastbare Informationen um einen Diskussionsbeitrag liefern zu wollen.

  • Und das heisst fuer mich, das einzige Potential was Du siehst ist "billiger". Aber das passt IMHO nicht zum aktuellen Marktgeschehen. Die Telekom haelt ca. 40% der DSL Kunden (oder sind es Kunden insgesamt) und das obwohl deren Endkundenpreise aus regulatorischen Gruenden zu festgelegt werden, dass die MItbewerber die Telekom preislich unterbieten koennen und das auch regelmaessig tun. Waere Preis das einzige Kriterium, haette die Telekom viel mehr Kunden an Vodafone, 1&1, oder O2 verlieren muessen. Hat sie aber nicht, was andeutet, dass Preis nur eines von mehreren Kriterien zu sein scheint, oder?

    Preis alleine nicht, aber Preis/Leistung Verhältnis schon. Bei Vodafone hatten wir 250/25 für 39,99, jetzt bei DGN 600/300 für 24,99 für das erste Jahr und 300/150 für 44,90 für das zweite. Im Alltag ist kaum Unterschied zu sehen, nur wenn Mal ein großes Update kommt. Und neuerlich ist bei Vodafone sogar Fernsehen dabei.

    Jein, auch die muessen ihren Geldgebern erklaeren wie und vor allem wann sich aus den Investitionen in FTTH tatsaechlich Ueberschuss produzieren laesst.

    Aber was die ISPs verstanden haben DSL Forever ist keine echte Option, daher muss Ersatz her, was wir gerade erleben ist die Aushandlung wer diesen Wechsel als Anbieter am erfolgreichsten navigiert und da gehoert halt auch dazu, dass mann versucht die Regeln zum eigenen Vorteil zu aendern. (VATM will die DSL Abschaltung nutzen um der Telekom Kunden abspenstig zu machen , bzw. um die Telekom zum Reseller auf fremden FTTH Netzen zu machen, die Telekom will dass die Kabel-Abschaltung auch diskutiert wird und DSL so lange wie moeglkich betreiben duerfen (also bis es bricht) im Zweifel auch nur um den Mitbewerbern den Business Case zu verhageln, und Vodafone moethte vor allem erstmal Zeit um sich zu ueberlegen was sie eigentlich wollen aber kuendigt schon mal froehlich ein paar Dinge an die dann vielleicht umgesetzt werden ;) )

    Vodafone und Telekom wollen aber auch zukünftig Geld verdienen können und das wird nicht möglich sein wenn die Kupfernetze ohne Ersatz den Geist aufgeben.

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  • Preis alleine nicht, aber Preis/Leistung Verhältnis schon. Bei Vodafone hatten wir 250/25 für 39,99, jetzt bei DGN 600/300 für 24,99 für das erste Jahr und 300/150 für 44,90 für das zweite. Im Alltag ist kaum Unterschied zu sehen, nur wenn Mal ein großes Update kommt. Und neuerlich ist bei Vodafone sogar Fernsehen dabei.

    Ja, dann ist es doch gut, dass du wählen kannst. Der Markt wird das schon regeln.

  • Preis alleine nicht, aber Preis/Leistung Verhältnis schon. Bei Vodafone hatten wir 250/25 für 39,99,

    Und trotzdem hat Vodafone bei 24.804.461 vermarktbaren Kabelanschlüssen, gerade mal 7.595.816 Kabel-Internetkunden (Quelle 2025-03-18)... und das trotz des ~40EUR Kampfpreises den Vodafone fast schon regelmaessig fuer den Gigabit-Tarif aufruft. Ich bezweifle nicht dass es Kunden gibt, die Preis/Leistung zu bewerten wie Du hier vorschlaegst. Ich merke nur an ueber alle Kunden in Deutschland gesehenn scheinen weder Preis noch Kapazitaet alleine oder Preis/Kapazitaet der entscheidende Faktor zu sein.

    Vodafone und Telekom wollen aber auch zukünftig Geld verdienen können und das wird nicht möglich sein wenn die Kupfernetze ohne Ersatz den Geist aufgeben.

    In der Tat, aber beide bauen ja selber FTTH aus (auch wenn Vodafone da erst am Anfang steht).

    Einmal editiert, zuletzt von pufferueberlauf (18. März 2025 um 14:30)

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  • Ja, dann ist es doch gut, dass du wählen kannst. Der Markt wird das schon regeln.

    Das wünsche ich mir. Erzwungene Abschaltung ist aber nicht der Markt.

    Und trotzdem hat Vodafone bei 24.804.461 vermarktbaren Kabelanschlüssen, gerade mal 7.595.816 Kabel-Internetkunden... und das trotz des ~40EUR Kampfpreises den Vodafone fast schon regelmaessig fuer den Gigabit-Tarif aufruft. Ich bezweifle nicht dass es Kunden gibt, die Preis/Leistung zu bewerten wie Du hier vorschlaegst. Ich merke nur an ueber alle Kunden in Deutschland gesehenn scheinen weder Preis noch Kapazitaet alleine oder Preis/Kapazitaet der entscheidende Faktor zu sein.

    Interessant. Ich kann mir vorstellen, dass in dicht bebauten Vierteln mit stark überbuchten Segmenten DSL zuverlässiger funktioniert. Bei meinem Schwager war es auch so, wenn auch aus einem anderen Grund: kaputte Abzweiger unter einer Bundesstrasse, welchen für ein paar Häuser Vodafone nicht bereit war zu ertüchtigen. Jetzt hat er zum Glück FTTH von Deutschen Glasfaser.

  • Doch, da wurde sehr viel durch den geförderten Ausbau bereits behoben, bzw. die Projekte sind in der Umsetzung bzw. Zielgeraden.

    Die Zeiten von ADSL bis 16 Mbps sind auf der Angebotsseite weitestgehend obsolet. Wenn der Kunde das weiterhin wählt, selbst Schuld.

    Das sehe ich so gar nicht.

    Gerade der deutschlandtypische geförderte Ausbau war und ist vollkommen bescheuert. So hätten wir gefördert werden müssen, mit 6 MBit/s, aber das Problem war, dass von 26 voll erschlossenen Grundstücken nur einer zum Zeitpunkt der Erhebung 2018, lief/ fertig gebaut war. Die anderen waren noch in der Bauphase. Alle muss sich den Cu-Anschluss von der Telekom für 700 € kaufen. 2019 kam zum Glück DNS:NET mit eigener Technik und übernahm komplett unsere Cu-Leitungen und hat sie mit SVDL eigenwirtschaftlich versorgt. 2022 gab es dann Gf für den ganzen Ort von DNS:NET.
    Jetzt, heute, 18.03.25, wurde das einzige Haus von damals in der Straße von der Telekom per GF angeschlossen. Andere wollten auch in der Straße, keine Chance.

    Solange dies so läuft, ist DSL-Cu-Abschaltung in noch sehr weiter ferne und es wird extrem viel Subventionsgeld verbraten.

  • Ich rede ja nicht davon, dass alles richtig gelaufen ist. Bei uns hat die Markterkundung auch versagt und ein Neubaugebiet gefördert ausgebaut, was noch vor Spatenstich mit VDSL versorgt wurde.

    Aber da wo jetzt noch Missstand herrscht und keine Pläne existieren, hat es die Kommune/der Rat verkackt.

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  • Mit dem Deutschen Michel ist beides nicht zu machen!!

    Privatausbau: Nö, 10 Euro mehr für Glasfaser - Mit mir nicht. DSL reicht!

    Die Tarife sind ja auch im Regelfall durch die Bank weg bei großen wie kleinen Anbietern zu teuer (Glasfaser, DSL) , vor allem wenn man sie selbst kaufkraftbereingt im westeuropäischen Vergleich betrachtet.

    Ein 300er Anschluss möglichst symmetrisch dürfte im Schnitt nicht mehr als 30 Euro kosten, 500/600 Mbit nicht mehr als 40 Euro.

    Wenn ich hier lokal das Konkurrenzunternehmen für Glasfaser neben meinem eigenen Anbieter ansehe, mit deren Tarifen (Netcom BW), dann muss man sich echt fragen, was die geraucht haben, als sie die Preise festlegen... :

    Glasfaser-Tarife für Privatkunden - NetCom BW GmbH: NetCom BW GmbH

  • vor allem wenn man sie selbst kaufkraftbereingt im westeuropäischen Vergleich betrachtet.

    Hast Du da Zahlen zu, die diese Einschatzung untermauern? Und was vergleichst Du da, Tarife in relativ aehnlicher Stufe, wie Einsteiger, Mittelklasse, Oberklasse; oder Tarife mit aehnlichen Kapazitaeten?

    Ein 300er Anschluss möglichst symmetrisch dürfte im Schnitt nicht mehr als 30 Euro kosten, 500/600 Mbit nicht mehr als 40 Euro.

    Woran machst Du diesen Preis fest?

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  • Oft wird vom günstigeren Betrieb und und niedrigeren Strombedarf gesprochen, dann sollen die Anbieter auch in der Lage sein zumindest gleiche Preise anzubieten.

    Aber nur die Betriebskosten alleine sind es ja nicht. Bei Glasfaser kommen aktuell leider auch hohe Vertriebskosten dazu. Teilweise finde ich sind die Anbieter aber auch selbst schuld: während der Vorvermarktung hier konnte man nur über den Vermarktungspartner beauftragen.. Auch für den Vertrag gab es für mein kurzes 10 Minuten Gespräch bei der mich niemand mehr überzeugen musste hunderte Euro Provision (Gigabit-Anschluss). Schade, das die EU-Komission das mit dem Provisionsverbot nicht durchgezogen hat..

    Ich glaube nicht das die Anbieter Stand heute einen guten Schnitt machen im deutschen Markt - wie soll das aber nun weiter gehen? Die Kapitalkosten sind schon gestiegen und wie zurecht angemerkt wird es mit den Fachkräften zukünftig auch nicht unbedingt besser (die europäischen Trupps könnten genauso gut Bunker und Barracken hochkloppen, warum den Stress mit Oma Gertrud wegen ihres Vorgartens haben)

  • Woran machst Du diesen Preis fest?

    Einfach einmal im benachbarten (westeuropäischen/ nahezu gleich einkommensstarken) Ausland in Frankreich, Spanien, Dänemark oder Schweden und auch in der wesentlich einkommenstärkeren Schweiz schauen, was da an Bandbreite für die monatlichen Kosten geboten wird.

    Die Ergebnisse findet man ganz einfach durch googeln, wenn man die lokalen Preise der größeren Telekommunikationsunternehmen dort ansieht.

    Ein lokales Beispiel, wie es in Deutschland nicht bepreist sein sollte, habe ich ja ebenfalls genannt. Hätte die Netkom BW hier ausgebaut und mich mit solchen Preisen für ca. 24 Monate gebunden, wäre ich bei DSL geblieben....

  • Einfach einmal im benachbarten (westeuropäischen/ nahezu gleich einkommensstarken) Ausland in Frankreich, Spanien, Dänemark oder Schweden und auch in der wesentlich einkommenstärkeren Schweiz schauen, was da an Bandbreite für die monatlichen Kosten geboten wird.

    Mmmh dachte ich mir, hier mal der Vergleich Telekom gegen SwissCom, also Ex-Incumbents:

    SwissCom (Regelpreise, 1 CHF = 1.04 EUR, Kurs von heute)

    blue Internet S: 100/100: 64.90*1.04 = 67.496 EUR/Monat
    blue Internet M: 1000/1000: 79.90*1.04 = 83.096 EUR/Monat
    blue internet L: 8000/8000: 89.90*1.04 = 93.496 EUR/Monat (der wird als 10G vermarktet, aber das Kleingedruckte verraet dass nur 8 ankommen)...

    Telekom (Regelpreise)

    150/75: 44.95 EUR/Monat
    300/150: 49.95 EUR/Monat
    600/300: 59.95 EUR/Monat
    1000/500: 69.95 EUR/Monat
    2000/1000: 139.95 EUR/Monat

    Was ich da sehe ist relativ aehnliche Preisniveaus, mit mehr Vorteilen fuer die Telekom als fuer die SwissCom...

    Oder im UK bei EE (die BT vermarktet mit EE ) (Regelpreise, 1 = 1.19 EUR, Kurs von heute)

    https://ee.co.uk/content/dam/help/terms-and-conditions/price-plans/home/ee-monthly-home-price-guide-update-1-march-2025.pdf

    Full Fibre Max 100 (average download speed 150Mb/s) FF 100 (FF 150) £ 38.99*1.19 = 46.40 EUR/Monat
    Full Fibre Max 300 (average download speed 300Mb/s) FF 300 £ 44.99*1.19 = 53.54 EUR/Monat
    Full Fibre Max 500 (average download speed 500Mb/s) FF 500 £ 49.99*1.19 = 59.49 EUR/Monat
    Full Fibre Max 900 (average download speed 900Mb/s) FF 900 £ 59.99*1.19 = 71.39 EUR/Monat

    Das sieht den Telekompreisen ausnehmend aehnlich...

    Und jetzt mal bei der Post in Luxembourg:

    POP Internet S: 100/50: 52.0 EUR/Monat
    POP Internet M: 500/250: 58.00 EUR/Monat
    POP Internet L: 1000/500: 69.00 EUR/Monat (momentan Aktion: 59.00)
    POP Internet XL: 8500/1500: 129.00 EUR/Monat (momentan Aktion: 109.00)

    Auch das ist ziemlich aehnlich zu den Telekompreisen...


    Ich denke was wir hier sehen sind zwei Dinge:

    a) getrennte Maerkte fuer getrennte Diebstleistungen finden unterschiedliche Preise

    b) die Unterschiede die mann findet haengen davon ab wo mann sucht


    Ich stelle nicht in Zweifel, dass es Laender in Europa gibt mit guebstigerem Internet, aber klar ist auch Deutschland ist auch keine Ausnahme weit ueber allen anderen.

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  • Habe ich gemacht, finde da aber ein anderes Bild als das welches Du gezeichnet hast.

    Du hast dir einfach nur das teure Incumbent rausgesucht und die günstigeren Anbieter dank richtigem Open-Access ignoriert. ;)

    10G gibt es in der Schweiz schon ab 39Sfr da muss ich keine 89.90sfr zahlen.