Da würde mich mal die Einschätzung einer Fachanwältin auf dem Gebiet interessieren. Die liest hier vermutlich nicht mit. ![]()
Telekom überbaut lieber als vorhandene Infrastruktur zu nutzen (Open Access)
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Du hast recht, ich habe meinen Post editiert um klar zu machen, dass es sich um eine Laienmeinung handelt...
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IMHO ist das Hauptproblem hier, dass das Zugangsnetz eher Infrastruktur ist und der freie Markt ist auch wieder IMHO notorisch schlecht in Infrastruktur. Der Grund ist mEn, dass bei Infrastruktur volks- und betriebswirtschaftliche Ziele diamtral gegensaetzlich sind (die Allgemeinheit will viele Anbieter mit gleichen Chancen die auf der Infrastruktur mit einander im Wettbewerb stehen, ausbauende ISPs wollen genau das verhindern und bestenfalls Reseller nach eigenen Gnaden zulassen).
Solange unser Ziel ist das Zugangsnetz ptivatwirtschaftlich finanziert bauen zu lassen wird es IMHO zu Optimierung nach BWL Kriterien kommen. Aber ich sehe keinen Hunger bei der Politik das zu aendern. (Was ich auf Grund der aktuellen Lage auch voll verstehe).
Was heißt "Optimierung nach BWL Kriterien" denn konkret?
Ich habe die Befürchtung das eine solche Optimierung nicht ausreicht
wie weit ist eigentlich der Ausbau gesamt? Es heißt ja "Ende 2025: Mindestens 50 % der Haushalte und Unternehmen" und "Ende 2030: Vollständiger flächendeckender Ausbau von Glasfaser bis in die Gebäude und der neueste Mobilfunkstandard dort, wo Menschen leben, arbeiten oder unterwegs sind. "
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Nach BWL Kriterien heisst u.a.:
PtMP statt PtP Netzstruktur. Individuelle Fasern die man gar nicht verlegt, kann man ,auch unter Zwlang nicht, an Mitbewerber vermieten. Zusaetzlich ist PtMP 10-20% guenstiger als PtP.
Der VWL Vorteil von PtP ist das es staerkeren Wettbewerb ermoeglicht, was halt weniger im Interesse ausbauender ISPs ist, zumindest wenn diese selber Endkunden versorgen duerfen.
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2025 haben wir "50%" erreicht, d,h. homes passed (Leerrohr am Grundstueck), bis 2030 werden wir weder 100% homes passed oder gar homes connected erreichen, das ist eigentlich allen Beteiligten klar...
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Individuelle Fasern die man gar nicht verlegt
ähm, das verstehe ich jetzt nicht.. Welche individuellen Fasern hat man gar nicht verlegt?
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Die für PtP nötig wären.
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PtP: Point-to-Point: eine (oder mehr) Fasern von jedem Anschluss in eine Betirebsstelle. In dieser Betriebsstelle kann man dann diese individuellen Fasern zwisxhen verschiedenen ISPs rangieren, d.h. es besteht to Option zu jedem Anschluss eine einzelne Leitung, unabhaengig von allen anderen Anschluessen zu nutzen:
PtMP: Point-to-MultiPoint: Fasern von jedem Anschluss zu passiven Splittern/Kopplern, bis zum ersten Splitter ist das auch PtP, aber der erste Splitter ist oft schon im Keller von MFHs oder in irgendwelchen Glasfaser-Netzverteilern im Feld. Hier kann amn die Fasern nur am ersten Splitter entbuendeln, und Mitbewerber muessten eigene Erschluessungsfasern zu allen Splittern mit interessierten Kunden verlegen, bis auf Ausnahmen in extrem dicht besiedelten Gebieten, ist das ziemlich unrentabel fuer Mitbewerber, da ist es attraktiver teureren Bitstromzugang vom Technikbetreiber zu mieten.
ISP die wie die Telekom den ersten Splitter nahe am Kunden und weit von der Betriebsstelle aufbauen verlegen also keine individuellen Fasern die vermietet werden muessten.
Wobei man ein PtP Netz auch mit PtMP Technik betreiben kann, so baute die DG bzw. klange in PtP Form aus und fing irgendwann an, in den Betriebsstellen/POPs Splitter zu verbauen um in Anschaffung und Betrieb etwas guenstigere PON Technik nutzen zu koennen. Da kann man theoretisch einzelne Fasern entbuendeln. IMHO haetten wir per Regulation diese Netzstruktur vorschreiben sollen, aber das sagt sich leicht, wenn man gar nicht genau weiss wie so etwas regulatorisch festgezurrt werden muesste.
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Die für PtP nötig wären.
Ahh verstehe und die nachverlegen kann man nicht?
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Ahh verstehe und die nachverlegen kann man nicht?
Schon, jedoch ist der Tiefbau die teuerste Maßnahme am Glasfaserausbau. Von daher wird diese Art der Nacherschließung aus betriebswirtschaftlichen Gründen sicher nicht geschehen.
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Ahh verstehe und die nachverlegen kann man nicht?
Klar kann man das. Fragt sich nur, mit welchem Aufwand und zu welchen Kosten. Der größte Kostenfaktor sind wohl die Tiefbaukosten die aber dann wieder anfallen. also eher nicht auf der Optionsliste. Das Bauprinzip PtP der Deutschen Glasfaser ist/war da schon ziemlich optimal.
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Wozu Tiefbau? Die Straßenverteiler agieren dann ja nur als großes Patchpanel. Ist halt die Frage, ob ausreichend weiterführende Fasern anliegen.
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Ist halt die Frage, ob ausreichend weiterführende Fasern anliegen.
Tun sie nicht, da gibt es ein paar Reservefasern, aber weniger als Endkundenanschluesse, sonst riskiert man wieder Darkfiber vermieten zu muessen und hat sich den Quatsch mit Splittern im Feld angetan...
P.S.: Das ist natuerlich Spekulation meinerseits, ich habe keine belastbare Informationen, wie viele Fasern zu den Splittern gefuehrt werden und ob die Rohrwege zu den Splittern ausreichen dimensioniert sind um einen PtP Umbau zu ermoeglichen.
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2025 haben wir "50%" erreicht, d,h. homes passed (Leerrohr am Grundstueck), bis 2030 werden wir weder 100% homes passed oder gar homes connected erreichen, das ist eigentlich allen Beteiligten klar...
Richtig, das predige ich ja schon lange. Die Frage ist, ob es jemanden davon abhält, die Kupferabschaltung voranzutreiben. In Deutschland sollen ja auch Kraftwerke abgeschaltet werden, ohne zu wissen, wie man sie ersetzen kann.
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AON ist nicht nur ein bisschen teurer als GPON, sondern erheblich teurer! Die Hauptkostentreiber sind der Platzbedarf und die Energiekosten des Providerequipments. Am besten schneidet XGS-Pon ab. (Siehe z.B. https://www.optisis.at/Portals/2/Doku…p=1716552657214)
Zum Thema (späterer) Umbau eines Netzes von GPON zu AON: Wenn der Netzbetreiber nicht ganz auf den Kopf gefallen ist, hat er jetzt schon daran gedacht! Bei uns hat Glasfaser Nordwest die Rohrbündel für die Verbindung der Verteiler mit 7x12/8 ausgeführt. Und es führt nicht nur ein Microrohr zu jedem Verteiler. Einblaskabel von Corning mit 144 Adern benötigen z.B. nur 6 mm Microrohr. Bei max. 100 Anschlüssen je Standard-NVT also mehr als ausreichend. Also wird, falls die Welt unbedingt 10Gbit PTP benötigt, einfach Microrohr nachgeblasen und der Verteiler umgebaut. Die Hauptstrecke in die nächste "Vermittlung" muß natürlich auch aufgepumpt werden.
Zum Thema Bandbreite / Überbuchung: Bei PTP wird die Stelle, an der die Überbuchung greift, einfach weiter Richtung Vermittlung geschoben. Glaubt mal nicht, dass ein Konzentratorswitch mit 288 x 1GBit oder 288 x 10Gbit 100 % Uplink bekommt! Evtl. 1x 10 resp. 1 x 100 ist da angesagt.
Die Glasfaser-Fritzboxen zeigen ja sehr schön die Auslastung eines Gpon-Segments im Stundenmittel. Bei mir ist das Segment mit 32 Anschlüssen voll belegt und es kommt vielleicht 10 mal im Jahr vor, dass die Segmentauslastung im Downlink die 200 MBit/s ankrazt. 95% der Werte liegen unter 100 MBit/s. Selbst ein CL-Termin mit heiß laufenden 4K Streams ist nur zu erahnen. Beim Uplink sieht das noch besser aus!
Gibt es hier wirklich Leute, die im GPON schon jemals ausgebremst wurden???
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Wenn man auf die ernsthaften Beitraege zur Kupfer-Glas-Migration guckt und die PR-Meldungen einzelner ISPs und Verbaende ignoriert, sieht man, es wird um relativ kleinteilige Abschaltungen gehen in Gebieten in denen die Vorbedingungen efuellt sind. Realistisch wird es einen finalen Abschalttermin erst in ferner Zukunft geben (ca. 2040 mag realistisch sein) und ich vermute angkuendigt wird das auch erst wenn klar ist dass so ein Termin auch realistisch wird eingehalten werden koennen...
Was die Kraftwerksabschaltungen angeht die Du anreisst, die letzten AKW lieferten zusammen nur 6% des Stroms und sind laengst durch EE Kapazitaeten ausgeglichen. Diese AKW weiter zu betreiben waere zwar schoene Symbolpolitik gewesen (fuer den Teil def Waehlerschaft, der die Versprechen von Fissionsenergie akzeptiert hat), haette aber keinen nennenswerten Beitrag zur Energgiesicherheit geleistet. Insbesondere wenn man sich klar macht, dass diese AKW alle ueberfaellig fuer Sicherheitspruefungen und Nachruestungen gewesen waeren auf die man wegen der geplanten Abschaltung verzichtet haette...
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AON ist nicht nur ein bisschen teurer als GPON, sondern erheblich teurer!
Das ist PR Propaganda der Ausruester... eine Schaetzung fuer den Ausbau der bisher nicht eigenwirtschaftlich rentabel auszubauenden Anschlusse kommt auf 10% mehr Kosten fuer 1 Faser PtP.
Was Platz angeht, die Vermittlungsstellen der Telekom sund quasi alle fuer die PtP Kupferverkabelung und oft auch fuer analoge Vermittlungstechnik dimensioniert, die packen auch PtP Glasfaser...
Was Energiekosten angeht ja AON ist etwas stromhungriger fue den iSP als PON, aber immer noch weit unter dem Strombedarf von DSL und DOCSIS, und laut einer Studie der Hochschule Mittelhessen von K. Obermann gibt es sogar bedingungen unter denen 1 Gbps AON stromsparender ist als GPON und XGSPON.
Ich bleibe dabei, ja AON ist in Bau und Betrieb etwas teurer als PON, aber erheblich ist das IMHO nicht. Nun ist es so, dass ich AON fuer ganz nett halte aber mein eigentlicher Wunsch ist eine PtP Netzstruktur, auf der ISPs gerne PONs beteiben sollen, wenn das der wirtschaftlichste Weg ist ihre Kunden zufriedenstellend zu versorgen.
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Ach ja, kingpin42 hat auch noch das Problem fuer nicht Telekom ISPs aufgebracht, dass PoP Standorte bei PtP problematischer sind, weil mehr groessere notwendig sind fuer die Gemeinden erst mal Platz finden muessen. Sicherlich eine Herausforderung... Wobei man natuerlich auch aktive Switche in MFGs verbauen kann (aber aktive Technik im Feld bringt dann wieder andere Probleme mit sich).
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Anscheinend sind ja dann wohl alle Netzwerkbetreiber mit dem Klammerbeutel gepudert, können nicht rechnen und fallen auf "Ausrüsterpropaganda" rein - Oder wieso entscheidet sich die Mehrheit der Netzbetreiber weltweit für PON (ob G oder X sei mal dahin gestellt) im Privatkundenumfeld?
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Gibt es hier wirklich Leute, die im GPON schon jemals ausgebremst wurden???
Ja schau dir die Tarif Struktur an, quasi jeder wird ausgebremst

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