Glasfaser mit Switchport und Patchpanel?

  • Hallo liebe Community,

    ich habe aktuell nur eine Telekom-DSL-Verbindung von 16Mbit, effektiv kommen dabei aber nur 11MBit bei mir an. Vor einiger Zeit wurde Glasfaser ins Haus verlegt, natürlich direkt am Eingang im Heizungsraum, wo auch die DSL-Leitung reinkommt. Dort kann ich die Fritzbox aber nicht hinstellen, weil der Raum so abgeschirmt ist, dass das Wlan gerade mal ein paar Meter weit geht, vom 1. Stock brauchen wir nicht zu reden. Also hat der Service von „Conrad Electronik“ damals folgende Lösung gefunden:
    Die DSL-Leitung geht in den „DIgitus Cat.6“-PatchPanel direkt zur Lan-Buchse ins Büro in den ersten Stock. Da steht die Fritzbox und die ist dann an diese Buchse angesteckt. Von da aus geht wieder ein Kabel zurück in die Buchse und wieder zurück in den Heizungsraum, wo durch den Netgear-Switchport die anderen Räume auch irgendwie verbunden sind. So wurde es mir damals halt erklärt, ich hab absolut keine Ahnung davon. :( Lange Vorworte, aber hoffentlich konnte man die Situation vor Ort verstehen.

    Neu ist nun also das Glasfaserkabel, das in ein ONT-Modem geht, von welchem ein Kabel (Cat7 lt Kundendienst) rausführt, das im Normalfall direkt in die Fritzbox kommt.

    Jetzt also die Frage: Kann ich jetzt einfach das Kabel aus dem Glasfasermodem in das Switchpanel an die Stelle stecken, wo momentan noch das DSL-Kabel steckt, und hab dann im Büro an der Fritzbox (die passt für Glasfaser) das „neue“ Internet? Und im Idealfall in den anderen Räumen auch funktionierende Lan-Buchsen?
    Wichtig wäre mir nur, dass die Fritzbox im ersten Stock bleibt, damit WLAN abgedeckt ist.

    Hoffentlich versteht man mich :)
    Ich hoffe auf positive Antworten!
    Vielen Dank schon mal, wenn ihr den langen Text gelesen habt!

  • Die DSL-Leitung geht in den „DIgitus Cat.6“-PatchPanel direkt zur Lan-Buchse ins Büro in den ersten Stock.

    Vom Patch-Panel zum Büro liegt auch ein richtiges Ethernet-Kabel, also mindestens CAT5e?

    Von da aus geht wieder ein Kabel zurück in die Buchse und wieder zurück in den Heizungsraum, wo durch den Netgear-Switchport die anderen Räume auch irgendwie verbunden sind.

    Das sind wirklich zwei getrennte Kabel? Die brauchst du nämlich. Nur eines reicht nicht, um die Geschwindigkeiten von Glasfaser auszunutzen. Oder wird da mit irgendwelchen Adaptern, Y-Stücken oder Ähnlichem gearbeitet?

    Vor einiger Zeit wurde Glasfaser ins Haus verlegt, natürlich direkt am Eingang im Heizungsraum, wo auch die DSL-Leitung reinkommt. Dort kann ich die Fritzbox aber nicht hinstellen, weil der Raum so abgeschirmt ist, dass das Wlan gerade mal ein paar Meter weit geht, vom 1. Stock brauchen wir nicht zu reden.

    Und warum hat man damals nicht sofort dafür gesorgt, eine Installation vorzunehmen, die man später auch sinnvoll verwenden kann?

  • Willkommen im Forum!

    So lange sichergestellt ist, das das Netzwerkkabel abgehend vom ONT lediglich an das Patchpanel und von dort zur FRITZ!Box geht, ist das der erste Schritt von zweien. Der zweite Schritt findet dann im Büro statt. Dort muss entweder LAN 1 oder (falls vorhanden) WAN mit der LAN-Buchse verbunden werden, aus der aktuell das DSL-Signal bezogen wird.

    Es muss jedoch sichergestellt sein, dass ein Switch (hier Netgear) nur an der FRITZ!Box angeschlossen ist und keinesfalls eine Verbindung direkt zum ONT besteht!

    Darüber hinaus empfehle ich dringend einen Reset auf Werkseinstellungen der FB bevor von DSL auf Glasfaser/ONT gewechselt wird. Du kannst die Einstellungen ja vorher sichern, solltest jedoch beim Betrieb hinter dem ONT lediglich die Telefoneinstellungen/Telefonbuch zurückspielen!

    Selbstverständlich muss die FB entsprechend konfiguriert werden: https://avm.de/service/wissen…uss-einrichten/

    Hinweis: so lange die Rufnummernportierung von dem DSL-Anbieter nicht zu dem Glasfaser-Anbieter abgeschlossen wurde, ist bei diesem Aufbau keine Telefonie über die FB möglich!

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  • Im 0146er Bid ist ein LAN Kabel zu sehen. Ist das der LAN-Anschluß aus dem ONT kommend?

    Im 0145er Bild ist am Patchpanel auf dem fünften Anschluß von links ein dünnes Kabel zu erkennen. Ist das derzeit das DSL-Kabel von der TAE-Dose welches dann über die vorhandene Hausverkabelung zum Router in den Wohnräumen führt?
    Die weiteren Räume werde jetzt schon über den Switch versorgt, der sein Signal über eine weitere Leitung von Router in den Wohnräumen bekommt?

    Wenn das alles mit ja beatwortet werden kann dann wie folgt verdrahten:
    Das dünne Kabel am Patchpanel herausziehen.
    Am Router das Patchkabel, weches derzeit am DSL-Anschluß steckt auf den WAN-Anschluß oder LAN1, je nachdem welche FB verwendet wird, umstecken.
    Ein Patchkabel vom Anschluß der gelben Leitung in den Anschluß des Patchpanels, der vorher vom dünnen Kabel belegt war (Nr. 5 von links), in diesen Anschluß 5 des Patchpanel einstecken.

    Weriter Vorgehensweise ist der Rest auf Werkseinstellungen der Fritz!Box und dann neu einstellen.

  • Vielen Dank schon für die Antworten! Wir wurden da damals etwas über den Tisch gezogen - im Vertrag war nur die Verlegung bis in den Heizraum und die Buchsen in den Zimmern dabei. Das haben wir tatsächlich erst gemerkt, als wir einziehen wollten und deshalb dann Conrad Elektronik zu Hilfe geholt…
    Zu den anderen Fragen:
    Ja, in der Buchse im Büro sind zwei Kabel. Eins geht in Fritbox - DSL und das andere in Fritzbox - LAN4. Es gibt keine Verzweigungen oder Adapter.
    Die Kabel von der Buchse in den Heizungsraum in den Patchpanel sind die im Anhang.
    Wie gesagt wäre es mir nur wichtig, dass ich die Fritzbox oben lassen kann.
    Wenn ich HupeBube richtig verstehe, kann ich das Kabel aus dem ONT in den Patchpanel anstelle des DSL-Kabels stecken. Die Fritzbox verbinde ich dann im Büro an LAN1.
    Was mache ich dann mit dem Netgear?

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  • das Kabel aus dem ONT in den Patchpanel anstelle des DSL-Kabels stecken. Die Fritzbox verbinde ich dann im Büro an LAN1.
    Was mache ich dann mit dem Netgear?

    So wie es sich für mich darstellt, wird der Netgear über LAN 4 der FB versorgt? Falls das so ist, muss (abgesehen von LAN 1 <-> ONT) nichts geändert werden.

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  • Perfekt. Ich hätte halt einfach nie gedacht, dass dann trotzdem alle Kabel zu den Räumen etc. immer noch funktionieren, wenn es nicht mehr DSL sondern Glasfaser ist, was durch die "Leitung" geht.

    Dann bestell ich jetzt meinen Anschluss, Telekom hab ich nämlich schon gekündigt - und erst dann ist mir das Problem überhaupt bewusst geworden. Aber zum Glück gibt´s Leute mit Ahnung! Also nochmal danke an euch!

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  • Vielleicht zum Verständnis.

    Das Patchpanel ist nur die bequeme und sinnvolle Variante, Leitungen zu verbinden. Der Vorteil einer Ethernetverkabelung ist, dass die recht universell ist. Sie kann also auch sehr gut die beiden Adern der DSL-Leitung transportieren.

    Da das optische Signal bei dir bereits auf Ethernet gewandelt ist, kannst du auf diesem Wege zur FB transportieren.

    Hierbei geht es immer nur um den WAN-Teil deiner Verkabelung. Was danach im LAN passiert (hin zum Netgear-Switch etc.), ist davon nicht betroffen.

  • Ok, das klingt selbst für mich plausibel :) Dann scheint es also schon mal nicht ganz so schlecht zu sein, dass die Firma damals wenigstens diese Kabel verlegt hat. Wenn das mit Glasfaser jetzt gar nicht geklappt hätte, hätte ich sie noch mehr verflucht als damals eh schon. Wenn man sich nicht auskennt und den Profis vertraut, kommt halt sowas raus.

  • Was meinst du denn damit? Die haben eine ordentliche Arbeit gemacht, die für derart Bedürfnisse völlig ok ist.

    Klar, kann man schöner machen. Mit 10- oder gar 19-Zoll-Schrank, aber an den Kabeln ist nichts verkehrt.

    Oder welchen Auftrag hatte die Firma damals?

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  • Letztendlich bleibt alles beim Alten. Früher hast du das DSL-Signal per Ethernet-Kabel zur Fritz!Box transportiert. Die Fritz!Box war damals DSL-Modem und Router in einem.

    Jetzt ist der ONT "Modem" und du transportierst wieder das Signal zur Fritz!Box. Sie ist aber "nur" noch Router. Dein Netzwerk dahinter betrifft dies alles nicht.

    Bitte aber daran denken, aufgrund des Anbieter-/Medienwechsel ist es immer sehr empfehlenswert, die Fritz!Box auf Werkszustand zurückzusetzen und komplett neu zu konfigurieren mit dem Internet-Teil. Den Bereich der Telefonie kann man separat sichern und später wieder einspielen.

    Bevor du aus DSL aussteigst, die neuste Software einspielen.

  • Ist bei mir im EFH nicht anders. Aktuell eine Kabelbox im Keller, via Patchpanel und LAN ins Haus verteilt. Demnächst GF, mit der entsprechenden Fritzbox an der selben Stelle wie jetzt die Kabel-Fritze.

  • Was meinst du denn damit? Die haben eine ordentliche Arbeit gemacht, die für derart Bedürfnisse völlig ok ist.

    Klar, kann man schöner machen. Mit 10- oder gar 19-Zoll-Schrank, aber an den Kabeln ist nichts verkehrt.

    Oder welchen Auftrag hatte die Firma damals?

    Ne ne, so wie es jetzt ist, hat es ja das Team von Conrad gemacht. Die Firma hätte die direkten Anschlüsse in den einzelnen Räumen etc. machen sollen, aber kurz vorm Einzug hingen dann im Heizungsraum einfach die Kabel von der Decke. Mündlich wurde das natürlich nie so ausgemacht und im Vertrag stand das verklausuliert tatsächlich genau so drin. Das war unsere Schuld, dass wir das nicht genau so gelesen haben (Vertrauen ist nicht immer gut…) und dann kam das böse Erwachen. Sie hätten das schon fertig gemacht, aber der Aufpreis wäre Wahnsinn gewesen. Da ich keine Ahnung davon habe, kam Conrad.

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  • Achso, da waren zwei unterschiedliche Firmen aktiv.

    Aber so wie es jetzt ist, ist es jedenfalls ok.

    Besonders gut gefällt mir, dass das Patchpanel verschraubt ist und es sogar eine Kontermutter gibt. Das sollte einem atomaren Erstschlag standhalten.

  • Aber so wie es jetzt ist, ist es jedenfalls ok.

    Nicht ganz. Zum Herstellen der korrekten Abschirmung sollte das Patchpanel, dafür gibt es extra die Anschlüsse, mit dem Potentialausgleich verbunden sein. Ist hier so nicht erkennbar.