Deutsche Glasfaser und Ubiquiti Router

  • Wir haben seit dem 12.11.24 einen Anschluss bei der Deutschen Glasfaser.
    Wir hatten von Anfang einen schlechten Upload (unter 10) und dank des auch miserablen Kundendienstes haben wir jetzt ab Ende März kein funktionierendes Internet mehr weil der Vertrag mit Vodafone endet.

    Auch wenn diese Prozesse eigentlich automatisiert sind, hat schon mal jemand an einen Tippfehler aufseiten des ISP gedacht. 1000/10 anstelle von 1000/100. Weil wenn das Problem seit Aktivierung besteht und es egal ist, ob Laptop oder Router dran hängt, wäre dies eine Möglichkeit. Ich weiß ja nicht, was beim Auftrag händisch eingetragen wird, wenn unter anderen gesetzt wird: "Kundeneigner Router".

    Und wenn der Techniker zum Testen kommt, hat er natürlich seine Zugangsdaten, die auf volle Pulle stehen.

    Einmal editiert, zuletzt von Phino (14. März 2025 um 21:03)

  • Du merkst schon, dass Du eine sehr aggressive Sprache hast? So möchte ich nicht behandelt und angesprochen werden!

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  • Ein Forum ist Hilfe zur Selbsthilfe. Wenn wir zig Sachen detailliert abfragen, aber einfach nichts zurückkommt, dann sind wir halt machtlos.

    Aber tröste dich, du bist nicht der erste hier im Forum, der sich Geräte zugelegt hat, deren Konfiguration ihn überfordert.

    Die Konfiguration des Routers ist von einem Fachmann durchgeführt worden, der es auch jetzt noch betreut, ich habe mir hier zusätzliche Hilfe erhofft. Gespräch Ende.

  • 1. Ubiquiti gateway ultra
    2. weiß ich nicht, war direkt von der DG und bin auch gerade nicht zuhause
    3. direkt, mit einem Cat 8.1 Kabel :D
    4. Ist von einem Fachmann vorgenommen worden
    5. ja, geht auch insgesamt nur um den Upload
    6. die gleichen Ergebnisse überall

    Die Cloud Gateway Ultra ist ja extrem neu am Markt. In Europa erst seit dem 21. Feb 25.
    Ihr müsst vorher etwas anders gehabt haben.
    Für die anderen, die UCG-Ultra hat nur Ethernet. Kosten etwas bei 110 €.

  • Wenn ich es richtig verstehe, war auch schon nur ein Laptop oder ähnlich direkt am ONT angeschlossen?

    Hast du vielleicht die Möglichkeit, ein Linux-System von einem USB-Stick zu booten?

    Das ist in der Regel die schnellste Option, ein saubereres und definiertes System zum Testen zu verwenden.

    Ansonsten kannst du über die Messkampagne sicherlich mehr Druck ausüben.

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  • Ich denke das die Probleme beim ONT sind (beiziehungsweise bei der DG wird der NT genannt) oder bei der Gegenstelle (dem PoP = Point of Presence). Ab den ONT ist die DG ja für die Problemlösung zuständig. So wie Andrea56 die Probleme beschrieben hat und was sie schon versucht hat kann das Problem eigentlich nur bei der DG sein.

  • Dabei wird schon aus der Fehlerbeschreibung klar, dass der Upstream des Anschlusses gar nicht auf 10 MBit/s begrenzt sein kann, wenn im Downstream mehr als 900 MBit/s erreicht werden. Das KANN also gar nicht zusammenpassen, schon theoretisch nicht.

    Mmmh, hier mal Zahlen zu ACK:

    TCP ACK Berechnungen, fuer IPv4 (MTU 1500) (RFC 1122 (https://datatracker.ietf.org/doc/html/rfc1122#page-96))


    Paketgroessen:

    Vorwaertsrichtung (Daten):
    full MSS: 1500-20-20 = 1460 B
    Ethernet Daten-Framesize: 1500+38 = 1538 B

    Rueckwaertsrichtung (ACK):
    ACK: 20+20 = 40 B
    Ethernet ACK-Framesize: 40+38+6 = 84 B


    bei 900 Mbps Nutzlastrate:
    (900 * 1000^2) / (1460 * 8) = 77054.79 Segmente/Sekunde

    Ethernetrate:
    ((900 * 1000^2) / (1460 * 8)) * ((1500 + 38) * 8) / 1000^2 = 948.08 Mbps


    1 ACK/Segment

    ACK-IP-Nutzlastrate:
    ((900 * 1000^2) / (1460 * 8)) * (40 * 8) / 1000^2 = 24.66 Mbps

    Ethernetrate:
    ((900 * 1000^2) / (1460 * 8)) * (84 * 8) / 1000^2 = 51.78 Mbps


    delayed ACK (1 ACK pro 2 full-MSS Segmente)
    ACK-IP-Nutzlastrate:
    (0.5 * (900 * 1000^2) / (1460 * 8)) * (40 * 8) / 1000^2 = 12.33 Mbps

    Ethernetrate:
    (0.5 * (900 * 1000^2) / (1460 * 8)) * (84 * 8) / 1000^2 = 25.89 Mbps


    bei Stretch-ACK halt (nicht standardisiert, aber praktisch im Einsatz, siehe https://datatracker.ietf.org/doc/html/rfc3449) noch weniger...

    Moderne TCPs nutzen oft noch niedrigere ACK-Raten und Segmentation-Offloads (TSO/GSO/GRO/...) haben aehnliche Wirkung und duennen den ACK Strom aus, zusaetzlich verwenden manche ISPs ACK-Filtering/Thinning um den ACK Traffic zusaetzlich zu reduzieren...


    Tl;dr: ohne Paketcaptures eines TCP-Flows laesst sich schwer eindeutig feststellen ob mit ca. 10 Mbps Upload-Limit 900 Mbps Goodput in Gegenrichtung gemessen werden koennen.


    Ich finde Deine Aussage im Angesicht der Unsicherheit bei der Schaetzung der notwendigen ACK Rate ein bisschen zu strikt formuliert und um es explizit zu sagen auch reichlich unhoeflich.

    Mein Ziel (das ich selber oft genug nicht erreiche) ist in Forumskommunikation freundlich auf Posts zu reagieren/mit solchen zu interagieren die ich fuer hilfreich/zielfuehrend/nachvollziehbar halte und Post die fuer mich nicht in die vorgenannte Klasse fallen einfach zu ignorieren. Wie gesagt gibt es bei mir zwischen Ziel und Wirklichkeit Unterschiede, leider.

  • Die Rechnungen mögen theoretisch passen,

    Also entweder passen die, weil Du Rechnung nachvollziehen kannst, oder die passen nicht und Du zeigst wo da ein Fehler liegt... "moegen passen" ist mir zu halb-gar.

    in der Praxis stellt sich eher eine ACK Rate zwischen 3 und 5% der Download-Rate ein.

    Citation needed. Was hast Du wie gemessen und mit welchen Betriebssystemen?

    Wir reden eher über 50 als über 12 MBit/s. Bei mir waren es an einem 400 MBit/s Anschluss gerade 18 MBit/s bei ookla und 15 auf meinen eigenen V-Server. Das kannst du für den Gigabit Anschluss mal 2,5 nehmen, dann bist du ungefähr in der richtigen Größenordnung unterwegs.

    Das waere dann 1-ACK /Segment, das macht eigentlich keiner der modernen TCP-Stacks mehr so... oder aber IPv6 und/oder TCP-Options (z.B. TCP Timestamps), beide verschieben das Verhaeltnis zu Ungunsten des ACK Traffics

    1 ACK/Segment
    IPv4:
    ACK-IP-Nutzlastrate:
    ((900 * 1000^2) / ((1500-20-20) * 8)) * ((20+20) * 8) / 1000^2 = 24.66 Mbps
    Ethernetrate:
    ((900 * 1000^2) / ((1500-20-20) * 8)) * ((20+20+38+6) * 8) / 1000^2 = 51.78 Mbps

    IPv6:
    ACK-IP-Nutzlastrate:
    ((900 * 1000^2) / ((1500-40-20) * 8)) * ((40+20) * 8) / 1000^2 = 37.5 Mbps
    Ethernetrate:
    ((900 * 1000^2) / ((1500-40-20) * 8)) * ((40+20+38+6) * 8) / 1000^2 = 65 Mbps


    delayed ACK (1 ACK pro 2 full-MSS Segmente)
    IPv4:
    (0.5 * (900 * 1000^2) / ((1500-20-20) * 8)) * ((20+20) * 8) / 1000^2 = 12.33 Mbps
    Ethernetrate:
    (0.5 * (900 * 1000^2) / ((1500-20-20) * 8)) * ((20+20+38+6) * 8) / 1000^2 = 25.89 Mbps

    IPv6:
    (0.5 * (900 * 1000^2) / ((1500-40-20) * 8)) * ((40+20) * 8) / 1000^2 = 18.75 Mbps
    Ethernetrate:
    (0.5 * (900 * 1000^2) / ((1500-40-20) * 8)) * ((40+20+38+6) * 8) / 1000^2 = 32.5 Mbps


    Aber der Punkt bleibt, dass Du von Deinem Anschluss schlecht auf den Anschluss der Vorposterin extrapolieren kannst. Wenn mann versucht mit Indizien zu argumentieren, sollte mann sich der Interpretation dieser Indizien sehr sicher sein.

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