Welches G-PON Modul für TP Link VX800v

  • Hallo weiß Jemand mit welchem GPON-Modul man Glasfaserinternet ohne externen ONT im TP-Link vx800v Router empfangen kann.


    Frage für einen Freund der einen Glasfaseranschluss bei der Glasfaser Plus (Deutsche Telekom) hat und mir selbst der Kunde bei der Unseren Grünen Glasfaser (o2) ist.


    Leider kann mir der Support von TP-Link kein passendes GPON-Modul empfehlen. Aber man hat mir versichert dass der TP Link vx800v keine ONT ID oder ONT Installationskennung braucht ist das korrekt.


    Der Telefonsupport von der UGG konnte die Frage nach dem geeigneten Modul nicht beantworten und hat mich an o2 verwiesen.


    Der o2 Support wiederum fand es komisch, dass die Unsere Grüne Glasfaser gemeint hätte ich solle mich an o2 wenden.


    Glasfaserplus konnte mir gar nicht weiter helfen und verwies mich auf den Support der Deutschen Telekom.


    Der Support von der Deutschen Telekom ging ebenfalls nicht auf meine Frage nach dem GPON Modul ein und machte stattdessen Werbung für die Fritzbox 5 Modellreihe.


    Jetzt versuche ich hier mein Glück, hat einer von Euch Erfahrungen mit dem TP Link vx800v Router in Verbindung mit Glasfaser.

    Kann man das wirklich glauben, dass der Internetzugang nur mit dem Benutzername und Passwort funktionieren des Internetanbieters wie bei DSL wird ohne ONT-ID oder ONT Installstionskennung.


    So wie hier auf der Offiziellen TP-Link Seite behauptet wird? 😀

    Anschluss des VX800v an ein Glasfasernetz | TP-Link Deutschland

  • Da hast du schon Recht, TP-Link kann nicht auf magische Weise dafür sorgen, dass das Modul einfach mit dem PON sprechen darf. Ist der Slot denn SFP oder SFP+?

    Bei der UGG ist es eine Sackgasse, da man dort nichts von der Endgerätefreiheit wissen will. Es gibt keinen Mechanismus, um eigene ONT onzuboarden und auch keine Schnittstelle zwischen der UGG und den ISP, um entsprechende Daten mitzuteilen. Man drängt auf die Verwendung des originalen ONT.

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  • Der mit 2,5 G beschriftete Slot ist ein SFP+ (mit Plus) Slot.

    Die Herausforderung ist ein GPON-Modul (üblicherweise SFP [ohne Plus]) zu finden, welches in einem SFP+ (mit Plus) Slot funktioniert. Von den physischen Dimensionen gibt es keinen Unterschied, allerdings von der elektrischen Seite des Modules.

    Versuchen kannst Du es mit GPON Sticks von FS.com (wurde ja schon erwähnt) oder Luleey. Wenn Du eine lauffähige Konfiguration gefunden hast, würden wir uns über eine Rückmeldung freuen!

    Richtig ist, dass die zur Provisionierung notwendige Modem-ID/GPON-Serial/... auf dem Modul aufgedruckt ist und der Router damit außen vor ist. Die Modem-ID/GPON-Serial/... muss dem Provider mitgeteilt werden, sonst wirst Du keinen Internetaccess erhalten.

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  • Sicher? In den Spezifikationen steht SFP.

    Ja, SFP (ohne Plus) ist nur bis 1 Gbps spezifiziert. Werden Bandbreiten über 1 Gbps angegeben, müssen es daher immer SFP+ (mit Plus) Schnittstellen sein, sofern sich an die Spezifikationen gehalten wird.

  • Sind die Zyxel, welche die Telekom verkauft, nicht auch recht kompatibel?

    Yep, das vergesse ich häufig, sorry.

    Glasfaser Anschluss FSP Modul | Telekom hilft Community
    Guten Abend, bei mir wird in den nächsten Tagen Glasfaser ins Haus verlegt.Ich benutze den TP-Link VX800v Router.Nun muss ich mir zusätzlich ein SFP Modul…
    telekomhilft.telekom.de
    PMG3000-D20B
    The Zyxel PMG3000-D20B performs high-speed bridging trafficking between GPON and RG with MSA SFP sockets to upgrade Ethernet device to GPON compliant.
    www.zyxel.com
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  • Ja, SFP (ohne Plus) ist nur bis 1 Gbps spezifiziert. Werden Bandbreiten über 1 Gbps angegeben, müssen es daher immer SFP+ (mit Plus) Schnittstellen sein, sofern sich an die Spezifikationen gehalten wird.

    SFP ist bis 4,x Gbps spezifiziert. Von daher traue ich da jetzt mal TP-Link, wenn die selbst von SFP sprechen.


    Nachtrag: Es gibt ja auch 2,5G-SFP-Module.

    2,5G SFP Optische Transceiver |. FS-Transceiver-Module - FS.com Deutschland
    Die FS 2.5G SFP-Lösung mit geringem Stromverbrauch bietet eine ideale Verbindungsoption für 2.5G Ethernet über Cat5e-Kabel, Switch-to-Switch-Schnittstellen und…
    www.fs.com

    Einmal editiert, zuletzt von mbo77 (17. März 2025 um 08:54)

  • In der Praxis (und auch da schon nicht mehr) gibt es die 4 Gbps Module nur für FibreChannel und nicht mehr für Ethernet. Nun ja, und bei FibreChannel ist man mittlerweile bei einem Mehrfachen der 4 Gbps angelangt.

    Die elektrische Schnittstelle der (Ethernet-) SFP (ohne Plus)-Module ist für 1 Gbps spezifiziert. Es gibt natürlich noch QSFP (Faktor 4), jedoch ist da der Formfaktor ein anderer. Passt als schon nicht mechanisch in den Slot.

  • Mit den neueren Multigigabit Modulen ( 2,5; 5 Gbps und höher) wird es natürlich spannend. Letztlich hilft da nur das Experiment, darüber muss man sich im Klaren sein. Nun ist der Vx800v aktuell für ca. 160€ zu haben und da kann man durchaus das ein oder andere GPON Modul zusätzlich erwerben.

    Nicht zu vergessen: Auch der Provider muss die Provisionierung wollen. Bei der Telekom wird es problemlos sein. UGG ist nicht dafür bekannt, das dort (obwohl die gesetzliche Verpflichtung besteht) andere Endgeräte als deren ONT bereitwillig provisioniert werden.

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  • Die ursprüngliche Festlegung der elektrischen Schnittstelle wurde in dem Dokument 8074 getroffen, da wird lediglich von 1 Gbps (Ethernet) gesprochen und mit der 8Bit 10 Bit Encodierung, die gilt natürlich auch für 4 Gbps FibreChannel. Diese Codierung hat einen Overhead von 20% allein aufgrund des Verfahrens.

    Um höhere Übertragungsraten zu erreichen, wurde das 64 Bit 66 Bit Encoding (nur 3 % Overhead) bei Bandbreiten größer 1 Gbps Ethernet und größer 8 Gbps FibreChannel eingeführt. Zeitgleich auch die SFP+ (mit Plus) Specs.

    Jetzt liegen mir keine Infos über die Multigigabit Specs bei 2,5 und 5 Gbps vor, da mich solche geringen Bandbreiten beruflich gar nicht interessieren investiere ich auch nicht viel Zeit hinein.

    Da 1 Gbps Ethernet fest mit 8b/10b verbunden ist und alles darüber hinaus mit den SFP+ (mit Plus) Specs, kann ich nur daraus schließen (und hoffen) , das 2.5 und 5 Gbps den SFP+ (mit Plus) Specs mit lediglich 3% Overhead unterliegen.

    Da das bessere der Feind des Guten ist, lasse ich mich gerne von dem Gegenteil überzeugen. Solltest Du da weitere Infos oder sogar die Specs der Normungsgremien haben, lese ich die natürlich gerne.

  • GPON läuft doch auch mit 2,5G im SFP-Slot. Ich sehe da momentan noch keinen Widerspruch.

    Falls es doch SFP+ sein sollte, müssten reguläre 10G-SFP+-Module darin funktionieren. Ließe sich ebenfalls schnell testen.

  • Die optische Seite des 2,5 Gbit GPON kann gut mit der 1 Gbps elektrischen Seite abgebildet werden, da GPON und Ethernet so gut wie nichts gemeinsam haben. GPON ist deutlich effizienter und moderner als Ethernet.

    Wie schon geschrieben, es bringt nur das Experiment weitere Erkenntnis.

    Und einen Seitenhieb kann ich mir an dieser Stelle nicht sparen: Diese leidigen Diskussionen, ob ich aus meinem 1 Gbps AON (= Ethernet) nun 940 oder 955 Mbps herausquetsche ist doch aberwitzig, wenn die übertragenen Daten schon einen Encodierungsoverhead von 20% aufweisen...

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  • Die überprovisionierten 1100 Mbit/s vieler Anieter würde ich aber schon gerne mitnehmen wollen, bzw. würde meine Kaufentscheidung eines SFP-ONT und kompatiblen Routers davon abhängen.

  • Die optische Seite des 2,5 Gbit GPON kann gut mit der 1 Gbps elektrischen Seite abgebildet werden, da GPON und Ethernet so gut wie nichts gemeinsam haben. GPON ist deutlich effizienter und moderner als Ethernet.

    So viel effizienter und moderner, dass i.d.R. L2-Ethernet verwendet und dann mit 5 Byte GEM; Overhead auskommt, statt 20 Byte fuer den Unterschied Ethernet L1/L2. Dafuer kommt dann allerdings der Verwaltungsoverhead fuer die Timeslots und aehnliches bei GPON noch oben drauf.

    Und einen Seitenhieb kann ich mir an dieser Stelle nicht sparen: Diese leidigen Diskussionen, ob ich aus meinem 1 Gbps AON (= Ethernet) nun 940 oder 955 Mbps herausquetsche ist doch aberwitzig, wenn die übertragenen Daten schon einen Encodierungsoverhead von 20% aufweisen...

    Der i.d.R. gar nicht in der Bruttorate inkludiert ist... so ist bei Gigabit Ethernet die Bruttorate von 1000 Mbps der Linecode gar nicht mehr abzuziehen. (4 Paare, mit PAM5 (2.5 Bit) und 125 MBaud pro Paar)...

    Ob der SFP Standard das vorsieht oder nicht, es gibt SFP-Kaefige die 2.5 Gbps Ethernetmodule unterstuetzen.

    Ist eigentlich immer nur die Frage auf welcher Ebene Rate und Overhead angegeben sind...