Tarife für Glasfaseranschluss

  • Hallo Zusammen, ich habe mir mal die Mühe gemacht Preise für Glasfaseranschlüsse in Deutschland zu vergleich. Dabei bin ich zu der Erkenntnis geraden, dass diese über durchschnittlich zu hoch liegen. Gibt es in Deutschland vergleichbare Angebote wie bei unseren Nachbar in Holland? Der günstigste Anbieter bei 1000MB/sek wohlgemerkt in beide Richtungen liegt bei 47,50€/Monat für Internet+Telefon Festnetz wobei man für die ersten 6 Monate noch mal einen Rabatt von 17,50€/Monat bekommt.


    https://www.prijsvergelijken.nl/de_DE/internet-vergelijken/?order=monthly_costs&network_category-2PCALL=true&network_speed-min=1000&network_speed-max=2000

  • Also Du hast eine Auswertung für Deutschland gemacht, hast einen Preisvergleich für Holland gefunden, und fragst uns jetzt nach Daten für Deutschland (die Du in Schritt 1 doch bereits selbst erhoben hast)?

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  • Ja gibt es sind aber rar Gesäht.

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    Diese sind zumindest im vergleich zu den Niederlanden schon nicht schlecht.

  • Die beiden Tarife für 39,99 & 30,00 € / Monat für 1.000 Mbit/s sind doch super. Bei DG sind da schon 89,99 € / Monat fällig.

    Die Frage ist: Warum sind solche Tarife so rar gesät?

  • Wird ja Niemand gezwungen, sich Glasfaser legen zu lassen. - Mir ist ein stabiler 300/150 Mbit Tarif 50 EUR im Monat wert. - Mit Kupfer würde ich nur 100 Mbit bekommen.

    Und wenn der Preis in 10 Jahren um 5 EUR im Monat hoch geht, werde ich das wohl auch überleben.

    Aber wartum man Preise in Deutschland mit Preisen im Ausland vergleicht, kann der Vergleich auch hinken.

    Ist die Verlegequalität im Ausland so hoch wie bei uns, oder liegen im Ausland vielleicht auch mal Leituingen oberirdisch?

    Sonst vergleich´ doch gleich mal die Kosten mit Südafrika, oder Pakistan. - Da könnte es auch noch große Unterschiede geben. :)

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  • Richtig, es wir niemand zu irgendwas gezwungen. Die Preise in meinen Post sind Preise von deutschen Provider und nicht im Ausland. In meiner Frage geht es um den unterschied in Deutschland und nicht zu Provider im Ausland.

    Manchmal hilft es, wenn man ließt :)

  • Richtig, es wir niemand zu irgendwas gezwungen. Die Preise in meinen Post sind Preise von deutschen Provider und nicht im Ausland. In meiner Frage geht es um den unterschied in Deutschland und nicht zu Provider im Ausland.

    Manchmal hilft es, wenn man ließt :)

    Und dann ist alles immernoch eine Frage der Kalkulation. - Von Glasfaserfirmen die in finanzielle Schieflage geraten sind, hast Du vielleicht auch schon einmal gehört. - Was nutzt der billigste Preis für den Endkunden, wenn im Hintergrund nur wenig Kapital da ist?

  • Hat es bestimmt schon alles gegeben und Pleiten gibt es nur nicht bei den Glasfaser Provider. Auf die schnelle habe ich 2 Firmen gefunden die in die Insolvenz gegangen sind:

    Soli Infratechnik GmbH
    Glasfaser Direkt

    bei denen hat es aber nicht an den Endkundenpreise gelegen, dass die Pleite gegangen sind.

    Schau dir doch bitte mal die Bilanz von GlobalConnect an, dann siehst du, dass die Gewinn machen und das obwohl sie ausbauen. fiberone gehört zu einer OHG da sind die Bilanzen nicht für jeden einzusehen. Die NYNEX satellite OHG gibt es jetzt seit 2000 und das Scoring ist auch gut, Overall risk estimation: Very low. Das ist das Beste an Bewertung.
    Beide Firmen sind solvent, kalkulieren können die auch und haben super günstige Preise in Deutschland.

    Vielleicht kannst du mal ein paar geprüfte Beispiele von Pleiten, Pech und Pannen beitragen, die an den Einkundenpreise gelegen haben.

    Over & Out

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  • Nun ja, die Erkenntnis ist nicht neu, dass die Preise in Deutschland für GF-Tarife durch die Bank weg schlichtweg viel zu hoch sind im Vgl. zu vielen anderen westeuropäischen Ländern.

    Machen kann man da wenig, außer auswandern oder hoffen ,dass es hier einmal vernünftige Angebote irgendwann gibt. ^^

  • Nicht, das ich nicht auch gerne weniger bezahlen würde, gebe ich aber gerne zu Bedenken, das wir für die deutsche Preisgestaltung im Vergleich mit europäischen Nachbarn folgendes Bedenken müssen:

    - während in anderen europäischen Ländern Glasfaserstrecken inkl. Hausanbindung überirdisch an Masten erfolgt, wird in Deutschland (fast) überall der Tiefbau bemüht, was deutlich teurer ist

    - unsere Regulierungs- und Genehmigungsflut kostet ebenfalls Zeit und Geld, was natürlich eingepreist wird

  • Naja, Tiefbau ist sicherlich teuer.

    Allerdings muss man auch bedenken, dass z.B. in der Schweiz ebenfalls mit Tiefbau gearbeitet wird. Das Land ist zudem:

    • ein Hochlohnland
    • mit allgemein doppelt so hohen Lebenshaltungskosten wie in Deutschland.

    Dennoch liegen die Kosten für die GF-Tarife in der Schweiz deutlich unter den deutschen Tarifen und bieten im Durchschnitt eine viel höhere Bandbreite, sowohl im Down- als auch im Upload.

    Daran sieht man schon, dass etwas im Argen liegt ...X/;)

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  • Das ist halt Marktwirtschaft... die Preise fuer (lokal zu erbringende) Dienstleistungen sind zwischen verschiedenen Maerkten unkorreliert... Aber wenn mann SwissCom und Telekom vergleicht (Regelpreis/Monat):

    Telekom:

    150/75: 44.95 EUR

    300/150: 49.95 EUR

    600/300: 59.95 EUR

    1000/500: 69.95 EUR

    SwissCom:

    100/100: 64.90 * 1,07 = 69.44 EUR

    1000/1000: 79.90 * 1.07 = 85.49 EUR

    10000/10000: 89.90 * 1.07 = 96.19 EUR (XGS-PON mit FEC hat nut 8.66 Gbps Segmentkapazitaet)

    Weiss ich nicht wo Du da einen massiven Preis-Vorteil fuer die Schweiz siehst? Es sei denn, Du schaust nur auf den Preis pro Bit/Sekunde beim 10G Tarif der SwissCom.


    Ich will nicht sagen, dass es im europaeischen Ausland nicht guenstigere Tarife gibt als bei uns, aber mann sollte sich schon die Muehe machen vor dem Posten die aktuellen Zahlen zu recherchieren...

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  • In Bern, der Provider Teleking hat die folgenden Preise:
    KingNet 20 Mbit/s CHF 28.–/Mt.
    KingNet 100 Mbit/s CHF 38.–/Mt.
    KingNet 200 Mbit/s CHF 43.–/Mt.
    KingNet 1000 Mbit/s CHF 48.–/Mt.

    Die 1000 MBits/s für CHF 48 sind doch annehmbar. Nicht zu vergessen, dass in der Schweiz die Einkommen und Preise bei weiten über dem der Deutschen liegen. Laut statischem Bundesamt: „Demnach war die Lebenshaltung im Juli 2021 in der Schweiz am teuersten. Das Preisniveau lag dort um mehr als die Hälfte (+51 %) höher als in Deutschland.“

    Für die Teleking 1000 MBits wären das ca. 35 €. Die 1000er von der Swisscom wären ca. 63 €. Wenn man das im Verhältnis stellt, das sieht das doch günstiger aus als in Deutschland. Ist das genug Recherche?

    Aber davon abgesehen gibt es ja Provider in Deutschland wie GlobalConnect und fiberone die für 40 € oder 30 € / Monat 1000 MBits anbieten.

  • Zitat

    Weiss ich nicht wo Du da einen massiven Preis-Vorteil fuer die Schweiz siehst? Es sei denn, Du schaust nur auf den Preis pro Bit/Sekunde beim 10G Tarif der SwissCom.

    Wie es schon in folgenden Kommentaren angemerkt wurde.

    Deine genannten Preise müssten halbiert werden um sie auf Deutschland zu übertragen, da quasi alle Berufsgruppen in der Schweiz auch das Doppelte verdienen und eben die Alltagskosten doppelt so hoch sind für Waren und Dienstleistungen.

    Wenn man dann noch die weiteren Preise von Salt und Co mit deren Leistungspaketen einbezieht, sieht man tatsächlich wie völlig überteuert deutsche Provider Glasfasertarife anbieten. ;)

  • iMmmh, das ist jetzt keine super-gruendliche Recherche... bzw. Du bestaetigst lediglich Dein vorgefasstes Urteil.

    Das Preisniveau lag dort um mehr als die Hälfte (+51 %) höher als in Deutschland.“

    Das ist eine Aussage ueber einen MIttelwert, das sagst jetzt nicht aus ob Internet in der Schweiz vergleichsweise teuer oder billig ist... das als Korrekturfaktor zu verwenden ist, IMHO mutig...

    Wenn wir aus disposable income gucken:

    Living conditions in Europe - income distribution and income inequality - Statistics Explained

    liegt die Schweiz etwa 20% ueber Deutschland, nicht 50%...


    Wenn Du mich fragst ist das Preisniveau fuer Internetzugang in der Schweiz ziemlich aehnlich zu Deutschland, von 30 bis 90 EUR mit Staffelung nach Kapazitaet, mit guestigeren und teureren Anbietern... wenn mann sich nicht Sonderlocken aussucht...

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  • Deine genannten Preise müssten halbiert werden um sie auf Deutschland zu übertragen, da quasi alle Berufsgruppen in der Schweiz auch das Doppelte verdienen und eben die Alltagskosten doppelt so hoch sind für Waren und Dienstleistungen.

    Das ist Gruetze... schau auf den Link zum disposable income, da liegt die Schweiz etwa 20-25% ueber Deutschland, nicht 100%. Ihr rechnet Euch da etwas zusammen...

  • Also, ich war selbst "Wochenaufenthalter" in der Schweiz vor vielen Jahren und kann da schon mitreden.

    Mein Lohn war tatsächlich doppelt so hoch wie im vergleichbaren Berufsfeld in Deutschland. Selbst bei Aldi Suisse und Denner (Discounter ) zahlte man annähernd das Doppelte für viele Waren und Grundnahrungsmittel.

    In Zürich (Agglomeration , nicht Kernstadt !) bekam man selbst damals kaum eine brauchbare Zweizimmerwohnung für deutlich unter 2800 CHF monatlich. ;)