Tarife für Glasfaseranschluss

  • liegt die Schweiz etwa 20% ueber Deutschland, nicht 50%...

    Wo wird in dem von dir genannten Dokument denn explizit angegen, dass die Lebenhaltungskosten der Schweiz 20% über der Deutschen liegen?

    Was hast du gegen das Statische Bundesamt, dass du deren Zahlen nicht für maßgebend hältst?

  • Ich glaube ich mache hier besser Schluss, eine tiefere Diskussion der Unterschiede Deutschland/Schweiz mag interessant sein, aber ist ein Nebenschauplatz fuer die Frage "sind die Preise fuer Internetzugang in Deutschland teuer oder billig".

    Das Problem ist IMHO, dass getrennte Maerkte fuer Dienstleistungen miteinander zu vergleichen... das einzige was mann da lernen kann, dass es ueberall unterschiedliche Gleichgewichte zwischen Angebot und Nachfrage gibt und daher unterschiedliche Preise (bzw. numerisch koennen die Preise auch mal zufaellig sehr aehnlich sein).

    Als Endkunde waere es mir lieber, wenn die Preise hier niedriger waeren (ich wette aber das gilt fuer Endkunde in allen anderen Maerkten genauso), d.h. ich versuche die Preise nicht zu verteidigen, aber ich bin der Meinung ein einfacher Vergleich ueber Landesgrenzen ist hier wenig hilfreich.

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  • So so, ich schulde Dir 20%? Schau halt hier:

    [Blockierte Grafik: https://ec.europa.eu/eurostat/statistics-explained/images/c/cd/Fig1_Median_eq_disp_income_and_magnitude_of_social_transfers%2C_2023_%28PPS_per_inhabitant%29.png]

    Deutschland ca. 24000 Schweiz ca. 29000:

    (100*29000/24000) - 100 = 20.8%

    Und mein Claim war: "Wenn wir aus disposable income gucken:" "liegt die Schweiz etwa 20% ueber Deutschland, nicht 50%..."

    Ob Du das als "Beweis" akzeptierst ist Deine Sache, aber das ist die Quelle an hand derer ich meine Aussage quantifiziert hatte und zu den 20% kam.

  • Du sprichst von Einkommen ich spreche von Lebenshaltungskosten. Du kannst die 20 % Einkommen und 51 % Lebenhaltungskosten nicht durcheinander schmeißen und argumentieren.

    Deine Zahl besagt, dass die Schweizer 20 % mehr verdienen. Die 51% besagt, dass die Lebenshaltungskosten über 51% der Deutschen liegen.


    Weiterhin geht es nicht um Zahlen von anderen zu akzeptieren, da es weder deine Prozentzahlen noch meine Prozentzahlen sind. Aber Egal, selbst wenn du mit „deinen“ 20 % argumentierst sind die Preise in der Schweiz im Verhältnis günstiger.

    Aber lassen wir die Diskussion sein.

    Over & Out

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  • Habt ihr euch Mal überlegt, das die Niederlande zu Ertüchtigen gegenüber Deutschland ein Witz ist.

    Die NL ist mehr als doppelt so dicht bevölkert, bei viel kleineren Landfläche. Somit benötigt man für die GF Versorgung nur ein Bruchteil von Infrastruktur erstellen. Was ja auch gerne verglichen wird, sind Länder wie Estland etc. mit 98% GF. Nur wenn man ein Land hat, mit 6 Mill. Einwohner und in den 90 Jahren keine sinnvolle Kommunikationsstruktur hat, ist es ein leichtes jetzt solche Werte zu erzielen. Und da die Investition schon lange durch sind, kann man jetzt billig sein.

    Außerdem kommt noch die Technik Abwehr der Deutschen dazu, somit wird man nie solch Durchsatz an Anschlüsse erreichen. Beispiel UKW zu DAB. Wobei ich aus technischen Gründen eher für UKW bin. Ist einfach die simplere und stabilere Technik in kritischen Situationen.

    Letztendlich ist der Preis nicht alles. Und das Herummeckern wegen 10 € mehr finde ich typisch Deutsch und bringt uns als Land nicht vorwärts.

    Sollen doch die Leute 10 € bei Lieferando sparen, tut der Volksgesundheit und den Krankenkassenbeiträgen sicher sehr gut.

    Einmal editiert, zuletzt von Phino (18. Januar 2025 um 22:12)

  • Du sprichst von Einkommen ich spreche von Lebenshaltungskosten. Du kannst die 20 % Einkommen und 51 % Lebenhaltungskosten nicht durcheinander schmeißen und argumentieren.

    Ja, weil ich die Kosten fuer Internet in Relation zum zu Verfuegung stehenden Geld fuer relevanter halte als im Vergleich z.B. zum Preis von Milch, oder Benzin...

    Weiterhin geht es nicht um Zahlen von anderen zu akzeptieren, da es weder deine Prozentzahlen noch meine Prozentzahlen sind. Aber Egal, selbst wenn du mit „deinen“ 20 % argumentierst sind die Preise in der Schweiz im Verhältnis günstiger.

    Mmmh ich korrigiere ich mal die Preise der Telekom um 20% nach oben... und die der SwissCom um 20% nach unten:

    Telekom:

    150/75: 44.95 EUR : 44.95 * 1.2 = 53.94 EUR

    300/150: 49.95 EUR: 49.95 * 1.2 = 59.94 EUR

    600/300: 59.95 EUR: 59.95 * 1.2 = 71.94 EUR

    1000/500: 69.95 EUR: 69.95 * 1.2 = 83.94 EUR

    SwissCom:

    100/100: 64.90 * 1,07 = 69.44 EUR: 69.44 * 0.8 = 55.552 EUR

    1000/1000: 79.90 * 1.07 = 85.49 EUR: 85.49 * 0.8 = 68.392 EUR

    10000/10000: 89.90 * 1.07 = 96.19 EUR:96.19* 0.8 = 76.952 EUR

    (XGS-PON mit FEC hat nut 8.66 Gbps Segmentkapazitaet)


    Beim kreuzweisen Vergleich (normale Preise in D mit 80% der Preise in CH und 120% Preise in D mit den normalen Preisen in CH) sehe ich immer noch nicht dass die Aussage:

    "Dennoch liegen die Kosten für die GF-Tarife in der Schweiz deutlich unter den deutschen Tarifen und bieten im Durchschnitt eine viel höhere Bandbreite, sowohl im Down- als auch im Upload."

    zu den Daten passt.

    Habt ihr euch Mal überlegt, das die Niederlande zu Ertüchtigen gegenüber Deutschland ein Witz ist.

    Ich habe da keine Zahlen zu, aber mein Bauchgefuehl ist da aehnlich, es gibt guenstigere und teurere Erschliessungssituationen, aber ich vermute mal Flaechenlaender wie Spanien und Frankreich sind in dieser Hinsicht aehnlich wie Deutschland (ausser der Art der Verlegung, Luftkabel sind halt guenstiger, insbesondere wenn es noch ein dichtes Netz an Masten gibt).

    Außerdem kommt noch die Technik Abwehr der Deutschen dazu, somit wird man nie solch Durchsatz an Anschlüsse erreichen. Beispiel UKW zu DAB. Wobei ich aus technischen Gründen eher für UKW bin. Ist einfach die simplere und stabilere Technik in kritischen Situationen.

    Naja, DSL wird abgeschaltet werden, alleine weil die Ersatzbeschaffung aktiver Komponenten unwirtschaftlich wird... das ist etwas anders als bei UKW/DAB. Aber bei der Technikreserviertheit in D stimme ich Dir zu, auch weil ich da teilweise selber zu gehoere... ;)

    Letztendlich ist der Preis nicht alles. Und das rummeckern wegen 10 € mehr finde ich typisch Deutsch und bringt uns als Land nicht vorwärts.

    Jein, als Endkunde will ich meine Kosten auch optimieren/minimieren: 10 EUR mehr fuer den gleichen Nutzen waere bei mir eine Preissteigerung von (100*45/35)-100 = 28.6%...

    Da ich in der Vergangenheit mit RF-Stoerungen bei DSL zu kaempfen hatte wuerde ich ernsthaft darueber nachdenken, aber ein Selbstlaeufer waere das auch fuer mich nicht (wobei mir klar ist, eine Umstieg zu FTTH ist alternativlos (es sei denn mann ist mit Starlink oder LTE/5G zufrieden) daher geht es letztlich nur darum den besten Wechselzeitpunkt zu finden). Aber bei mir ist FTTH weder ausgebaut noch angekuendigt, daher ist es leicht zu spekulieren, da ohne Konsequenzen ;)

    Einmal editiert, zuletzt von pufferueberlauf (18. Januar 2025 um 14:02) aus folgendem Grund: Rechtschreibung...

  • eine Umstieg zu FTTH ist alternativlos (es sei denn mann ist mit Starling oder LTE/5G zufrieden)

    Ich kann da nur aus eigener Erfahrung berichten: bricht der leitungsgebundene Internetaccess weg, z.B. weil ein Bagger durch das Kabel fährt oder die Behebung eines Schadens an der Stromzuführung eines PoPs länger dauert, als die Pufferakkus Strom liefern, dann verbinden sich alle mobile Devices nicht mehr in das heimische WLAN, sondern in die Mobilfunknetze. Dafür sind weder LTE-, noch 5G-Netze ausgelegt. Die Auswirkung ist klar: fast keine verfügbare Bandbreite für den Internetaccess über die Luftschnittstelle!

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  • Telekom 2.000 Mbit/s im Download und 1.000 Mbit/s im Upload für 139,95 Euro pro Monat :S

    Die teure Swisscom 10000/10000 für 89,90 pro Monat.

    Und die günstige Salt.ch 10000/10000 für 39,95 pro Monat.

  • Telekom 2.000 Mbit/s im Download und 1.000 Mbit/s im Upload für 139,95 Euro pro Monat :S

    Die teure Swisscom 10000/10000 für 89,90 pro Monat.

    Und die günstige Salt.ch 10000/10000 für 39,95 pro Monat.

    Schön, soll ich jetzt in die Schweiz auswandern? - Braucht wirklich jeder, der einen 10 Gigabit Tarif bucht diese Bandbreite wirklich. - Ja sicherlich wäre es schön, wenn man die Wahl dazu hätte, aber mit Glasfaser als solches wird auch in DE der Grundstein dafür gelegt.

    Ich selbst habe einen 300/150 Mbit Tarif, und wenn ich so auf meinen Traffic schaue, käme ich ab 23 Stunden und 58 Minuten pro Tag wohl auch mit 30 Mbit locker hin, weil ich einfach nicht mehr Traffic verbrauche.

    Und wer heute im Professionellen Umfeld Business Tarife buchen will, der kann das sicherelich auch jensetis der 1000 Mbit machen, sofern er FTTH am Anschlussort liegen hat. - Was das dann kostet - da bin ich raus, da ich die Business-Tarife nicht kenne. - Aber "günstig" wird es wohl nicht sein.

    Was soll diese Diskussion denn am Ende bringen? - Erstmalk muss Deutschland aus dem "Entwicklungsland-Status" rauswachsen, was schnelle Internetzugänge angeht. - Lassen wir uns überraschen, wo wir hier in 5 oder 10 Jahren stehen, sowohl was den Ausbau der FTTH Glasfaser angeht, als auch die buchbare Tarifstruiktur für Privatkunden. Die 1000 Mbit sind ja auch in DE keine "bauliche" Obergrenze, sondern eine "Kaufmännische".

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  • alex_k Du soll doch nicht umziehen. Und für ein paar Euro wird das auch keiner tun. Aber wie du schreibst: "muss Deutschland aus dem "Entwicklungsland-Status" rauswachsen". Meiner Meinung nach liegt hier das Problem. Ein Beispiel: trotz Subventionen finden sich nicht genug Interessenten, die einen "gesponserten" Glasfaser Anschluss haben wollen um einen wirtschaftlichen Ausbau durchführen zu können. Vielen haben mir als Antwort gegeben, da bezahle ich bei DSL ja weniger. Am Ende des Tages macht das Geld die Musik.

  • Telekom 2.000 Mbit/s im Download und 1.000 Mbit/s im Upload für 139,95 Euro pro Monat :S

    Die teure Swisscom 10000/10000 für 89,90 pro Monat.

    Und die günstige Salt.ch 10000/10000 für 39,95 pro Monat.

    Naja, wenn wir schon Rosinen picken und versuchen den Preis pro Bit/Sekunde zu minimieren:

    Init7 Fiber7 (777 CHF/Jahr, oder 64.75CHF/Monat) symmetrische 25/25 Gbps AON (ein kleiner Haken 222 CHF initiale SetUp-Gebuehr beim 25er Tarif, oder 77 CHF beim 10er)

    Preis pro Gbps:

    Deutschland:

    Telekom 2/1G: 139.95 / 2.0 = 69.98 EUR/Monat

    Greenfiber: 10/1G: 100.00/10.00 = 10.00 EUR/Monat (um mal einen Exoten mit ins Boot zu holen)

    Schweiz:

    SwissCom "10G": (89.90 * 1.07) / 8.660 = 11.11 EUR/Gbps

    Salt.ch "10G": (39.95 * 1.07) / 8.660 = 4.94 EUR/Gbps

    Init7: 25G: (64.75 * 1.07) / 25.0 = 2.77 EUR/Gbps


    So weit, so spassig und irrelevant ;)

  • alex_k Du soll doch nicht umziehen. Und für ein paar Euro wird das auch keiner tun. Aber wie du schreibst: "muss Deutschland aus dem "Entwicklungsland-Status" rauswachsen". Meiner Meinung nach liegt hier das Problem. Ein Beispiel: trotz Subventionen finden sich nicht genug Interessenten, die einen "gesponserten" Glasfaser Anschluss haben wollen um einen wirtschaftlichen Ausbau durchführen zu können. Vielen haben mir als Antwort gegeben, da bezahle ich bei DSL ja weniger. Am Ende des Tages macht das Geld die Musik.

    Und gäbe es endlich mal ein fixes "DSL Abschaltdatum" in DE, dann wäre die Pick-Up Rate für FTTH Anschlüsse vielleicht auch höher. - Aber da traut sich ja keiner ran. - Das soll alleine der Markt richten.

    Ich bin sicher, gäbe es beispiuelsweise das Datum für Abschaltung des letzten DSL Anschlusses zum 31.12.2034, dann würden auch heute schon mehr Leute auf Glas umsteigen.

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  • Erm, DSL abzuschalten bevor der FTTH Ausbau lokal durch ist sollte eigentlich jeder als "dumme Idee" erkennen. Das heisst aber fuer die Ankuendigung eines fixen DSL Abschaltdatums muesste mann belastbar vorhersagen koennen wann die einzelnen DSLAM Bereich mit FTTH ueberbaut sein werden. Von einer solchen Vorhersagbarkeit sind wir IMHO noch weit entfernt. Und ein Datum anzukuendigen, nur um es dann verschieben zu muessen weil der FTTTH Ausbau noch nicht durch ist ist IMHO unprofessionell und veraergert mehr als erst dann Ankuendigungen zu machen, wenn mann ausreichend sicher ist..

  • Die Diskussion um das tatsächliche Lebenshaltungsniveau in der Schweiz als Nebenschauplatz hin oder her...

    Letztendlich kann man trotzdem sagen, dass die deutschen Glasfasertarife und teils auch die DSL-Tarife/ Mobilfunktarife seit Jahren grundsätzlich zu teuer sind im Vgl. zu vielen anderen westeuropäischen Ländern.

    Die staatlichen oder ehemals staatlichen Telekommunikationsunternehmen in diversen Ländern braucht man eh nicht als Beispiele heranziehen, egal ob in der Schweiz oder in Deutschland.

    Die deutsche Telekom hatte bis zur Erneuerung der Tarifinfrastruktur im Sommer 2024 insgesamt eines der bescheidensten Leistungspakete für Glasfaser im deutschlandweiten Vergleich... .


    Das Problem ist einfach, dass man hierzulande brauchbare Angebote von einigen kleineren Glasfaseranbietern (s. vorangegangene Seiten) nur regional erhält.

    Die meisten GF-Nutzer schlagen sich seit Jahren allerdings mit preislich wenig attraktiven Regionalanbietern herum (z.B. Deutsche Glasfaser, etc.), auf deren Netzen kein oder kein wirklicher Wettbewerb stattfindet, da sich kein weiterer Anbieter einbuchen darf oder einbuchen möchte.

    Einmal editiert, zuletzt von sentry0815 (18. Januar 2025 um 19:01)

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  • Die Preisunterschiede minimieren sich aber bei 250/50.
    Außerdem eine Investition in die Zukunft.

    Sehe ich auch so. - Ich bin da gerne "abgesichert", und da meine ersten 24 Monate schon rum sind, kann ich mit einer Frist von 1 Monat den Abienter und / oder Tarif wechseln. - Auch nach "unten".

    Ich finde es gut, dass ich aktuell zum 01.03. 1000 Mbit haben könnte, wenn ich wollte.

    Und wer jetzt sagt "meine Bandbreite reicht mir bis in alle Ewigkeit", den sei gesagt, ich habe auch 2003 mit DSL Light, also 0,384 Mbit angefangen. - Mit der Bandbreite würde ich heute keinen Blumentopf mehr gewinnen. - Und nein, ich weiss auch nicht, welche Bandbreite ich in 5 oder 10 Jahren brauche....

  • Ich denke einfach nach persönlichem Bauchgefühl, wenn wir in Deutschland bei folgenden Tarifkosten jemals angelangt sein sollten, dürfte die Akzeptanz höher sein.

    Mindestens 2:1 Verhältnis Download: Upload inkl. Festnetzflat:

    Basis: 300/150 Mbit für ca. 30 Euro

    Standard: 500 (600) /250 (300) Mbit für ca. 40 Euro

    Premium: 1000/ 500 Mbit für ca. 50 Euro