Langer Weg zwischen ONT und Fritzbox 7590

  • Liebe Forumsmitglieder!

    Gestern wurde bei mir mein ONT installiert. Obwohl ich schon zig mal mit 1&1 telefoniert habe, haben sie meine Frage nicht beantworten können. Nun stehe ich da:

    Meine VDSL-Anschluß, an den mein FB 7590 angeschlossen ist (mit NAS, TimeMachine, Drucker) ist in meinem Home Office. Meine Wohnung ist sehr lang (Berliner Seitenflügel, 18 Meter) und der VDSL-Anschluß ist an einem Ende der Wohnung. Mein ONT wurde aber 3 Meter hinter der Eingangstür an die Wand geschraubt am anderen Ende der Wohnung. Der Flur ist sehr schmal, da kann ich keinen Drucker aufstellen, und es gibt erst recht nur eine Steckdose. Der Techniker meinte, einfach Verlängerungsschnur kaufen, aber dazu musste ich Löcher in zwei tragende Wände bohren durch zwei fest eingebaute Wandschränke.
    Gibt es eine Möglichkeit, ein einfaches Modem hinter dieser Dose von 1&1 zu hängen, und dann mein 7590 einfach im Mesh dahinter zu tun? Wenn ja, was empfiehlt Ihr? Wenn nicht, kann ich irgendwas tun ausser mein Hausflur komplett umbauen mit Mehrfachsteckdosen und Aufstellfläche und mich irgendwie immer durchquetschen?
    Danke für alle Ideen!
    Edit: Montag wird umgestellt von VDSL auf Glasfaser, es pressiert also!

  • Nein, der ONT ist das Modem. Hier muss der Router, zum Beispiel die 7590, angeschlossen werden.

    Es gibt aber günstig gebrauchte Fritz!Boxen, die du als IP-Client ins Heimnetz einbinden kannst. Vielleicht hilft das.

    Edit: Warum hat 1&1 deinen ONT an der Wand befestigt? Kann es sein, dass du noch gar keinen ONT (Sercomm Glasfaser Netzanschlussgrät/Genexis Glasfasermodem) hast, sondern nur die Gf-TA? Dann wird das mit der Umstellung am Montag etwas eng.

  • Ich habe von 1&1 einen "Fibertwist"-Dose geschickt bekommen, installiert wurde eine Dose, das ich dachte, wäre das ONT. Fibertwist wird mit einer grünen schmalen Fiber-Kabel an dieser Dose an der Wand angeschlossen und dann mit einer CAT 6-Kabel an den FB 7590 Modem angeschlossen. Ich habe gerade gegraben in meinem Stapel an *hüst* *hüst* alten Kram (schmeiße nie was weg!) und fand noch eine FB 7390 (ohne WAN Büchse). Laut https://avm.de/service/wissen…erstutzen-Mesh/ kann ich das nicht als Mesh-Master nutzen, aber ich könnte meinen 7590 an den Fibertwist anschliessen und dann die 7390 mit mein Geräte-Zoo anschließen und als Mesh-Repeater nutzen. Vielleicht ist das eine Lösung.

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  • Mesh-Funktionalität und WAN-Buchse haben nichts miteinander zu tun.

    Die 7390 ist zu alt, aber vielleicht hat noch jemand in deiner Umgebung eine 7430/7362 SL/7560/7490 oder so rumliegen. Für diese Geräte sind 0-10€ ein fairer Preis.

  • Wuerde mir ein ausreichend langes Cat6 Flachbandkabel holen (farblich der Wnad angepasst also z.B. weiss) und die Strecke von ONT zu Router so ueberbruecken, Flachbandkabel passt oft noch mit durch wohnungsinterne Tueren, im Zweifel auf dem Boden direkt an der Tuerzarge. Ist nicht super-schoen, aber mit vorkonfektionierten Kabel schnell erledigt, mit ein paar Schellen ist das schell an oder nahe der Fussleiste fixiert und zumindest ich kann das gut ignorieren.

  • Wenn du kein Kabel verlegen kannst oder willst, wäre das AVM-Mesh eine Lösung.

    Das hängt natürlich von der Qualität auf die Distanz ab.

    Master/WAN dann im Flur und eine andere FB/Repeater im Büro.

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  • Du kennst sicher die WLAN-Reichweite deiner 7590. Ich würde sie im selben Raum wie den ONT anschließen und in dein Büro eine AP setzen an dem dann per Switch die Geräte anschließt.
    Ich würde mindestens eine FRITZ!Repeater 3000 AX nehmen. Der ist aufgrund von 3 Funknetze sehr performant im Bereich Mesh-Netz.

  • Oder halt PLC/Powerline Adapter verwenden... zumindest fuer niedrige Kapazitaeten sind die sehr komfortabel. Die haben zu recht einen schlechten Ruf, weil die DSL Verbindungen empfindlich stoeren koennen, aber bei einem FTTH Anschluss wie Deinem ist das irrelevant :)

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  • Und was sagen dann die Nachbarn dazu, deren DSL-Anschluß in die Knie geht?

    Das ist erst mal das Problem der Nachbarn ;) ... i.d.R. stoert das wenn der Stoerer im selben Haus ist, und da duerfte dann auch FTTH angeboten werden... Wer freiwillig bei stoerungsanfaelligem DSL bleibt obwohl FTTH zu Verfuegung steht muss vielleicht mit etwas weniger Nachsicht rechnen, als Nutzer in reinen DSL Gegenden ohne Alternativen. Das ist jetzt etwas harsch, aber DSL wir eh abgeschaltet werden, da ist ein Wechsel letztlich kaum vermeidbar.

  • Gibt es eine Möglichkeit, ein einfaches Modem hinter dieser Dose von 1&1 zu hängen, und dann mein 7590 einfach im Mesh dahinter zu tun? Wenn ja, was empfiehlt Ihr? Wenn nicht, kann ich irgendwas tun ausser mein Hausflur komplett umbauen mit Mehrfachsteckdosen und Aufstellfläche und mich irgendwie immer durchquetschen?
    Danke für alle Ideen!
    Edit: Montag wird umgestellt von VDSL auf Glasfaser, es pressiert also!

    In Berlin wird meistens von der Telekom gebaut und 1&1 nutzt es.
    Da gibt es verschiedene Varianten. Was hast du bei 1&1 bestellt?
    Es erscheint ungewöhnlich, dass VDSL abgeschaltet wird, wenn du einen GF-Anschluss bekommst. Selbst beim selben Anbieter läuft DSL noch einige Zeit weiter. War jedenfalls bei uns, Berlin-Tiergarten, noch 2 Monate danach aktiv (Telekom zu Telekom).

    Einmal editiert, zuletzt von Phino (19. Oktober 2024 um 21:25)

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  • Das ist jetzt etwas harsch, aber DSL wir eh abgeschaltet werden, da ist ein Wechsel letztlich kaum vermeidbar.

    Trotzdem ist der Anspruch auf störungsfreien Betrieb gegeben. Denn es gibt keinen gesetzlichen Zwang auf GF zu wechseln. Auch wenn ich selber das tun würde. Wenn die Telekom als CuDA Eigentümer nicht die GNV/GEE durchsetzen will, wird es schwierig.

  • Ja, aber warum soll die OP aus vorauseilender Freundlichkeit die Option PLC ignorieren nur weil eventuell Nachbarn gestoert werden koennten, die wohl alle stoerungsunempfindliche Alternativen zu DSL haetten?

    Sowohl DSL als auch PLC sind nur Zweitnutzer der Frequenzbaender und solange sie die jeweiligen Abstrahlungesgrenzen einhalten ist es erstmal das private Problem von DSL gestoert zu werden. Erst wenn die PLC Adapter die Grenzwerte ueberschreiten kann der DSL Nutzer deren Stillegung erzwingen lassenm wenn ich mich recht entsinne.


    ABER ich wuerde so oder so das Cat6 Flachbandkabel versuchen, weil das die technische beste Loesung ist, besser als PLC aber auch besser als Mesh (Mesh, macht vielleicht Sinn wenn es um Abdeckung geht, aber auch dann wuerde ich immer versuchen die APs per Ethernet anzuschliessen).

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  • Ja, aber ganz im Ernst, PLC stoert dann wenn Kupferdoppelader udnd Stromleitungen mit PLC SIgnal ueber laengere Strecken parallel verlaufen und das ist eigentlich nur innerhalb eines Hauses der Fall... Und ich vermute stark die anderen WEs im Haus der OP koennten auch FTTH buchen. Aber ich bin schon still, PLC ist, da stimme ich Euch zu, keine ideale Loesung daher werde ich da keine (weitere) Lanze fuer brechen...

    Einmal editiert, zuletzt von pufferueberlauf (19. Oktober 2024 um 22:37)

  • Ja, aber ganz im Ernst, PLC stoert dann wenn Kupferdoppelader udnd Stromleitungen mit PLC SIgnal ueber laengere Strecken parallel verlaufen und das ist eigentlich nur innerhalb eines Hauses der Fall... Und ich vermute stark die anderen WEs im Haus der OP koennten auch FTTH buchen. Aber ich bin schin still, PLC ist, da stimme ich Euch zu keine ideale Loesung daher werde ich da keine (weitere) Lanze fuer brechen...

    JA, aber es stört aber auch, wenn es an derselben Phase hängt. Er sprach von Altberliner Wohnung. Ich habe da Erfahrungen, die sind nicht immer prickeln, wenn nicht gerade in den letzten Jahren eine Komplettsanierung gab. ;)

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  • Meine VDSL-Anschluß, an den mein FB 7590 angeschlossen ist (mit NAS, TimeMachine, Drucker) ist in meinem Home Office.

    Deine Geräte, die eine guten Durchsatz benötigen, verbleiben ja vermutlich in deinem Büro. Die würden ja an einem Switch hängen. Die Frage ist halt, ob des Performanz des WLAN-Mesh bis im Büro zum Internet reicht. In den Räumen dazwischen wird sie immer besser werden.
    Aber ein LAN-Kabel bleibt mit großem Abstand die beste Lösung. Und bei der "geringe" Entfernung und 1 GB/s reichen auch sehr dünne/flache Kabel.
    Oder sogar eine interne GF-Verkabelung mit Medienwandler. Die Leitungen gibt es mit 1,2 mm. ;)

    PS: Berliner Wohnung mit 16 m Länge hört sich nach Vorderhaus bis in den Seitenflügel an. Wenn es so wäre, könnte WLAN-Mesh gut über den Hof gute Performanz bringen. Man muss die WLAN-Sender dicht ans Fenster bringen.